• Melissa Etheridge - Lucky

    Melissa Etheridge – Lucky

    Es ist zu leicht, sich über Melissa Etheridge lustig zu machen. Der Titelsong hat den Refrain: „I wanna see how lucky lucky can be/ I wanna ride with my angel and live shockingly.“ An Etheridge war nie etwas schockierend, nicht mal, dass so eine Rockerin lesbisch ist und ausgerechnet David Crosby als Samenspender ihrer Kinder […] mehr…

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    Ani DiFranco – Educated Guess

    Vor etwa knapp einem Jahr hatte der Rezensent die Experimentierfreude des letzten Ani DiFranco-Album „Evolve“ gelobt, in ihm ein Übergangswerk zu einer spannenderen, elaborierteren Form zwischen Jazz und Folk ausgemacht und gehofft, die Künstlerin und ihre versierte Band würden das hier gemachte Versprechen dann auf dem nächsten Album einlösen. Und jetzt das: Zum ersten Mal […] mehr…

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    The Electric Soft Parade – The American Adventure

    Welches amerikanische Abenteuer die Brüder Alex und Thomas White genau im Visier haben, ist leider nicht überliefert. Möglicherweise ja fettleibige oder wie von Sinnen mit der Wumme rumfuchtelnde Kinder. Sozialkritik eben. Vielleicht aber auch, brisant, brisant, George W. Bush und dessen Löcher in der Wand des Selbstgerechten. „The American adventure/ Brought you closer to the […] mehr…

  • Wanda Jackson - Heart Trouble

    Wanda Jackson – Heart Trouble

    Alten schwarzen Männern wird gern Tribut gezollt, alte weiße Frauen bleiben meist unbesungen. Für Wanda Jackson, bald 67 und vor 45 Jahren das heißeste Ding in Nylons mit Naht, machten nun einige Musiker mit sicherem Geschmack und gutem Gedächtnis eine Ausnahme. Dave Alvin, Rosie Flores, Elvis Costello und die Cramps, um nur die geläufigeren zu […] mehr…

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    The String Cheese Incident – Untying The Not

    Abteilung altbacken, aber anders: The String Cheese Incident aus den Bergen von Colorado pflegen eine volldigitale Upmarket-Variante von Seventies-Rock, gediegen instrumentiert und gesungen, mit Westcoast-Einsprengseln und Anleihen bei der Steve Miller Band und sogar bei Santana. Dazwischen synkopierter Leerlauf, ein Pseudo-Howdown samt Fiddle und Texte, die entweder hohl oder hippiesk sind, oft genug beides zugleich. […] mehr…

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    Movietone – The Sand And The Stars

    Das letzte Movietone-Album, „The Blossom Filled Streets“, ließ aufhorchen. Die hier versammelten warmen Impressionen zwischen britischem Folk, Psychedelia und Jazz erinnerten manchmal gar an das epochale Mark-Hollis-Album, die Incredible String Band und auch das dritte Album von The Velvet Underground (ohne das Heroin natürlich). Vier Jahre ist das nun schon fast her, seit dieses Lieblingsalbum […] mehr…

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    Mood Elevator – Married Alive

    Die Band mit dem viel versprechenden Namen hat der ein oder andere vermutlich schon unwissentlich im letzten Jahr live erlebt. Denn Mood Elevator sind der großartige Brendan Benson und seine Band The Well-Fed Boys, nur dass hier das Augenmerk auf dem zweiten Gitarristen und Songschreiber Chris Plum liegt, während Benson sich als Produzent, Co-Autor einiger […] mehr…

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    Lyle Lovett – My Baby Don’t Tolerate

    Fast zwei Dekaden nach seinem selbstbetitelten Debüt doch noch eine Premiere für den von der schmerzhaften Begegnung mit einer rasenden Kuh genesenen Texaner: „My Baby Don’t Tolerate“ ist das erste Album, welches nicht mit dem – wie auch immer verfremdeten – Lovett-Konterfeit für sich wirbt. Der Torso reicht ja auch: Die Daumen lässig in der […] mehr…

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    Gown – Mrs. Yellow

    Mit den Geschichten, die Tom Snively III, der sich hinter dem Namen Gown verbirgt, einem erzählen kann, könnte man schon Seiten füllen. Immerhin ist er der (um einiges jüngere) Cousin von Gram Parsons. Musikalisch stehen dem Schlaks allerdings Stephen Malkmus, frühe Smog und vor allem Graham Coxon um einiges näher als der Burrito-Bruder – wenngleich […] mehr…

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    Gluecifer – Automatic Thrill

    Gluecifer waren immer schon ein klein wenig abwechslungsreicher als The Hellacopters, die befreundeten skandinavischen Donnergötter, aber nie so gut, so fulminant und unbedingt. Und überhaupt, wer Abwechslung will, soll „Merci“ essen! Auch auf ihrem neuen Opusculum bemühen sie sich, den recycelten Motor-City-Madhouse-Stahl schön flüssig zu halten, um damit ein paar unterschiedliche Gussformen zu befüllen bei […] mehr…

