• Ups..

    Creutzfeld & Jakob – Zwei Mann gegen den Rest!

    - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Wer (so wie ich) nicht weiß, wie man auf die Frage „Was geht?“ vernünftig antwortet, den wird das zweite Album der Ruhrpott-Rapper noch ratloser machen. Dunkel dräuender Mid-Tempo-GangstaHop mit Glockenspiel, den meistgewünschten Samples und Lyrik vom Tankstellen-Parkplatz. Heiterste Zeile: „Die Leute sagen, ich häng nicht ab, sondern einfach nur rum.“ Es gibt da so Unterschiede. […] mehr…

  • Lamb - Between Darkness And Wonder

    Lamb – Between Darkness And Wonder - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Ein Wintermärchen von einer der Bands, die (anders als Portishead) noch immer Portishead-Pop machen. Lamb sind angenehm, weil die Musik hier nie die Aufmerksamkeit erhaschen will, die der Chansonette Lou Rhodes gebührt. Elektronische Schlittenspuren, viel Geigen und Piano, die Sängerin als laszive Schneekönigin. (POLYDOR ISLAND) mehr…

  • The Fire Theft

    The Fire Theft - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Noch interessanter, dass aus Emocore nebenbei auch noch der neue Prog- Rock gewachsen ist. Mars Volta haben es Anfang des Jahres versägt, The Fire Theft aus Seattle zeigen nun anbetungswürdig brillant, wie ein Indie-Gitarrentrio großen Pomp jonglieren kann. Zwei Ex-Mitglieder der stilbildenden Sunny Day Real Estate und Nate Mendel (Foo Fighters) changieren in ihrem Stundenzyklus […] mehr…

  • Powderfinger - Vulture Street

    Powderfinger – Vulture Street - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Man möchte drauf wetten, dass einem die Band Powderfinger wieder die musikalische Ergebungsgeschichte erzählen würde, es gäbe in Australien halt nichts anderes zu tun als Saufen und Rocken. Zugestimmt: Inspirationen, die über das Abspielen amerikanischer Southern- und Bluesrock-(oder Stereophonics-)Platten hinausgehen, lassen sich auch aus ihrem vierten Album nicht heraushören. Ein Album wie ein sachgemäß repariertes […] mehr…

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    Omar & The Howlers – Boogie Man - Roots von Jörg Feyer

    Seit zwei Dekaden bellt Kent „Omar“ Dykes seinen „CCR-meets-Texas-Blues-Boogie mit stoischer Konsequenz in die Welt hinaus. Höchste Zeit also für neue Impulse, die ja in Austin gleich um die Ecke warten, bei Co-Autoren wie Darden Smith, Ray Wylie Hubbard und Alejandro Escovedo, der in „Right There In The Rain“ sogar zum Duett antritt. Schaumgebremst will […] mehr…

  • Brad Paisley - Mud On The Tires

    Brad Paisley – Mud On The Tires - Roots von Jörg Feyer

    Ein Cowboy im Dreck! Und das ganz in weiß! Musikalisch macht sich Brad Paisley natürlich nicht wirklich die Finger schmutzig, gehört aber nach wie vor zu den angenehmeren Adressen des neuen Nashville. Weil sich der smarte Bariton der Historie nicht schämt, eigene Songs wie „Famous People“ deutlich über dem Fließband-Durchschnitt liegen, passende Covers (wie das […] mehr…

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    Diverse – Livin‘, Lovin‘, Losin‘: Songs Of The Louvin Brothers - Roots von Jörg Feyer

    Zuweilen erinnert sich die Country-Industrie in Nashville doch noch der Fundamente, auf die ihr Haus gebaut ist. Die bittersüße Harmonie-Regentschaft von Charlie und Ira Louvin war schon vorbei, als Ira sein Leben 1965 in einem Autowrack aushauchte. Später warben Gram Parsons und Elvis Costello für den High Pitch-Gospel-Country der Brüder aus Alabama. Jetzt müht sich […] mehr…

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    Paul Burch – Fool For Love - Roots von Jörg Feyer

    Während sich sein Ex-Weggefährte Kurt Wagner mit Lambchop immer weiter vom einst beschworenen New Nashville Sound entfernt hat, fahndet Paul Burch als „Lovesick Blues Boy“ weiter nach dessen Essenz. Und weiß dabei auf „Fool For tove“ in Richard Bennett auch einen Mann an seiner Seite, der mit seinem „produetion sage advice“ (Credits) schon Steve Earle […] mehr…

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    Fantomas – Delìrium Còrdia - IPECAC/EFA

    Da arbeiten sich Generationen von Death-Metallern und Gothic-Jüngern an diversen Visionen der Hölle ab, und dann kommt Mike Pattons kraftstrotzende Truppe und schüttelt den ultimativen Albtraum einfach so aus dem Ärmel. Es ist ein romantisches Versinken in der Finsternis, eine fiebrige Reise in die Welt von H. P. Lovecraft, Edgar Allan Poe und Charles Baudelaire. […] mehr…

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    Mark Olson & The Creekdippers – Creekdippin‘ For The First Time - Fargo

    Creekdippin‘ For The First Time“ ist ein Quer- und Zusammenschnitt der ersten drei Alben, die zwischen 1997 und 1999 nur via Internet, Mailorder oder bei Konzerten erhältlich waren. Hier hat der Chef persönlich kompiliert! Wie alles begann, da draußen in der kalifornischen Wüste. Nachdem sich Mark Olson von den Jayhawks losgesagt, mit Victoria Williams eine […] mehr…

