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    Ray Wilson – The Next Best Thing

    Der arme Mann. Ist erst 36 und hat schon drei Karrieren mit dazugehörigen Bankrotts hinter sich. Vor zehn Jahren hatte der Schotte mit seiner Band Skiltskin einen Hit namens „Inside“, dann war schon wieder Schluss mit Grunge, und der Unglücksrabe stieg bei Genesis ein, die ihn nach einem Album wieder fallenließen. Das Projekt Cut scheiterte, […] mehr…

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    Pan Sonic – Kesto

    Die zwei Minimal-Techno-Finnen, nach einer Weltreise nun in Berlin angekommen, mit ihrem Großwerk: vier CDs mit neuer Musik, fast vier Stunden, von denen die letzte allerdings komplett einem an- und abschwellenden Glöcklein-Ambient-Ton gewidmet ist. Das gehört nun mal ins Spektrum dieser Gruppe, die so viele Nerds versorgen muss – interessanter sind aber die ersten zwei […] mehr…

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    Tres Chicas – Sweetwater

    Seit ihrer Live-Feuertaufe vor gut fünf Jahren geistern die Chicas durch Americana-Zirkel als fast mythische Größe, die man unbedingt gesehen haben müsse. Zu hören gab es bisher nichts. Schließlich sind Caitlin Cary, Tonya Lamm und Lynn Blakey sonst noch mit einer Solo-Karriere, einer kleinen Tochter oder einer Band (Glory Fountain) beschäftigt. Jetzt reichte es doch […] mehr…

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    Markus Rill – Hobo Dream

    Der hobo by heart konnte sich endlich seinen musikalischen Traum erfüllen, im Land seiner Initiation und Inspiration aufnehmen. Austin, Texas ist es nicht gleich geworden, doch auch in Nashville kann ja ein Duane Jarvis mal eben für eine Session ein paar Kumpels zusammentrommeln, die dort sonst für Buddy Miller und Co. ihr Zeugs spielen. Sie […] mehr…

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    Tanya Dennis – Apartment #9

    Eine Platte für Reflexe. Den zum Beispiel, darüber zu lamentieren, dass eine Frau wie diese in Nashville chancenlos ist, jenseits von Tour-Nebenrollen und Demo-Jobs. Freuen wir uns lieber, dass Tanya Dennis einfach ihr eigenes kleines Ding durchzieht. Mit großen Country-Songs allerdings, von Johnny Paycheck bis Gram Parsons, die sie mit ihrem bluesig-prallen Alto so unbefangen […] mehr…

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    Angie Stone – Stone Love

    Sie ist eine der besten Sängerinnen, die es zur Zeit gibt. Ihre Bühnenpräsenz ist beeindruckend: Wie ein Gebirgsmassiv steht sie da, öffnet beim Singen nicht bloß den Mund, sondern die Seele gleich mit Hätte Angie Stone auch noch den Körper von Beyonce und die Dreistigkeit von Anastacia – die ehemalige Saxofonistin von Lenny Kravitz wäre […] mehr…

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    Maritime – Glass Floor

    Es gibt immer Neuigkeiten aus Bettensitz-Land, es gibt nie genug Platten für öfter mal traurige Jungen und Mädchen. Für Jungen und Mädchen, die den Herbstanfang jedes Jahr sehr persönlich nehmen. Maritime sind eine entsprechend kleine Band, natürlich auch eine feine Band mit Gitarren wie aus dem Stickrahmen und süßer Fünf-Uhr-Tee-Lethargie, und der Sinn steht ihnen […] mehr…

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    Amy Farris – Anyway

    Alejandro Escovedo, Bruce Robison, Kelly Willis, sogar Ray Price – kein übles Country-Arbeitszeugnis für die gelernte Klassik-Geigerin. Dave Alvin nahm Amy Farris für ihr Debüt unter seine Produktionsfittiche und schrieb auch gleich ein paar schöne Songs mit ihr, etwa das illusionslos schwelgende Titelstück. Farris‘ Ambitionen reichen bis zum Gypsy Swing von „Undecided“ und dem X-Cover […] mehr…

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    Sizer Barker – Hotel Juicy Parlour

    Auf gar nicht tragische Weise mit Peter Gabriel verbunden sind Sizer Barker. Das Trio aus Liverpool gehört zu den wenigen Künstlern westlicher Herkunft auf dem Real World Label und durfte sogar unlängst mit dem alten Herrn auf Tournee gehen. Sizer Baker spielen nicht näher zu beschreibenden, extrem eigensinnig instrumentierten Postpoprock, der mal den alten Bowie […] mehr…

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    A Girl Called Eddy – A GirI Called Eddy

    Zuerst wahrgenommen haben aufmerksame Beobachter Erin Moran an der Seite des früher mal gigantischen Francis Dunnery, für den die Dame aus New Jersey eine Tournee lang Keyboards drückte und im Background sang. Nun hat A Girl Called Eddy mit Richard Hawley als Produzenten eine Platte mit eigenen Liedern aufgenommen, die wie eine düstere, verregnete Version […] mehr…