  • Gus Black - Uncivilized Love

    Gus Black – Uncivilized Love

    Nach den ersten 15 Minuten von Gus Blacks neuem Album legt man im Kopf schon mal grob die Top Ten für 2004 an – und schreibt „Uncivilized Love“ in Erwartung eines guten Musikjahres ganz euphorisch irgendwo ins Mittelfeld. „Cadillac Tears“, „Dry Kisses“, auch das elegisch bebende „When You Go“: Schon diese ersten drei Songs stellen […] mehr…

  • Voodoo Child Baby Monkey Cover

    Voodoo Child - Baby Monkey

    Das ist Moby, und das wird nicht mal schick verheimlicht. Weil Moby weiß, dass wir seine kleine Ausreißer-Platte sonst gewiss nicht besprechen würden. Bei einer tollen Ahershow-Party in Glasgow in einem U-Bahn-Schacht (die Fanta-Werbung!) habe ihn die alte Liebe Techno wieder gepackt, schreibt er. Dieses schematische Rave-Album mit Trance-Geflubber, durchklopfender Bassdrum und ohne Gesang muss […] mehr…

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    Dani Siciliano – Likes…

    Wenn irgendjemand überhaupt etwas erwartet hat von Dani Siciliano, der Gesangs-Muse des Haushaltsgeräusche-Sammlers Herbert, dann sicher kein so unwirtliches Solo-Debüt: Die Elektronik ist kalt, skeletthaft. viele Stücke klingen wie unfertige Demos – lustigerweise erhöht genau das den Reiz von Sicilianos jenseitigem, latent missgelaunten Minimal-Soul-Gesang. Wenn Björk weniger eingebildet wäre, könnte sie solche Musik machen. Bei […] mehr…

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    Music From The Fashion Week

    Gut gewaschene Musik für gut gewaschene Models, über die Kumpelei zwischen Designern und DJs rümpfen viele ja die Nase, aber diese hübsch verpackte Doppel-CD mit Stücken aus wichtigen Modenschauen sammelt (neben einigem Schund) ein paar Glanzlichter von Le Tigre, Electric Six, einer angenehm exaltierten Electroclash-Gruppe namens The Tards. 24 Tracks, viel kühle Synthies, strenge Frauen […] mehr…

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    Jolie Holland – Catalpa

    „Alley Flowers“, das erste Lied auf dieser durch und durch erstaunlichen Platte, ist ein Spuk: Dumpfe Trommeln und scheinbar planlos klingelnde Glocken vernebeln den Blick auf eine komisch gezupfte Gitarre, und dazu singt die Texanerin Jolie Holland ein entrücktes Lied. Aber wie! Die Anführerin der kurzlebigen Be Good Tanyas versenkt ihre charmant-schläfrige Stimme mit seltsam […] mehr…

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    Probot – Probot

    Es ist ja herzerfrischend, wie sehr Dave Grohl – dank Nirvana und Foo Fighters in Alternative-Kreisen auf ewig mit dem Stempel „glaubwürdig“ versehen – sich hinter seine Lieblingsmusik stellt, ohne Rücksicht auf Verluste. In Wahrheit ist er Metaller. Man hätte es sich ja denken können: die langen Haare, die Tätowierungen. Das kommt ja nicht von […] mehr…

  • Dover - The Flame

    Dover – The Flame

    Manche Leute sind ja enttäuscht, wenn sie die spanische Rockband Dover live sehen und merken, dass der heiser biestige, durch fletschende Zähne geschluchzte Lead-Gesang nicht von der großen, blonden, schlanken, sondern von der koboldhaft kleinen, dicken Frau kommt. Amparo (dünn) und Cristina Llanos (dick) sind Schwestern, sicher war Gitarristin Amparo das glücklichere Kind, dafür singt […] mehr…

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    Susan Tedeschi – Wait For Me

    Schon als sie 1994 den „Boston Battle Of The Blues Bands“ gewann, schien das Talent von Susan Tedeschi über Lokalmeriten hinauszuweisen. Und über den Blues im engeren Sinne. Denn als Sängerin und das ist die 33-Jährige aus Norwell, Massachusetts trotz gewisser Qualitäten als Songschreiberin und Gitarristin vor allem – steht Tedeschi eher in der Soul/Gospel-Tradition. […] mehr…

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    Wheat – Per Second, Per Second, Per Second…

    Ricky, Brendan und Scott sind, so scheint’s, die netten Typen next door. Sitzen knuffig an Holztischen, kritzeln sich mit Edding-Stiften essenzielle Schlagworte wie „Believe“, „Tempted“ oder „Equal“ auf die Handrücken. Sie treffen Mädchen, mögen das gute Gespräch und tun sich etwas schwer mit dem Durchatmen. Vor wenigen Jahren brachten sie es mit schwermütigen Songs wie […] mehr…

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    Linval Thompson & Friends – Whip Them King Tubby

    Es ist schon erstaunlich, was noch so alles fast vergessen in einigen Regalen herumliegt. Linval Thompson, der mit Junjo Lawes 1979 Rub-A-Dub aus der Taufe hob und damit den Weg bereitete für Dance Hall und Ragga, hat recht lange gewartet, bis er die Analogbänder seiner ersten Produktionen aus den mittleren 70er Jahren hervorkramte. Zu backing […] mehr…