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    That Joke Isn’t Funny Anymore

    Johnny Marrs Lieblings-Track war das nachtschwarze Zentrum von „Meat Is Murder“, ohnehin das emotional finsterste und böseste Werk der Smiths. Dabei kommt „Joke“ daher wie eine melancholische Ballade, zart fast und sehr elegant, leicht beschwingt von einem angedeuteten Walzertakt. Mozzers Worte, an die Smiths-verunglimpfende Journaille gerichtet, sind indes deutlich. „Too dose to home“ seien die […] mehr…

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    The Smiths - Girlfriend In A Coma

    (1987) Mit zwei Minuten und zwei Sekunden die kürzeste Smiths-Single, birgt „Girlfriend“ indes mehr Widerhaken und exegetische Fallen als die meisten anderen 45s. „Reggae ist Schrott“, hatte Morrissey verkündet, Marr installierte einen leichten Synko-Beat mit Rocksteady-Feel. Akustik-Dreiklang und Easy-Listening-Streicher kontrastieren mit Morrisseys makabrer, an den Death-Discs der frühen Sixties geschulten Lyrik. Schuld und Reue fressen […] mehr…

  • The Smiths THE SOUND OF THE SMITHS Cover

    The Smiths - William, It Was Really Nothing

    (1984) „The rain falls hard on a humdrum town“, beginnt die fünfte Smiths-45 dunkel-pastoral und gipfelt in selbstmitleidigem Schmachten: „Everybody has to live their lives and God knows I have to live mine.“ Mit Morrissey als William, dem das Leben übel mitspielt und der so verständlicherweise zu Defätismus neigt. In einem tonal wie strukturell unorthodoxen […] mehr…

  • The Smiths THE SOUND OF THE SMITHS Cover

    The Smiths - Panic

    Sechs Monate nach “ The Queen Is Dead“ aufgenommen, mit Craig Gannon als zweiten Gitarristen und Marrs Rhythmus-Adjutanten. Andy Rourke, der zwischenzeitlich wegen Drogen-bedingter Unzuverlässigkeit gefeuert und wieder geheuert worden war, spielt sehniger denn je, Morrissey begibt sich auf dünnes Eis. „Burn the disco“, fordert er, „hang the DJ.“ Mit Kinderchor, Glockenklang, Gitarren-Arpeggios und Twang-Echo. […] mehr…

  • The Smiths THE SOUND OF THE SMITHS Cover

    The Smiths - This Charming Man

    Der Durchbruch, via TV. Genauer: Waren The Smiths bis November ’83 ein gut gehütetes Geheimnis von Pop-Connoisseuren, transformierte sie ihr Auftritt in „Top Of The Pops“ in ein Phänomen, das UK-weit diskutiert und immerhin soweit verstanden wurde, dass die Single einen Charts-Abdruck (No.25) machte. „I would go out tonight but I haven’t got a stitch […] mehr…

  • The Smiths Heaven Knows I'm Miserable Now Cover

    The Smiths - Heaven Knows l’m Miserable Now

    (1984) Miserable sod. So oder ähnlich ließe sich Morrisseys Image umschreiben, nicht bei seinen Fans natürlich, die in ihm ein gottgleiches Wesen sahen und sehen, sondern beim ignoranten Pöbel, der überwältigenden Mehrheit mithin. Dessen stets eingedenk, kokettierte Moz mit Handrücken-an-die-Stirn-Geziertheit und überzogener Verdrießlichkeit. Humor war, wenn nur er lachte. „I was happy in the haze […] mehr…

  • The Smiths THE SOUND OF THE SMITHS Cover

    The Smiths - Bigmouth Strikes Again

    (1986) Morrissey schlüpft in die Rolle des Märtyrers, verflucht das Musikgeschäft und dessen Mechanismen und hinterfragt „my place with the human race“, nur um seine Neider zu verspotten und im Fadeout noch zu verlachen. Johnny Marrs Ambition war es, mit „Bigmouth“ nicht weniger als sein Meisterstück zu liefern, „ein Äquivalent zu Jumping Jack Flash“ in […] mehr…

  • The Smiths What Difference Does It Make? Cover

    The Smiths - What Difference Does It Make?

    Geschrieben noch vor „Hand In Glove und „This Charming Man“, musste dieses Morrissey/Marr-Frühwerk mehrere Metamorphosen durchlaufen, bevor die finale Version im Herbst 1983 gebannt wurde. Von John Porter, der die ursprüngliche, tiefere Tonlage ebenso für eine Hypothek hielt wie den von Andy Rourke und Mike Joyce mühsam eingeübten, reichlich vertrackten Beat. Marr pflichtete dem Produzenten […] mehr…

  • The Smiths Louder Than Bombs Cover

    The Smiths - Shoplifters Of The World Unite

    (1987) In Alleingang von Johnny Marr in den Trident Studios produziert, in vier Tagen im November ’86. Weniger direkt wirkend als die unmittelbaren Vorgänger-45s „Panic“ und „Ask“, ist „Shoplifters“ musikalisch abenteuerlicher, dank eines wunderbar synchronen Klappmesser-Grooves und einem so austariertem Gitarren-Sound, dass Marr im „Melody Maker“ darob zum „Rock-Gott“ erklärt wurde. Wogegen er pflichtschuldig protestierte. […] mehr…

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    Mother Tongue – Mother Tongue

    Im Jahr 1994 erschien dieses sehr ernsthafte, inspirierte Hybrid aus quirligem Funk, kopfhängerischem Blues, schepperndem Alternative- und artifiziellem Hardrock. Gleich bei einem Major, gleich sehr gut besprochen (wie man auch noch einmal in den Review-Schnipseln nachlesen kann, mit denen das Booklet unter anderem illustriert ist). Man hat etwas erwartet von dieser Band, vermutlich zuviel. Jedenfalls […] mehr…

