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    Norman & Nancy Blake – The Morning Glory Ramblers

    Der Welt bester Flatpicker, nach acht langen Jahren wieder mit seiner Frau Nancy antretend, diesmal auf den Spuren der Carter Family. Es erwartet uns mithin nicht Kammer-Folk-Elegie im Stil des Rising Fawn String Ensemble, obwohl die Blakes weiterhin periodisch darauf zurückkommen, sondern ein Round-Up traditioneller Country-Weisen im Old-Timey-Gewand. Mit Songs über Liebe, Tod und Gott, […] mehr…

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    Kate & Anna McGarrigle – La Vache Qui Pleure

    Nicht französisch, sondern quebecois: Bereits das überwältigend schöne „Complainte Pour Ste-Catherine“ auf dem Debüt-Album von 1975 hatte unziemliche Erwartungen geschürt, die in späteren Jahren indes immer seltener erfüllt werden konnten. Natürlich gehen die Harmonies der Schwestern, inzwischen im Hintergrund von ihren Töchtern Lily und Martha zart begleitet, noch immer unter die Haut. Auch ist Phillipe […] mehr…

  • Fastball - Keep Your Wig On

    Fastball – Keep Your Wig On - Fastball enttäuschen wieder

    Viele Zitate, wenig anhaltende Verzückung: Fastballs großer Hit „The Way“ war 1998 die beste Coverversion, die keine war. Man meinte jede Zutat dieser süchtigmachenden Mischung schon lange zu kennen: Costello, Cake, Morricone, Beatles, verrührt, geschüttelt, frisch serviert. Der Rest des zugehörigen Albums „All That Money Can Buy“ war solider Zitatenpop, alles in allem aber doch […] mehr…

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    Loretta Lynn – Van Lear Rose

    Das Interessanteste am neuen Album von Loretta Lynn, das werden viele Menschen so sehen, ist der Produzent: Ausgerechnet Jack White sollte der coal miner’s daughter nach längerer Abstinenz zu einem Neuanfang verhelfen – und darüber hinaus wohl mit Bums-Blues und zeitgeistiger Attitüde eine nachgeborene Käuferschaft interessieren. Man musste skeptisch sein; White ist nicht Rick Rubin […] mehr…

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    Los Lobos – The Ride

    Das zwölfte Album der Wölfe aus East-L.A. sei „unsere Art zu sagen: Hey, ich habe vor 20 Jahren diese tolle Idee gehabt“, sagt Louie Perez, Teilzeitdrummer, Vollzeittexter und Chefphilosoph des Quintetts. Nun war es aber leider gar keine tolle Idee, als Gast ausgerechnet Elvis Costello auf „Matter Of Time“ anzusetzen, den vielleicht besten, gewiss bewegendsten […] mehr…

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    Ray Wilson – The Next Best Thing

    Der arme Mann. Ist erst 36 und hat schon drei Karrieren mit dazugehörigen Bankrotts hinter sich. Vor zehn Jahren hatte der Schotte mit seiner Band Skiltskin einen Hit namens „Inside“, dann war schon wieder Schluss mit Grunge, und der Unglücksrabe stieg bei Genesis ein, die ihn nach einem Album wieder fallenließen. Das Projekt Cut scheiterte, […] mehr…

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    Pan Sonic – Kesto

    Die zwei Minimal-Techno-Finnen, nach einer Weltreise nun in Berlin angekommen, mit ihrem Großwerk: vier CDs mit neuer Musik, fast vier Stunden, von denen die letzte allerdings komplett einem an- und abschwellenden Glöcklein-Ambient-Ton gewidmet ist. Das gehört nun mal ins Spektrum dieser Gruppe, die so viele Nerds versorgen muss – interessanter sind aber die ersten zwei […] mehr…

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    Tres Chicas – Sweetwater

    Seit ihrer Live-Feuertaufe vor gut fünf Jahren geistern die Chicas durch Americana-Zirkel als fast mythische Größe, die man unbedingt gesehen haben müsse. Zu hören gab es bisher nichts. Schließlich sind Caitlin Cary, Tonya Lamm und Lynn Blakey sonst noch mit einer Solo-Karriere, einer kleinen Tochter oder einer Band (Glory Fountain) beschäftigt. Jetzt reichte es doch […] mehr…

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    Markus Rill – Hobo Dream

    Der hobo by heart konnte sich endlich seinen musikalischen Traum erfüllen, im Land seiner Initiation und Inspiration aufnehmen. Austin, Texas ist es nicht gleich geworden, doch auch in Nashville kann ja ein Duane Jarvis mal eben für eine Session ein paar Kumpels zusammentrommeln, die dort sonst für Buddy Miller und Co. ihr Zeugs spielen. Sie […] mehr…

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    Tanya Dennis – Apartment #9

    Eine Platte für Reflexe. Den zum Beispiel, darüber zu lamentieren, dass eine Frau wie diese in Nashville chancenlos ist, jenseits von Tour-Nebenrollen und Demo-Jobs. Freuen wir uns lieber, dass Tanya Dennis einfach ihr eigenes kleines Ding durchzieht. Mit großen Country-Songs allerdings, von Johnny Paycheck bis Gram Parsons, die sie mit ihrem bluesig-prallen Alto so unbefangen […] mehr…