  • Mike & The Mechanics - Rewired

    Mike & The Mechanics – Rewired

    Nach dem jähen Tod von Sänger Paul Young 2000 ist nun Paul Carrack der alleinige Sänger von Mike Rutherfords Langzeitprojekt Mike & The Mechanics. Während der belanglose Pop der letzten Alben ja im Formatradio noch für gute Momente gesorgt hat, greift jetzt die lang befürchtete Möchtegern-Verjüngung: blöde elektronische Beats, standardisierte Kompositionen, gepflegte Langeweile jenseits der […] mehr…

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    Heart – Jupiter s Darling

    Die 80er Jahre waren gut zu Heart. Die samtenen Kleider, die toupierten Haare, der auf Pop frisierte Hardrock – die Wilson-Schwestern und ihre Komparsen schlossen die Lücke zwischen Fleetwood Mac und Bon Jovi, sie hatten packende Songs und machten mindestens zwei Alben lang einfach alles richtig. 20 Top-Forty-Hits später, in den 90ern, lief es nicht […] mehr…

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    Beth Nielsen Chapman – Look

    Beth Nielsen Chapman macht keine Fehler: Für ihr neuestes Album hat die vielfach prämierte Auftragsschreiberin (z.B. „This Kiss“ für Faith Hill) Peter Collins ans Pult und Jerry Marotta hinters Schlagzeug gesetzt und Michael McDonald, Emily Saliers und Annie Roboff um musikalische Hilfe gebeten. Auf „Look“ sind lauter wunderbare Kompositionen, für die jeder Verlag in Nashville […] mehr…

  • Marcy Playground - MP3

    Marcy Playground – MP3

    Es gibt wenige Bands der jüngeren US-amerikanischen Musikhistorie, an denen seitens der Kritik weniger gutes Haar gelassen wurde als an Marcy Playground. Wollte man den Einstiegshit „Sex And Candy“ von 1997 hier und da noch ganz lustig finden, fielen Album eins und zwei furchtbar durch. Die verschlafen geschrammten Nirvana-Riffs, die leidlich lustige Pop-Attitüde, all das […] mehr…

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    Danny Cohen – Dannyland

    Hier kommt Danny. Californication für Fortgeschrittene, mitten aus Beverly Hills, wo sein Dad im „Saks“ den Dekorateur und Schuhverkäufer gab. Sagt die Legende. Die Legende sagt außerdem, dass Cohen (nicht verwandt) das Hausmädchen terrorisierte und unter einer 100-jährigen Hexe, die sich als Babysitterin verkleidet hatte, gelitten haben soll Ferner soll aktenkundig sein, dass der Mann […] mehr…

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    Ilene Barnes – Time

    Ein klarer Geisterscheider, der androgyne Gesang der in Paris lebenden Sängerin Ilene Barnes, die mit ihrer tiefen Stimme an Tracy Chapman und Nina Simone erinnert, gelegentlich aber auch an Murray Head, David Bowie oder Ben Harper. Nicht weniger vielfaltig die Biografie der in Detroit geborenen Ein-Meter-90-Frau: afro-indianische Herkunft mit irischem Einschlag, aufgewachsen in Surinam, Barbados […] mehr…

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    Juliana Hatfield – In Exile Deo

    Einige Dinge, derentwegen wir uns auch nach vielen mittelmäßigen Alben, verpassten Gelegenheiten und lauwarmen Aufgüssen alter Heldentaten noch an Juliana Hatfield erinnern: der famose Jangle-Pop der Blake Babies, „It’s A Shame About Ray“, Evan Dando und alles, was damit zusammenhängt, die fast Morrisseyeske Enthaltsamkeit und „Everybody Loves Me But You“ – das kalte Bett und […] mehr…

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    Jay Farrar – Stone, Steel & Briqht Lights

    Während Jeff Tweedy zunächst das Stonesige, das Elegische und den Pop fortgeführt hat und heute im Wolkenkuckucksheim angekommen ist, übernahm Jay Farrar einfach Uncle Tupelo, so unfertig und schwerfällig, wie die Band eben war. Also: Country, Kaschemme, Gitarren, Trübsinn und Lahmarschigkeit Nirgendwo, bei Son Volt nicht und auf seinen SoJo-Platten schon gar nicht, blitzt irgendeine […] mehr…

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    Chris Stamey – Travels In The South

    Wrrooommm… Eine vorbeifliegende Propellermaschine dröhnt vom rechten zum linken Lautsprecher, einer dieser kleinen Business-Jets, die als Verkehrsmittel im Süden der USA fast so geläufig sind wie Fahrräder in Freiburg. Bevor sich in „14 Shades Of Green“ eine schöne Geschichte um eine etwas andere high school reunion entfaltet, beseelt von einer Melodie, die in jeder Wendung […] mehr…

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    Sido - Maske

    „Das beste Album der deutschen Rap-Geschichte“ schwärmt die „taz“ und hat Recht: Aus dem Nichts rauschte „Maske“ auf Platz drei der deutschen Albumcharts – die höchste Platzierung einer Independent-Produktion, seit hier zu Lande Charts ermittelt werden. Und das mit einer frischen, klischeefreien Musik: Techno-Bässe sind hier ebenso erlaubt wie melancholisch düstere Soul-Samples. Doch es sind […] mehr…