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    Human Nature

    - Start: 10. 6.

    Vor „Vergiss mein nicht!“ hatte Gondry bereits hierzu ein Drehbuch von Charlie Kaufman verfilmt, das eigentlich auf „Being John Malkovich“ folgte. Die Komödie über die Nähe menschlicher Triebe zu tierischen Instinkten sowie die Neurosen der Zivilisation lag indes lange bei dem finanziell angeschlagenen deutschen Verleih herum. „Tarzan“, „Planet der Affen“, „Der Elefantenmensch“ und sogar „Bambi“ […] mehr…

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    Die Spielwütigen - Start: 3. 6.

    Anfangs erscheinen sie wie verbohrte Streber, die sich in ihren hochfliegenden Träumen selbst überschätzen. Karina, Constanze, Stephanie und Prodromos bewerben sich für die Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin. Als Künstler sehen sie sich. Theater oder Kino wollen sie später machen. Fernsehen und Serien verachten sie, und über den Unterschied zu ihren Ambitionen wird schon mal heftig mit […] mehr…

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    Der Wixxer - Start: 20. 5.

    Gerhard Polts Sandalenklamauk „Germanikus“ und Hape Kerkelings Provinzklamotte „Samba in Mettmann“ haben niemandem den Schuh ausgezogen. Womöglich schafft das wieder Bully, diesmal mit seinem „(T)raumschiff Surprise“, Voher allerdings versucht es noch Oliver Kalkofe mit einer Parodie auf die Edgar-Wallace-Krimis, die neben den „Winnetou“-Filmen in der Nachkriegszeit verhängnisvoll den biederen Standard des bundesrepublikanischen Kinos prägten. Für […] mehr…

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    Before Sunset - Start: 17. 6.

    Vor neun Jahren setzte er Ethan Hawke und Julie Delpy in einen Zug, ließ sie in Wien aussteigen und eine Nacht miteinander verbringen. In „Before Sunrise“ verfolgte Linklater das verletztliche Verliebtsein zweier Twentysomethings und die elementaren Fragen dieser Lebensphase. Sollten wir Sex haben? Lässt sich ein Moment genießen, ohne etwas für die Zukunft zu erwarten? […] mehr…

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    Paul Simon – Songbook

    Nach der gleichgültigen Rezeption von „Wednesday Morning 3 AM“, seiner ersten Platte mit Art Garfunkel, zog Paul Simon 1965 nach London, um dort die „Underground-Folk-Szene“ zu studieren. Derweil nahm er diese Lieder auf, traditionalistisch, puristisch und nur zur akustischen Gitarre gesungen. Bekanntermaßen elektrifizierte der Produzent Tom Wilson „The Sound Of Silence“, woraufhin aus dem zarten […] mehr…

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    Feit – Stains On A Decade

    Ein Sampler und das Gesamtwerk der britischen Indie-Institution. Ich weiß zwar nicht, von welchen Bändern diese Aufnahmen überspielt wurden und ob die Master Tapes womöglich bei einem Erdbeben in London verloren gegangen waren. Vielleicht wurden Alben von Feit auch gar nicht produziert, obwohl immerhin, unter anderen, der einstmals bekannte John Leckie verantwortlich zeichnete. Jedenfalls klingen […] mehr…

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    Bruce Cockburn – Stealinq Fire/Inner City Front/ The Trouble With Normal

    Mit seinen immer neuen Rollenwechseln hat der kanadische Singer/Songwriter seinen Bewunderern über die Jahre hinweg beinahe soviel Geduld abverlangt (und dann irgendwann auch abgetrotzt) wie Dylan mit den seinen. Folkie, Mystiker, religiöser Fundamentalist, rabiater Polit-Aktivist, Linksdenker, Deuter und gelegentlich moralisierender Beobachter menschlicher Befindlichkeiten und dann wieder hellsichtiger Visionär; dessen ältere Songs bisweilen eine ganz neue […] mehr…

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    Joe Meek & The Blue Men – I Hear A New World

    Untertitelt „An Outer Space Music Fantasy“, ist dieser absonderliche Trip ins Sound-Futurama „Joe Meek’s Long Lost 1960 ‚Moon‘ Concept Album“, wie das Cover verkündet. „Yes„, bestätigt der exzentrische Klangtüftler in den Liner Notes, „this is a strange record.“ Twang-, Surf- und Hawaii-Gitarren, durch selbstgebastelte Effektgeräte gequetscht, dazu extraterrestrische Stimmen, die aber auch aus Entenhausen stammen […] mehr…

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    Dock Boggs – Country Blues /Revenant)

    Halleluja! Einem der stilbildendsten Vorväter der Songkunst in den Gefilden Folk und Blues widerfährt endlich Gerechtigkeit auf Vinyl. „Dock Boggs war ein Sänger und Banjo-Player“, schreibt Greil Marcus im beiliegenden Booklet, „der klang, als würden seine Knochen durch die Haut dringen, wenn er nur den Mund aufmachte.“ Anders ausgedrückt: Ließ sich Bill Monroes spätere Bluegrass-Rasanz […] mehr…

  • Billie Holiday Songs For Distingue Lovers Cover

    Billie Holiday - Songs For Distingue Lovers

    Als diese Aufnahmen von Verve Anfang 1960 veröffentlicht wurden, war Lady Day bereits tot. Gestorben unter unwürdigen, ja demütigenden Umständen, polizeilich arretiert, mit einem Bündel Dollar-Noten an den Schenkel geklebt, unterm Kleid, als eiserne Ration für etwaige Drogendeals. Es ist mithin die späte Billie Holiday, die diese Songs für distinguierte Liebende singt, haucht, barmt und […] mehr…

