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    The Fiery Furnaces – Gallowsbird’s Bark

    - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    „I’m Gonna Run“ ist entarteter Rockabilly, „Inca Rag/Name Game“ erzählt eine skurrile Familiengeschichte zu drängeligem Piano, „Two Fat Feet“ ist Poet-Rock in der Nähe der frühen Patti Smith. Das Geschwisterduo Eleanor und Matthew aus Chicago macht Musik, die so neurotisch ist wie kurzweilig und gewöhnungsbedürftig und verschmitzt (ROUGH TRAUE) mehr…

  • Chris Smither - Train Home

    Chris Smither – Train Home - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Blues-lastiger Songreigen aus vornehmlich eigenem, gewohnt gediegenen Material, neben Covers von Bob Dylan, Mississippi John Hurt und, man staunt, Richie Furay. Alles angenehm unaufdringlich intrumentiert, ein wenig fade und flach produziert. mehr…

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    Mojave 3 – Spoon And Rafter - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Delikat, rauchzart, elegisch. Der Opener „Bluebird Of Happiness“ währt fast zehn Minuten, evoziert mal Macca mit Bart, mal Eno mit Stetson, ist linde psychedelisch und ambient-selbstvergessen. Andere Tracks beziehen ihre Sound-Charakteristika von Orgel, Glockenspiel oder elektrischen Gitarren, orientieren sich an Neil Young oder Harry Nilsson, ohne dass Neil Halsteads Tunes klingen, als wären sie Konfektionsware. mehr…

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    Tracy Nelson – Live From Cell Block D - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Die Nelson vor Knastbrüdern, immer noch bestens bei Stimme, bluesig, soulig, jazzig, mit Songs von Donnie Fritts und Big Bill Broonzy. Und mit Memphis Minnies „Send Me To The „Electric Chair“, enorm expressiv und intensiv. (SONY) mehr…

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    Billy Joe Shaver – Freedom’s Child - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Noch eine knorrige Eiche aus Texas, gramgebeugt seit Sohn Eddy tragisch ums Leben kam, gottesfürchtiger denn je, weicherauch und, leider, patriotischer. „We’ve got faith in the Lord/ We got Chevrolets and Fords“, entblödet er sich nicht zu reimen und schickt das peinliche Machwerk an die „tapferen Truppen“, wo immer sie stationiert sind. Zusammen mit dem […] mehr…

  • Terry Allen - Amerasia

    Terry Allen – Amerasia - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Nein, kein neues Studio-Album des scharfsichtigen Kulturkritikers, sondern ein Soundtrack zu einem Film von 1985, der inzwischen der Vergessenheit anheimgefallen ist. 17 Soundschnipsel, fragmentarische Songs und Vignetten, aufgenommen in Lubbock, Texas, und in Bangkok, Thailand. Aliens wundersame Panhandle Mystery Band sorgt für kleine musikalische Highlights, doch lassen sie sich nicht zu mehr addieren als eben […] mehr…

  • Emmylou Harris - Stumble Into Grace

    Emmylou Harris - Stumble Into Grace

    Kaum eine andere Künstlerin der alten Country-Garde hat sich in den letzten Jahren auf ihre älteren Tage so konsequent noch mal neu orientiert wie Emmylou Harris. Leise Anzeichen hatte bereits „Cowgirl’s Pruycr“ gezeigt, 1994 ihre letzte Arbeit mit den besseren Traditionalisten Allen Reynolds und Richard Bennett. Doch für den Knalleffekt sorgte erst Daniel Lanois, der […] mehr…

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    Quasi – Hot Shit - Domino

    Samb Coombes, Gitarrist des Duos Quasi, spielte früher mit Elliott Smith bei Heatmiser, hilft Smith auch jetzt noch an der Gitarre aus und spielte auch mal für Built To Spill. Quasi-Schlagzeugerin Janet Weiss trommelt hauptberuflich bei Sleater-Kinney und spielt Keyboards bei The Magic Magicians. Beide waren auch mal privat ein Paar und sprangen beim herzwärmenden […] mehr…

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    Belle & Sebastian – Dear Catastrophe Waitress - Sanctuary

    Es gab Zeiten, da tönten aus der windschiefen Bruchbude Stuart Murdochs die schönsten aller Songs überhaupt. Isobel Campbell als verwundetes Rehkitz, Murdoch als weinerlicher Mitspieler. Songwriting ingeniös, Texte brillant. Ein Retro-Zekfenster für all die beautiful losers und andere Wehmütige. Hier war die Zeit stehengeblieben. Guter Pop war es ohnehin. Irgendwann aber zog die schöne Isobel […] mehr…

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    will.i.am – Mustb21 - HipHop von Jürgen Ziemer

    Kaum steht das schöne neue Album der Black Eyed Peas in den Läden, kommt Mastermind will.i.am schon mit einem Solo-Album um die Ecke: Das ist vielleicht weniger poppig, dafür aber funkyas hell. Leicht nostalgisch blickt der ehemalige Breakdancer zurück auf den rauen Sound der Old School. Alle Stücken wurden innerhalb nur einer Woche aufgenommen, mitgemacht […] mehr…

