• Ups..

    will.i.am – Mustb21

    - HipHop von Jürgen Ziemer

    Kaum steht das schöne neue Album der Black Eyed Peas in den Läden, kommt Mastermind will.i.am schon mit einem Solo-Album um die Ecke: Das ist vielleicht weniger poppig, dafür aber funkyas hell. Leicht nostalgisch blickt der ehemalige Breakdancer zurück auf den rauen Sound der Old School. Alle Stücken wurden innerhalb nur einer Woche aufgenommen, mitgemacht […] mehr…

  • Ups..

    Spooks – Faster Than You Know - HipHop von Jürgen Ziemer

    Bronx oder Broadway? Im besten Musical-Stil diskutieren die Spooks in „A Hit“ die Frage, wie ein Song beschaffen sein muss, damit er im Radio läuft und bis an die Spitze der Charts klettert. Das ist lustig, weil völlig überraschend und sehr schön intoniert. Wegen solch skurriler Einfälle hatte das New Yorker Quartett bisher mehr Erfolg […] mehr…

  • Aesop Rock - Bazooka Tooth

    Aesop Rock – Bazooka Tooth - HipHop von Jürgen Ziemer

    50 Cent mag mehr Muskeln haben, Eminem die witzigeren Sprüche, aber da wo Aesop Rock hin geht mit seinen surrealen, wild assoziierenden Reimen und den bizarr stolpernden Beats und Samples – da war noch keiner. Das klingt bisweilen, als würden zwei Zappa-Platten gleichzeitig ablaufen – oder wie ein Wettkampf zwischen Parliament und dem Sun Ra […] mehr…

  • Ups..

    DJ Assault – Jefferson Ave. - HipHop von Jürgen Ziemer

    Objektiv betrachtet ist DJ Assault ein ziemlicher Sexist, aber es gibt einfach niemanden, der so charmant und nachdrücklich (ordert: „Bounce, Baby! Bounce Baby! Bounce Baby! Bounce!“ Minutenlang werden solche Zeilen wiederholt, doch ein Schuh, wer Böses denkt. DJ Assault ist bloß ein „Comic Character“, erfunden von dem Detroiter DJ Craig Adams. Der mixt bereits seit […] mehr…

  • Seal - Seal

    Seal – Seal - WEA

    Alle paar Jahre kommt Sealhenry Samuel alias Seal von seinem Berg und schreibt uns Menetekel an die Wand, Botschaften von Gut und Böse, deren sakraler Humanismus Liebe einfordert und Frieden und gegenseitigen Respekt. Man hat die sonderbare Umarmung von Hingabe und Disziplin im Pop des britischen Sängers brasilianischnigerianischer Herkunft schätzen gelernt – schließlich überdauern da […] mehr…

  • Josh Rouse - 1972

    Josh Rouse – 1972 - Ryko/Zomba

    Kein schlechter Jahrgang, 1972. „Exile On Main Street“, Roxy Music und die Eagles, Marvin zwischen „What’s Goin’…“ und „Let’s Get It On“, die Männer in Schwarzweiß spielen den besten Ball der teutonischen Kickergeschichte. Bei Josh Rouse liegen die Dinge persönlicher. Der in Nashville ansässige Songschreiber wurde 1972 geboren, ebenso wie seine geliebte Telecaster, mit der […] mehr…

  • Ups..

    Dan Hicks & The Hot Licks – Featunng An All-Star Cast Of Friends - Surfdog

    Der Mann, dessen Name nicht zufällig nach einem guten Schluck zuviel klingt, spielt hier eine Art „The Last Waltz“ ohne jede Berühmtheit. Nun war Hicks selbst nur für eine Viertelstunde des Jahres 1973 berühmt, als er the times, theyare… – auf dem Titelblatt des ROLLING STONE über die Brillengläser lugte, im Hintergrund Schenkel und Hand […] mehr…

  • Static-X - Shadow Zone

    Static-X – Shadow Zone - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Mordgitarren, Psychopathengebrüll, musikalische Gewaltorgien – Static-X stellen sich wieder auf die fiese, dunkle Seite des Nu Metal und toben in Richtung Seelenapokalypse. Wir bleiben gern zurück. (WEA) mehr…

  • Sometree - Moleskine

    Sometree – Moleskine - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Was man am meisten an Sometree schätzt, sind ihre Live-Performances, die guten, die leidenschaftlichen, die inbrünstigen. Doch die Platte scheint nicht das richtige Format für die Hannoveraner zu sein. Auch auf dem neuen Werk ist der offen fließende Emo minus Core eine private Angelegenheit, zu der man so recht keinen Zugang findet. (SAINT RECORDS) mehr…

  • Wellwater Conspiracy - Wellwater Conspiracy

    Wellwater Conspiracy – Wellwater Conspiracy - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Auch das neue Album von Matt Cameron (Soundgarden/ Pearl Jam) und John McBain (Monster Magnet) ist ein Spielzeugkasten; die Grunge-Stars aus Seattle lieben Homerecording und das zweckfreie Experiment, scheren sich nicht ums Musikgeschäft und brauen eine komische Mixtur aus Garagen-Psychedelik und Elektro im Selbstversuch, in den Songs transparenter, in der Produktion möglichst Lo-Fi. Für Spaßvögel […] mehr…

  • Ups..

