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    Echobrain – Glean

    Angefangen haben die Kalifornier Echobrain als Jam-Kollektiv im Heimstudio von Ex-Metallica-Bassist Jason Newstedt, der schon zu Beginn der 90er Jahre das schreckliche Regiment der Herren Hetfield und Ulrich als kreatives Gefängnis erkannte und also Ausgleich brauchte. Das vorliegende ist das zweite Werk, dem Newstedt nun aber nur noch als ausführender Produzent beiwohnt. Echobrain spielen entspannten, […] mehr…

  • George Michael Patience Cover

    George Michael – Patience

    Michaels Befreiung: die luxurierende Pop-Operette eines Lebens. Es war einmal ein kleiner Grieche, der wurde in England geboren und liebte Jungs. Mit einem anderen Knaben, der nicht viel taugte, gründete er die Band Wham! und wurde von Mädchen begehrt. Der Grieche mochte das nicht, schrieb den Song „Last Christmas“, wurde sehr reich und war von […] mehr…

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    Mum – Summer Make Good

    Neulich fuhr ein ganzer Tross von Journalisten nach Island, um Studmenn, der isländlichen Entsprechung der Puhdys, zum 150. Bühnenjubiläum zu gratulieren. Bisher konnte man sich gar nicht vorstellen, dass ein solch brachialer Stumpfsinn aus Island kommen könnte. Man denkt da natürlich eher an Björk, noch mehr an Sigur Ros und ab und zu vielleicht auch […] mehr…

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    Adem – Homesongs

    Wenn Post-Rocker älter werden, landen sie doch wieder beim (Folk-)Song. David Pajo alias Aerial M alias Papa M zum Beispiel – und auch Adem llhan, Ex-Bassist von Fridge. Die ersten Takte auf „Homesongsmögen noch entfernt dem Postrock geschuldet sein, doch dann regiert der Song. Das hat in einigen Momenten, wie etwa gleich im ersten Stück […] mehr…

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    Vinny Miller – On The BLock

    Seit fünf Jahren hat Vinny Miller nun schon einen Plattenvertrag, doch seine erste Single, der wabernde Elektro-Folk-Punk-Bastard „Pigpen“, der klang, als hätte Scott Walker sich aus Versehen auf eine Nirvana-Platte gesetzt, erschien erst im letzten Sommer. Denn erst nachdem sich der Wirrkopf Miller aus den weniger schönen Ecken Londons aufs Land, nach Dorset, zurückgezogen hatte, […] mehr…

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    Ron Sexsmith – Retriever

    „Kritikerliebling“ ist ja so ziemlich das schlimmste Wort, mit dem man einen Musiker belegen kann. Die Alben werden gelobt, ja, gepriesen, und keiner kauft sie. Auf den Konzerten tummelt sich meist wenig mehr als die erweiterte Musikpresse. Die Besprechungen setzen sich aus den Eitelkeiten der jeweiligen Rezensenten zusammen. – „Als ich den Künstler das letzte […] mehr…

  • Aerosmith - Honkin‘ On Bobo

    Auf Hardrock gebürstete Blues-Cover, garantiert ganz weiß. „Blues Done Aerosmith Style!“ klebt als Werbung auf dem Cover – und damit ist auch schon alles gesagt. Aerosmith hatten immer ein bisschen den Blues, vor allem auf ihren inzwischen schon ganz alten Alben, aber sie waren eben auch immer Hardrocker, und das lässt sich einfach nicht verleugnen. […] mehr…

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    Music For Weddings And Funerals - Start: 13.5.

    Hauptdarsteller dieses norwegischen Dramas, das zuweilen an Ingmar Bergman erinnert, ist ein Haus. Mit strengen Linien, minimalistischem Design und einem kargen Mobiliar vermittelt es repressive, emotionale Kälte. Entworfen hat es der Architekt Peter (Björn Floberg), ein zum Sarkasmus neigender Intellektueller, bewohnt wird es von seiner Ex-Frau Sara (Lena Endre), einer Schriftstellerin, die noch unter dem […] mehr…

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    The Company - Start: 20. 5.

    Den Trend zum Dogma oder dokumentarischen Charakter hat in Reinform nun auch Altman ausprobiert. Obwohl er seine Filme stets mit ungeheurer Wahrhaftigkeit inszenierte, begleitet er seine Alltagsbeobachtungen eines Balletts diesmal ohne kunstvolle Kamerafahrten. Wie bei Reportagen, Reality-TV oder gar „Popstars“ muten die beiläufigen Bilder von der täglichen Arbeit hinter den Kulissen, dem Training, Aufführungen und […] mehr…

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    Sturz ins Leere - Start: 29.4.

    () von Kevin MacDonald mit Joe Simpson, Simon Yates: Eine enorm spannende Dokumentation mit Interviews und Spielszenen über zwei britische Bergsteiger, die 1985 in den Anden mit unglaublichem Glück und Willen eine Tragödie überlebt haben. MacDonald gewann 2001 für „Ein Tag im September“ den Doku-Oscar. ,4,0 TwiSted (Start 29.4.) von PhilipKauf man („Die Wiege der […] mehr…

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    Lautlos - Start: 29. 4.

