• Ups..

    Jolie Holland – Escondida

    Der etwas andere Verbraucherhinweis. „I’m certainly not encouraging anyone to fuck up their life“, glaubt Jolie Holland unter den kurzen Text von „Old Fashioned Morphine“ schreiben zu müssen. „Sister, don’t get worried“, tröstet sie, „cause the world is almost done.“ So weit, so morbid – soweit alles klar? Eher nicht. Denn irritierend ist schon, wie […] mehr…

  • Ups..

    The Streets – A Grand Don’t Come For Free

    Es ist Mike Skinners einzigartige Fähigkeit, zu seinem rastlosen, bisweilen bizarren, aber immer faszinierenden storytelling die absolut passenden Beats zu zimmern. Ohne Riesenbudget, ohne so genannte Stargäste und aufwändige Effekte. Das war auf dem Debüt „Original Pirate Material“ schon so und ist jetzt noch einmal besser geworden. Dabei hat er nach eigener Aussage lediglich ordentlichere […] mehr…

  • Ups..

    The Carnation – Gothenburg Rifle Association

    Ersparen Sie mir die Aufzählung der ganzen Namen, aber Schweden-Sixties-Rock – das ist fast schon ein Genre für sich, und The Carnation aus Göteborg sind die nächsten. Wie macht der sprichwörtliche Schwede das? Vbr allem singt der Schwede in seiner speziellen Mundart aus „Ticket To Ride“-Britisch, „Pushin‘ Too Hard“-Amerikanisch und genuschelten S-Lauten, er klingt dabei […] mehr…

  • Ups..

    Timesbold – Eye Eye

    Das Pathos handeln Timesbold schon im ersten Stück ab und scheitern dabei mit immerhin fliegenden Fahnen. Songs, die verhalten anfangen und dann in einem dramatischen Inferno enden, kennen wir zur Genüge aber der „Bone Song“ will zu viel. Zwei Minuten lang ist das alles hübsch anzuhören, aber dann kreischt Jason Merritt plötzlich mit einer dafür […] mehr…

  • Ups..

    Jesse Sykes & The Sweet Hereafter – Oh My Girl

    Caitlin Cary wäre am liebsten Mary Chapin Carpenters freche Schwester. Ryan Adams weiß gerade nicht mehr oder immer noch nicht, wer er sein wilL Gut, dass wenigstens Gitarrist Phil Wandscher nach dem Aus für Whiskeytown den Überblick behalten hat – und mit seiner neuen Muse Jesse Sykes einen Weg geht, den auch seine alte Band […] mehr…

  • Ups..

    Patrick Wolf – Lycantropy

    „Lycantropy“ steht in der Sagenwelt für die Fähigkeit, sich in einen Wolf verwandeln zu können, auch in der Psychiatrie kommt dieser Begriff wohl vor und scheint dort nicht unbedingt für sprudelnde Gesundheit zu stehen. Gibt man das Wort in eine Internet-Suchmaschine ein, landet man auf irgendwelchen Mittelalterfex- und Rollenspielerseiten. Aber nehmen wir dem Künstler diesen […] mehr…

  • Ups..

    N*E*R*D - Fly Or Die

    Für eine Plattenkritik als Produktkontrolle ist das neue Album von N*E*R*D natürlich ein Fest Überall darf man das Häkchen auf dem TÜV-Prüfbogen an der richtigen Stelle machen, es gibt kein Fehl und Tadel bei dem Bandprojekt von Pharrell Williams und Chad Hugo, die ansonsten ihr Geld als Produzententeam Neptunes mit Hits für Busta Rhymes, Britney […] mehr…

  • Ups..

    Richmond Fontaine – Post To Wire

    Sie trafen sich vor zehn Jahren auf der Pferderennbahn von Portland. Willy Vlautin, Sänger und Gitarrist, und Dave Haltung, Bassist der Band, die sich wenig später Richmond Fontaine nennen sollte – nach einem Loser, den Vlautin mal in Mexiko getroffen hatte. Der Titel ihres fünften Albums erinnert nun an dieses folgenreiche meeting across the tracks. […] mehr…

  • Ups..

    Diana Krall – The Girl In The Other Room

    „Zeit für was Neues“ hat die mit nostalgischen Songs erfolgreiche Kanadierin schon vor Jahren verkündet. Nun ist es so weit: eigene Songs (ein halbes Dutzend), Texte von Ehemann Elvis Costello (und sein „Almost Blue“), Ausflüge zum Repertoire von Tom Waits (respektabel), Bonnie Raitt (überflüssig) oder Joni Mitchell (bedenklich). Die Krall-Kompositionen, auf halber Strecke zwischen Jazz […] mehr…

  • Ups..

    Dave Goodman – Rocks, Skies & Waters

    Was haben ein Singer/Songwriter aus Kanada, ein Kontrabassist aus Sibirien und ein Schlagzeuger aus Brennen gemeinsam? Musikalisch so einiges, wenn sie sich auf den fragilen Tenor von Dave Goodman, sein uneitles Gitarrenspiel und eine Hand voll unspektakulärer, aber stimmiger Songs („Greasy Lou“, „What Went Wrong“) verlassen können. Dass gerade seine Solo-Nummern („Kissin“ Camels“, „Roll The […] mehr…

  • Ups..

