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    Print-Pop von Frank Schäfer

    „Peacoks Manifest“ (Eichborn, 19,90Euro) von Stuart David, dem Belle & Sebastian-Mitbegründer, erzählt den langen Weg des schottischen Parzifals Peacock quer durch die Staaten. Der ist ein eitler Country-Stutzer, entsprechend großmäulig und hemdsärmelig – und sein Gral eine fixe Idee: nämlich Glen Campbells Schmalzstulle „Rhinestone Cowboy“ in eine bretternde Techno-Nummer umzugießen und damit eine Menge Geld […] mehr…

  • Sixteen Horsepower - Olden

    Sixteen Horsepower – Olden - Short Cuts von Arne Willander

    Session- und Konzertaufnahmen aus den Jahren 1993 und ’94, bevor die Apokalyptiker ihre Debüt-EP veröffentlichten und die Gesänge von Tod und Teufel, Gott und Verdammnis zum Klischee gerannen. Am Anfang hatten die Klagelieder, gespielt auf uraltem Instrumentarium, Schmiss und Witz. American Goth auf Banjo und Quetschkommode, mindestens sechzehn Pferdestärken, eine Bibel und Dantes Inferno. (Glitterhouse). mehr…

  • Björk - Livebox

    Björk - Livebox

    Wie stets bei Björk apart ausgestattete Sammlung, die Box als Box mit vier Live-CDs zu den vier Alben, obendrein eine DVD und ein üppiges Booklet. Für Menschen mit eisernen Gehörgängen und Engelsgeduld ein Genuss wie „Dancer In The Dark“, bloß länger. mehr…

  • Suzanne Vega - Retrospective

    Suzanne Vega - Retrospective

    Ein Rückblick zu einer Zeit, da von Suzanne Vega nicht mehr die Rede ist. Dabei hat die Songschreiberin mindestens vier ausgezeichnete Alben gemacht, die hier freilich auf „Tom’s Diner“, „Luka“, „In Liverpool“ und „Blood Makes Noise“ und einige weniger offenkundige Meisterleistungen reduziert werden. Besser die Platten selbst hören. (Polydor) mehr…

  • Duran Duran - Duran Duran

    Duran Duran – Duran Duran - EMI

    In Deutschland waren Duran Duran ja erst mal ein richtiger Flop. Die Jugendzeitschriften druckten zwar schon 1981, als das Debütalbum erschien, wöchentlich Fotos und Frisurenkunde ab. Eine Top-Ten-Band, die volle drei Jahre brauchte, bis sie mit „The Reflex“ wirklich in den deutschen Top Ten ankam. Zu einer Zeit, als die Mitglieder Großbritannien und die USA […] mehr…

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    Chicago – Box - Short Cuts von Arne Willander

    Prunk-Box-Set für den Bombastiker, der schon alles hat. Fünf CDs mit allen üchaffensphasen bis „Chicago 19“, dazu eine etwa karge DVD mit Live-Material und einem Promotion-Film. Dokumentiert naturgemäß, wie aus ambitionierten Anfängen in rehn Jahren seichter Schlock wurde, sieht aber gut aus. (Rhino) mehr…

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    Foyer Des Arts – Von Bullerbü nach Babylon - WEA

    Viele suchen diese Platte seit Jahren, und Glückwunsch, sie dürfen weitersuchen. Die Künstler berichten nämlich, sie seien 1982 von der Firma WEA gezwungen worden, bestimmte Songs zu verwenden – deshalb haben Max Goldt und Gerd Pasemann die CD-Version nun so produziert, wie sie es damals haben wollten, drei Stücke ersetzt, alles umgestellt und ein neues […] mehr…

  • Elmore James - King Of The Slide Guitar

    Elmore James – King Of The Slide Guitar - Edel Contraire

    Jemy Spencer verehrte den Mann so abgöttisch, dass er all seine vokalen Manierismen bei den Aufnahmen mit Fleetwood Mac so getreu wie überhaupt denkbar nachahmte. Für Brian Jones war der Mann mit dem unverkennbaren Slide-Ton ein Idol. Seine gelehrigsten weißen Schüler dürften wohl doch Duane AUman und Mike Bloomfield gewesen sein. Aber seinen Einfluß auf […] mehr…

  • MC5 - Motor City Is Burning

    MC5 – Motor City Is Burning - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Live-Dokument aus jenen Tagen, als die MC5 aus Militanz und Dilettantismus gleich zwei Traditionslinien begründen halfen. Die für gniedelige, haarige, breitbeinige, kastrationsängstliche und mit Vorliebe stupide Testosteron-Mucke. Heavy Metal also. Und die für hyperventiliererden, kratzbürstigen, Drei-Akkord-Primitivismus: Punk. Allerdings braucht es musikalische Fantasie, um diese Pionierarbeit hier herauszuhören, denn das meiste ist nur miserabel gespielter Blues-Rock. […] mehr…

  • MC5 - Babes In Arms

    MC5 – Babes In Arms - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Vor 20 Jahren auf einer ROIR-Cassette erstmals veröffentlicht, versammelt diese Compilation allerlei Obskures von den Berserkern aus Detroit. Darunter die Single „I Can Only Give You Everything“, ein Them-Cover aus der Band-Frühzeit, noch ganz im britischen R & B gefangen und überhaupt noch nicht wüst. Noch Beatbeschaulicher ist „One Of The Guys“, ebenfalls von 1966, […] mehr…