    Life Of Agony – River Runs Red-Live 2003 - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Am 2. und 3. Januar 2003 standen Life Of Agony erstmals seit 1995 zusammen auf einer Bühne und schoben damit an, was bei solchen Anlässen immer passiert: eine Reunion. Caputo hat sich wohl die längste Zeit ausgeheult über Mutterschmerz und Lebensqual, und nun soll das Feuer von gestern noch einmal wärmen. Dass das jedoch verloschen […] mehr…

  • Moya Brennan - Two Horizons

    Moya Brennan – Two Horizons - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Dass man die eigentlich schöne Folklore auf dem Soloalbum von Clannad-Sängerin Moya Brennan so recht nicht schön findet, hat vor allem einen Grund: Man kann sie nicht hören. Die riesigen Hallfahnen, schon bei Schwesterherz Enya so stilbildend wie nervtötend, versenken jedes Detail in undurchsichtigem Nebel, in dem natürlich die irische Seele wohnen soll. Doch die […] mehr…

  • Ups..

    Lene Marlin – Another Day - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Als Lene Marlin im zarten Alter von 19 Jahren mit „Sittin‘ Down Here“ in den Charts debütierte, war der Zuckergehalt selbst für sonst unverwüstliche Verehrer von sanftem Mädchenpop zu hoch. Nun hat die Norwegerin vier Jahre Lebenserfahrung gesammelt, und entsprechend weicht das Niedliche auf Album Nr. 2 einer größeren Gravität. Was bleibt, sind die offenen […] mehr…

  • Ups..

    Justin Balk – Justin Balk - La-La-Land

    Vergessen Sie, was sie vielleicht über die Cucumber Men wussten, die „Chili Peppers Hamburgs“. Justin Balk war ihr Sänger, er hatte mal einen Major-Deal und ein Riesen-Budget. Jetzt ist alles anders – und viel besser! Das ist die Überraschung. Was einen nicht wundert: Er macht jetzt viel schönere Musik, erwachsener und eigenwilliger. Verwenden Sie die […] mehr…

  • Ups..

    Whyte Seeds – Memories Of Enemies - Motor

    Sie sind die selbstsichersten Sonnenbrillenträger ihrer Zunft. Erfunden aber haben sie den Rock’n’Roll nicht, die Schweden. Behauptet dort auch keiner. Beim Schüleraustausch in die gelobten Länder jedoch sind sie stets vorn dabei. Dann dort noch frech vom Nachbarn abgeschrieben. Aber Rock’n’Roll ist auch die Geschichte des Rip-off, weswegen man bei jeder beliebigen Garagenband aus Schweden […] mehr…

  • Robert Wyatt - Cuckooland

    Robert Wyatt – Cuckooland - Hannibal

    Robert Wyatt war in seinen I Solojahren ein Freund von Singles, EPs und relativ losen Songsammlungen; vor allem die CD, sagte er mal in einem Interview, sei ihm einfach zu lang. Das erklärt vielleicht, warum seit seinem letzten Album, „Shleep“, schon wieder sechs Jahre vergangen sind. Dafür gibt’s aber gleich 16 Songs, größtenteils geschrieben von […] mehr…

  • Ups..

    Peter Frampton – Now - Short Cuts von Jörn Schlüter

    Dass Peter Frampton nicht fürs Oldie-Festival taugt, das weiß man. Damals schon, in den Jahren der Talk-Box, verdankte der Sänger und Gitarrist seine guten Momente nicht der vorübergehenden Jugendlichkeit, sondern einer altersunabhängigen Lust am Lied und der Gitarre. Dass Frampton uns nun aber so kommt, damit war nicht zu rechnen:“Now“, die erste CD seit neun […] mehr…

  • Joan Baez Dark Chords On A Guitar Cover

    Joan Baez - Dark Chords On A Big…

    Baez interpretiert kongenial Songs von Folkrock-Zeitgenossen. Sie sei „eigentlich keine Sängerin, sondern eine Politikerin“, soll Joan Baez mal gesagt haben. Das klingt paradox aus dem Mund einer Künstlerin, deren Stimme seit „We Shall Overcome“ und »The Night They Drove Old Dixie Down“ doch stets so eindeutig zu identifizieren. Eine Sängerin war sie schon immer, aber […] mehr…

  • Fountains Of Wayne - Welcome Interstate Managers

    Fountains Of Wayne – Welcome Interstate Managers - Virgin

    In Bruce Springsteens „The River“ wird zwar erwähnt, dass Mary schwanger wird, dass die beiden heiraten, dass dies das Ende der Träume ist und der Fluss vertrocknet. Aber was ist eigentlich aus dem Nachwuchs geworden? Es kommt einem häufiger so vor, als wenn sich in den Songs von Fountains Of Wayne die Söhne und Töchter […] mehr…

  • Silly Walks Movement Meets Patrice

    Silly Walks Movement Meets Patrice - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Nach dem Dancehall-Sommer eine soulvolle, von Hooklines gemaserte Roots-Reggae-Platte aus Hamburg. Das zweite Produzenten-Album des Soundsystems Silly Walks wird (mit 40 Minuten) als EP annonciert, weil der kleine Patrice laut Vertrag sonst nicht mitmachen dürfte. Patrice wollte doch weg vom Reggae – hier glüht er für ihn, mit einer fantastisch relaxten Off-Beat-Band und einer maunzenden, […] mehr…