• Ups..

    Bobby Conn – The Homeland

    Für die einen ist er ein Gott des schlechten Geschmacks, für die anderen ein Ärgernis. Bobby Conn, you see, nervt. Und das mit irrem Timing, Second-Hand-Stil und so nonchalant, dass es eine Art hat. Dabei spielen die Glass Gypsies, Conns neue Combo, eine scheußliche Melange aus Glam- und Prog-Rock, mit Anleihen beim Pudel rock der […] mehr…

  • Ups..

    David Kitt – Square 1

    Sie lieben David Gray und Damien Rice? Nun, dann sind Sie ein Mädchen und dürften auch Gefallen finden an David Kitt. Noch ein Ire, der sich auf die weibliche Sicht der Dinge versteht, dessen Songs sich um Beziehungsängste drehen, um Eifersucht und Herzflimmern. Der Mann ist ewig verliebt, mal himmelhoch jauchzend, im nächsten Moment zu […] mehr…

  • Ups..

    Liars – They Were Wrong, So We Drowned

    Wenn sich eine Band aus der zuletzt dauerbeleuchteten New Yorker Szene wirklich weiterentwickelt und damit völlig aus dem Lichtkegel bewegt hat, dann sie: Die Liars haben ein Williamsburg Witch Project probiert, ein Konzeptalbum über Hexenwahn, das sich in seiner Radikalität höchstens noch mit Off-Künstlern wie den Residents vergleichen lässt. Skelett-Disco, geraunter Sprechgesang, der Klang defekter […] mehr…

  • Ups..

    Marr – Express And Take Shape

    Die besten Punkrocker sind heute die, die quengeln und dramatisch tun. Daheim im eigenen Garten ist Emocore ja noch immer kein Schimpfwort, und die Hamburger Band Marrvergleicht sich gleich selbst mit At The Drive-In, was sehr ehrlich und nicht mal übertrieben ist. Zwei von Tomte spielen mit, die Musik ist komplexer hier: Dinosaur Jr.-Fräsen in […] mehr…

  • Ups..

    Moulinettes – Serendipity Park

    Die Uschi-Glas-im-Cabrio-Mode stand den erfreulichen Münchener Moulinettes gut, besser als das Regengesicht, mit dem ihr drittes Album einen anguckt. Die Katerstimmung wird jedenfalls mit den gewohnten Wortwitzchen beschrieben („Rockin‘ After Mitleid“, „In der Unheilbar“), der Frauenchor ba-ba-bat teilweise gegen schwere Indie-Gitarren. Stücke, die offenbar für Schmetterlinge geschrieben wurden, schleppen sich hier träge voran – schade. […] mehr…

  • Ups..

    Bananafishbones – 36 m2

    Das Trio aus Bad Tölz will beweisen, wie man unabhängig und auf nur 36 Quadratmetern ein Album produzieren kann, das… am Ende viel majorlabeliger klingt als der ganze Polydor-Katalog, neunmalkluger Studio-Pop mit 25 verschiedenen Gitarreneffekten und irre übertriebenem US-Akzent, blitzsaubere Unterhaltung natürlich, auf ranschmeißerische Art eingängig, selbstverständlich Johnny Cash und Ellion Smith“ gewidmet. Letzterer wird […] mehr…

  • Ups..

    Firewater – The Man On The Burning Rope

    Rock’n’Roll und Vaudeville sind schon lange so etwas wie ein heimliches Traum-Paar: Von Tom Waits über Gallon Drunk bis zu den Residents – immer wieder haben Bands mit den betrunken stolpernden Klängen geflirtet. Vermutlich, weil Varietes und Jahrmärkte den Rummel der Pop-Kultur vorwegnahmen und es auch hier um Außenseiter und die ganz speziellen Kicks geht […] mehr…

  • Ups..

    Paul Kelly – Ways & Means

    Blue-eyed Soul und Country-Folk um die älteste Geschichte der Welt Es gibt bekanntlich 50 Wege, um die/den Geliebten hinter sich zu lassen. Mindestens. Doch wie viele gibt es, um würdevoll „My Way Is To You“ zu sagen? Um den Moment des Glücks, der Ekstase, der Sehnsucht, der Erwartung zu feiern, ohne banal, naiv, sentimental, völlig […] mehr…

  • Ups..

    The Bronx

    Leute, die ihr“St.Anger“-Exemplar bis auf die Plastik-Beschichtung runtergehört haben, dürften halbwegs angemessen auf The Bronx aus L.A. vorbereitet sein. Jedes Eingeweide macht Platz, wenn ihr Thrash-Metal-Punk heranprescht wie der gezähnte, mit Methylalkohol-Triebwerken beschleunigte Deckel einer verrosteten Dose, in der vorher Ratten gewohnt haben. Junge, kurzhaarige Musiker ohne Mützen, der Sänger brüllt 51 Minuten lang. Freunde […] mehr…

  • Ups..

    Grant-Lee Phillips – Virginia Creeper

    Vermeiden wir die Superlative und schreiben einfach, dass Grant Lee Buffalo mal eine Band waren, die berauschte, die man liebte und die einen dann enttäuschte – so gehört es sich ja wohl für jede Liebe und jede Lieblingsband. Als die nach dem unfassbaren „Mighty Joe Moon“ ihr Pulver verschossen hatten und sich nur noch mühsam […] mehr…

  • Ups..

