• Pink Grease - All Over You

    Pink Grease – All Over You

    - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Die kommen aber sowas von „aus New York“: Einer brüllt und stottert wie angebrannt zu Bums-Schlagzeug, irrem Gitarren-Fuzz, trötendem Saxofon, und ein offenbar weibliches Bandmitglied blökt dazwischen. Eigentlich sind Pink Grease aus Sheffield, und trotzdem ist das, obwohl man die Absicht so spürt, großartiger Nihilisten-Trash-Rock’n’Roll. Ein Song heißt „Lou Reed“ und klingt ganz anders. (MUTE) mehr…

  • Transmissionary Six - Spooked

    Transmissionary Six – Spooked - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Sehr einsame Gothic-Country-Vision: Paul Austin (Ex-Willard Grant Conspiracy) und Terri Moeller (Walkabouts) mit wimmernden Gitarren, Violinen in Hall, verebbendem Twang, huschenden Geräuschen. „Jacques Cousteau, we need you“, haucht Sängerin Moeller wie die böse Stiefmutter von Hope Sandoval. Etwas schläfrig, durchaus faszinierend. (NORMAL) mehr…

  • Ups..

    And. Ypsilon – Y-Files - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Soweit man das anhand von 20 Minuten Song-Schnipseln überhaupt beurteilen sollte: Das Solo Debüt von Andreas Rieke, dem elektrotechnischen Mitglied der Fantastischen Vier, klingt bestürzenderweise wie die Anfängerübung eines Programmier-Novizen. Elektro-Pop im Sinn von Kraftwerk und den frühen Depeche Mode, komponiert nach Schema F, ohne jede Klangdramaturgie. Die Sängerin ist toll, der Sänger grässlich. (FOUR […] mehr…

  • 311 - Evolver

    311 – Evolver - Short Cuts von Joachim Hentschel

    So eine tätowierte, geschorene, wahrscheinlich Unterhemden tragende Rock-Funk-Ska-Band aus Nebraska, die auf Fotos wohl lustige Grimassen macht. Seit zehn Jahren weltbekannt, ich kannte sie nicht. Hier das siebte Album, das überraschenderweise nicht so übel ist: Natürlich verlassen sich 311 auf die Schlagkraft höchst durchschnittlicher Riffs, doch der Sänger ist eine angenehme Erscheinung. (BMG) mehr…

  • Ocker - 1234 Love

    Ocker – 1234 Love - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Ungehemmt gestylte, mehrfach solarisierte Jungsgruppe aus Hamburg, der ihr Hedonismus aber gut steht. Eigentlich keine Gitarrenband mit Synthesizer, sondern ein Synthesizer mit Band: von Kraftwerk, Air und „Captain Future“ inspiriert, die besten New Order-Songs seit langem, konsequent durch den Vocoder gesungen. Retro-Futur-Traumpop, auch zum Discotanz, muss aber nicht sein.(POPUP/EFA) mehr…

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    Jazzkantine – Unbegrenzt haltbar! - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Es ist mir wirklich (wirklich!) rätselhaft, wie so viele Leute so viel gequirlten Mist singen können. Wem der Titel „Der Bass ist am pumpen“ (sie!) nicht schon langt, muss Xavier Naidoos Beitrag hören („Du bist mein Schmetterling – lass mich dein Flügel sein!“) oder die bedauernswerten Rap-Girls Ischen Impossible. (WARNER) mehr…

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    The Quill – Hooray! It’s A Deathtrip - SPV

    Ja, hurra, und was für einer! Mit dem Kanonenboot den Acheron runter, an den Rockelefanten-Friedhöfen vorbei, dorthin, wo die Sonne niemals scheint. Das neue Album dieses Schweden-Vierers ist ein massives, dunkles, ein bisschen aus der Zeit gefallenes Hardrock-Projektil. Seine düstere Eleganz, sein schlichtes, aber treffsicheres und erstaunlich dichtes Songwriting erinnert etwas an das nie recht […] mehr…

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    The Darkness - Permission To Land

    Heavy Metal im Stadium der Post-Parodie: stumpf, schlau, spaßig mehr…

  • The High Llamas

    The High Llamas - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Beet, Maize & Corn Sean O’Hagan, der Hofkapellmeister des Königs von Lummerland, hat wieder eine Platte gemacht, die man mit Judy Garland und den Schornsteinfegern aus „Mary Poppins“ leicht verfilmen könnte. Die verschlafenen, gutmütig schwärmenden Arrangements fürStreicher, Bläser, Banjo und Harfe (kaum Schlagzeug dieses Mal) kann keiner wie er, aber den Gesang könnte er genau […] mehr…

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    Andrew WK – The Wolf - Polydor

    Ach. was soll man auch lange um den heißen Brei herumreden. „Want to make sex/ want to make sex. oh“, gröbelt Andrew WK, dazu wilde Trommelei herzerfrischend nach einem langen Tag der Hegel- und Schlegellektüre! Auch das zweite Werk des schmierhaarigen Prollrockers geizt nicht mit komplett abgeschmackten Keyboardfanfaren, Pompös-Gebimmel und Heldenchören. Wie auf „I Get […] mehr…

