• Charles Mingus - Oh Yeah

    Charles Mingus – Oh Yeah

    Oh Yeah Anfang der 60er war Medhursts das größte Kaufhaus in meiner britischen Heimatstadt Bromley. In Sachen Stil wurden sie bald von der benachbarten Konkurrenz plattgemacht, wo man die neuen Möbel im skandinavischen Stil kaufen konnte. Was Medhurst aber unerklärlicherweise hatte, war eine fantastische Plattenabteilung, geleitet von einem herrlichen „verheirateten“ Paar, Jimmy und Charles. Es […] mehr…

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    Toots & The Maytales – Funky Kingston

    Toots & The Maytales – Funky Kingston (1973, Dragon) Wer Reggae-Fan ist, hat diese Platte natürlich. Toots kriegte mich mit „Pressure Drop“, seinem Beitrag zu dem Soundtrack von „The Harder They Come“, 1973, und danach kam dieses wahrhaft funky Album. Ich wohnte damals in der Nähe des noblen Cheney Walk in London, und zum ersten […] mehr…

  • George Crumb - Black Angels

    George Crumb – Black Angels

    Mitte der 70er in New York gekauft. Vermutlich eines der wenigen vom Vietnamkrieg inspirierten konzertanten Stücke. Aber es ist auch eine Studie spiritueller Auslöschung. Ich hörte das Stück zum ersten Mal in der dunkelsten Phase meiner persönlichen 70er, und es jagte mir eine Höllenangst ein. Damals war Crumb eine der wenigen neuen kompositorischen Stimmen und […] mehr…

  • Glenn Branca - The Ascension

    Glenn Branca – The Ascension

    In Zürich gekauft, ganz spontan das Cover zog mich an. Es stammt von Robert Longo und ist das beste Cover der 80er (manche würden sagen: nicht nur der 80er). Mysteriös im religiösen Sinn; in Mugler gekleidete Renaissance-Paranoia. Und innendrin… naja, was zuerst klingt wie Dissonanzen, entpuppt sich aber als Spiel mit den Obertönen übereinandergeschichteter Gitarren. […] mehr…

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    Gundula Janowitz – Four Last Songs

    Four Last Songs (Strauss) Ein Album, das ich regelmäßig an Freunde und Bekannte verschenke, wie man ein besonderes Buch verschenkt. Auch Eleanor Steber und Lisa della Casa interpretieren diese monumentalen Lieder sehr schön aber wie Janowitz Straussens „Vier letzte Lieder“ singt, das gilt zu Recht als transzendental. So voll schmerzlicher Liebe zu einem Leben, das […] mehr…

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    Tucker Zimmermann – Ten Songs By Tucker Zimmermann

    Na, das ist doch mal ein schnörkelloser Titel. Meiner Meinung nach ist der Junge viel zu kompetent für Folk. Diplome in Musiktheorie und Komposition, ein Fulbright-Stipendium; hat beim Komponisten Henry Onderdonk studiert – und will Dylan sein. Talentvergeudung? Keineswegs, wenn man mich fragt. Ich fand diese ernsten, zornigen Songs immer packend und habe mich oft […] mehr…

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    Tom Dissevelt – The Elektrosoniks: Electronic Music

    Das war eine dieser seltsamen Platten, mit denen die Plattenfirmen das gerade entwickelte Stereo-Verfahren demonstrieren wollten. In diesem Fall wählte Philips sogar zwei echte holländische Pioniere, Tom Dissevelt und Kid Baltan. Als Klangforscher rangieren die beiden gleich neben Ennio Morricone, bloß sind sie viel repetitiver. Ein Surround-Mix dieser Absurditäten – das war mal was. Der […] mehr…

  • Daevid Allen - Banana Moon

    Daevid Allen – Banana Moon

    Banana Moon Vielleicht, nur vielleicht, enthält diese Platte die zaghaften Anfänge des Glamrock. Zumindest habe ich heute morgen reingehört und war von den Socken, als der erste Track klang wie Bryan Ferry And The Spiders From Mars (endlich zusammen!) -zwei Jahre vor den „offiziellen“ Glam-Veröffentlichungen der erwähnten beiden Protagonisten. Ganz zweifellos jedenfalls hatten Allen und […] mehr…

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    Various Artists – The Red Flower Of Tachai Blossoms Everywhere

    Wie kann man ein Platte nicht mögen, deren Stücke Titel haben wie „Delivering Public-Grain To The State“ oder „Galloping Across The Grasslands“ (das Stück ist richtig was zum Mitwippen). Liest sich zwar eher wie Outtakes von einem Brian-Eno-Album, aber die Tracks sind ganz wunderbare Beispiele einer Folk-artigen Musik, gespielt auf traditionellen Instrumenten. Aus diesem Genre […] mehr…

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    Cast Album – Jacques Brel Is Alive And Well And Living In Paris

    Mitte der 60er hatte ich immer wieder mal was mit einer wunderbaren Singer-Songwriterin, die zuvor die Freundin von Scott Walker gewesen war. Sehr zu meinem Verdruss lief Tag und Nacht seine Musik in ihrem Apartment. Wir haben uns leider aus den Augen verloren, aber geblieben ist mir eine große und bewundernde Liebe zu Scott Walker. […] mehr…

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    The Incredible String Band – The 5000 Spirits Or The Layers Of The Onion

