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    Maritime – Glass Floor

    Es gibt immer Neuigkeiten aus Bettensitz-Land, es gibt nie genug Platten für öfter mal traurige Jungen und Mädchen. Für Jungen und Mädchen, die den Herbstanfang jedes Jahr sehr persönlich nehmen. Maritime sind eine entsprechend kleine Band, natürlich auch eine feine Band mit Gitarren wie aus dem Stickrahmen und süßer Fünf-Uhr-Tee-Lethargie, und der Sinn steht ihnen […] mehr…

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    Amy Farris – Anyway

    Alejandro Escovedo, Bruce Robison, Kelly Willis, sogar Ray Price – kein übles Country-Arbeitszeugnis für die gelernte Klassik-Geigerin. Dave Alvin nahm Amy Farris für ihr Debüt unter seine Produktionsfittiche und schrieb auch gleich ein paar schöne Songs mit ihr, etwa das illusionslos schwelgende Titelstück. Farris‘ Ambitionen reichen bis zum Gypsy Swing von „Undecided“ und dem X-Cover […] mehr…

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    Sizer Barker – Hotel Juicy Parlour

    Auf gar nicht tragische Weise mit Peter Gabriel verbunden sind Sizer Barker. Das Trio aus Liverpool gehört zu den wenigen Künstlern westlicher Herkunft auf dem Real World Label und durfte sogar unlängst mit dem alten Herrn auf Tournee gehen. Sizer Baker spielen nicht näher zu beschreibenden, extrem eigensinnig instrumentierten Postpoprock, der mal den alten Bowie […] mehr…

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    A Girl Called Eddy – A GirI Called Eddy

    Zuerst wahrgenommen haben aufmerksame Beobachter Erin Moran an der Seite des früher mal gigantischen Francis Dunnery, für den die Dame aus New Jersey eine Tournee lang Keyboards drückte und im Background sang. Nun hat A Girl Called Eddy mit Richard Hawley als Produzenten eine Platte mit eigenen Liedern aufgenommen, die wie eine düstere, verregnete Version […] mehr…

  • Mike & The Mechanics - Rewired

    Mike & The Mechanics – Rewired

    Nach dem jähen Tod von Sänger Paul Young 2000 ist nun Paul Carrack der alleinige Sänger von Mike Rutherfords Langzeitprojekt Mike & The Mechanics. Während der belanglose Pop der letzten Alben ja im Formatradio noch für gute Momente gesorgt hat, greift jetzt die lang befürchtete Möchtegern-Verjüngung: blöde elektronische Beats, standardisierte Kompositionen, gepflegte Langeweile jenseits der […] mehr…

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    Heart – Jupiter s Darling

    Die 80er Jahre waren gut zu Heart. Die samtenen Kleider, die toupierten Haare, der auf Pop frisierte Hardrock – die Wilson-Schwestern und ihre Komparsen schlossen die Lücke zwischen Fleetwood Mac und Bon Jovi, sie hatten packende Songs und machten mindestens zwei Alben lang einfach alles richtig. 20 Top-Forty-Hits später, in den 90ern, lief es nicht […] mehr…

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    Beth Nielsen Chapman – Look

    Beth Nielsen Chapman macht keine Fehler: Für ihr neuestes Album hat die vielfach prämierte Auftragsschreiberin (z.B. „This Kiss“ für Faith Hill) Peter Collins ans Pult und Jerry Marotta hinters Schlagzeug gesetzt und Michael McDonald, Emily Saliers und Annie Roboff um musikalische Hilfe gebeten. Auf „Look“ sind lauter wunderbare Kompositionen, für die jeder Verlag in Nashville […] mehr…

  • Marcy Playground - MP3

    Marcy Playground – MP3

    Es gibt wenige Bands der jüngeren US-amerikanischen Musikhistorie, an denen seitens der Kritik weniger gutes Haar gelassen wurde als an Marcy Playground. Wollte man den Einstiegshit „Sex And Candy“ von 1997 hier und da noch ganz lustig finden, fielen Album eins und zwei furchtbar durch. Die verschlafen geschrammten Nirvana-Riffs, die leidlich lustige Pop-Attitüde, all das […] mehr…

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    Danny Cohen – Dannyland

    Hier kommt Danny. Californication für Fortgeschrittene, mitten aus Beverly Hills, wo sein Dad im „Saks“ den Dekorateur und Schuhverkäufer gab. Sagt die Legende. Die Legende sagt außerdem, dass Cohen (nicht verwandt) das Hausmädchen terrorisierte und unter einer 100-jährigen Hexe, die sich als Babysitterin verkleidet hatte, gelitten haben soll Ferner soll aktenkundig sein, dass der Mann […] mehr…

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    Ilene Barnes – Time

    Ein klarer Geisterscheider, der androgyne Gesang der in Paris lebenden Sängerin Ilene Barnes, die mit ihrer tiefen Stimme an Tracy Chapman und Nina Simone erinnert, gelegentlich aber auch an Murray Head, David Bowie oder Ben Harper. Nicht weniger vielfaltig die Biografie der in Detroit geborenen Ein-Meter-90-Frau: afro-indianische Herkunft mit irischem Einschlag, aufgewachsen in Surinam, Barbados […] mehr…

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    Juliana Hatfield – In Exile Deo

