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    Los Lonely Boys – Los Lonely Boys

    In Willies Padernales Studio von John Porter aufgenommen, könnte diese erste „propere“ LP des Power-Trios den Durchbruch bringen. Und das, nachdem die Gebrüder Garza im Großraum Austin seit etlichen Jahren als Live-Attraktion von sich reden machen. Wer sie noch nicht kennt, imaginiere ein Treffen zwischen Stevie Ray Vaughanund Doug Sahm, beide nüchtern und eager to […] mehr…

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    Willie Nelson & Ray Price – Run That By Me One More Time

    Nach einer Reihe Rock-lastiger und reichlich lausiger Alben findet Willie Nelson zurück zu seinen Honky-Tonk-Wurzeln, an der Seite eines anderen großen, greisen Texaners. Fünfzig Jahre ist es her, seit Ray Price das Erbe Hanks an sich riss. Seine Songs, seine Band, seine Witwe. Während sich der junge Willie die ersten Sporen als Songwriter verdiente. Hier […] mehr…

  • Indigo Girls - All That We Let In

    Indigo Girls – All That We Let In

    Auf dem Cover des neuen, unerwartet frühen Albums der Indigo Girls balanciert eine Frau mit geschlossenen Augen auf einem Rohr und muss sich offenbar böse konzentrieren, um nicht herunterzufallen. Dazu der Titel, *4U That We Let In“, und man denkt an eine dieser Mutproben, die man machen muss, um bei den örtlichen Halbstarken aufgenommen zu […] mehr…

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    Sons Of Jim Wayne – Best Make Up Is A Smile

    Komisch, dass sich die Sons Of Jim Wayne aka Bernd Uebelhöde und Stefan Kullik hier zu Lande anscheinend immer noch diese komischen Fragen gefallen lassen müssen. Etwa die, ob die das überhaupt dürfen, also als Deutsche unverschnittenen Blue-Folk-Country-Grass schreiben, singen und spielen, ohne dekonstruierenden Furor oder den doppelten Boden ironisch-distanzierter Geverness. Andernorts wird diese Frage […] mehr…

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    Sportfreunde Stiller – Burli

    Dusslige Männer behaupten ja oft, sie hätten deshalb keinen Erfolg bei Frauen und überhaupt, weil sie einfach zu nett seien. Bislang hielt man das für ausgemachten Unsinn, bezweifelte, dass man überhaupt zu freundlich sein könne. Nach „Burli“ wird man darüber neu nachdenken müssen – „Neon“, übernehmen Sie! Denn die (spätestens seit „Die gute Seite“) als […] mehr…

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    Haven – All For A Reason

    Als Haven vor zwei Jahren ihr Debüt veröffentlichten, vermutete man zunächst eine Art Trend: Zusammen mit anderen Jungspunden wie Vega 4, Vex Red, Crackout und vielen anderen stilistisch sehr heterogenen Bands kehrte sich da scheinbar eine neue Generation von Rockmusikern vom Pfauengehabe der da noch relevanten Gallaghers etc. ab und suchte in nahbarer Gemeinschaftsmusik das […] mehr…

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    Califone – Heron King Blues

    Die Geschichte zu dieser Platte geht so. Tim Rutilli hat oft von diesem Wesen geträumt, halb Mensch, halb Vogel. Und dann herausgefunden, dass dieses Wesen tatsächlich existierte, zumindest als Druiden-Legende. Danach haben die Briten anno dunnemals große Angst vor einem Reiherkönig gehabt. Und weil die schlauen Römer das irgendwann spitzbekamen, hoben sie einen der ihren […] mehr…

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    Obi – Dice Man Lopez

    Mariachi! Obi hätten womöglich gut daran getan, ihren absolut letzten Heller in einem Hut zu sammeln und diesen dann Steve Bentley-Klein zu geben. Denn dessen Höllentrompete auf „The Tale Of Old Rodriguez“ ist das Beste aus der Wüste, seit Calexico an der „Crystal Frontier“ zum Tanz baten. Eine ganze Platte mit solchen Stompern? Nicht auszudenken, […] mehr…

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    Cass McCombs – A

    Schon auf seiner Debüt-EP „Not The Way“ zeigte Cass McCombs vor einigen Wochen beträchtliches Songschreibertalent Da noch mit LoFi-Ästhetik und Schlafzimmerproduktion. „A“ heißt sein neues Abenteuer – in HiFi. Der Ansatz hat sich nicht geändert: bittere Introspektionen mit abgedimmtem Humor. Aber dieses Mal vorgetragen mit twangiger Gitarre, fast jazzigem Schlagzeug und einigen Piano- und Keyboard-Tupfern. […] mehr…

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    The Crash – Melodrama

    Gerechtigkeit: mal wieder Fehlanzeige. Sonst wären The Crash erstens natürlich nicht erst durch einen Song in einer Ebay-Werbung halbberühmt geworden. Zweitens wäre jener Song nicht „Star“ gewesen, sondern vielleicht einer von ihrem verstörend puschligen Debüt „Comfort Deluxe“, als Teemu Brunila mit seiner eigenartigen Stimme, dieser Synthese aus Brett Anderson und Björk, sich noch singenderweis‘ bei […] mehr…

