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    Pedro The Lion – Achilles Heel

    Schon immer kreisten die Songs des bibeltreuen David Bazan zwischen Himmel und Hölle. Er weiß, dass Gott zwar nicht würfelt, dafür aber sehr gut Versteck spielt und in der Hölle des Alltags meist nur schwer auszumachen ist. Paradiesisch waren die Alben seiner Band Pedro The Lion jedenfalls nie. Die Songs brodelten, schleppten sich quälend vorwärts […] mehr…

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    The Calling – Two

    Niedlich, die beiden. Sänger Alex Band sieht mit 23 immer noch wie ein Halbwüchsiger aus – freilich so einer, der an jeder Schule der Mädchenschwarm wäre, blond und mager, selbstbewusst zwar, aber doch sensibel. Gitarrist Aaron Kamin wurde von der Natur nicht so gesegnet, gleicht das aber mit Liebeswürdigkeit aus und kriegt bestimmt die abgelegten […] mehr…

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    Youssou N’Dour – Egypt

    Wer den smarten Superstar aus dem Senegal primär als radiotauglichen Duettpartner von Neneh Cherry vor dem inneren Auge und Ohr hat, mag sich mit diesem erdigen musikalischen Glaubensbekenntnis schwer tun. Doch mit den schwingenden Mbalax-Rhythmen seiner erfolgreichen Band Band Super Etoile hat sein neuestes Werk ebenso wenig am Hut. Aber warum soll ein westafrikanischer Popstar […] mehr…

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    Diverse Essential Latin Flavas – Vol. 2

    Eine Achterbahnfahrt durch Beats und Samples der weltweiten Latino-Gemeinde: DJs und Musiker aus Madrid, Monterrey, Rio, Paris, Katalonien und gar Stuttgart dokumentieren die Kapriolen, die man per Technik heute zwischen Dub, Kuba-Nostalgie, Brasilflair, Funk, afro-peruanischen Rhythmen und Electronica schlagen kann. Besonders kurios: die Average White Band groovt an der Copacabana, und der Police-Klassiker „Walking On […] mehr…

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    Bebel Gilberto – Bebel Gilberto

    Das zweite Album ist das schwerste? Nicht für Bossa-Bebel, die Tochter des legendären Genre-Erfinders Joao. Betreut von Björk-Producer Marius De Vries haucht die neue Brasil-Ikone inmitten sinnlich aufgeladener Nachtstückchen und fließenden Huldigungen an die tropische Natur, verbeugt sich vor afro-brasilianischen Gottheiten. Zitate aus der heimischen Pophistorie werden spielerisch eingebaut, Joao Donato am Piano und Daniel […] mehr…

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    Damien Dempsey – Seize The Day

    Morrissey schätzt ihn, nicht zuletzt ob der Offenheit und Geradlinigkeit, mit der Dempsey die Schöne Neue Welt decouvriert. Ob sich der Protestsänger aus Dublin religiöser Perversion annimmt oder politischer Bigotterie, ober Kindesmisshandlung oder sexuelle Repression beklagt, er tut dies mit autoritativer Stimme und kühnen Melodien. Sinead O’Connor singt mit, Christy Moore zollt Respekt und „Shane […] mehr…

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    3,5 Der Plan – Die Verschworung

    Nach 15 Jahren wieder ein Album der Düsseldorfer Electropop-Erfinder Zuerst die Archäologie: Der Plan kam auch aus Düsseldorf, wie die Fehlfarben und wie DAF, und eigentlich haben sie erst den deutschen Electropop erfunden – nicht gerade aus dem Nichts, sondern nach dem aufmerksamen Studium der Residents, mit denen sie auch die Vorliebe für einen tollen […] mehr…

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    Penelope Houston – The Pale Green Girl

    Verliebtheit in die Stimme Penelope Houstons ist der einzige, einzige Grund hierfür. Eine kleine Stimme, die sofort zurückweicht, wenn eine Rickenbacker-Gitarre glockenschwer geschlagen wird. Penelope Houstons Stimme klingt ängstlich und verbrannt, sie zittert an den falschen Stellen und strahlt dabei in einem blendenden, bebenden Rest von Schönheit, die offenbar nicht ganz zerzaust und gerupft werden […] mehr…

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    Briqhtblack – Ala.Cali.Tucky

    Langsamkeit, die Lieder ohne Versmaß, ohne Reim, die Melodien stoisch und schleppend, die Stimmen weiblich und männlich, unisono oder herb harmonisierend. Zu Orgel oder Steel, dazwischen Zikaden. Brightblack kommen aus Alabama und klingen wie niemand sonst. Selbst die frühen Black Heart Procession in ihrer Prä-Rock-Phase zimmerten Räume für ihr sinistres Dröhnen. Dagegen setzen Brightblack auf […] mehr…

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    Norman & Nancy Blake – The Morning Glory Ramblers

    Der Welt bester Flatpicker, nach acht langen Jahren wieder mit seiner Frau Nancy antretend, diesmal auf den Spuren der Carter Family. Es erwartet uns mithin nicht Kammer-Folk-Elegie im Stil des Rising Fawn String Ensemble, obwohl die Blakes weiterhin periodisch darauf zurückkommen, sondern ein Round-Up traditioneller Country-Weisen im Old-Timey-Gewand. Mit Songs über Liebe, Tod und Gott, […] mehr…

