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    The Charlatans – Up At The Lake

    Was unbedingt in die Bewertung dieser Platte eingehen muss: das wundervolle, anrührende Gefühl des Durchhaltens und um alles in der Welt Lebendigbleibens, das man als alter Britpopper jedes Mal fühlt, wenn ein neues Charlatans-Album ungefragt ankommt Das gelassene Wissen darum, dass die Charlatans zu keinem Zeitpunkt jemals unschlagbar gut waren, dass auf jeden Lichtmoment ein […] mehr…

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    Faithless – No Roots

    Das Blubbern, Zischen, Wummern, Flubbern und Schaben auf solchen Platten wird oft angeprangert oder ins Lächerliche gezogen, aber nichts gegen ein anständiges Blubbern und ein rechtes Gewummere. Blubbern muss es schon, wenn man dazu tanzen will. Nur: Zur Musik von Faithless kann man gar nicht tanzen. Man könnte nur zu Faithless tanzen, wenn man im […] mehr…

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    They Might Be Giants – The Spine

    They Might Be Giants sind immer noch die beiden Johns, John Flansburgh und John Linnell, die sich einander genügen für ihre ureigene Music-Hall. Seit 1984. Da können Reiche untergehen und mögen die Trendberater sich die Haare raufen, aber They Might Be Giants sind weiter die letzte Vaudevilleband, die es auf dem aktuellen Album „The Spine“ […] mehr…

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    Dayna Kurtz – Beautiful Yesterday

    Das Timbre ist rauchzart bis pechschwarz, die Begleitmusik meistens prachtvoll, das Fremdmaterial immerhin wohl selektiert, auch die eigenen Songs funktionieren. Der erste, „Music Box“, tönt nur in Kofferradioqualität, zusätzlich unterlegt mit angeblichem Vinyl-Geknister. Weil es sich bei dem Tonträger aber um eine CD handelt, soll dadurch wohl die Sehnsucht und das Originäre betont werden. Die […] mehr…

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    Pedro The Lion – Achilles Heel

    Schon immer kreisten die Songs des bibeltreuen David Bazan zwischen Himmel und Hölle. Er weiß, dass Gott zwar nicht würfelt, dafür aber sehr gut Versteck spielt und in der Hölle des Alltags meist nur schwer auszumachen ist. Paradiesisch waren die Alben seiner Band Pedro The Lion jedenfalls nie. Die Songs brodelten, schleppten sich quälend vorwärts […] mehr…

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    The Calling – Two

    Niedlich, die beiden. Sänger Alex Band sieht mit 23 immer noch wie ein Halbwüchsiger aus – freilich so einer, der an jeder Schule der Mädchenschwarm wäre, blond und mager, selbstbewusst zwar, aber doch sensibel. Gitarrist Aaron Kamin wurde von der Natur nicht so gesegnet, gleicht das aber mit Liebeswürdigkeit aus und kriegt bestimmt die abgelegten […] mehr…

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    Youssou N’Dour – Egypt

    Wer den smarten Superstar aus dem Senegal primär als radiotauglichen Duettpartner von Neneh Cherry vor dem inneren Auge und Ohr hat, mag sich mit diesem erdigen musikalischen Glaubensbekenntnis schwer tun. Doch mit den schwingenden Mbalax-Rhythmen seiner erfolgreichen Band Band Super Etoile hat sein neuestes Werk ebenso wenig am Hut. Aber warum soll ein westafrikanischer Popstar […] mehr…

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    Diverse Essential Latin Flavas – Vol. 2

    Eine Achterbahnfahrt durch Beats und Samples der weltweiten Latino-Gemeinde: DJs und Musiker aus Madrid, Monterrey, Rio, Paris, Katalonien und gar Stuttgart dokumentieren die Kapriolen, die man per Technik heute zwischen Dub, Kuba-Nostalgie, Brasilflair, Funk, afro-peruanischen Rhythmen und Electronica schlagen kann. Besonders kurios: die Average White Band groovt an der Copacabana, und der Police-Klassiker „Walking On […] mehr…

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    Bebel Gilberto – Bebel Gilberto

    Das zweite Album ist das schwerste? Nicht für Bossa-Bebel, die Tochter des legendären Genre-Erfinders Joao. Betreut von Björk-Producer Marius De Vries haucht die neue Brasil-Ikone inmitten sinnlich aufgeladener Nachtstückchen und fließenden Huldigungen an die tropische Natur, verbeugt sich vor afro-brasilianischen Gottheiten. Zitate aus der heimischen Pophistorie werden spielerisch eingebaut, Joao Donato am Piano und Daniel […] mehr…

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    Damien Dempsey – Seize The Day

    Morrissey schätzt ihn, nicht zuletzt ob der Offenheit und Geradlinigkeit, mit der Dempsey die Schöne Neue Welt decouvriert. Ob sich der Protestsänger aus Dublin religiöser Perversion annimmt oder politischer Bigotterie, ober Kindesmisshandlung oder sexuelle Repression beklagt, er tut dies mit autoritativer Stimme und kühnen Melodien. Sinead O’Connor singt mit, Christy Moore zollt Respekt und „Shane […] mehr…

