• Ups..

    Incubus – A Crow Left Of The Murder…

    Ich weiß nicht genau, was uns Brandon Boyd mit „Megalomaniac“ sagen will und wen er meint, aber eins ist sicher: Der Mann ist sehr, sehr böse. Auf die Welt und auf Gott, auf Politiker und Medienmacher, auf sich selbst auch, weil er so wenig gegen all den Scheiß tun kann. Incubus stehen spätestens seit ihrem […] mehr…

  • Ups..

    Naked Lunch – Songs For The Exhausted

    Die Klagenfurter entdecken die Schönheit des Scheiterns Die Freunde sind schon lange weg, nur dieser Schmerz ist noch da. Zukunft und Vergangenheit sind ein Graus, die Gegenwart eine Qual – und hey, das hört nicht auf. Ihr fünftes Album verwenden Naked Lunch gänzlich auf die Schönheit des Scheiterns. Nach 13 irrwirren Jahren des Aufbauens und […] mehr…

  • Ups..

    Neulander Smoke + Fire

    Die natürliche Anziehungskraft zwischen Künstlerseelen muss die österreichische Sängerin Korinna Knoll und den New Yorker Alle-Instrumente-Spieler Adam Peters auf der Lower East Side zusammengeführt haben. Peters, der schon für Lloyd Cole und Echo & The Bunnymen Keyboards gespielt hat, programmiert hier verglichen mit dem gerade üblichen Analog-Punk – warme Elektro-Songromantik, lässt Wolken wallen und Gitarrensaiten […] mehr…

  • Ups..

    Thomilla – Freeze

    Wäre der Spruch nicht so unsäglich abgedroschen, auf die Platte würde er passen: Thomillas zweites Soloalbum hört sich wie ein grandios fließendes DJ-Set an, das die Wonne alter Disco-Platten, House im Achtziger-Italo-Stil, Party-HipHop und die zeittypischen Kopfnicker in Richtung Bhangra und Dancehall in die richtige Reihenfolge bringt. Unter anderen Gastsängern hat Ayak, die Frau aus […] mehr…

  • Ups..

    Squarepusher – Ultravisitor

    Die Gehirnwindungen des Squarepusher sind unergründlich, und seine neunte Platte klingt, als ob man in einem Wägelchen aus Metall eben diese Windungen entlangrast, die so fürchterliche Haken schlagen, dass man fast ins All geschleudert wird. Einige Sequenzen hat Tom Jenkinson als Jazz-Konzert mit Publikum inszeniert, eine Bassgitarre mutiert zum digitalen Schreckinstrument, Breakbeats lösen sich in […] mehr…

  • Ups..

    Brad Mehldau – Anything Goes

    „Get Happy“ in kontrapunktisch verspielter Latin-Variante, Cole Porters Titelsong im Mehldau-typischen 5/4-Takt, sperrige Details bei Mancini, ohne dessen „Dreamsville“ zu sprengen: Anything goes, weil dieser Pianist ein untrügliches Gespür für die Essenz eines Songs hat. Monk bleibt Monk, auch wenn er nach Mehldau klingt, und Paul Simons „Still Crazy After All This Years“ wird nicht […] mehr…

  • Ups..

    Johnny Dowd – Cemetary Shoes

    Der Mann für die Gegen- und Unterwelten, die unheimliche, nicht von der Sonne beschienene Seite des amerikanischen Mythos, der Möbelpacker, der Anti-Elvis. Das war Johnny Dowd auf „Wrong Side Of Memphis“ und nicht weniger überzeugend auf „Pictures From Life’s Other Side“, wo er im Mülleimer der Geschichte wühlte, löchrige, schmutzige, auseinandergefallene Hank-Williams- und Woody-Guthrietunes hervorzog […] mehr…

  • Ups..

    Friends Of Dean Martinez – Random Harvest

    Bill Elm, Kopf der diesmal sechs Musiker zählenden Friends Of Dean Martinez, hat in den letzten Jahren viel dazu beigetragen, dass sein Lieblingsspielzeug, die Pedal-Steel-Gitarre, nicht länger nur als schnödes Country-Accessoire wahrgenommen wird. Aber er wird sich bewusst geworden sein, dass er in dieser schönen Emanzipationsgeschichte auch selbst wieder dabei war, ein paar Klischees (fort-)zuschreiben. […] mehr…

  • Ups..

    Steve Earle – Sidetracks

    Keine Outtakes!, versichert Earle selbst, und einem Wahrhaftigen wie ihm wäre eine Lüge auch nicht zu verzeihen. Wie die Beatles Mitte der Sechziger würde er gern aufnehmen, an ein, zwei Tagen eine Single heraushauen. Das funktioniert zwar nicht einmal bei einem Beitrag für einen Soundtrack oder eine Tribute-Platte, aber das Sporadische, Spontane kommt dem Umtriebigen […] mehr…

  • Ups..

    Now It’s Overhead – Fall Back Open

    Now It’s Overhead sind schon vor zwei Ausgaben in der „Alternativen“-Rubrik zur erstmaligen Deutschland-Veröffentlichung des selbstbetitelten Debütalbums recht ausführlich gewürdigt worden. Ein guter Appetizer für das neue Album, das dieser Tage erscheint: „Fall Back Open“. Man will es ja bei Alben des Saddle Creek-Labels immer ganz genau wissen, alle Querverweise zu den anderen Bands aus […] mehr…

  • Ups..