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    Chris Smither – Honeysuckle Doq

    Eine traurige Geschichte hat jetzt doch noch ein Happy End gefunden. Begonnen hatte sie damit, dass United Artists 1973 den unterkapitalisierten und nicht genügend Gewinn abwerfenden Laden von Kevin Eggers, Poppy Records, dichtmachte und einige seiner (relativ, versteht sich) prominenteren Künstler respektive viel versprechenden Songschreiber übernahm. Townes Van Zandt hatte also weiter eine Label-Heimat: „High […] mehr…

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    The Searchers – The Definitive PYE Collection

    Den künstlerischen Zenith ihrer Karriere erklommen diese nicht ganz so Fabulous Four aus Liverpool, als Seymour Stein ein paar Dollar mehr hinblätterte und zwei LPs finanzierte, mit denen die Searchers einsame Klasse demonstrierten. Jeglichen Verdacht von Oldies-Revival räumten sie mit den Cover-Versionen von Mickey-, Jupp- und Dylan-, John-Hiatt-, Alex Chilton- und Tom-Petty-Vorlagen und – man […] mehr…

  • Frankie Miller - Once In A Blue Moon

    Frankie Miller – Once In A Blue Moon

    Der stets unterschätzte Sänger auf seinen Alben der Siebziger Er war der geborene Verlierer. Er wusste es nur nicht. Wollte es jedenfalls viele Jahre lang nie wahrhaben. Schottlands eigener Otis Redding, 1972 das new kid in town mit einem Debüt, das sofort Vergleiche mit Rod Stewart provozierte. Aber der hatte zu seinem großen Glück die […] mehr…

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    Fleetwood Mac - Deluxe Editionen: Fleetwood Mac; Rumours;…

    Die drei zentralen Alben der Skandal-Band in erweiterten Editionen: Mitte bis Ende der Siebziger definierten Buckingham, Nicks und Co. den Mainstream der Popmusik Was die Band desselben Namens, aber in permanent anderen Besetzungen nach dem Meisterwerk „Then Play On“ und Jeremy Spencers charmanter Oldies-Revue „Kiln House“ ablieferte, war ein ganz schwaches Bild. Wer damals darauf […] mehr…

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    Bob Dylan - Unplugged

    Muffig und ausdruckslos, also aufgeräumt und inspiriert, bot Dylan an einem Herbstabend des Jahres 1994 ein paar seiner Lieder im MTV-Studio in New York dar. Bei der Ausstrahlung nicht zu hören, aber jetzt: „Tombstone Blues“, der Auftakt, „John Brown“, „Desolation Row“, „Love Minus Zero/No Limit“. Die Umdeutungen sind nicht entstellend, aber gerade bei „Knockin‘ On […] mehr…

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    Pixies - Pixies

    Zwischen 1988 und 1990 war das wichtigste Wort in der Rockmusik „Pixies„, wie sich David Bowie in der Dokumentation „Gouge“ erinnert. Auch der unvermeidliche Bono, der „Surfer Rosa“ natürlich verpasst hatte, zollt späten Tribut, dazu Thom Yorke, Badly Drawn Boy, Polly Harvey, Frank Black, David Lovering und Joey Santiago haben heute kaum noch Haare und […] mehr…

  • Lynyrd Skynyrd - Lyve

    Lynyrd Skynyrd - Lyve

    Noch eine Party: „Celebrating 30 Years Of Rock’n’Roll“ heißt es bei Lynyrd Skynyrd, und die Klischees im Song „Red White & Blue“ könnte man ja noch als Selbstironie loben: Wir lesen kein „GQ“, wir rauchen „Camel“ und zahlen Steuern, wir kriegen weiße Haare und haben immer noch rote Nacken und blaue Kragen. Doch dann kommt […] mehr…

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    Jewel – Live At Humphrey’s By The Bay

    Jewels erste Live-DVD kommt mit Verzögerung: Es handelt sich um ein Konzert zu „This Way“, nicht zum jüngsten Album „0304“. Im Interview spricht sie von Authentizität und Arschwackeln, von Liebesliedern und Unschuld. Wenige Monate später entdeckte sie ihr angebliches Faible für Dance-Musik und tiefe Dekolletes. Aber hier ist noch alles in Ordnung: Sie singt von […] mehr…

  • ABBA - In Concert

    ABBA - In Concert

    Was von den Tagen übrig blieb: Reise-Impressionen aus den USA, 1979. Björn beim Joggen: „Wenn ich nicht mehr jogge, werde ich tot sein. Ein paar amerikanische Fanatiker. Menschen auf Rollerskates. Sonne. Flugzeuge. Rollbahnen. Eine Torte als Landkarte. Dann das Konzert in der Londoner Wembley Arena, „Voulez-Vous“, „Chiquitita“, „I Have A Dream“, „Knowing Me, Knowing You“, […] mehr…

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    Morrissey - You Are The Quarry

    Am Anfang war natürlich jener Zweifel, ob der beste englische Lyriker unserer Zeit, der umstrittenste Provokateur, der frechste Sensibilist, der absurdeste Emigrant, der giftigste Kritiker Britanniens und Amerikas es noch einmal schaffen könnte. Ein paar der Songs von „You Are The Quarry“ kursierten schon lange in der Gemeinde. Man hätte gewarnt sein können. Dann gab […] mehr…