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    Spooks – Faster Than You Know - HipHop von Jürgen Ziemer

    Bronx oder Broadway? Im besten Musical-Stil diskutieren die Spooks in „A Hit“ die Frage, wie ein Song beschaffen sein muss, damit er im Radio läuft und bis an die Spitze der Charts klettert. Das ist lustig, weil völlig überraschend und sehr schön intoniert. Wegen solch skurriler Einfälle hatte das New Yorker Quartett bisher mehr Erfolg […] mehr…

  • Aesop Rock - Bazooka Tooth

    Aesop Rock – Bazooka Tooth - HipHop von Jürgen Ziemer

    50 Cent mag mehr Muskeln haben, Eminem die witzigeren Sprüche, aber da wo Aesop Rock hin geht mit seinen surrealen, wild assoziierenden Reimen und den bizarr stolpernden Beats und Samples – da war noch keiner. Das klingt bisweilen, als würden zwei Zappa-Platten gleichzeitig ablaufen – oder wie ein Wettkampf zwischen Parliament und dem Sun Ra […] mehr…

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    DJ Assault – Jefferson Ave. - HipHop von Jürgen Ziemer

    Objektiv betrachtet ist DJ Assault ein ziemlicher Sexist, aber es gibt einfach niemanden, der so charmant und nachdrücklich (ordert: „Bounce, Baby! Bounce Baby! Bounce Baby! Bounce!“ Minutenlang werden solche Zeilen wiederholt, doch ein Schuh, wer Böses denkt. DJ Assault ist bloß ein „Comic Character“, erfunden von dem Detroiter DJ Craig Adams. Der mixt bereits seit […] mehr…

  • Seal - Seal

    Seal – Seal - WEA

    Alle paar Jahre kommt Sealhenry Samuel alias Seal von seinem Berg und schreibt uns Menetekel an die Wand, Botschaften von Gut und Böse, deren sakraler Humanismus Liebe einfordert und Frieden und gegenseitigen Respekt. Man hat die sonderbare Umarmung von Hingabe und Disziplin im Pop des britischen Sängers brasilianischnigerianischer Herkunft schätzen gelernt – schließlich überdauern da […] mehr…

  • Josh Rouse - 1972

    Josh Rouse – 1972 - Ryko/Zomba

    Kein schlechter Jahrgang, 1972. „Exile On Main Street“, Roxy Music und die Eagles, Marvin zwischen „What’s Goin’…“ und „Let’s Get It On“, die Männer in Schwarzweiß spielen den besten Ball der teutonischen Kickergeschichte. Bei Josh Rouse liegen die Dinge persönlicher. Der in Nashville ansässige Songschreiber wurde 1972 geboren, ebenso wie seine geliebte Telecaster, mit der […] mehr…

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    Dan Hicks & The Hot Licks – Featunng An All-Star Cast Of Friends - Surfdog

    Der Mann, dessen Name nicht zufällig nach einem guten Schluck zuviel klingt, spielt hier eine Art „The Last Waltz“ ohne jede Berühmtheit. Nun war Hicks selbst nur für eine Viertelstunde des Jahres 1973 berühmt, als er the times, theyare… – auf dem Titelblatt des ROLLING STONE über die Brillengläser lugte, im Hintergrund Schenkel und Hand […] mehr…

  • Static-X - Shadow Zone

    Static-X – Shadow Zone - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Mordgitarren, Psychopathengebrüll, musikalische Gewaltorgien – Static-X stellen sich wieder auf die fiese, dunkle Seite des Nu Metal und toben in Richtung Seelenapokalypse. Wir bleiben gern zurück. (WEA) mehr…

  • Sometree - Moleskine

    Sometree – Moleskine - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Was man am meisten an Sometree schätzt, sind ihre Live-Performances, die guten, die leidenschaftlichen, die inbrünstigen. Doch die Platte scheint nicht das richtige Format für die Hannoveraner zu sein. Auch auf dem neuen Werk ist der offen fließende Emo minus Core eine private Angelegenheit, zu der man so recht keinen Zugang findet. (SAINT RECORDS) mehr…

  • Wellwater Conspiracy - Wellwater Conspiracy

    Wellwater Conspiracy – Wellwater Conspiracy - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Auch das neue Album von Matt Cameron (Soundgarden/ Pearl Jam) und John McBain (Monster Magnet) ist ein Spielzeugkasten; die Grunge-Stars aus Seattle lieben Homerecording und das zweckfreie Experiment, scheren sich nicht ums Musikgeschäft und brauen eine komische Mixtur aus Garagen-Psychedelik und Elektro im Selbstversuch, in den Songs transparenter, in der Produktion möglichst Lo-Fi. Für Spaßvögel […] mehr…