• Blue Man Group - The Complex

    Blue Man Group – The Complex - EastWest

    Die Blaumänner haben sich Verstärkung geholt. In Amerika braucht das Trio zwar keine Unterstützung, um in Las Vegas und New York Casinos und große Hallen zu füllen, aber in Europa hat man’s noch nicht ganz kapiert. Was soll das eigentlich? Blau bepinselte Typen, die nicht sprechen, treten mit Musikern auf, die auf selbst gebastelten Instrumenten […] mehr…

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    The American Analog Set – Promise Of Love - Short Cuts von Joachim Hentschel

    „Ihr habt es euch ja hübsch eingerichtet im Indie-Rock-Wohnzimmer!“ hat ein Gast beim letzten American Analog Set-Konzert in Hamburg dazwischengerufen – Recht hat er. Im Indie-Rock-Hobbykeller steht die Orgel, im Vestibül das Glockenspiel, in der Teeküche philosophiert leise der Sänger. Mogwai plus Texte, sanfter Krautrock-Geschmack. Fünftes Album der Texaner. (LABELS/VIRGIN) mehr…

  • Britta - Lichtjahre voraus

    Britta – Lichtjahre voraus - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Kein Sex, nur The City. Christiane Rösinger, immer noch Ex-Lassie Singers, große Kolumnistin aus Berlin (Kreuzberg, nicht Mitte) singt zehn neue begossene-Pudel-Songs und ein Scherben-Cover. Desillusioniert und hoch poetisch protokollierte Szenen aus der Einsamkeit belebter Kneipen, den absurden Ritualen der so genannten Liebe – eine der besten deutschen Gitarrenbands, finde ich. (Flittchen/EFA) mehr…

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    Barbara Manning – A Starry Night At The Shop - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Unberührt davon, wie groß oder mini der Club ist, spielt die Marlene Dietrich des US-Indie-Folkrock mit ihrer Band, den schwäbischen Zwillingen Flavio und Fabrizio,das volle Programm. 18 Songs wurden in Spokane/Washington mitgeschnitten, mit allen Vor- und Nachteilen einer unbearbeiteten Live-Aufnahme. Charmant, schöne Picture-LP. (SWAMP ROOM) mehr…

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    Mondo Generator – A Drug Problem That Never Existed - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Die QOTSA-Platte für zwischendurch. Es ist die Nebenbei-Band von Nick Oliveri, dem Irren mit der Glatze, weshalb es auf seinem zweiten Album insgesamt irrer und glatzköpfiger als bei den Queens zugeht (Homme und Lanegan gastieren aber). Oliveri tut das für den Heavy-Rock, was andere angeblich für den Pop tun: Erzitiertsich quer durch die Historie, von […] mehr…

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    Besser – Kaputt und glücklich - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Kaputt und glücklich Das Lüneburger Trio Besser, wenigstens mal eine deutsche Indie-Band, die nicht sagt, wir sollten uns alle liebhaben. „Wir sind aus dieserZeit gefallen“, singen sie in leicht verächtlichem Jungmänner-Defätismus, spielen die Gitarre klar und schroff und groovend. Eine luftige Ableitung aus US-Hardcore, leider mit einigen poetischen Plattheiten und ohne richtige Hooks. (TAPETE) mehr…

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    Bic Runga – Beautitul Collision

    Die Sängerin Bic Runga aus Neuseeland spielt nicht die Musik ihrer Maori-Vorfahren, sondern den leicht elektrischen Uni- und Kaffeehaus-Folk von Aimee Mann, Suzanne Vega, der frühen Tori. Die Stimme klingt schon nach wenigen Silben klassisch, das Jazzig-Zartbittere vieler Stücke (fast alle mit Band, souverän und abwechslungsreich instrumentiert) lässt nur oHen, ob es Winter oder spät […] mehr…

  • Ragazzi - Friday

    Ragazzi – Friday

    Friday Kühl wie Kunst, der Bubengesang schräg und extra unsoulig, Synthesizer, die man nur deshalb als Nostalgie-Referenzen auf Human league und die Pet Shop Boys wahrnimmt, weil die Band offenbar keine neuen Soundbänke aus dem Netz geladen hat: Ragazzi aus Berlinerinnern bedingt an The Notwist, interessieren sich aber wenig für Strukturbilder und sehr für ihre […] mehr…

  • Gentleman - Live

    Gentleman – Live - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Live The Köln Concert in sicherlich voller Länge, Doppel-CD mit 23 Stücken des jamaikanischsten unter den deutschen Sängern und seiner Gäste. Eine Live-Platte lohnt sich bei Gentleman, weil er beim Reden mit dem Publikum oft spontan in Gesang ausbricht. Roots-Reggae mit voller Band, löwenstark, sanftmütig, rastafarisch, auch ein bisschen einschläfernd. (FOURMUSIC/SONY) mehr…

