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    Cowboy Junkies – Open Road

    Diese Musiker sind die wundersamsten Behutsamkeitsvirtuosen, und die DVD „Open Road“ (bereits im Jahr 2002 produziert) dokumentiert noch einmal das zauberische Bühnengebaren. Michael Timmins, auf einem Schemel über seine Gitarre gebeugt, mäandert stoisch die Akkorde, Margo Timmins haucht mit entrücktem Charme ins Mikrofon, der Rest klöppelt und schrummt in langen, improvisierten Passagen. Es ist der […] mehr…

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    Lyle Lovett – Soundstaqe

    Mit Streichorchester und Bläsern singt der knorrige (jawohl!) Texaner im gediegenen Ambiente der Fernseh-Konzertreihe ein paar Filmlieder, der Trompeter Mark Isham kommt für ein Stück auf die Bühne, dann singt Lovett mit dem verehrten Randy Newman dessen läppisches „You’ve Got A Friend“, woraufhin der „Political Science“ und „I Think It’s Going To Rain Today“ am […] mehr…

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    The Who – The Kids Are Alright

    Einer der zentralen Filme über den Mythos des Rock’n’Roll – und zugleich dessen Destruktion: wie die jungen Bengel als Monty-Python-Figuren aufgebaut werden, dann die Dreschflegel mimen und als aufgeblasene Kraftmeier, traurige Clowns und Zyniker enden. Pete Townshends nihilistische Songs korrespondieren mit seiner frühen Verachtung des Publikums und der Selbsteinschätzung, die Musik der Who habe „keine […] mehr…

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    Keane – Hopes And Fears

    Gut, dass ich noch mal auf den Zettel geschaut habe. „Steve Lamacq war sich schnell bewusst, dass es die beste Single der Labelgeschichte war. Obwohl Coldplay, Idlewild und Supergrass dort schon eine Heimat fanden. Er bezeichnete sie als eine wilde Mixtur aus dreckigem Coldplay und verwirrtem Beautiful South und lud sie diesbezüglich zu einer 6 […] mehr…

  • Bad Religion - The Empire Strikes First

    Auf die kann man sich verlassen: Sozialkritik-Punkrock oberster Qualität mehr…

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    Moabeat – Dringlichkeit besteht immer

    Moabit ist kein Stadtteil für Berlin-Touristen, dafür findet man dort die besten libanesischen Imbisse der Stadt. Moabeat sind weniger spröde als ihr proletarisches Viertel, aber auch nicht gerade blank poliert. Nicht nur „Topmodel“ zeugt von einer großen Begeisterung für Timbaland und die Neptunes. Auch sonst gibt es massig gut gecuttete Beats, prima Hooklines und deftig […] mehr…

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    Melbeatz – Rappers Delight

    Lange erwartet und nun endlich in den Läden: das sensationelle Debütalbum der Produzentin von Kool Savas und Eko Fresh: „Rappers Delight“ braucht keinen Frauen-Bonus, kein falsches „für deutsche Verhältnisse sehr gut“-Lob. Melbeatz ist Weltklasse. Sie steckt den Prinzen des deutschen Soul, Xavier Naidoo, zusammen mit dem härtesten – und besten! – aller deutschen Underground-Rapper: Tone. […] mehr…

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    Velvet Revolver – Contraband

    Wer in der Jugend Yngwie Malmsteen, Steve Vai und Joe Satriani ertragen musste, legt irgendwann keinen Wert mehr auf Gitarren-Virtuosen, die sich für einzigartig halten und doch alle immer nur höher, schneller, weiter wollten. Wie wohltuend ist es da, Slash wiederzuhören. Das Intro von „Superhuman“- so spielt kein anderer. Wahrscheinlich ist es supersimpel, aber es […] mehr…

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    Eskobar – A Thousand Last Chances

    Erinnert sich noch jemand an Dieter Wedels End-80er-TV-Dreiteiler „Wilder Westen inklusive“? Der Titelsong hieß „Room With A View“ vom Blackmore und Maffay-Musiker Tony Carey. Für Musiktruhenbesitzer und Trashfetischisten: Der Song findet sich auch auf „Kuschelrock, Vol. 3 – und auf „A Thousand Last Chances“ von Eskobar. Nun ja, nicht genau dieser Song, aber doch einige […] mehr…

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    Lucky Jim – Our Troubles End Tonight

    Die britische Entsprechung zu Janet Jacksons „Damita Jo“, bloß gespielt auf akustischen Gitarren, Orgel, Piano und Streichern. Auf dieser wundersamen Platte verbindet Gordon Grahame den bekenntnishaften, romantischen Gestus von Lee Hazlewood und Leonard Cohen (ohne Mystik) mit monomanischen, sexualisierten Minnesängen, wie wir sie vom späten Tim Buckley und vielen Soul-Sängern kennen. „Our Troubles End Tonight“ […] mehr…

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    Ikara Colt – Modern Apprentice