  • Marshmallow - Marshmallow

    Marshmallow – Marshmallow - Circus/Zomba

    Perfect Brisbane pop“ nannte Go-Betweens-Songwriter Grant McLennan dieses Album, als er es zum ersten Mal hörte. Recht hat er, denn „Marshmallow“ erinnert nicht nur an die Go-Betweens, weil es zehn Songs (und ein Zwischenspiel) hat und im Titel ein doppeltes „l“ trägt. McLennan war einer der ersten, der das Glück hatte, dieses makellose Werk in […] mehr…

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    The Twilight Singers – Blackberry Belle - One Little…

    Ein schöner Titel, „Blackberry Belle“. Auf Greg Dullis zweitem Solowerk schwankt alles zwischen Schwärze und Schönheit, Frucht und Zwielicht, Sterbensangst und Würde im Angesicht des Absurden – das Leben als süßschwarze Beere, delikat und tödlich zugleich, das ist eine Perspektive, die das Werk des Afghan Whigs-Vordenkers immer prägt und sich im Alleingang nun endlich ganz […] mehr…

  • Isobel Campbell - Amorino

    Isobel Campbell – Amorino - Snowstorm

    Im Angesicht der zarten, bienenhonigsüßen Isobel denke ich ungern an Vulgaritäten. Aber als ich zum ersten Mai hörte, wie das Spinett im Song „Amorino“ einsetzt, kam’s mir in den Kopf: Softporno-Soundtrack. Wie Lady Chatterley luftdurchlässig gekleidet in den Park geht und dem jungen, muskulösen Gärtner begegnet. Der Witz ist: Kurz darauf tritt der Gärtner wirklich […] mehr…

  • Mark Ronson - Here Comes The Fuzz

    Mark Ronson – Here Comes The Fuzz - Beats von Joachim Hentschel

    Es ist wirklich der Sohn des Bowie-Gitarristen Mick Ronson, und angeblich hat sogar Jack White von den White Stripes bei diesem Millionen-Mix mitgemacht. Offizielle Gäste-Credits haben unter anderem Sean Paul, Rivers Cuomo von Weezer, Mos Def und Dan The Automator, gesampelt hat der HipHop-DJ Ronson Boney M., Lenny Kravitz und so viel mehr aus dem […] mehr…

  • Silicon Soul - Pouti

    Silicon Soul – Pouti - Beats von Joachim Hentschel

    Es riecht nach Hoax, aber bei einer so sensationell guten Platte ist das unwichtig: Angeblich sind dies die erstmals veröffentlichten Aufnahmen eines geheimnisvollen New Yorker Kunst-Elektronik-Projektsaus den achtziger Jahren. Ein minimales Klangbild aus lieblich zwitschernden und dröhnenden Analog-Synthesizern, dazu singt eine katzenhafte Diva Melodien, die aus Las-Vegas-Showsoder Northern-Soul-Musikboxen stammen könnten. Kraftwerk mit Sex, völlig eigenständig. […] mehr…

  • Plastikman - Closer

    Plastikman – Closer - Beats von Joachim Hentschel

    Wirklich kein Zuckerschlecken. Verglichen mit den nicht enden wollenden Abgrund-Ambient-Dubs von Pionier und „Plastikman“ Richte Hawtin ist die offene Schock-Taktik von Aphex Twin oder Autechre erlösend und lustig. Hawtin selbst gleitet zwischendurch mit verfremdeter Stimme als Dämon über die schlammig dunklen Wasser und lässt eine Bassdrum als niedrigen Puls schlagen. Man hätte Furcht vor Leuten, […] mehr…

  • Gommagang zwei

    Gommagang zwei - Beats von Joachim Hentschel

    Babysitterin Princess Superstar ist die prominenteste Gestalt auf dem neuen Labelsampler von Gomma, der kleinen Plattenfirma aus München, die allen den Vogel zeigt und so auch in den USA immer mehr Freunde findet. Einiges hier ist straighter Electro-Funk, der spezielle Geschmack aber kommt von den irrsinnigen Punk-Disco-Experimenten und obskuren Wiederentdeckungen aus den Achtzigern. Für Humor […] mehr…

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    Billy Bob Thornton – The Edge Of The World - Sanctuary

    Die Sache mit Jimmy Don hat Billy Bob nie verwunden. Seinem schon 1988 verstorbenen, nicht nur als besseren Musiker verehrten Bruder hat Thornton sein zweites Solo-Album gewidmet. „It should have been me“, schreibt er tatsächlich ins Booklet. Wir wissen nicht, ob Schuldgefühle prinzipiell ein schlechtes Motiv für gute Musik sind. Nur, dass Billy Bob sich […] mehr…

  • Jason Mraz - Waiting For My Rocket To Come

    Jason Mraz – Waiting For My Rocket To Come - EastWest

    Dass einer wie Jason Mraz sein Album nun auch in Deutschland veröffentlichen darf, wird man der Gunst der Stunde zu danken haben: Der Erfolg John Mayers im bundesdeutschen Formatradio richtet das öffentliche Licht gerade mal wieder für einen (wohl kurzen) Moment auf die Nische des gefühligen Songwriters, und da passt Mraz ganz gut ins Marketingkonzept […] mehr…

  • Grandpaboy - Dead Man Shake

    Grandpaboy – Dead Man Shake - Alternativen von Maik Brüggemeyer

    Nachdem Paul Westerberg im letzten Jahr unter dem Pseudonym Grandpaboy den nicht ganz so überzeugenden LoFi-Rock’n’Roll „Mono“ veröffentlichte (dieser lag auch der Erstauflage des furiosen Westerberg-Albums „Stereo“ bei), erkundet sein Alter Ego auf „Dead Man Shake“ nun den Garagenblues. Genau wie „Mono“ hat auch dieses Mal der Sound eher Demo-Charakter, klingt unfertig, unbehauen, hat aber […] mehr…