  • James Hardway - Big Casino

    James Hardway – Big Casino - Beats von Joachim Hentschel

    Wie für viele dem Drum’n Bass entwachsene Produzenten war auch für David Harrow alias James Hardway der anregend beschwingte Latin-Jazz-House die neue Landebahn. Endlos kann man hier verweilen, und obwohl Hardway das besonders gut kann und dabei den Jazz (unter anderem mit Vibrafon, Standbass, Sopran-Saxofon) nie zum reinen Abziehbildchen schrumpfen lässt, wurde den Kreativzellen dieses […] mehr…

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    Plaid – Spokes - Beats von Joachim Hentschel

    Der Vorrat an unentdeckten Klangpigmenten tief in den finsteren Ecken des Computers ist längst verbraucht, die Möglichkeiten sind am Ende doch begrenzt. Und so fangen auch die Intelligenz-Elektro-Altmeister Plaid aus London langsam an, sich zu wiederholen. Am schwächsten sind die Versuche, in harmonisch glöckelnden Tracks Naivität zu heucheln – solange sie noch verzahnten Digital-Terror-Funk wie […] mehr…

  • Psychonauts - Songs For Creatures

    Psychonauts – Songs For Creatures - Beats von Joachim Hentschel

    Die zwei ehemaligen Haus-DJs des Londoner Mo’Wax-Labels, die als Jubiläums-Mix einst 50 Tracks in 40 Minuten über die Plattenteller zogen, zeigen nun (ähnlich wie ihr ehemaliger Boss mit seinem Unkle-Projekt) ein überbordendes, dick bemaltes Elektronik-Tableau. Trance-artiger House, Dope-Beats und Kiffer-Gitarren, Gastsänger aus fremden Welten wie James Yorkston und Siobhan Fahey. Mit HipHop hat das fast […] mehr…

  • Kid Koala - Some Of My Best Friends Are DJs

    Kid Koala – Some Of My Best Friends Are DJs - Beats von Joachim Hentschel

    Das hat viel mit HipHop zu tun. Bei der Auswahl seines Vinyl-Materiais geht der China-Kanadier Eric San freilich geschmäcklerisch vor, nimmt am liebsten sehr alte Tanzcombo-Platten, Charleston, Kommerz-Jazz und die bewährten Sprachaufnahmen, aus denen alle Turntable-Collage-Künstler ihre Überleitungen basteln. Erzählerisches Talent hat er (sein neues Comic-Buch liegt bei), anstrengend ist das Scratch-Hörspieltrotzdem. (NINJA tune/ZOMBA) mehr…

  • ZZ Top - Mescalero

    Für ein Alterswerk erstaunlich agil: modernisierter Southern Rock mehr…

  • Aretha Franklin - So Damn Happy

    Aretha Franklin - So Damn Happy

    Heim-, Küchen- und Kirchensongs und nicht gerade spannender Soul mehr…

  • Basement Jaxx - Kish Kash

    Basement Jaxx – Kish Kash

    Sie haben wieder einmal absolut alles richtig gemacht. Wie schon auf ihrem formidablen Vorgänger „Rooty“ fliegt bei den beiden Londonern Simon RatclifFe und Felix Buxton regelrecht das Dach vom Haus: Wir hören einen lustvoll aufgeblasenen High-Energy-Mix der unterschiedlichsten Tanzmusiken. Gespielt mit einer Attitüde, die leidenschaftlich ist, selbstbewusst und sexy. Schon beim zweiten Stück, „Right Here’s […] mehr…

  • A Perfect Circle - Thirteenth Step

    A Perfect Circle – Thirteenth Step - Virgin

    Welcome to the rockin‘ rehab: A Perfect Circle. Maynard Keenans Ableger seiner Hauptband Tool, entwickelt sich immer mehr zum Auffangbecken für Heimatlose des Alternative Rock. Twiggy Ramirez (Ex-Marilyn Manson) darf Pseudonym und Schminktäschchen beiseite legen und hier wieder als Jeordie White das Bass-Fundament legen. Ex-Kürbis James Iha ist seit kurzem auch am Start, und Josh […] mehr…

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    Rufus Wainwright - Want One :: Dreamworks

    Wenige haben schon auf ihrem ersten Album ihr sprühendes Talent so makellos ausstellen können, wie Rufus Wainwright das 1998 tat. Zwölf perfekte Popsongs, die eher an Marcel Proust, Oscar Wilde, Franz Schubert oder den Mentor Van Dyke Parks denken ließen als an TripHop oder Britpop oder was man damals gerade so hörte. „Rufus Wainwright“ gehört […] mehr…

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    Sabrina Setlur – Sabs - 3P

    Auf „Sabs“, ihrem ersten Album seit über vier Jahren, versucht sich Sabrina Setlur spaßeshalber als Sängerin. „La le lu nur der Mann im Mond hört zu/ Wenn die kleinen Englein singen“, kommt es quälend windschief aus ihrem Mund, und man beginnt zu verstehen, was gemeint ist mit der Relativität von Zeit Nach der zweiten Zeile […] mehr…