• Voodoo Child Baby Monkey Cover

    Voodoo Child

    - Baby Monkey

    Das ist Moby, und das wird nicht mal schick verheimlicht. Weil Moby weiß, dass wir seine kleine Ausreißer-Platte sonst gewiss nicht besprechen würden. Bei einer tollen Ahershow-Party in Glasgow in einem U-Bahn-Schacht (die Fanta-Werbung!) habe ihn die alte Liebe Techno wieder gepackt, schreibt er. Dieses schematische Rave-Album mit Trance-Geflubber, durchklopfender Bassdrum und ohne Gesang muss […] mehr…

  • Ups..

    Dani Siciliano – Likes…

    Wenn irgendjemand überhaupt etwas erwartet hat von Dani Siciliano, der Gesangs-Muse des Haushaltsgeräusche-Sammlers Herbert, dann sicher kein so unwirtliches Solo-Debüt: Die Elektronik ist kalt, skeletthaft. viele Stücke klingen wie unfertige Demos – lustigerweise erhöht genau das den Reiz von Sicilianos jenseitigem, latent missgelaunten Minimal-Soul-Gesang. Wenn Björk weniger eingebildet wäre, könnte sie solche Musik machen. Bei […] mehr…

  • Ups..

    Music From The Fashion Week

    Gut gewaschene Musik für gut gewaschene Models, über die Kumpelei zwischen Designern und DJs rümpfen viele ja die Nase, aber diese hübsch verpackte Doppel-CD mit Stücken aus wichtigen Modenschauen sammelt (neben einigem Schund) ein paar Glanzlichter von Le Tigre, Electric Six, einer angenehm exaltierten Electroclash-Gruppe namens The Tards. 24 Tracks, viel kühle Synthies, strenge Frauen […] mehr…

  • Ups..

    Jolie Holland – Catalpa

    „Alley Flowers“, das erste Lied auf dieser durch und durch erstaunlichen Platte, ist ein Spuk: Dumpfe Trommeln und scheinbar planlos klingelnde Glocken vernebeln den Blick auf eine komisch gezupfte Gitarre, und dazu singt die Texanerin Jolie Holland ein entrücktes Lied. Aber wie! Die Anführerin der kurzlebigen Be Good Tanyas versenkt ihre charmant-schläfrige Stimme mit seltsam […] mehr…

  • Ups..

    Probot – Probot

    Es ist ja herzerfrischend, wie sehr Dave Grohl – dank Nirvana und Foo Fighters in Alternative-Kreisen auf ewig mit dem Stempel „glaubwürdig“ versehen – sich hinter seine Lieblingsmusik stellt, ohne Rücksicht auf Verluste. In Wahrheit ist er Metaller. Man hätte es sich ja denken können: die langen Haare, die Tätowierungen. Das kommt ja nicht von […] mehr…

  • Dover - The Flame

    Dover – The Flame

    Manche Leute sind ja enttäuscht, wenn sie die spanische Rockband Dover live sehen und merken, dass der heiser biestige, durch fletschende Zähne geschluchzte Lead-Gesang nicht von der großen, blonden, schlanken, sondern von der koboldhaft kleinen, dicken Frau kommt. Amparo (dünn) und Cristina Llanos (dick) sind Schwestern, sicher war Gitarristin Amparo das glücklichere Kind, dafür singt […] mehr…

  • Ups..

    Susan Tedeschi – Wait For Me

    Schon als sie 1994 den „Boston Battle Of The Blues Bands“ gewann, schien das Talent von Susan Tedeschi über Lokalmeriten hinauszuweisen. Und über den Blues im engeren Sinne. Denn als Sängerin und das ist die 33-Jährige aus Norwell, Massachusetts trotz gewisser Qualitäten als Songschreiberin und Gitarristin vor allem – steht Tedeschi eher in der Soul/Gospel-Tradition. […] mehr…

  • Ups..

    Wheat – Per Second, Per Second, Per Second…

    Ricky, Brendan und Scott sind, so scheint’s, die netten Typen next door. Sitzen knuffig an Holztischen, kritzeln sich mit Edding-Stiften essenzielle Schlagworte wie „Believe“, „Tempted“ oder „Equal“ auf die Handrücken. Sie treffen Mädchen, mögen das gute Gespräch und tun sich etwas schwer mit dem Durchatmen. Vor wenigen Jahren brachten sie es mit schwermütigen Songs wie […] mehr…

  • Ups..

    Linval Thompson & Friends – Whip Them King Tubby

    Es ist schon erstaunlich, was noch so alles fast vergessen in einigen Regalen herumliegt. Linval Thompson, der mit Junjo Lawes 1979 Rub-A-Dub aus der Taufe hob und damit den Weg bereitete für Dance Hall und Ragga, hat recht lange gewartet, bis er die Analogbänder seiner ersten Produktionen aus den mittleren 70er Jahren hervorkramte. Zu backing […] mehr…

  • Ups..

    Tommy McCook – Blazing Horns / Tenor In Roots

    Als Gründungsmitglied der Skaialites hinreichend bekannt, ist Tommy McCook nach Auflösung der Band 1965 jahrelang Kopf der Supersonics gewesen. Nach Ende der Rock Steady-Ära wurden Aufnahmen zunehmend mit Sessionmusikern gemacht. Einer der meistgebuchten für die Bläser-Partien war Tommy McCook, zusammen mit BobbyEllis.“Blazing Horns“ wurde als Album 1979 produziert von Vivian Jackson,“Tenor In Roots“ (nie regulär […] mehr…

  • Kevin Devine - Make The Clocks Move

    Kevin Devine – Make The Clocks Move

    „Does the world really need another guy strumming away on an acoustic guitar?“, beginnt der Werbetext zu Kevin Devines zweitem Soloalbum, „Make The Clocks Move“, und das ist natürlich eine gute Frage. Es gibt ja viel zu viele jener singenden Jungspunds mit Emo im Hauptwerk und Pein in der Seele, die sich nach ein, zwei […] mehr…

  • Ups..