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    Kate & Anna McGarrigle – La Vache Qui Pleure

    Nicht französisch, sondern quebecois: Bereits das überwältigend schöne „Complainte Pour Ste-Catherine“ auf dem Debüt-Album von 1975 hatte unziemliche Erwartungen geschürt, die in späteren Jahren indes immer seltener erfüllt werden konnten. Natürlich gehen die Harmonies der Schwestern, inzwischen im Hintergrund von ihren Töchtern Lily und Martha zart begleitet, noch immer unter die Haut. Auch ist Phillipe […] mehr…

  • Fastball - Keep Your Wig On

    Fastball – Keep Your Wig On - Fastball enttäuschen wieder

    Viele Zitate, wenig anhaltende Verzückung: Fastballs großer Hit „The Way“ war 1998 die beste Coverversion, die keine war. Man meinte jede Zutat dieser süchtigmachenden Mischung schon lange zu kennen: Costello, Cake, Morricone, Beatles, verrührt, geschüttelt, frisch serviert. Der Rest des zugehörigen Albums „All That Money Can Buy“ war solider Zitatenpop, alles in allem aber doch […] mehr…

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    Loretta Lynn – Van Lear Rose

    Das Interessanteste am neuen Album von Loretta Lynn, das werden viele Menschen so sehen, ist der Produzent: Ausgerechnet Jack White sollte der coal miner’s daughter nach längerer Abstinenz zu einem Neuanfang verhelfen – und darüber hinaus wohl mit Bums-Blues und zeitgeistiger Attitüde eine nachgeborene Käuferschaft interessieren. Man musste skeptisch sein; White ist nicht Rick Rubin […] mehr…

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    Los Lobos – The Ride

    Das zwölfte Album der Wölfe aus East-L.A. sei „unsere Art zu sagen: Hey, ich habe vor 20 Jahren diese tolle Idee gehabt“, sagt Louie Perez, Teilzeitdrummer, Vollzeittexter und Chefphilosoph des Quintetts. Nun war es aber leider gar keine tolle Idee, als Gast ausgerechnet Elvis Costello auf „Matter Of Time“ anzusetzen, den vielleicht besten, gewiss bewegendsten […] mehr…

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    Ray Wilson – The Next Best Thing

    Der arme Mann. Ist erst 36 und hat schon drei Karrieren mit dazugehörigen Bankrotts hinter sich. Vor zehn Jahren hatte der Schotte mit seiner Band Skiltskin einen Hit namens „Inside“, dann war schon wieder Schluss mit Grunge, und der Unglücksrabe stieg bei Genesis ein, die ihn nach einem Album wieder fallenließen. Das Projekt Cut scheiterte, […] mehr…

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    Pan Sonic – Kesto

    Die zwei Minimal-Techno-Finnen, nach einer Weltreise nun in Berlin angekommen, mit ihrem Großwerk: vier CDs mit neuer Musik, fast vier Stunden, von denen die letzte allerdings komplett einem an- und abschwellenden Glöcklein-Ambient-Ton gewidmet ist. Das gehört nun mal ins Spektrum dieser Gruppe, die so viele Nerds versorgen muss – interessanter sind aber die ersten zwei […] mehr…

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    Tres Chicas – Sweetwater

    Seit ihrer Live-Feuertaufe vor gut fünf Jahren geistern die Chicas durch Americana-Zirkel als fast mythische Größe, die man unbedingt gesehen haben müsse. Zu hören gab es bisher nichts. Schließlich sind Caitlin Cary, Tonya Lamm und Lynn Blakey sonst noch mit einer Solo-Karriere, einer kleinen Tochter oder einer Band (Glory Fountain) beschäftigt. Jetzt reichte es doch […] mehr…

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    Markus Rill – Hobo Dream

    Der hobo by heart konnte sich endlich seinen musikalischen Traum erfüllen, im Land seiner Initiation und Inspiration aufnehmen. Austin, Texas ist es nicht gleich geworden, doch auch in Nashville kann ja ein Duane Jarvis mal eben für eine Session ein paar Kumpels zusammentrommeln, die dort sonst für Buddy Miller und Co. ihr Zeugs spielen. Sie […] mehr…

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    Tanya Dennis – Apartment #9

    Eine Platte für Reflexe. Den zum Beispiel, darüber zu lamentieren, dass eine Frau wie diese in Nashville chancenlos ist, jenseits von Tour-Nebenrollen und Demo-Jobs. Freuen wir uns lieber, dass Tanya Dennis einfach ihr eigenes kleines Ding durchzieht. Mit großen Country-Songs allerdings, von Johnny Paycheck bis Gram Parsons, die sie mit ihrem bluesig-prallen Alto so unbefangen […] mehr…

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    Angie Stone – Stone Love

    Sie ist eine der besten Sängerinnen, die es zur Zeit gibt. Ihre Bühnenpräsenz ist beeindruckend: Wie ein Gebirgsmassiv steht sie da, öffnet beim Singen nicht bloß den Mund, sondern die Seele gleich mit Hätte Angie Stone auch noch den Körper von Beyonce und die Dreistigkeit von Anastacia – die ehemalige Saxofonistin von Lenny Kravitz wäre […] mehr…