    Franz Ferdinand – Franz Ferdinand

    Ganz ehrlich, diese Platte wäre auch dann mindestens sehr gut, wenn kein einziger Ton darauf wäre. Und wenn Franz Ferdinand – um das andere Klischee mit abzudecken – das Telefonbuch von Glasgow nachgesungen hätten, wäre sie vielleicht noch besser geworden. Die Idee, die pure Idee. „Ich bin Künstler, kein Musiker“, soll Bassist Bob Hardy gesagt […] mehr…

  • Ups..

    Xiu Xiu - Fabulous Muscles

    Vor nicht allzu langer Zeit wurde Xiu Xius krudes, ziemlich düsteres 2002er Debüt „Knife Play“aui CD wiederveröffentlicht und somit einem kleinen Kreis auch hier zu Lande bekannt. Das dritte Werk des kalifornischen Projekts, „Fabulous Muscles“(VÖ 15.3.), ist nicht weniger dunkel, dreht sich wieder in Songschreiber Jamie Stewarts unheilvollem Kosmosaus Krieg, Machtmissbrauch und Suizid, und tut […] mehr…

  • Ups..

    The Mountain Goats – We Shall All Be Healed

    Schon das letzte Album „Tallahassee“ klang für Mountain Goats-Verhältnisse einigermaßen opulent. Kein Tape-Rauschen, keine Übersteuerungen, keine LoFi-Koketterie mehr. Aber Skurrilitäten gab’s trotzdem reichlich, und auch auf “ We Shall All Be Healed“ findet John Darnielle wieder durch ihren ungewöhnlichen Blickwinkel besonders scharfe Bilder. Der neue Songzyklus lässt sich als verzerrtes Sittengemälde in Zeiten des wirtschaftlichen […] mehr…

  • Ups..

    Papa M – Hole Of Burning Alms

    David Pajos alias Papa Ms Kumpel Will Oldham hat’s ja mit seiner „Lost Blues“-Reihe vorgemacht, eine, wenn auch sehr knappe, (Smog)-Singles-Sammlung ist auch schon veröffentlicht, und nun gibt’s endlich auch eine Kompilation von Papa M-Single-Tracks. „Hole Of Burning Alms“ vereint ausgewählte Stücke aus den Jahren 1995 bis 2000. Das war die Zeit, in der der […] mehr…

  • Courtney Love Americas Sweethearts Cover

    Courtney Love – America’s Sweetheart

    Drogen, Porno, Liebe und Tod: Love vertont den Albtraum LA. Sie hat uns ja gut vorbereitet auf dieses Album. All die Meldungen, wie sie zugedröhnt vorm Haus des Ex-Freundes randalierte, die Fast-Nacktfotos, die halbherzigen Erklärungen, zuletzt dann nur noch abgesagte Pressetermine. Courtney Love, so scheint es, weiß nicht mehr weiter, und „America’s Sweetheart“ dokumentiert das […] mehr…

  • Ups..

    Seabiscuit

    Das Pferdeepos über einen Hengst, der in den 30er Jahren fast auf die Schlachtbank kam und dann jedes Rennen gewann, ist als bester Film für den Oscar nominiert worden. Offenbar war dieser aussichtslos erscheinende Triumph dreier Außenseiter für Amerikaner wie Balsam auf der verunsicherten Seele. Mit Sentiment, Dramatik, ausgezeichneten Darstellern (Jeff Bridges, Tobey Maguire, Chris […] mehr…

  • Ups..

    Lichter

    Wahrhaftig hatten Schmid, Drehbuchautor Michael Gutmann sowie die Produzenten Claussen & Wöbke bereits Jugendkomödien wie „Nach fünf im Urwald“ oder „Crazy“ inszeniert. Hier haben sie sich in der Episodenform ganz an die Wirklichkeit herangetraut. Mehrere Schicksale verbinden sie an der Grenze von Frankfurt/Oder und Slubice. Eine Gruppe ukrainischer Flüchtlinge versucht auf verschiedenen Wegen nach Deutschland […] mehr…

  • Ups..

    The Trip

    (MGM) Im Jahr von „Easy Rider“(1967)verfilmte Corman mit Peter Fonda, Dennis Hopper und Bruce Dern das Drehbuch von Jack Nicholson, der darin seine eigenen Erfahrungen mit LSD verarbeitet hat. Fonda spielt einen Werberegisseur, der kurz vor der Scheidung steht und im Rausch der Droge wieder zu sich selbst finden will. Zunächst nimmt er nur die […] mehr…

  • Ups..

    Femme Fatale

    Sexismus und Altherrenfantasien wurden dem erotischen Thriller vorgehalten, die Kritiken zum Kinostart waren eher verhalten, überraschend wählten Hamburger Filmjournalisten De Palmas virtuoses stilisiertes Spiel mit Voyeurismus und Optik, Täuschung und pornografischen Projektionsflächen, Referenzen an Hitchcock, Wilders „Frau ohne Gewissen“, Antonionis „Blow Up“ und den Film noir am Jahresende dennoch auf den ersten Platz. Als verführerisches […] mehr…

  • Ups..

    Pieces of April - Start: 26. 2.

    Thanksgiving ist kein Freudentag für April (Katie Holmes). Sie war nach New York abgehauen, um sich nicht mehr über die Vorschriften und Vorurteile ihrer Familie zu ärgern. Trotzdem hat sie jetzt Eltern und Geschwister eingeladen in ihre chaotische Bude an der Lower East Site. Um sieben Uhr morgens macht sie sich an die Vorbereitungen. Entsetzt […] mehr…