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    Marshall Crenshaw – What’s In The Bag?

    - Razor & Tie

    Das letzte Studioalbum, „# 447“ von 1999, deutete es an, „What’s In The Bag“ führt nun den gern gehörten Beweis: Marshall Crenshaw ist wieder da. Er hat zurückgefunden zu alter Meisterschaft, dabei ist der inzwischen 50-Jährige alles andere als nostalgisch. Natürlich weiß er, dass die Zeiten für angejahrte Buddy-Holly-Wiedergänger schlechte sind. Die Tage der Big-Budget-Produktionen […] mehr…

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    Marty Stuart – Country Music - Roots von Jörg Feyer

    Nur noch selten ist ja heute auch Country drin, wenn Country drauf steht. Marty Stuart gehört zu den wenigen Major-Label-Überlebenden in Nashville, denen man in dieser Hinsicht noch vertrauen kann. Gut, den Novelty-Spaß übertreibt der Ex-Lester-Flatt-Novize diesmal ein bisschen in Songs wie „Too Much Month (At The End Of The Money)“. Und ein neues „Me […] mehr…

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    Albert Lee – Heartbreak Hill - Roots von Jörg Feyer

    Auch der englische Country Boy schaut zurück – allerdings exklusiv ins Repertoire seiner ehemaligen Arbeitgeberin Emmylou Harris. Eine naheliegende und riskante Option, denn als Vokalist muss Albert Lee natürlich den Kürzeren ziehen bei „Til I Gain Control Again“. Ein Repertoire jenseits bloßer Trademarks und Mikro-Gäste wie u.a. Patty Loveless, Buddy Miller und Maura O’Connell wirken […] mehr…

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    Kate Campbell – Twang On A Wire - Roots von Jörg Feyer

    Warum nicht? Nach fünf Alben mit eigenem Material gönnt sich Kate Campbell eine kreative Verschnaufpause und besucht jene Songs von u.a. Dolly Parton, Kris Kristofferson, Tom T. Hall, die sie einst selbst zum Schreiben brachten – und damit auch die Ästhetik einer Ära, die heute weiter entfernt scheint als lächerliche 30 Jahre. Assistiert von Top-Musikern […] mehr…

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    Joe Strummer & The Mescaleros – Streetcore - Hellcat/SPV

    Die letzten Zeilen von „Long Shadow“ könnten als Joe Strummers Epitaph stehenbleiben. Er hatte den Song für Johnny Cash geschrieben, in Rick Rubins Studio, binnen Stunden, und ihn dann mit Rubin. Smokey Hormel und Benmont Tench aufgenommen. Ein Demo nur, für alle Ewigkeit nun. „If you put it all together you didn’t even once relent/ […] mehr…

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    Thad Cockrell – Warmth & Beauty - Roots von Jörg Feyer

    Der bullige Sänger und Songschreiber aus North Carolina legt gern falsche Fährten. Also bitte nicht leiten lassen vom munteren Aufgalopp „I’d Rather Have You“, der für „Warmth & Beauty“ in etwa so repräsentativ ist wie ein Pedal Steel-Solo für Shania Twain. Es gebe „kein alt“ in seiner Auffassung von Country, vielmehr liebe er den „twang […] mehr…

  • Sophie Ellis Bextor - Shoot From The Hip

    Sophie Ellis Bextor – Shoot From The Hip - Polydor

    Man darf das ruhig zugeben: Als Sophie Ellis Bextor ’02 die Medienschauplätze nicht nur im UK fest im Griff hatte, war man ein bisschen verzaubert. Der unterkühlt-erotische Schick von „Murder On The Dancefloor“ schob dem hohlen Dance-Pop der Formatradios mit ultracoolem, gar nicht humorlosem Disco-Schick ein Kuckucksei unter, und schon wollte man da eine Verbündete […] mehr…

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    The Bandits – 2 Step Rock - Singles von Wolfgang Doebeling

    Liverpool rockt selten, hier schon. Wie eine Jolle im Sturm, schnell auf und nieder, alle Handclaps an Deck, die Gitarren festgezurrt, dem Wetter trotzend mit Geheul und juvenilem Leichtsinn. Hier zirkuliert Blut, auf intrikate Feinheiten wird gepfiffen. (B-UNIQUE) mehr…

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    The Features – The Beginning EP - Singles von Wolfgang Doebeling

    Ein Quartett aus Sparta, Tennessee, also direkt aus „In The Heat Of The Night“. Was man dem Brit-gefärbten, Eightiesinspirierten, Farfisa-quengeligen Pop freilich nicht anhört. Außer im Orgel-Tempo, das Augie Meyers evoziert und seinen Sir-Doug-TexMex. (FIERCE PANDA/CARGO) mehr…

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    The Stereophonics – Since I Told You It’s Over - Singles von Wolfgang Doebeling

    Ein Edit des besten LP-Tracks, Rock-balladesk im Stil von „Handbags And Gladrags“, wenngleich natürlich nicht auf demselben Niveau, was die Qualität des Materials angeht. Immerhin hängt sich Kelly Jones mächtig rein, Rod-The-Mod-mäßig, zu kongenialem Backinq. (V2) mehr…