    Janis lan – Billie’s Bones

    Es fallt nach wie vor schwer, sich das vorzustellen. Dass Janis lan einst die Stimme der ersten Egg McMuffin-Kampagne in den USA war. Dass dies dieselbe Stimme sein soll, die jetzt so fassungslos dem Leidensweg eines „Matthew“ hinterherspürt, der nach einer Bar-Sause in einem „sweet bouquet of blood and bone“ enden muss. lan wäre nicht […] mehr…

  • Ups..

    The Shins – Chutes Too Narrow

    Gott, noch eine neue Gitarrenband aus Amerika. Welche soll man hören? Eine der vielen Bands mit Standard-Geschichte, eine der vielen vielen Bands, denen offensichtlich jeder Ehrgeiz fehlt, die Welt oder irgendeinen Hühnerstall zu erobern. Wie klingen The Shins aus Albuquerque/New Mexico? Meine Liste: Weezer, Dashboard Confessional, Jonathan Richman, Lemonheads, Housemartins vor allem Lied sechs ist […] mehr…

  • Ups..

    John Fahey – Hard Time Empty Bottle Blues

    Noch eine postume Veröffentlichung des Saiten-Magiers, aufgenommen beim Yttreum-Festival im November 1996: vier Folk-Elegien, Blues-geerdet und eher kontemplativ, Lichtjahre entfernt vom sonisch überladenen Radikalismus der sinistren Nachlass-LP „Red Cross“ und eigentlich nicht viel mehr als ein paar fingerfertige Epiloge zu „Georgia Stomps, Atlanta Struts“. Fahey for fans only also, das Vinyl transparent, auf der einen […] mehr…

  • Ups..

    Bobby Conn – The Homeland

    Für die einen ist er ein Gott des schlechten Geschmacks, für die anderen ein Ärgernis. Bobby Conn, you see, nervt. Und das mit irrem Timing, Second-Hand-Stil und so nonchalant, dass es eine Art hat. Dabei spielen die Glass Gypsies, Conns neue Combo, eine scheußliche Melange aus Glam- und Prog-Rock, mit Anleihen beim Pudel rock der […] mehr…

  • Ups..

    David Kitt – Square 1

    Sie lieben David Gray und Damien Rice? Nun, dann sind Sie ein Mädchen und dürften auch Gefallen finden an David Kitt. Noch ein Ire, der sich auf die weibliche Sicht der Dinge versteht, dessen Songs sich um Beziehungsängste drehen, um Eifersucht und Herzflimmern. Der Mann ist ewig verliebt, mal himmelhoch jauchzend, im nächsten Moment zu […] mehr…

  • Ups..

    Liars – They Were Wrong, So We Drowned

    Wenn sich eine Band aus der zuletzt dauerbeleuchteten New Yorker Szene wirklich weiterentwickelt und damit völlig aus dem Lichtkegel bewegt hat, dann sie: Die Liars haben ein Williamsburg Witch Project probiert, ein Konzeptalbum über Hexenwahn, das sich in seiner Radikalität höchstens noch mit Off-Künstlern wie den Residents vergleichen lässt. Skelett-Disco, geraunter Sprechgesang, der Klang defekter […] mehr…

  • Ups..

    Marr – Express And Take Shape

    Die besten Punkrocker sind heute die, die quengeln und dramatisch tun. Daheim im eigenen Garten ist Emocore ja noch immer kein Schimpfwort, und die Hamburger Band Marrvergleicht sich gleich selbst mit At The Drive-In, was sehr ehrlich und nicht mal übertrieben ist. Zwei von Tomte spielen mit, die Musik ist komplexer hier: Dinosaur Jr.-Fräsen in […] mehr…

  • Ups..

    Moulinettes – Serendipity Park

    Die Uschi-Glas-im-Cabrio-Mode stand den erfreulichen Münchener Moulinettes gut, besser als das Regengesicht, mit dem ihr drittes Album einen anguckt. Die Katerstimmung wird jedenfalls mit den gewohnten Wortwitzchen beschrieben („Rockin‘ After Mitleid“, „In der Unheilbar“), der Frauenchor ba-ba-bat teilweise gegen schwere Indie-Gitarren. Stücke, die offenbar für Schmetterlinge geschrieben wurden, schleppen sich hier träge voran – schade. […] mehr…

  • Ups..

    Bananafishbones – 36 m2

    Das Trio aus Bad Tölz will beweisen, wie man unabhängig und auf nur 36 Quadratmetern ein Album produzieren kann, das… am Ende viel majorlabeliger klingt als der ganze Polydor-Katalog, neunmalkluger Studio-Pop mit 25 verschiedenen Gitarreneffekten und irre übertriebenem US-Akzent, blitzsaubere Unterhaltung natürlich, auf ranschmeißerische Art eingängig, selbstverständlich Johnny Cash und Ellion Smith“ gewidmet. Letzterer wird […] mehr…

  • Ups..

    Firewater – The Man On The Burning Rope

    Rock’n’Roll und Vaudeville sind schon lange so etwas wie ein heimliches Traum-Paar: Von Tom Waits über Gallon Drunk bis zu den Residents – immer wieder haben Bands mit den betrunken stolpernden Klängen geflirtet. Vermutlich, weil Varietes und Jahrmärkte den Rummel der Pop-Kultur vorwegnahmen und es auch hier um Außenseiter und die ganz speziellen Kicks geht […] mehr…