    Trotz Truffaut: Wenn Filmkritiker ein Drehbuch schreiben oder gar Regie führen wie Hans-Christoph Blumenberg, kommt selten das Kino heraus, das sie in ihren Rezensionen loben. Der „Spiegel-Redakteur Lars-Olaf Beier hat sich nun für das Skript zum Regiedebüt von Mennan Yapo einer Thriller-Story gewidmet ein Genre, das in Deutschland so gut wie nicht existiert. lapo und […] mehr…

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    Seit Otar fort ist - Start: 6. 5.

    In Kriegen und Krisen kommt immer die Zeit der Frauen. Für ihr bewegendes Spielfilmdebüt hat die französische Dokumentarfilmerin Bertucelli drei weibliche Generationen aus Georgien gewählt. Die junge Ada (Dinara Droukarova) lebt mit ihrer Mutter Marina (Nino Khomassouridze) und ihrer Großmutter Eka (Esther Gorintin) in einem schäbigen Hochhaus in Tiflis. Es ist eine gebildete Familie, die […] mehr…

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    Vergiss mein nicht - Start: 20. 5.

    Allein der Originaltitel ist schon wieder mal eine Wucht: „Eternal Sunshine Of A Spotless Mind“. Wieder geht es dabei irgendwie um Wahn, Besessenheit, Schizophrenie. Und nach diesem Film fragt man sich wiederholt: Wie schreibt dieser Charlie Kaufman eigentlich die Drehbücher? Wie liest es sich, was man später im Kino staunend sieht? Obwohl die Stoffe absolut […] mehr…

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    Kill Bill Vol. 2 - Start: 22. 4.

    Dies ist der Film, an dem Harvey Weinstein nicht herumgeschnippelt hat. Statt dessen gestattete er Tarantino, dass der seine vierte Regiearbeit in knapp zwölf Jahren in zwei Teilen herausbringen kann. Was wurde nicht zuvor geunkt und gespottet von Neidern und Presse. Tarantino fallt nichts mehr ein. Tarantino wird nie fertig werden. Tarantino wird kommerziell und […] mehr…

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    The Smiths - Meat Is Murder

    „Meatls Murder“ ist musikalisch wesentlich abenteuerlustiger als das Debüt. Pop, Rockabilly, Folk und leider, äh, Metal. Johnny Marrs Liebe für Elvis Presleys frühe Sun-Aufnahmen und Bo Diddleys Chess-Singles hört man „Rusholme Ruffians“ und „Nowhere Fast“ an. Nicht unbedingt seine größten Momente. Im Titelsong schießt auch Morrissey übers Ziel hinaus. Die ursprüngliche 12-inch B-Seite von „William, […] mehr…

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    That Joke Isn’t Funny Anymore

    Johnny Marrs Lieblings-Track war das nachtschwarze Zentrum von „Meat Is Murder“, ohnehin das emotional finsterste und böseste Werk der Smiths. Dabei kommt „Joke“ daher wie eine melancholische Ballade, zart fast und sehr elegant, leicht beschwingt von einem angedeuteten Walzertakt. Mozzers Worte, an die Smiths-verunglimpfende Journaille gerichtet, sind indes deutlich. „Too dose to home“ seien die […] mehr…

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    The Smiths - Girlfriend In A Coma

    (1987) Mit zwei Minuten und zwei Sekunden die kürzeste Smiths-Single, birgt „Girlfriend“ indes mehr Widerhaken und exegetische Fallen als die meisten anderen 45s. „Reggae ist Schrott“, hatte Morrissey verkündet, Marr installierte einen leichten Synko-Beat mit Rocksteady-Feel. Akustik-Dreiklang und Easy-Listening-Streicher kontrastieren mit Morrisseys makabrer, an den Death-Discs der frühen Sixties geschulten Lyrik. Schuld und Reue fressen […] mehr…

  • The Smiths THE SOUND OF THE SMITHS Cover

    The Smiths - William, It Was Really Nothing

    (1984) „The rain falls hard on a humdrum town“, beginnt die fünfte Smiths-45 dunkel-pastoral und gipfelt in selbstmitleidigem Schmachten: „Everybody has to live their lives and God knows I have to live mine.“ Mit Morrissey als William, dem das Leben übel mitspielt und der so verständlicherweise zu Defätismus neigt. In einem tonal wie strukturell unorthodoxen […] mehr…

  • The Smiths THE SOUND OF THE SMITHS Cover

    The Smiths - Panic

    Sechs Monate nach “ The Queen Is Dead“ aufgenommen, mit Craig Gannon als zweiten Gitarristen und Marrs Rhythmus-Adjutanten. Andy Rourke, der zwischenzeitlich wegen Drogen-bedingter Unzuverlässigkeit gefeuert und wieder geheuert worden war, spielt sehniger denn je, Morrissey begibt sich auf dünnes Eis. „Burn the disco“, fordert er, „hang the DJ.“ Mit Kinderchor, Glockenklang, Gitarren-Arpeggios und Twang-Echo. […] mehr…