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    Elliott Smith – Pretty - Singles von Wolfgang Doebeling

    Ein tröstliches Lebenszeichen vom Pop-Sensibilisten, der letzthin nur noch durch Hiobsbotschaften über mentale und drogenbedingte Krisen von sich reden machte. Zwei feine, hypomanische Tracks im Midtempo-Bereich, melodisch wie immer bittersüß, 7inch. (SUICIDE SQUEEZE/CARGO) mehr…

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    Diverse – Rio Reiser Familienalbum

    Wir müssen nicht sinnlos über den Sinn eines Rio-Reiser-Coveralbums argumentieren, wir sollten überlegen, was es für die zwölf alten und jungen deutschen Pop-Acts bedeutet, bei einem solchen Coveralbum dabei zu sein. Ein Hieb in die Fresse des Kapitalismus ist es nicht, aber immerhin noch ein leicht vorwurfsvolles Wangenpatschen. Idioten bekommen die Chance zur öffentlichen Verbrüderung, […] mehr…

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    Brian Setzer – Nitro Burnin‘ Funny Daddy - Surfdog

    Für einen, der schon bei zwei Revivals am Steuer saß, Anfang der Achtziger mit den Stray Cats und Mitte der Neunziger mit seinem vielköpfigen Orchestra, zuerst mit Rockabilly, dann mit Bigband-Swing, legt Brian Setzer auf „Nitro“ bemerkenswert wenig Wert auf stilistische Geschlossenheit. Blues und Boogie bleiben die Bezugspunkte, doch entfernen sich die zwölf Tracks davon […] mehr…

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    Van Morrison – What’s Wrong With This Picture?

    Schönes Cover. Der Van-Morrison-Setzkasten. Schaun wir mal, ob auch alles drin ist: Bläser, Streicher, Blues, R & B, Folk, Soul. Alles klar. Ein Song heißt „Goldfish Bowl“, ein anderer „Too Many Myths“ – die alten Topoi. Keine Überraschungen also. Und doch… Van Morrison lacht! Gleich zu Beginn, beim Titelstück (hat nichts zu tun mit dem […] mehr…

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    The Handsome Family – Singing Bones - Loose

    Das musizierende Ehepaar Rennie und Brett Sparks hat einen prominenten Fan mehr: Kein anderer als Ringo Starr outete sich als Aficionado. Bringen die Songs des Duos die jenseitigen Seiten des leutseligen Trommlers zum Schwingen? Oder ist er nur geschmeichelt dem so hübschen wie verqueren Vergleich von Greil Marcus aufgesessen, die Handsome Family sei „the Beatles […] mehr…

  • Iggy Pop Skull Ring Cover

    Iggy Pop - Skull Ring

    The Ig: zurück mit Punk. Oldschool-Rock und den Brüdern Asheton. Sein Nu-Metal-Geklotze war erbärmlich, frei von Anankasmus, alles bloß berechnet. Eine Rechnung ohne den Wirt freilich, denn dem durchschnittlichen Konsumenten von Korn oder Slipknot ist das Ranschmeißen alter Menschen, so ab 30 spätestens, zutiefst zuwider. Die Leserbrietseite des Furzrock-Fachblattes „Revolver“ kennt da keine Zimperlichkeit. Respekt […] mehr…

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    Jackie-O Motherfucker – The Magick Fire Music/Wow!

    Wieviel attiiude hätten’s denn gern? Jackie-O Motherfucker sind die Strokes der Avantgarde, wilde Romantiker, entweder die punkigste aller Postrock-Bands oder die zugänglichsten Frei-Improvisateure. Ein Poolaus 20 Musikern aus Portland, New York und Baltimore (kein Sänger dabei)spielt Space-Rock, Blues und Ambient-Americana nach den Regeln des Free Jazz -kannalsosein, dass eine Zeit lang nichts passiert oder wenig […] mehr…

  • Pink Grease - All Over You

    Pink Grease – All Over You - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Die kommen aber sowas von „aus New York“: Einer brüllt und stottert wie angebrannt zu Bums-Schlagzeug, irrem Gitarren-Fuzz, trötendem Saxofon, und ein offenbar weibliches Bandmitglied blökt dazwischen. Eigentlich sind Pink Grease aus Sheffield, und trotzdem ist das, obwohl man die Absicht so spürt, großartiger Nihilisten-Trash-Rock’n’Roll. Ein Song heißt „Lou Reed“ und klingt ganz anders. (MUTE) mehr…

  • Transmissionary Six - Spooked

    Transmissionary Six – Spooked - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Sehr einsame Gothic-Country-Vision: Paul Austin (Ex-Willard Grant Conspiracy) und Terri Moeller (Walkabouts) mit wimmernden Gitarren, Violinen in Hall, verebbendem Twang, huschenden Geräuschen. „Jacques Cousteau, we need you“, haucht Sängerin Moeller wie die böse Stiefmutter von Hope Sandoval. Etwas schläfrig, durchaus faszinierend. (NORMAL) mehr…