    Einstürzende Neubauten – Perpetuum Mobile

    Wie aber sagte der alte, der grüblerische Andreas Gryphius: „Ich will die sahen rühren, und augen-klar die Angst der herben Welt ausführen.“ Welcome to the machine. Willkommen im „Perpetuum Mobile“. Denn die Welt ächzte und drehte sich, bis sie in die Hände der Einstürzenden Neubauten gefallen war. Und siehe, es gefiel ihr gut. Vielleicht, weil […] mehr…

  • Beulah - Yoko

    Beulah – Yoko

    Wenn das man nicht ein Fall fürs „Guinness“-Buch ist. Eine Trennung (kurz vor der Hochzeit) und drei Scheidungen in einer Band innerhalb eines Jahres sind jedenfalls schwer rekordverdächtig. Die Zeit der Cowboy- und Indianerspiele sei vorbei, sagt Ober-Beulah Miles Kurosky. Es geht ans Wesentliche und Eingemachte, und das duldet weder Aufschub noch Sperenzchen. Wohl deshalb […] mehr…

  • Ty - Upwards

    Ty – Upwards

    Man könnte sich im Fall des Rappers Ty mit zwei uralten Basis-Informationen durchschummeln, die niemanden mehr überraschen sollten. Basis-Info eins: HipHop muss nicht von Ärschen und Autos handeln. Basis-Info zwei: Es gibt auch in Großbritannien gute Rapper. Allein schon, weil das Gegenteil in einem Einwandererland wie England statistisch sehr unwahrscheinlich wäre. Trotzdem: Erst seit drei, […] mehr…

  • Ups..

    The Church – Forget Yourself

    Schon erstaunlich, mit welchem Durchhaltevermögen sich The Church auch bald ein Vierteljahrhundert nach ihrer Gründung vor dem Abtreten drücken und neben dem Hauptwerk sogar noch Lust und Laune an Cover-Sammlungen, Remix-Alben und Soloprojekten finden. Schließlich hatten Steve Kilbey Mitte der 90er Jahre mal das Ende von The Church mit einer ausgedehnten Farewell-Tour verkündet – nur, […] mehr…

  • Moya Brennan - Two Horizons

    Moya Brennan – Two Horizons

    Ein alter Hügel irgendwo im Osten Irlands. Mystisch umweht, weil sich dort anno dunnemals gütige Könige und stolze Krieger trafen und auch irgendwann diese Harfe verschwand, die dort bei allerlei Festivitäten erklang. Eine mysteriöse Begegnung mit einem Fremden, der unserer Heldin aufträgt, nach dem guten Stück zu suchen, denn in ihm wohnen doch Hoffnung, Gerechtigkeit, […] mehr…

  • Ups..

    Hymie’s Basement

    Slacker im Weltall! Das Duo aus Minneapolis scheint pfeilgrad aus einem Kevin-Smith-Film gestiegen zu sein und erinnert mit seinem zerfransten Rhythmusmaschinen-Patchwork-Bubenpop stellenweise an den experimentellen Beck, doch hier ist mehr Melancholie und 5-o’clock-tea-Psychedelia à la frühe Pink Floyd. Soundcollagen, vernebelte Klavier-Instrumentals, einlullendes Feedback, zweistimmig bekiffter Jungsgesang. Teils nervig, unter Avantgarde-Blickwinkel ein Pop-Juwel. mehr…

  • Minimal Compact - Returning Wheel

    Minimal Compact – Returning Wheel

    Strenggenommen ein Reissue, aber den allermeisten dürfte diese fantastische Band neu sein: vier Wave-Punk-Hipster aus Tel Aviv, die im selbst gewählten holländischen Exil von 1981 bis ’88 schroffen Experimental-Tanzpop spielten, angeführt vom rabenschwarz croonenden Samy Birnbach, teils von Colin Newman (Wire) produziert, mit den Jahren zunehmend Gothic-düster. Auf drei CDs 15 Stücke Best-of, elf neue, […] mehr…

  • Chris Eckman - The Black Field

    Chris Eckman – The Black Field

    Ein Schock war es schon, dass Chris Eckman nach der Trennung von Walkabouts-Kollegin Carla Torgersen so schnell einfach eine andere geheiratet hat. Aber was geht es uns an. Schade ist bloß: Carla fehlt jetzt. Und auch wenn Eckmans rauer Sprechgesang immer etwas reizvoller war als Torgersens glockenreine Stimme, so war doch vor allem das Zusammenspiel […] mehr…

  • Ups..

    Her Space Holiday – The Younq Machines

    Ein glucksender Springinsfeld war Marc Bianchi nie. Seit er sich vor Jahren vom Hard- zum Zartcore wandte, saß er beständig am Abgrund, schlenkerte mit den Beinen und dachte sich als Her Space Holiday Albumtitel wie „Hotels Where You Hang Yourself“ aus. Auch 2003 hatte Marc nicht viel Spaß. Unter anderem verließ ihn seine Freundin und […] mehr…