    Einige Dinge, derentwegen wir uns auch nach vielen mittelmäßigen Alben, verpassten Gelegenheiten und lauwarmen Aufgüssen alter Heldentaten noch an Juliana Hatfield erinnern: der famose Jangle-Pop der Blake Babies, „It’s A Shame About Ray“, Evan Dando und alles, was damit zusammenhängt, die fast Morrisseyeske Enthaltsamkeit und „Everybody Loves Me But You“ – das kalte Bett und […] mehr…

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    Jay Farrar – Stone, Steel & Briqht Lights

    Während Jeff Tweedy zunächst das Stonesige, das Elegische und den Pop fortgeführt hat und heute im Wolkenkuckucksheim angekommen ist, übernahm Jay Farrar einfach Uncle Tupelo, so unfertig und schwerfällig, wie die Band eben war. Also: Country, Kaschemme, Gitarren, Trübsinn und Lahmarschigkeit Nirgendwo, bei Son Volt nicht und auf seinen SoJo-Platten schon gar nicht, blitzt irgendeine […] mehr…

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    Chris Stamey – Travels In The South

    Wrrooommm… Eine vorbeifliegende Propellermaschine dröhnt vom rechten zum linken Lautsprecher, einer dieser kleinen Business-Jets, die als Verkehrsmittel im Süden der USA fast so geläufig sind wie Fahrräder in Freiburg. Bevor sich in „14 Shades Of Green“ eine schöne Geschichte um eine etwas andere high school reunion entfaltet, beseelt von einer Melodie, die in jeder Wendung […] mehr…

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    Sido - Maske

    „Das beste Album der deutschen Rap-Geschichte“ schwärmt die „taz“ und hat Recht: Aus dem Nichts rauschte „Maske“ auf Platz drei der deutschen Albumcharts – die höchste Platzierung einer Independent-Produktion, seit hier zu Lande Charts ermittelt werden. Und das mit einer frischen, klischeefreien Musik: Techno-Bässe sind hier ebenso erlaubt wie melancholisch düstere Soul-Samples. Doch es sind […] mehr…

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    Freidenker – Denkzettel

    „Ich glaube an die CDU und die eigentlich christlichen Werte“, rappt ein Wortspieler namens Schilett, um dann ein paar Zeilen später zu reflektieren: „Ich seh‘ die CDU und sie hat den Krieg nicht abgelehnt.“ Was, bitteschön, veröffentlicht der sonst eher geschmackssichere Herr Grönemeyer da auf seinem Label? Es handelt sich um drei sicher sehr nette […] mehr…

  • Motörhead, Inferno, Cover

    Motörhead - Inferno

    Wenn das Ideal der Dauerhaftigkeit, des steten Gleichmaßes zum ästhetischen Programm gehört, kommt der Musik eine gewisse meditative Qualität zu. Und von Album zu Album fragt man sich wieder, wann Lemmy, dem Wunderwarzenschwein am Bass, endlich die Erleuchtung kommt, denn das muss es ja sein, was er sucht, sonst würde er wohl kaum mit solch […] mehr…

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    Söhne Mannheims – Noiz

    Herrlich, herrlich wird es sein/ Wenn wir ziehn, von Sünden rein/ Ins ewige Jerusalem ein.“ Ein schöner Erbauungsspruch, der zugegebenermaßen nicht vom neuen Söhne Mannheims-Album stammt, sondern von einer Uni-Klowand im Schwäbischen. Schwamm drüber. Zu „Noiz“ dem Nachfolger des platingekrönten Debüts „Zion“ der 14-köpfigen Söhneschar. Von einer kecken 180-Grad-Wendung der Herren um Chefsohn Xavier Naidoo, […] mehr…

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    Tiger Army – III: Ghost Tigers Rise

    In den zurzeit doch etwas zu oft verklärten Jahren zwischen 1975 und 1985 gab es neben dem bekannten Paradigmenwechsel auch ein neues Geschichtsbewusstsein in Sachen Rock’n’Roll: Im Psychobiliy traf die Aggression des Punk auf die swingende Eleganz des Rockabilly – unter besonderer Berücksichtigung des in Trashfilm-Perlen wie Herschell Gordon Lewis‘ „2000 Maniacs“ enthaltenen Wahnsinns. „You […] mehr…

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    Kings Of Convenience – Riot On An Empty Street

    Was soll das werden auf dem Cover? Eine norwegische Variante von Bernardo Bertoluccis Pariser Träumern? Schach spielen die Jungs (noch), während die schöne Brünette im Haus schon einen dieser Blicke von schräg unten in den Raum schickt, der Jungs-Herzen im Nu in Hosen rutschen lässt… Menage a trois oder nicht: Erstaunlich genug ist allein, dass […] mehr…

  • Iron & Wine - Our Endless Numbered Days

    Leere Marktplätze, der Wind, Todesahnungen, Asche, Rauch und Wein, ein Teufelsbaum. Die Bilderwelt richtig alter Folksongs auf einer sehr zärtlichen Platte, mit der sich der vollbärtige Sam Beam aus Florida ins Grüppchen der so genannten Schrate singt, ohne einmal laut die Stimme zu erheben. Beams akustische Americana(Gitarren, Banjo, Mandoline) klingt nach grasgrünem Spätnachmittag, die Gesangs-Duette […] mehr…