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    The Nazz – Open You Eyes – The Anthology - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Sie hatten einen fliegenden Start, als Support für die Doors und als Begünstigte eines lukrativen Publishing-Deals. Mit Todd Rundgren hatten sie überdies einen Musiker in ihrer Mitte, der sich auf Melodien verstand und feine Songs zu schreiben wusste. Als dann aber 1968 ihre Debüt-LP „Nazz“ herauskam, war sie mit ihren angloseligen, an den Small Faces […] mehr…

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    The Damned – Music For Pleasure - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Das zweite Damned-Album für Stiff, nur sieben Monate nach „Damned Damned Damned rausgehauen, galt in Punk-Kreisen als pantomimischer Sündenfall. Anstelle von Nick Löwe saß nun Nick Mason im Produzentensessel. Yep, ebender, seines Zeichens Drummer von Pink Floyd und weiter entfernt vom Punk-Ethos als die Sex Pistols von Buckingham Palace. Mason machte in Punk-by-numbers, der Sound […] mehr…

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    Weitere Reissues: - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    T.Rex – Boogie On (Get Back/ Cargo)3,0 Peter Tosh – Arise Black Man (Earmark)3,0 Bert Jansen – It Don’t Bother Me(Earmark)4,0 Les Fleurs De Lys – Reflections(Turning Point) 3,0 The Fall -Totally Wired (Earmark/Cargo) 3,5 The Who-LiveAt The Royal Albert Hall (SPV/Cargo)3,0 Michael Chapman -Navigation (KDC)3,0 G.B.H. – City Baby Attacked ByRats(Earmark)2,5 Discharge – Hear […] mehr…

  • T.Rex - The Slider

    T.Rex – The Slider

    Das Tolkien-Flair von Tyrannosaurus Rex, auf „Ride A White Swan“ noch zu spüren, hatte sich 1972 gemeinsam mit Steve „Peregrine“ Took verflüchtigt. „Metal Guru“ und „Telegram Sam“ wiesen Marc Bolan als den Kingpin des Glam-Rock aus, vor Bowie und Roxy Music, wiewohl Bolans Welt stets die des Pop war. „The Slider“ birgt mit „Spaceball Ricochet“ […] mehr…

  • The Damned - Damned Damned Damned

    The Damned – Damned Damned Damned - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Dave Vanian, Captain Sensible, Brian James und Rat Scabies starteten auf Stiff Records, wurden von Nick Löwe produziert und besaßen keinerlei Street-Cred. Das hatte mit diesem Pub-Rock-Stallgeruch zu tun, mehr noch aber mit ihrem Erscheinungsbild als Karikaturen des Punk-Rock. Nur Gitarrist James lehnte Kostümierung ab, bezog sein unzweifelhaftes Können aber komplett aus der Prä- Punk-Ära. […] mehr…

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    Sham 69 – Thats Life - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Working Class Punk, ohne bildungsbürgerlichen Ballast, vom Cockney-Gezeter zu Beginn bis zum Hangover-Erwachen am Ende. Aber: Jimmy Pursey war ein blitzgescheiter Junge, trotz allen Proll-Getues. Und: diese zweite LP von Sham 69 war ein veritables Konzept-Album. Ein Tag im Leben einer Londoner Arbeiterfamilie zwischen Raufen und Saufen, Hoffnung und Gehen-Sie-zurück-zu-Start-gehen-Sienicht-über-Los-ziehen-Sie-nicht-IOOO-Pfund-ein. Leider getragen von vornehmlich lausigen […] mehr…

  • Townes Van Zandt - In The Beginning...

    Townes Van Zandt – In The Beginning

    Kaum bekannte frühe Aufnahmen des großen Songschreibers mehr…

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    Joe Jackson – Night And Day - Polydor

    „Night And Day“ mit diesem Mock-Gershwin-Skyline-Cover sah ja immer schon so klassisch aus, wie die Platte jetzt ist. Folglich wird Joe Jacksons berühmtestes Album nun in der nicht sehr geschmackssicheren „Deluxe Edition“-Serie von Universal wieder mal aufgelegt, reichlich 20 Jahre nach der Entstehung. Jackson arbeitete damals in New York, nachdem seine Band aufgelöst war und […] mehr…

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    Gene Clark – No Other - Rhino/WSM

    „Kontrovers“ ist noch untertrieben, was die Wertschätzung dieses vierten Solo-Albums von Gene Clark über die Jahre hinweg bei der Kritik angeht. Mittlerweile ein Kult-Teil allerersten Ranges, basieren viele Urteile vermutlich auf Kassetten-Kopien der 1974 veröffentlichten LP, die es damals gerade mal auf Platz 144 der „Billboard“-Hitliste schaffte. Seither wurde die genau zweimal auf CD wieder […] mehr…

  • Sam Cooke Portrait Of A Legend Artwork

    Sam Cooke - Portrait Of A Legend 1951-1964

    Er hätte nicht mit der Frau in das Motel gehen sollen. Als er unter der Dusche stand, entwendete sie – ganz so wie im nächstbesten schlechten Film seine Geldbörse und verschwand, woraufin er halb nackt zur Rezeption lief und dort von der wachhabenden Besitzerin in einem Handgemenge erschossen wurde. Die Akte wurde schnell geschlossen. Ein […] mehr…