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    James Taylor – Dad Loves His Work/Flag

    Dass sich so ziemlich alles, was James Taylor nach „Mud Slide Slim…“ noch gelang (Hits wie „Handy Man“ mal ausgenommen), in solidem Handwerk erschöpfte, gehört zu jenen Halbwahrheiten, die näherem Hinhören dann doch nicht standhalten. Dagegen arbeiten seine beiden Plattenkonzerne zwar immer mal wieder heftig mit Hit-Kompilationen an, weil die – voll mit Ohrwürmern eine […] mehr…

  • Eric Burdon & The Animals - The Twain Shall Meet

    Eric Burdon & The Animals – The Twain Shall Meet

    Scorsese hatte schon in seinen frühen Filmen Rock-Aufnahmen immer wieder dramaturgisch brillant als akustische Folie verwendet. Aber wie er den Animals-Hit „The House Of The Rising Sun“ in „Casino“ einsetzte, war schlicht genial. Mit dieser Eintrittskarte schafften es die verschworenen R&B-Fans aus Newcastle 1964 schließlich nach Jahren des chitlin circuit daheim und den Anfangen als […] mehr…

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    Tony Joe White – Black And White

    Eine andere Art von Southern Soul, Swamp-gärig und lyrisch nicht selten sinister, ausgeschwitzt in den Sümpfen von Louisiana. Whites Debüt-LP von 1968 wuchert mit den Originalen von „Polk Salad Annie“, besser bekannt von Elvis, sowie „Willie And Laura Mae Jones“, fein gecovert von Dusty. Auf Seite zwei covert White selbst, legt seinen Groove über Slim […] mehr…

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    Gene Vincent – A Gene Vincent Record Date

    Diversifizierung wurde ab 1958 von Capitol angemahnt, die reine Rockabilly-Lehre schien überholt. Was der wilde Mann und seine Blue Caps mit dieser Vorgabe auf ihrem vierten Longplayer anzufangen wussten, ist beachtlich. Zwei Hank-Covers und eine feine Version des Gogi-Grant-Hits „The Wayward Wind“ reiten in Richtung Western, eher trabend als im gestreckten Galopp, und auch auf […] mehr…

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    Don Covay- See-Saw

    Einer der größten Soul-Vokalisten der Sixties, ist Don Covey inzwischen nach einem Schlaganfall an den Rollstuhl gefesselt und von den finanziellen Zuwendungen der Rolling Stones abhängig. Die hatten 1965 sein „Mercy Mercy“ gecovert, hier vertreten in der ’66er Stax-Variante, begleitet von Steve Cropper und Konsorten. Ansonsten variiert „See-5aw“ zwischen Dance-Routines im Stile von „Sookie Sookie“ […] mehr…

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    Roy Orbison – Lonely And Blue

    e Dum-dum-dum-dumby-doo-wah,ooh-yea-yeayea-yeah. Mit diesem unsterblichen Intro begann ein Klassiker und eine Karriere. Nicht, dass Roy Orbisons Sun-Aufnahmen davor zu vernachlässigen wären, ganr im Gegenteil. Aber in Wahrheit war der Mann mit der voluminösen Stimme, mit der er Glas und Herzen zum Springen bringen konnte, unterfordert im Rock’n’Roll-Idiom. Auf Monument erst fand The Big O seine […] mehr…

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    Bob Dylan - Bob Dylan

    Endlich auch in der ultimativ gültigen, sämtliche andere Reissues in Sachen Präsenz und Klangtreue in den Schatten stellenden Mono-Edition von Sundazed zu haben. Dylan als Dieb und Wegelagerer, die Folk- und Bluesvorräte befreundeter Kollegen plündernd, bereits mit 21 Jahren am eigenen Mythos strickend, mittels sorgsam gestreuter Lügengeschichten und einem Sack voll Chuzpe. Die Debüt-LP, von […] mehr…

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    10,000 Maniacs – Campfire Songs…

    Zwölf Jahre haben es die 10,000 Maniacs miteinander ausgehalten – und noch mal elf gebraucht, um eine Art Greatest-Hits-Album zusammenzustellen. Natürlich kein gewöhnliches: Das erste Album umfasst die „Most Popular Recordings“, das zweite diejenigen, die als „Obscure & Unknown“ durchgehen. In den liebevollen Liner Notes wundert sich Natalie Merchant selbst, dass es so gut geklappt […] mehr…

  • Bob Dylan Bootleg Series 6 Cover

    Bob Dylan - Live 1964: The Philharmonic Hall…

    Zwischendurch erinnerte er sich mal nicht an den Text, den er für einen neuen, noch nicht aufgenommenen Song geschrieben hatte. „But I mean no harm nor put fault/ On anyone that lives in a vault“, lauteten die Vferse am Ende. Aber an dem Abend sang Dylan: „But I mean no fault“ – stoppte etwas verlegen, […] mehr…

  • George Harrison - The Dark Horse Years 1976-2002

    George Harrison - The Dark Horse Years 1976-1992

    All those years ago: eine Schmuck-Box mit sechs CDs und einer DVD, die Harrisons Solo-Jahre dokumentiert (etwa 90 Euro) – Anlass zum neuen Entdecken des Sonderlings Für jemanden, der die Beatles so weit von sich weisen wollte wie das Jahr 1492 und andauernd über sein in den Sechzigern beschädigtes Nervensystem klagte, blickte George Harrison doch […] mehr…