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    Elliott Smith – Pretty

    - Singles von Wolfgang Doebeling

    Ein tröstliches Lebenszeichen vom Pop-Sensibilisten, der letzthin nur noch durch Hiobsbotschaften über mentale und drogenbedingte Krisen von sich reden machte. Zwei feine, hypomanische Tracks im Midtempo-Bereich, melodisch wie immer bittersüß, 7inch. (SUICIDE SQUEEZE/CARGO) mehr…

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    Diverse – Rio Reiser Familienalbum

    Wir müssen nicht sinnlos über den Sinn eines Rio-Reiser-Coveralbums argumentieren, wir sollten überlegen, was es für die zwölf alten und jungen deutschen Pop-Acts bedeutet, bei einem solchen Coveralbum dabei zu sein. Ein Hieb in die Fresse des Kapitalismus ist es nicht, aber immerhin noch ein leicht vorwurfsvolles Wangenpatschen. Idioten bekommen die Chance zur öffentlichen Verbrüderung, […] mehr…

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    Brian Setzer – Nitro Burnin‘ Funny Daddy - Surfdog

    Für einen, der schon bei zwei Revivals am Steuer saß, Anfang der Achtziger mit den Stray Cats und Mitte der Neunziger mit seinem vielköpfigen Orchestra, zuerst mit Rockabilly, dann mit Bigband-Swing, legt Brian Setzer auf „Nitro“ bemerkenswert wenig Wert auf stilistische Geschlossenheit. Blues und Boogie bleiben die Bezugspunkte, doch entfernen sich die zwölf Tracks davon […] mehr…

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    Van Morrison – What’s Wrong With This Picture?

    Schönes Cover. Der Van-Morrison-Setzkasten. Schaun wir mal, ob auch alles drin ist: Bläser, Streicher, Blues, R & B, Folk, Soul. Alles klar. Ein Song heißt „Goldfish Bowl“, ein anderer „Too Many Myths“ – die alten Topoi. Keine Überraschungen also. Und doch… Van Morrison lacht! Gleich zu Beginn, beim Titelstück (hat nichts zu tun mit dem […] mehr…

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    The Handsome Family – Singing Bones - Loose

    Das musizierende Ehepaar Rennie und Brett Sparks hat einen prominenten Fan mehr: Kein anderer als Ringo Starr outete sich als Aficionado. Bringen die Songs des Duos die jenseitigen Seiten des leutseligen Trommlers zum Schwingen? Oder ist er nur geschmeichelt dem so hübschen wie verqueren Vergleich von Greil Marcus aufgesessen, die Handsome Family sei „the Beatles […] mehr…

  • Iggy Pop Skull Ring Cover

    Iggy Pop - Skull Ring

    The Ig: zurück mit Punk. Oldschool-Rock und den Brüdern Asheton. Sein Nu-Metal-Geklotze war erbärmlich, frei von Anankasmus, alles bloß berechnet. Eine Rechnung ohne den Wirt freilich, denn dem durchschnittlichen Konsumenten von Korn oder Slipknot ist das Ranschmeißen alter Menschen, so ab 30 spätestens, zutiefst zuwider. Die Leserbrietseite des Furzrock-Fachblattes „Revolver“ kennt da keine Zimperlichkeit. Respekt […] mehr…

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    Jackie-O Motherfucker – The Magick Fire Music/Wow!

    Wieviel attiiude hätten’s denn gern? Jackie-O Motherfucker sind die Strokes der Avantgarde, wilde Romantiker, entweder die punkigste aller Postrock-Bands oder die zugänglichsten Frei-Improvisateure. Ein Poolaus 20 Musikern aus Portland, New York und Baltimore (kein Sänger dabei)spielt Space-Rock, Blues und Ambient-Americana nach den Regeln des Free Jazz -kannalsosein, dass eine Zeit lang nichts passiert oder wenig […] mehr…

  • Pink Grease - All Over You

    Pink Grease – All Over You - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Die kommen aber sowas von „aus New York“: Einer brüllt und stottert wie angebrannt zu Bums-Schlagzeug, irrem Gitarren-Fuzz, trötendem Saxofon, und ein offenbar weibliches Bandmitglied blökt dazwischen. Eigentlich sind Pink Grease aus Sheffield, und trotzdem ist das, obwohl man die Absicht so spürt, großartiger Nihilisten-Trash-Rock’n’Roll. Ein Song heißt „Lou Reed“ und klingt ganz anders. (MUTE) mehr…

  • Transmissionary Six - Spooked

    Transmissionary Six – Spooked - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Sehr einsame Gothic-Country-Vision: Paul Austin (Ex-Willard Grant Conspiracy) und Terri Moeller (Walkabouts) mit wimmernden Gitarren, Violinen in Hall, verebbendem Twang, huschenden Geräuschen. „Jacques Cousteau, we need you“, haucht Sängerin Moeller wie die böse Stiefmutter von Hope Sandoval. Etwas schläfrig, durchaus faszinierend. (NORMAL) mehr…

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    And. Ypsilon – Y-Files - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Soweit man das anhand von 20 Minuten Song-Schnipseln überhaupt beurteilen sollte: Das Solo Debüt von Andreas Rieke, dem elektrotechnischen Mitglied der Fantastischen Vier, klingt bestürzenderweise wie die Anfängerübung eines Programmier-Novizen. Elektro-Pop im Sinn von Kraftwerk und den frühen Depeche Mode, komponiert nach Schema F, ohne jede Klangdramaturgie. Die Sängerin ist toll, der Sänger grässlich. (FOUR […] mehr…