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    Jamie Cullum - Twentysomething

    Er ist 24 Jahre jung und gibt, obwohl musikalisch eher brav, gern den Draufgänger. Als Sänger am Piano bewegt sich Jamie auf den Spuren von Harry Connick. An dessen Format kommt er noch nicht ran, auch wenn die Briten ihn schon als Jazzwunder feiern. Wie Connick setzt Cullum auf Sinatra-Repertoire, Bigband und erstaunlich reifen Balladenschmelz […] mehr…

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    Maroon 5 – Songs About Jane

    „Harder To Breathe“, die erste Single des in LA. beheimateten Quintetts Maroon 5, war ein Versprechen. Die fürs Rockformat ungewöhnlichen Harmonien, der glasklare, fiebrig elektrisierte Sound und schließlich die drängende, leicht ins Falsett kippende Stimme von Adam Levine ergaben zusammen ein starkes Stück für eine Debütband. Man wollte schon applaudieren. Doch Obacht! Wie sich auf […] mehr…

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    Tortoise – It’s All Around You

    Vom Cover auf die Musik eines Albums zu schließen, ist nicht ganz ungefährlich: Musiker und Labels verlieben sich oft in Ideen, die sie einfach nur witzig, cool oder verkaufsfördernd finden. Nicht immer ist die Gestaltung so klar auf den Inhalt bezogen wie bei „Never Mind The Bollocks“, dem Debüt der Sex Pistols. Die hochglänzende Außenhülle […] mehr…

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    Big Head Todd & The Monsters – Crimes Of Passion

    Da oben muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, in den Bergen von Colorado. Todd Park Mohr betreibt dort ein mit Solar-Energie gespeistes Studio, in dem er längst selbst umsetzen kann, was er sich über all die Jahre bei seinen früheren Produzenten David Z oder Jerry Harrison abgeschaut hat (oder vermeiden will). Mit dem achten Album […] mehr…

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    Phoenix – Alphabetical

    Eine Band wie ein Uhrwerk, ein weißes Euro-R’n’R-Album, wie es bisher noch keines gab. Phoenix aus Paris kennt man als geschmäcklerische, bei Soundtrack-Kompilatoren beliebte Gimmick-Popgruppe, die Poser-Gitarrensoli in Disco-Stücke einblockt und Supertramp in Queen-Manier spielt. Diese zweite Platte ist weniger kokett, Phoenix beschränken sich auf einen (möglicherweise an der Schultafel entworfenen) Kerngedanken: die Annäherung an […] mehr…

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    Keren Ann – Not Going Anywhere

    Lassen Sie sich nicht täuschen, Keren Ann Zeidels Album ist weitaus besser, als es die mühselig zurechtgerückte und perfekt ausgeleuchtete Cover-Pose vermuten lässt Es geht bei „Not Going Anywhere“ schließlich um so etwas wie den „internationalen Durchbruch“, auch deshalb muss es wohl eine „Weiblich, anmutend, verdammt leidend“-Fotografie sein. Und mühsam ins Englische übertragene Texte. Was […] mehr…

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    Scissor Sisters – Scissor Sisters

    Seit Wochen, ja Monaten wird getuschelt über diese Scissor Sisters aus New York. Kreative Tausendsassas seien das, die Disco und Eighties-Pop könnten und vor nichts zurückschrecken würden, nicht mal vor einem Cover von Pink Floyds „Comfortably Numb“. Man war gespannt Nun stellt sich heraus, dass zumindest das nachgespielte Lied nicht der Rede wert ist: Die […] mehr…

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    Seachange – Lay Of The Land

    Eine Wald-Geige, eine an Stoppelfeldern wundgeschrubbte Indierock-Gitarre, ein Sänger mit schroffem nordenglischen Akzent und desillusioniertem Duktus – selbstverständlich ist das keine Folk-Musik, aber die Debütanten Seachange aus Nottingham schmecken sich ein bisschen so an. Oft spielen sie im Joy Divsion-Stakkato, erinnern an Fugazi-Punk und Emo-Sprechgesänge. Die eigene Marke dieser rätselhaft melancholischen Gruppe hört man am […] mehr…

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    The Vines – Winninq Days

    Zwei Vines-Momente bleiben für immer – erster Moment: „Factory“ von der Debüt-Single, das hundertfach schundiger und brünftiger und bodenloser klang ab die Version desselben Songs, die für das erste Album nachgemacht wurde. Zweiter Moment: Wie der verrückte Sänger Craig Nicholls im Video zu „Get Free“ am Schluss vom Blitz getroffen wird wie Rumpelstilzchen, sein Schicksal. […] mehr…

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    Sondre Lerche – Two Way Monologue

    Als Sondre Lerche vor mehr als drei Jahren sein Debütalbum veröffentlichte, war der Songwriter aus Bergen gleich ein Liebling der Musikkritik: Der mit klassischem Pop-Gestus entworfene Jungspund-Folk war so schön, so unschuldig, da musste man klatschen. Vier Jahre später sind die Verweise ungefähr dieselben. Bacharach, Costello, Prefab Sprout vielleicht, all das stellt Lerche in federleichte […] mehr…