    The Resentments – The Resentments

    Austins prominenteste Pub-Band gibt nicht auf. Ihr Studiodebüt ist dem verstorbenen Drummer „Mambo“ John Treanor gewidmet. Der wird von Wolke 7 Beifall klatschen für seinen Erben John Chipman und diesen ebenso ausgebufften wie anregenden Americana-Streifzug. Die Resentments haben die richtigen Covers, von Big Star bis Green On Red, von Ledbetter über Clapton/Lane (schön: „Annie“) bis […] mehr…

  • Ups..

    Tom Russell – Indian Cowboys Horses Dogs

    Was ist dieser Mann produktiv! Läuft ihm schon die Zeit davon? Noch kein Jahr ist ins Land gegangen, seit Tom Russell mit „Modern Art“ um die Ecke bog und „Muhammad Ali“ die Ehre erwies – und in leider allzu weiser Voraussicht Warren Zevons „Carmelita“ mit einer Vertonung von Charles Bukowskis „Crucifix in A Death Hand“ […] mehr…

  • Ups..

    David Thomas & Two Pale Boys – 18 Monkeys On A Dead Man’s Chest

    Wenn man anlässlich dieses Albums zurückschaut auf die Sturm-und-Drang-Jahre des Rock’n’Roll zwischen 1975 und 1979, dann erscheint David Thomas‘ frühere Band Pere Ubu als eine der wichtigsten und stilbildendsten Gruppen. Da ging es nie nur um ein wenig Randale. In seinem riesigen Kinderkörper versteckte der Sänger einen skurril morbiden Humor, aber auch jede Menge Angst […] mehr…

  • Ups..

    The Zutons – Who Killed The Zutons?

    Obwohl es in ein paar Peter-Ustinov-Nachrufen erneut behauptet wurde, ist das so genannte Exzentrische sicher nichts typisch Britisches. Möglicherweise fallen die Irren gerade deshalb auf, weil sie so untypisch sind für ihr Land. Und die Zutons gelten nur deshalb als Exzentriker unter den jungen britischen Pop-Bands, weil sie sich für ein (tolles) Foto alle als […] mehr…

  • Ups..

    Sam Bush – King Of My World

    Vor 30 Jahren wollten die Bluegrass-Puristen ihn samt Newgrass-Revival mit dem Schimpfwort von den „Mahavishnu Moutain Boys“ vom Hof jagen. Heute, da Sam Bushs Mandoline in Nashville so etabliert ist wie trinkbarer Rotwein bei Aldi, kann er frech ein stilechtes Instrumental draus machen. Sonst auch viel Gesang im behende stilwildernden Akustik-Quartett. Und der verkannte Jeff […] mehr…

  • Ups..

    Modey Lemon – Thunder & Lightninq

    Also wieder mal der Katastrophenwetterbericht. Der Rock, geschaffen in seiner Leidenschaft aus den Naturgewalten heraus: „Thunder & Lightning“. Potz Blitz und Donner aus Pittsburgh, Pennsylvania, mit Modey Lemon, einem Trio, das gern mit den bandeigenen Moog-Synthesizern hausieren geht, obwohl deren Geblubber für ihren Psychoblues nicht wirklich viel zur Sache tut Manche Dinge aber muss man […] mehr…

  • Ups..

    Fish – Field Of Crows

    Streithahn oder doch Gemütsmensch, Egomane oder integerer Künstler? Schwer zu sagen, was Derek William Dick alias Fish wirklich ist. Seit sich der schottische Sänger den solistischen Alleingang nach dem Ausstieg bei Marillion gerichtlich erkämpfen musste, wechseln die Plattenfirmen und Mitstreiter jedenfalls regelmäßig, und nachdem zuletzt wieder eine Kollaboration platzte, ist Fish nun erneut sein eigener […] mehr…

  • Ups..

    St. Thomas – Let’s Grow Together…

    Als der heute 27-jährige Thomas Hansen alias St Thomas ernsthaft begann, sich für Musik zu interessieren, habe er vor allem den Songs Elliott Smiths und Will Oldhams gelauscht, betont er immer wieder gern. Auch wenn er weder das Talent für präzise Arrangements des späten Smith noch die Brillanz des Songschreibers Oldham besitzt, stecken diese Vorlieben […] mehr…

  • Ups..

    Janet Jackson – Damita Jo

    Danke, Janet! Danke, dass du es auf dich genommen hast, uns an deinem eigenen, fitgezüchteten Hyper-Leib innerhalb weniger Wochen zu demonstrieren, dass weniger (Blöße) eben oft doch mehr (Erotik) ist. Auch wenn die maximal routinierte Boobs-Optik im Booklet eher aus der Laufmappe eines aufstrebenden B-Models stammen könnte. Wie lange sie diesen Schlafzimmer-Blick geübt hat? Gar […] mehr…

  • Ups..

    Graham Parker – Your Country

    Fabelhafte neue Platte vom alten Meister des tröstlichen Sarkasmus Der ewige Underdog der alten Songschreiber-Schule macht seit Jahren bravouröse Platten im amerikanischen Exil. In England hatte man ihm mit der Erfindung es „Pub Rock“ einen Tort angetan, und mittlerweile klingen Parkers gut abgehangene Folk-Rock-Geschichten sowieso amerikanisch, weshalb hier Lucinda Williams leider ziemlich sinnlos beim gemächlichen […] mehr…