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    3,5 Der Plan – Die Verschworung

    Nach 15 Jahren wieder ein Album der Düsseldorfer Electropop-Erfinder Zuerst die Archäologie: Der Plan kam auch aus Düsseldorf, wie die Fehlfarben und wie DAF, und eigentlich haben sie erst den deutschen Electropop erfunden – nicht gerade aus dem Nichts, sondern nach dem aufmerksamen Studium der Residents, mit denen sie auch die Vorliebe für einen tollen […] mehr…

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    Penelope Houston – The Pale Green Girl

    Verliebtheit in die Stimme Penelope Houstons ist der einzige, einzige Grund hierfür. Eine kleine Stimme, die sofort zurückweicht, wenn eine Rickenbacker-Gitarre glockenschwer geschlagen wird. Penelope Houstons Stimme klingt ängstlich und verbrannt, sie zittert an den falschen Stellen und strahlt dabei in einem blendenden, bebenden Rest von Schönheit, die offenbar nicht ganz zerzaust und gerupft werden […] mehr…

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    Briqhtblack – Ala.Cali.Tucky

    Langsamkeit, die Lieder ohne Versmaß, ohne Reim, die Melodien stoisch und schleppend, die Stimmen weiblich und männlich, unisono oder herb harmonisierend. Zu Orgel oder Steel, dazwischen Zikaden. Brightblack kommen aus Alabama und klingen wie niemand sonst. Selbst die frühen Black Heart Procession in ihrer Prä-Rock-Phase zimmerten Räume für ihr sinistres Dröhnen. Dagegen setzen Brightblack auf […] mehr…

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    Norman & Nancy Blake – The Morning Glory Ramblers

    Der Welt bester Flatpicker, nach acht langen Jahren wieder mit seiner Frau Nancy antretend, diesmal auf den Spuren der Carter Family. Es erwartet uns mithin nicht Kammer-Folk-Elegie im Stil des Rising Fawn String Ensemble, obwohl die Blakes weiterhin periodisch darauf zurückkommen, sondern ein Round-Up traditioneller Country-Weisen im Old-Timey-Gewand. Mit Songs über Liebe, Tod und Gott, […] mehr…

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    Kate & Anna McGarrigle – La Vache Qui Pleure

    Nicht französisch, sondern quebecois: Bereits das überwältigend schöne „Complainte Pour Ste-Catherine“ auf dem Debüt-Album von 1975 hatte unziemliche Erwartungen geschürt, die in späteren Jahren indes immer seltener erfüllt werden konnten. Natürlich gehen die Harmonies der Schwestern, inzwischen im Hintergrund von ihren Töchtern Lily und Martha zart begleitet, noch immer unter die Haut. Auch ist Phillipe […] mehr…

  • Fastball - Keep Your Wig On

    Fastball – Keep Your Wig On - Fastball enttäuschen wieder

    Viele Zitate, wenig anhaltende Verzückung: Fastballs großer Hit „The Way“ war 1998 die beste Coverversion, die keine war. Man meinte jede Zutat dieser süchtigmachenden Mischung schon lange zu kennen: Costello, Cake, Morricone, Beatles, verrührt, geschüttelt, frisch serviert. Der Rest des zugehörigen Albums „All That Money Can Buy“ war solider Zitatenpop, alles in allem aber doch […] mehr…

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    Loretta Lynn – Van Lear Rose

    Das Interessanteste am neuen Album von Loretta Lynn, das werden viele Menschen so sehen, ist der Produzent: Ausgerechnet Jack White sollte der coal miner’s daughter nach längerer Abstinenz zu einem Neuanfang verhelfen – und darüber hinaus wohl mit Bums-Blues und zeitgeistiger Attitüde eine nachgeborene Käuferschaft interessieren. Man musste skeptisch sein; White ist nicht Rick Rubin […] mehr…

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    Los Lobos – The Ride

    Das zwölfte Album der Wölfe aus East-L.A. sei „unsere Art zu sagen: Hey, ich habe vor 20 Jahren diese tolle Idee gehabt“, sagt Louie Perez, Teilzeitdrummer, Vollzeittexter und Chefphilosoph des Quintetts. Nun war es aber leider gar keine tolle Idee, als Gast ausgerechnet Elvis Costello auf „Matter Of Time“ anzusetzen, den vielleicht besten, gewiss bewegendsten […] mehr…

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    Ray Wilson – The Next Best Thing

    Der arme Mann. Ist erst 36 und hat schon drei Karrieren mit dazugehörigen Bankrotts hinter sich. Vor zehn Jahren hatte der Schotte mit seiner Band Skiltskin einen Hit namens „Inside“, dann war schon wieder Schluss mit Grunge, und der Unglücksrabe stieg bei Genesis ein, die ihn nach einem Album wieder fallenließen. Das Projekt Cut scheiterte, […] mehr…