    Gibt es nicht in jeder größeren Stadt ein paar Kunststudenten, die in einer Band spielen? Geschmackvoll, wenn auch ein wenig auffällig gekleidete Hipster, die ganz genau wissen, wie der sound of now in dieser Woche zu klingen hat. Ikara Colt sind vier ehemalige Kunststudenten, und auf ihrem zweiten Album haben sie sich für einen präzise […] mehr…

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    Stockholm Syndrome – Stockholm Syndrome

    Na, wer hat sich denn da gefunden, im Namen des legendären Bankraubs von 1973, dessen Rekapitulation später in psychologischen Studien zutage fördern sollte, dass sich Geiseln auch reichlich paradox verhalten, nämlich durchaus identifizieren können mit ihrem Peiniger, der so euphemistisch immer „Nehmer“ genannt wird. 30 Jahre später nehmen sich US-Songwriter Jerry Joseph und Bassist Dave […] mehr…

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    Todd Rundgren – Liars

    Erinnert auf schockierende Art an billigste Achtziger-Jahre-Compilations, an Lisa Stansfield, Mike & The Mechanics, Climie Fisher. So schlimm. Einziger Trost: Zumindest der tolle Rundgren muss genau wissen, was das soll. Ist ja ein Konzeptalbum darüber, wie Menschen durch Lügen ruhiggestellt werden, und so gewöhnt man sich mit der Zeit an den Klang und kann genießen, […] mehr…

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    Caetano Veloso – A Foreiqn Sound

    Graumelierter Charmeur, verschmitzter Tropenbursche, provokanter Architekt der Avantgarde – der Gesichter des Caetano Veloso sind unzählige. Das brasilianische Chamäleon passt sich seit den 60er Jahren allen Stilen von Rock-Experimenten bis hin zum afro-brasilianischen Volkslied nicht nur an, sondern drückt ihnen einen eigenen Stempel auf. Ganz unangebracht wäre deshalb hier die leidige Frage, ob Jazz-Standards und […] mehr…

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    Snow Patrol – Final Straw

    Na, wen haben wir denn da? Fünf liebe Jungs aus Glasgow, die vermutlich deshalb in einer Rock-Band spielen, weil man im Team sein schüchternes Ego so gut verstecken kann. Und hör mal, wie nett das alles klingt. Dies ist die melancholisch gebremste Ausgabe der stets quietschvergnügten Sportfreunde Stiller. Schon die niedlichen Spitznamen: „Gimpy“ lässt sich […] mehr…

  • Phantom Planet - Phantom Planet

    Phantom Planet – Phantom Planet

    Viele Menschen hatten viele Sympathien für das zweite Album von Phantom Planet. Costello lobte das Songwriting von Sänger und Gitarrist Alexander Greenwald, Springsteen die aufregende Energie der fünf Schulfreunde, und insgesamt war der kurzweilige Powerpop von „The Guest“ eine runde Angelegenheit. Zumal Phantom Planet eine recht tragfähige Brücke bauen konnten zwischen dem sonnigen Gemüt Kaliforniens […] mehr…

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    Gomez – Split The Difference

    In komische Gesellschaft ist das heute zu vier Fünfteln in Brighton residierende Quintett da zuletzt geraten. Und das ausgerechnet an Silvester! Da waren Gomez, eine Band, die bei aller wohlverarbeiteten Americana doch immer very british blieb, eingeladen auf die Party von String Cheese Incident, die ihr Jam-Volk schon mal mit einem Bongo-Solo ins Nirvana schicken. […] mehr…

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    Allison Moorer – The Duel

    Für ihr Sugar Hill-Debüt hat sie „nur“ den Sound neu justiert – weg von den elegant geschichteten Arrangements auf „Miss Fortune“, hin zu einer kleinen Band mit dem trommelnden Produzenten R.S. Field sowie John Davis (Superdrag) und Adam Landry (Stateside). So schreibt Moorer mit Gatte Butch Primm weiter am ultimativen Country-Soul – und hat nicht […] mehr…

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    Otis Taylor – Double V

    Mama Africa hatte den Blues, seit John Lee Hooker den letzten Weg gegangen war und das ach so weite Feld engstirnigen Selbstdarstellern an Gitarren überlassen musste. Doch jetzt sitzt Hooker lächelnd auf Wolke sieben, weil Mama Africa stolz einen schon verloren geglaubten Sohn ans große Herz drücken kann. Der singt „Please Come Home Before It […] mehr…

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    Charlie Musselwhite – Sanctuary

    Ein begrenztes Genre-Bild hat auch Harp-Stilist Charlie Musselwhite nie geduldet, zumal in seiner späten Karriere musiziert der 60-jährige Wahl-Westküstler aus Mississippi wunderbar offen und neugierig. Wobei es kein Widerspruch ist, dass „Sanctuary“ eher im Desperaten und Dunklen verharrt. Dort gibt Gitarrist Charlie Sexton sicheres Geleit, hin zu Vorlagen von Randy Newman („Burn Down The Cornfield“), […] mehr…