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    Duran Duran – Sing Blue Silver/Arena

    Auf ihrer Nordamerika-Tour 1984 reisten Duran Duran in drei Monaten 18000 Meilen, spielten 51 Gigs vor 550000 Mädchen (und ein paar Jungs). Die Zuckerpüppchen erwiesen sich als richtige Band, kämpften sich durch Hysterie und Erschöpfung. Natürlich hatten sie auch die bestsitzenden Frisuren, die größten Schulterpolster – und nun auch die stilsicherste Verpackung: hellblaues Samt-Schatulle, dickes […] mehr…

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    Falco – L.i.v.e.

    Donauinsel, 1993. Mehr als 100 000 Menschen kommen, um im strömenden Regen Falco zu bewundern. Er wirft immer wieder die Arme hoch, genießt die Euphorie, spielt „Der Kommissar“ und „Ganz Wien“ und natürlich „Jeanny“, dessen Grauen im Eminem-Zeitalter fast subtil wirkt, und dann schlägt der Blitz ein. Falco lächelt bloß. Es wird erst mal was […] mehr…

  • Lenny Kravitz - Baptism

    Lenny Kravitz - Baptism

    Der Imitator winselt und grölt zu abgeschmacktem Klischee-Rock mehr…

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    Avril Lavigne – Under My Skin

    Avril (19) jagt mir oft einen Schrecken ein, weil sie aussieht wie gruselige kleine Mädchen, die in Horrorfilmen plötzlich erscheinen und langsam auf die Hauptfigur zulaufen. Ihre Welt ist natürlich die Verwechslungskomödie, wie wir sie von Peter Alexander schätzen: Wenn einer unterschiedlichen Leuten vorspielen will, verschiedene Personen zu sein, von Zimmer zu Zimmer hetzt, sich […] mehr…

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    Cowboy Junkies – Open Road

    Diese Musiker sind die wundersamsten Behutsamkeitsvirtuosen, und die DVD „Open Road“ (bereits im Jahr 2002 produziert) dokumentiert noch einmal das zauberische Bühnengebaren. Michael Timmins, auf einem Schemel über seine Gitarre gebeugt, mäandert stoisch die Akkorde, Margo Timmins haucht mit entrücktem Charme ins Mikrofon, der Rest klöppelt und schrummt in langen, improvisierten Passagen. Es ist der […] mehr…

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    Lyle Lovett – Soundstaqe

    Mit Streichorchester und Bläsern singt der knorrige (jawohl!) Texaner im gediegenen Ambiente der Fernseh-Konzertreihe ein paar Filmlieder, der Trompeter Mark Isham kommt für ein Stück auf die Bühne, dann singt Lovett mit dem verehrten Randy Newman dessen läppisches „You’ve Got A Friend“, woraufhin der „Political Science“ und „I Think It’s Going To Rain Today“ am […] mehr…

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    The Who – The Kids Are Alright

    Einer der zentralen Filme über den Mythos des Rock’n’Roll – und zugleich dessen Destruktion: wie die jungen Bengel als Monty-Python-Figuren aufgebaut werden, dann die Dreschflegel mimen und als aufgeblasene Kraftmeier, traurige Clowns und Zyniker enden. Pete Townshends nihilistische Songs korrespondieren mit seiner frühen Verachtung des Publikums und der Selbsteinschätzung, die Musik der Who habe „keine […] mehr…

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    Keane – Hopes And Fears

    Gut, dass ich noch mal auf den Zettel geschaut habe. „Steve Lamacq war sich schnell bewusst, dass es die beste Single der Labelgeschichte war. Obwohl Coldplay, Idlewild und Supergrass dort schon eine Heimat fanden. Er bezeichnete sie als eine wilde Mixtur aus dreckigem Coldplay und verwirrtem Beautiful South und lud sie diesbezüglich zu einer 6 […] mehr…

  • Bad Religion - The Empire Strikes First

    Auf die kann man sich verlassen: Sozialkritik-Punkrock oberster Qualität mehr…

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    Moabeat – Dringlichkeit besteht immer

    Moabit ist kein Stadtteil für Berlin-Touristen, dafür findet man dort die besten libanesischen Imbisse der Stadt. Moabeat sind weniger spröde als ihr proletarisches Viertel, aber auch nicht gerade blank poliert. Nicht nur „Topmodel“ zeugt von einer großen Begeisterung für Timbaland und die Neptunes. Auch sonst gibt es massig gut gecuttete Beats, prima Hooklines und deftig […] mehr…

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    Melbeatz – Rappers Delight

    Lange erwartet und nun endlich in den Läden: das sensationelle Debütalbum der Produzentin von Kool Savas und Eko Fresh: „Rappers Delight“ braucht keinen Frauen-Bonus, kein falsches „für deutsche Verhältnisse sehr gut“-Lob. Melbeatz ist Weltklasse. Sie steckt den Prinzen des deutschen Soul, Xavier Naidoo, zusammen mit dem härtesten – und besten! – aller deutschen Underground-Rapper: Tone. […] mehr…