  • 311 - Evolver

    311 – Evolver - Short Cuts von Joachim Hentschel

    So eine tätowierte, geschorene, wahrscheinlich Unterhemden tragende Rock-Funk-Ska-Band aus Nebraska, die auf Fotos wohl lustige Grimassen macht. Seit zehn Jahren weltbekannt, ich kannte sie nicht. Hier das siebte Album, das überraschenderweise nicht so übel ist: Natürlich verlassen sich 311 auf die Schlagkraft höchst durchschnittlicher Riffs, doch der Sänger ist eine angenehme Erscheinung. (BMG) mehr…

  • Ocker - 1234 Love

    Ocker – 1234 Love - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Ungehemmt gestylte, mehrfach solarisierte Jungsgruppe aus Hamburg, der ihr Hedonismus aber gut steht. Eigentlich keine Gitarrenband mit Synthesizer, sondern ein Synthesizer mit Band: von Kraftwerk, Air und „Captain Future“ inspiriert, die besten New Order-Songs seit langem, konsequent durch den Vocoder gesungen. Retro-Futur-Traumpop, auch zum Discotanz, muss aber nicht sein.(POPUP/EFA) mehr…

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    Jazzkantine – Unbegrenzt haltbar! - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Es ist mir wirklich (wirklich!) rätselhaft, wie so viele Leute so viel gequirlten Mist singen können. Wem der Titel „Der Bass ist am pumpen“ (sie!) nicht schon langt, muss Xavier Naidoos Beitrag hören („Du bist mein Schmetterling – lass mich dein Flügel sein!“) oder die bedauernswerten Rap-Girls Ischen Impossible. (WARNER) mehr…

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    The Quill – Hooray! It’s A Deathtrip - SPV

    Ja, hurra, und was für einer! Mit dem Kanonenboot den Acheron runter, an den Rockelefanten-Friedhöfen vorbei, dorthin, wo die Sonne niemals scheint. Das neue Album dieses Schweden-Vierers ist ein massives, dunkles, ein bisschen aus der Zeit gefallenes Hardrock-Projektil. Seine düstere Eleganz, sein schlichtes, aber treffsicheres und erstaunlich dichtes Songwriting erinnert etwas an das nie recht […] mehr…

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    The Darkness - Permission To Land

    Heavy Metal im Stadium der Post-Parodie: stumpf, schlau, spaßig mehr…

  • The High Llamas

    The High Llamas - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Beet, Maize & Corn Sean O’Hagan, der Hofkapellmeister des Königs von Lummerland, hat wieder eine Platte gemacht, die man mit Judy Garland und den Schornsteinfegern aus „Mary Poppins“ leicht verfilmen könnte. Die verschlafenen, gutmütig schwärmenden Arrangements fürStreicher, Bläser, Banjo und Harfe (kaum Schlagzeug dieses Mal) kann keiner wie er, aber den Gesang könnte er genau […] mehr…

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    Andrew WK – The Wolf - Polydor

    Ach. was soll man auch lange um den heißen Brei herumreden. „Want to make sex/ want to make sex. oh“, gröbelt Andrew WK, dazu wilde Trommelei herzerfrischend nach einem langen Tag der Hegel- und Schlegellektüre! Auch das zweite Werk des schmierhaarigen Prollrockers geizt nicht mit komplett abgeschmackten Keyboardfanfaren, Pompös-Gebimmel und Heldenchören. Wie auf „I Get […] mehr…

  • James Hardway - Big Casino

    James Hardway – Big Casino - Beats von Joachim Hentschel

    Wie für viele dem Drum’n Bass entwachsene Produzenten war auch für David Harrow alias James Hardway der anregend beschwingte Latin-Jazz-House die neue Landebahn. Endlos kann man hier verweilen, und obwohl Hardway das besonders gut kann und dabei den Jazz (unter anderem mit Vibrafon, Standbass, Sopran-Saxofon) nie zum reinen Abziehbildchen schrumpfen lässt, wurde den Kreativzellen dieses […] mehr…

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    Plaid – Spokes - Beats von Joachim Hentschel

    Der Vorrat an unentdeckten Klangpigmenten tief in den finsteren Ecken des Computers ist längst verbraucht, die Möglichkeiten sind am Ende doch begrenzt. Und so fangen auch die Intelligenz-Elektro-Altmeister Plaid aus London langsam an, sich zu wiederholen. Am schwächsten sind die Versuche, in harmonisch glöckelnden Tracks Naivität zu heucheln – solange sie noch verzahnten Digital-Terror-Funk wie […] mehr…

  • Psychonauts - Songs For Creatures

    Psychonauts – Songs For Creatures - Beats von Joachim Hentschel

    Die zwei ehemaligen Haus-DJs des Londoner Mo’Wax-Labels, die als Jubiläums-Mix einst 50 Tracks in 40 Minuten über die Plattenteller zogen, zeigen nun (ähnlich wie ihr ehemaliger Boss mit seinem Unkle-Projekt) ein überbordendes, dick bemaltes Elektronik-Tableau. Trance-artiger House, Dope-Beats und Kiffer-Gitarren, Gastsänger aus fremden Welten wie James Yorkston und Siobhan Fahey. Mit HipHop hat das fast […] mehr…