  • Kurt Rosenwinkel - Heartcore

    Kurt Rosenwinkel – Heartcore - Jazz von Klaus von Seckendorff

    „More simple, more direct“, lautet das Motto für die Zusammenarbeit des charismatischen Gitarristen mit Mr. Q-Tip (A Tribe Called Quest). Simpel sind am ehesten noch die Melodien, die Kurt über eigenwillige Mixturen aus Synthesizers und Drummachines improvisiert. Sonic tapestries, die dem Jazz ganz eigene, neue Wege weisen. (VERVE/UNIVERSAL) mehr…

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    Doug Wamble – Country Libations - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Von Robert Johnson, Hank Williams und Ornette Coleman inspiriert ist diese abenteuerliche Mischung aus Delta Blues, Gospel, Country und Jazz. Tiefer Süden und New York haben das Quintett des Sängers mit der Gretsch-Gitarre geprägt. Fesselnde Musik eines jungen Weißen, der mit seinem Lord im Bunde steht: die bislang spannendste Veröffentlichung auf Branfords Jazz-Label. (MARSALIS MUSIC/IN-AKUSTIK) mehr…

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    Rigmor Gustafsson – I Will Wait For You - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Eine Schwedin, deren unprätentiöser Gesang an Rickie Lee Jones erinnert oder an Nils Landgren. Repertoirehalber eine Fortsetzung von dessen „Sentimental Journey“ (2002): zu Herzen Gehendes von James Taylor bis Jacques Brei, manchmal mit Streichquartett. Nils produziert, greift selten zur Posaune oder singt. Bassist Lars Danielsson sowie „Germany’s finest“ am Klavier (Roberto di Gioia) und Schlagwerk […] mehr…

  • The Black Eyed Peas - Elephunk

    Um gleich mal mit einem Ausrufezeichen zu starten: The Black Eyed Peas sind die neuen Fugees! Ihre Musik kennt keinen Unterschied mehr zwischen Hip-Hop, Funk oder Pop. Sie ist. Jetzt. Hier. Unterm Strich also doch Pop. So frisch, knackig und lecker, dass man die Einwände nörgelnder HipHop-Theoretiker gar nicht hören mochte. Gesetzt den Fall, es […] mehr…

  • Tied & Tickled Trio - Observing Systems

    Tied & Tickled Trio – Observing Systems - Morr/Indigo

    Da lässt sich nicht dran deuteln: Das ist Jazz. Dem Geschmack, der Stimmung und selbst den Noten nach, auch wenn das begleitende Infoschreiben zu „Observing Systems“lieber von systemtheoretischen Überlegungen schwadroniert und den Begriff Jazz nur kurz mal im Zusammenhang mit Sun Ra (vor dem sich Tied & Tickled Trio tatsächlich verneigt) antippt, als wäre Jazz […] mehr…

  • Michelle Branch - Hotel Paper

    Michelle Branch – Hotel Paper - WEA

    Sie sieht vielleicht aus wie ein braves amerikanisches Mädchen, dass sich auf jedem Abschlussball wohlfühlen würde und gern Nagellack-Tipps mit Freundinnen austauscht. Aber Michelle Branch hat ganz andere Sorgen. Ihr Debüt „The Spirit Room“ war so erfolgreich, dass sich die Sängerin selbst wunderte. Über die Liebe wisse sie nichts, gab sie zu Protokoll – sie […] mehr…

  • Starsailor - Silence is Easy

    Starsailor - Silence is Easy

    If life is a carnival, can I say here a while?“, (ragt James Walsh zu Beginn ein bisschen verzweifelt, als wüsste er die Antwort nicht längst: Natürlich lassen wir ihn rein, natürlich darf er bleiben, solange er will. Für immer, meinetwegen. Er ist ein Schlawiner, dieser Walsh. Er wirkt so harmlos, weiß aber ganz genau, […] mehr…

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    Prince - N.E.W.S.

    Vier lange Instrumentals zwischen Ambition und Langeweile mehr…

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    Frank Black – Show Me Your Tears - Cooking Vinyl

    Vielleicht ist Frank Black der Große Amerikanische Songschreiber, der alles integrierende Genius, der Genre-Magier und Ad-hoc-Autor. der hemdsärmelige Rock-Troglodyth und der lässige Pop-Connaisseur. Seine größten Taten, schon wahr, liegen 15 Jahre zurück: die Alben „Surfer Rosa“ und „Doolittle“ mit den Pixies. Und auch wahr ist, dass er diese frühen Explosionen niemals wiederholen konnte. Andererseits konfrontiert […] mehr…

  • Matthew  Good - Avalanche

    Matthew Good – Avalanche - Universal

    Nur eine Geste? Das aus hochwertiger Pappe hergestellte Cover zeigt einen Matthew Good, der sich beinahe erschrocken die Hand vor den zugekniffenen Mund hält. Möglicherweise hat er sich ja gerade noch mal ein paar seiner neuen Songs angehört. Und empfindet nun ein wenig Scham darüber, einen banalen Sing-Sang wie „Lullaby For The New World Order“ […] mehr…