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    Velvet Revolver – Contraband

    Wer in der Jugend Yngwie Malmsteen, Steve Vai und Joe Satriani ertragen musste, legt irgendwann keinen Wert mehr auf Gitarren-Virtuosen, die sich für einzigartig halten und doch alle immer nur höher, schneller, weiter wollten. Wie wohltuend ist es da, Slash wiederzuhören. Das Intro von „Superhuman“- so spielt kein anderer. Wahrscheinlich ist es supersimpel, aber es […] mehr…

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    Eskobar – A Thousand Last Chances

    Erinnert sich noch jemand an Dieter Wedels End-80er-TV-Dreiteiler „Wilder Westen inklusive“? Der Titelsong hieß „Room With A View“ vom Blackmore und Maffay-Musiker Tony Carey. Für Musiktruhenbesitzer und Trashfetischisten: Der Song findet sich auch auf „Kuschelrock, Vol. 3 – und auf „A Thousand Last Chances“ von Eskobar. Nun ja, nicht genau dieser Song, aber doch einige […] mehr…

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    Lucky Jim – Our Troubles End Tonight

    Die britische Entsprechung zu Janet Jacksons „Damita Jo“, bloß gespielt auf akustischen Gitarren, Orgel, Piano und Streichern. Auf dieser wundersamen Platte verbindet Gordon Grahame den bekenntnishaften, romantischen Gestus von Lee Hazlewood und Leonard Cohen (ohne Mystik) mit monomanischen, sexualisierten Minnesängen, wie wir sie vom späten Tim Buckley und vielen Soul-Sängern kennen. „Our Troubles End Tonight“ […] mehr…

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    Ikara Colt – Modern Apprentice

    Gibt es nicht in jeder größeren Stadt ein paar Kunststudenten, die in einer Band spielen? Geschmackvoll, wenn auch ein wenig auffällig gekleidete Hipster, die ganz genau wissen, wie der sound of now in dieser Woche zu klingen hat. Ikara Colt sind vier ehemalige Kunststudenten, und auf ihrem zweiten Album haben sie sich für einen präzise […] mehr…

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    Stockholm Syndrome – Stockholm Syndrome

    Na, wer hat sich denn da gefunden, im Namen des legendären Bankraubs von 1973, dessen Rekapitulation später in psychologischen Studien zutage fördern sollte, dass sich Geiseln auch reichlich paradox verhalten, nämlich durchaus identifizieren können mit ihrem Peiniger, der so euphemistisch immer „Nehmer“ genannt wird. 30 Jahre später nehmen sich US-Songwriter Jerry Joseph und Bassist Dave […] mehr…

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    Todd Rundgren – Liars

    Erinnert auf schockierende Art an billigste Achtziger-Jahre-Compilations, an Lisa Stansfield, Mike & The Mechanics, Climie Fisher. So schlimm. Einziger Trost: Zumindest der tolle Rundgren muss genau wissen, was das soll. Ist ja ein Konzeptalbum darüber, wie Menschen durch Lügen ruhiggestellt werden, und so gewöhnt man sich mit der Zeit an den Klang und kann genießen, […] mehr…

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    Caetano Veloso – A Foreiqn Sound

    Graumelierter Charmeur, verschmitzter Tropenbursche, provokanter Architekt der Avantgarde – der Gesichter des Caetano Veloso sind unzählige. Das brasilianische Chamäleon passt sich seit den 60er Jahren allen Stilen von Rock-Experimenten bis hin zum afro-brasilianischen Volkslied nicht nur an, sondern drückt ihnen einen eigenen Stempel auf. Ganz unangebracht wäre deshalb hier die leidige Frage, ob Jazz-Standards und […] mehr…

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    Snow Patrol – Final Straw

    Na, wen haben wir denn da? Fünf liebe Jungs aus Glasgow, die vermutlich deshalb in einer Rock-Band spielen, weil man im Team sein schüchternes Ego so gut verstecken kann. Und hör mal, wie nett das alles klingt. Dies ist die melancholisch gebremste Ausgabe der stets quietschvergnügten Sportfreunde Stiller. Schon die niedlichen Spitznamen: „Gimpy“ lässt sich […] mehr…

  • Phantom Planet - Phantom Planet

    Phantom Planet – Phantom Planet

    Viele Menschen hatten viele Sympathien für das zweite Album von Phantom Planet. Costello lobte das Songwriting von Sänger und Gitarrist Alexander Greenwald, Springsteen die aufregende Energie der fünf Schulfreunde, und insgesamt war der kurzweilige Powerpop von „The Guest“ eine runde Angelegenheit. Zumal Phantom Planet eine recht tragfähige Brücke bauen konnten zwischen dem sonnigen Gemüt Kaliforniens […] mehr…