    The 5000 Spirits Or The Layers Of The Onion Okay, hier ist die Platte mit dem Trip-mäßigsten Cover. Farben überall, richtiges Augenpulver, gestaltet vermutlich von einer Künstlergruppe namens „The Fool“. Die Musik steckte jahrelang in einer Zeitkapsel, aber man wird freudig feststellen, dass sich dieses sonderbare Sortiment mittelöstlicher und keltischer Folkmystik erstaunlich gut gehalten hat […] mehr…

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    Lindon Kwesi Johnson – Forces Of Victory

    Ein karibisch-britischer Beitrag zum Rap. Die Poesie dieses Mannes gehört zum Bewegendsten, was man in der populären Musik finden kann. Allein schon das wahnsinnig traurige „Sonny’s Lettah (Anti-Sus Poem)“ lohnt den Preis. Und obwohl nicht gesungen, sondern zu einer süperben Band gesprochen wird, ist dies sicher eine der wichtigsten Reggae-Platten aller Zeiten. Ich hab mein […] mehr…

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    Koerner, Ray And Glover – Blues, Rags And Hollers

    Blues, Rags And Hollers Auch bei „Dobell’s“ gekauft. Auf seine Art hat „Spider“ Joe Koerner auch Bob Dylan beeinflusst. Die beiden spielten zusammen in den Bars von Dinkytown, dem Künstlerviertel um die Universität von Minnesota. Koerner und Kollegen demolierten die schwachbrüstigen Darbietungen von „Folk“-Trios wie dem Kingston Trio oder Peter, Paul und Dingsda – und […] mehr…

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    John Lee Hooker – Tupelo Blues

    Tupelo Blues 1963 arbeitete ich bei einer Werbeagentur in London. Mein direkter Vorgesetzter Ian, ein cooler Modernist mit kurzer Gerry-Mulligan-Frisur und Chelsea-Stiefeln, förderte meine Musikleidenschaft und schickte mich regelmäßig in „Dobell’s Jazz“, einen Plattenladen an der Charing Cross Road-wohl wissend, dass ich da vom Morgen bis weit nach der Mittagspause abtauchen würde. In diesem Laden […] mehr…

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    The Kids Are Alright 1979

    Eine in jeder Beziehung wilde Collage aus Clips von Fernsehauftritten und Konzerten, Interviews und eigens gedrehtem Material, eine Pop-Art-Retrospektive der kompletten The Who-Karriere, die zwar keine lineare Geschichte erzählt, aber als Selbstporträt der Band hervorragend funktioniert. Gleichzeitig große, disziplinierte Künstler und Exzentriker, so wollen sie gesehen werden. Wieviel Pete Townshend in den Interview-Sequenzen dazulügt, kann […] mehr…

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    Dokumentationen und Anthologien: Heartworn Highways, 1978

    Dieselbe Landschaft wie in Peter Bogdanovichs „Die letzte Vorstellung“, aber eine andere Zeit: Austin, Texas und Nashville, Tennessee in den mittleren Siebzigern, als die so genannten Country-Outlaws das Genre umkrempelten: Guy Clark, Townes Van Zandt, John Hiatt, Steve Earle und Rodney Crowell sind hier auf der Bühne, im Studio und dazwischen zu sehen, die Kamera […] mehr…

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    Dokumentationen und Anthologien: Live Forever 2003

    „The Rise And Fall Of Brit Pop heißt John Dowers Dokumentation im Untertitel, es geht um die sprichwörtlichen Blur-Oasis-Pulp-Jahre Mitte der Neunziger, die für die britische Pop-Kultur freilich mehr als Musik waren. Deshalb erzählen hier nicht nur die Bandleader, sondern auch bildende Künstler, Journalisten (unter anderem der unsagbar geistreiche Jon Savage) und ein Wahlkampf-Manager Blairs, […] mehr…

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    Dokumentationen und Anthologien: The Cure: Greatest Hits 2001

    Robert Smith mag bei Frisuren kein glückliches Händchen haben, bei der visuellen Umsetzung seiner Songs ist das anders. Die „Greatest Hits“ zeigen, wie viele wunderbare Videoclips The Cure schon gemacht haben, auch wenn man im Musikfernsehen immer nur dieselben sieht („Boys Don’t Cry“, „Lullaby“, „Friday l’m In Love“). Auf dieser Compilation sind die 18 Filmchen […] mehr…

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    Dokumentationen und Anthologien: Elvis Presley: That’s The Way lt ls, 1970

    Mit einem fabulösen TV-Auftritt, dem „’68 Comeback Special“, beendete Elvis Presley eine fast komplette Dekade der Abwesenheit von der Live-Bühne. Zwei Jahre später entschied der damals 35-Jährige, ein zweites Mal für ein längerfristiges Engagement nach Las Vegas zu gehen. Die hier entstandene TV-Dokumentation „That’s The Way It Is“ zeigt den Sänger bestens aufgelegt bei den […] mehr…

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    Dokumentationen und Anthologien: „The Winner Takes It All“ The ABBA Story 2001

    Natürlich ein Märchen, erzählt im skandinavischen Englisch von Björn Ulvaeus, der nebenher die „Mamma Mia!“-Musical-lnszenierung in London beaufsichtigt. Agneta Fältskog ist nur mit Aufgeschriebenem aus dem Off zu hören, jene Frau, deren Hinterteil in den Siebzigern so bestaunt wurde wie heute das von J.Lo. Wenn man die Anfänge von ABBA kennt, wird man die Dokumentation […] mehr…