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    Angie Stone – Stone Love

    Sie ist eine der besten Sängerinnen, die es zur Zeit gibt. Ihre Bühnenpräsenz ist beeindruckend: Wie ein Gebirgsmassiv steht sie da, öffnet beim Singen nicht bloß den Mund, sondern die Seele gleich mit Hätte Angie Stone auch noch den Körper von Beyonce und die Dreistigkeit von Anastacia – die ehemalige Saxofonistin von Lenny Kravitz wäre […] mehr…

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    Maritime – Glass Floor

    Es gibt immer Neuigkeiten aus Bettensitz-Land, es gibt nie genug Platten für öfter mal traurige Jungen und Mädchen. Für Jungen und Mädchen, die den Herbstanfang jedes Jahr sehr persönlich nehmen. Maritime sind eine entsprechend kleine Band, natürlich auch eine feine Band mit Gitarren wie aus dem Stickrahmen und süßer Fünf-Uhr-Tee-Lethargie, und der Sinn steht ihnen […] mehr…

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    Amy Farris – Anyway

    Alejandro Escovedo, Bruce Robison, Kelly Willis, sogar Ray Price – kein übles Country-Arbeitszeugnis für die gelernte Klassik-Geigerin. Dave Alvin nahm Amy Farris für ihr Debüt unter seine Produktionsfittiche und schrieb auch gleich ein paar schöne Songs mit ihr, etwa das illusionslos schwelgende Titelstück. Farris‘ Ambitionen reichen bis zum Gypsy Swing von „Undecided“ und dem X-Cover […] mehr…

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    Sizer Barker – Hotel Juicy Parlour

    Auf gar nicht tragische Weise mit Peter Gabriel verbunden sind Sizer Barker. Das Trio aus Liverpool gehört zu den wenigen Künstlern westlicher Herkunft auf dem Real World Label und durfte sogar unlängst mit dem alten Herrn auf Tournee gehen. Sizer Baker spielen nicht näher zu beschreibenden, extrem eigensinnig instrumentierten Postpoprock, der mal den alten Bowie […] mehr…

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    A Girl Called Eddy – A GirI Called Eddy

    Zuerst wahrgenommen haben aufmerksame Beobachter Erin Moran an der Seite des früher mal gigantischen Francis Dunnery, für den die Dame aus New Jersey eine Tournee lang Keyboards drückte und im Background sang. Nun hat A Girl Called Eddy mit Richard Hawley als Produzenten eine Platte mit eigenen Liedern aufgenommen, die wie eine düstere, verregnete Version […] mehr…

  • Mike & The Mechanics - Rewired

    Mike & The Mechanics – Rewired

    Nach dem jähen Tod von Sänger Paul Young 2000 ist nun Paul Carrack der alleinige Sänger von Mike Rutherfords Langzeitprojekt Mike & The Mechanics. Während der belanglose Pop der letzten Alben ja im Formatradio noch für gute Momente gesorgt hat, greift jetzt die lang befürchtete Möchtegern-Verjüngung: blöde elektronische Beats, standardisierte Kompositionen, gepflegte Langeweile jenseits der […] mehr…

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    Heart – Jupiter s Darling

    Die 80er Jahre waren gut zu Heart. Die samtenen Kleider, die toupierten Haare, der auf Pop frisierte Hardrock – die Wilson-Schwestern und ihre Komparsen schlossen die Lücke zwischen Fleetwood Mac und Bon Jovi, sie hatten packende Songs und machten mindestens zwei Alben lang einfach alles richtig. 20 Top-Forty-Hits später, in den 90ern, lief es nicht […] mehr…

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    Beth Nielsen Chapman – Look

    Beth Nielsen Chapman macht keine Fehler: Für ihr neuestes Album hat die vielfach prämierte Auftragsschreiberin (z.B. „This Kiss“ für Faith Hill) Peter Collins ans Pult und Jerry Marotta hinters Schlagzeug gesetzt und Michael McDonald, Emily Saliers und Annie Roboff um musikalische Hilfe gebeten. Auf „Look“ sind lauter wunderbare Kompositionen, für die jeder Verlag in Nashville […] mehr…

  • Marcy Playground - MP3

    Marcy Playground – MP3

    Es gibt wenige Bands der jüngeren US-amerikanischen Musikhistorie, an denen seitens der Kritik weniger gutes Haar gelassen wurde als an Marcy Playground. Wollte man den Einstiegshit „Sex And Candy“ von 1997 hier und da noch ganz lustig finden, fielen Album eins und zwei furchtbar durch. Die verschlafen geschrammten Nirvana-Riffs, die leidlich lustige Pop-Attitüde, all das […] mehr…

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    Danny Cohen – Dannyland

    Hier kommt Danny. Californication für Fortgeschrittene, mitten aus Beverly Hills, wo sein Dad im „Saks“ den Dekorateur und Schuhverkäufer gab. Sagt die Legende. Die Legende sagt außerdem, dass Cohen (nicht verwandt) das Hausmädchen terrorisierte und unter einer 100-jährigen Hexe, die sich als Babysitterin verkleidet hatte, gelitten haben soll Ferner soll aktenkundig sein, dass der Mann […] mehr…