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    19. X-Ray Spex – Oh Bondage Up Yours!

    - Fifty on 45 RPM

    „Some people think little girls should be seen and not heard“, sagt Poly Styrene eingangs in kokettem Cockney, „but I think: oh bondage, up yours!“. Geboren als Marion Elliot und ein paar Monate davor noch Hippie-Chick, war sie auf den gerade anfahrenden Punk-Zug aufgesprungen und schrie sich die Seele aus dem Leib: Befreiung! Von gesellschaftlichen […] mehr…

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    9. Siouxie & The Banshees – Hong Kong Garden - Fifty on 45 RPM

    „Harmful elements in the air/ Symbols crashing everywhere“, beginnt das erste Ausrufezeichen einer Band, die bis dahin nur Fragezeichen gesetzt hatte. Gewalt bei Gigs, Schock-Spiele mit Swastikas, dunkles Ennui in Interviews: Die Banshees setzten auf Provokation und Paranoia, wurden lange von nahezu allen Labels hofiert und landeten schließlich kurioserweise auf Polydor, dem Pudel unter den […] mehr…

  • The Clash -

    The Clash - Fifty on 45 RPM

    Im Sommer 1978 hatte selbst der unverbesserliche Idealist Joe Strummer einsehen müssen, dass Punk auf lange Sicht nichts ändern würde an der Hackordnung des Musikbetriebs. Punk hatte so manchem Profiteur die Suppe versalzen, doch schwimmen Fettaugen eben stets oben. The Clash antworteten mit Häme und Verachtung auf die Vereinnahmungsmanöver. Und mit Hass. „They think it’s […] mehr…

  • Sex Pistols Pretty Vacant Cover

    Sex Pistols - Pretty Vacant

    Fifty on 45 RPM Das britische Garagen-Gegenstück zu Richard Hells „Blank Generation“, härter, anarchischer und nicht minder emblematisch. Wo Hell aber Aufmerksamkeit heischt zu Robert Quines Stakkato-Quengeln, klingt Rottens „we don’t care“ kompromisslos und Steve Jones‘ feinstes Rifferama geradezu quecksilbrig. „Pretty Vacant“ war kein Husarenstück vom Schlage „God Save The Queen„, kommt aber mit mehr […] mehr…

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    6. The Only Ones – Another Girl, Another Planet - Fifty on 45 RPM

    Noch ein veritabler Glücksfall. Für eine Band, die den kategorischen Punk-Imperativ, wonach alles von Übel sei, was drei Akkorde übersteige, für sich nicht gelten ließ. Die Only Ones waren Musiker und Songwriter mit Ambitionen und Vergangenheit. Hatten bei Spooky Tooth getrommelt oder für Hawkwind geklampft. Und fanden sich eher zufällig in Punkville ein, nicht widerwillig […] mehr…

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    5. The Undertones – Teenage Kicks - Fifty on 45 RPM

    Wie Manna vom Himmel sei ihm diese Teen-Hymne von fünf Jungs aus Belfast vorgekommen, sagt John Peel, „it made me cry the first time I heard it“. Ähnlich ging es vielen, bis heute. Denn nichts überlebt den Lauf der Pop-Gezeiten so gut wie eine simple, unmittelbar wirkende Melodie, gepaart mit zeitlosen Sentimenten, hier: Jugendfrust und […] mehr…

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    4. Magazine – Shot By Both Sides - Fifty on 45 RPM

    Eine Konvergenz von Existenzialismus und Pop, die singuläre Kongruenz von: Kunst und Punk. Howard Devoto hatte gerade die Buzzcocks verlassen, als er mithilfe von Inspiration,Television und einem von Pete Shelley angedachten, spiraligen Gitarrenlauf diese perfekte Single drechselte. Keineswegs spontan oder sonstwie aus dem Bauch heraus. Geschlagene: sechs Monate lang klügelte Devoto mit seiner neuen Band […] mehr…

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    3. The Clash – Complete Control - Fifty on 45 RPM

    Eine rabiate Abrechnung, von Lee „Scratch“ Perry am Mischpult herrlich verhallt und mit einem Joe Strummer, der Gift und Galle spritzte in Richtung CBS. Weil das Clash-Label sich erdreistet hatte, „Remote Control“ als Single zu veröffentlichen, ohne die Band zu konsultieren. Ein Affront im Jahr des Punk, wo es doch gerade um Autonomie ging, um […] mehr…

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    1. The Sex Pistols – Anarchy In The UK - Fifty on 45 RPM

    Eine einzige Drohung, genüsslich und gemein, von Johnny Rottens diabolischem Gewieher am Anfang bis zum letzten zerdehnten, hasszerfressenen „destroy“. So langsam wie markerschütternd. Nicht die erste Punk-Single indes. So wenig wie „That’s Alright Mama“ die erste Rockabilly-Single war. Doch der Effekt war derselbe: Erstaunen und Entsetzen. Erstaunen bei uns, die wir gerade noch gemeint hatten, […] mehr…

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    Michels – Full Moon California Sunset - Telefunken

    Moonstruck war Wolfgang Michels offenbar des öfteren, lange vor dem Film gleichen Namens, und anders als Nicolas Cage mit Cher hatte er anscheinend immer wieder mal massive Probleme mit Mädchen. Über die schrieb er dann einige seiner besten „Lieder nach nirgendwo“. Oder „einfach in den Wind“, wie er im Titelsong von „Keine Probleme“ {3,5) sang. […] mehr…

  • King Tubby - The Dub Master Presents...

    King Tubby – The Dub Master Presents… - Selekta/EFA

    Über die Coverästhetik kann man diskutieren, doch das ist das einzige, was der Hamburger „Moll-Selekta“ Jan Szlovak bei der Wiederveröffentlichung der zwei King-Tubby-Alben vielleicht falsch gemacht hat. Die Innenfalz der Doppel-CD zeigt die Original-Hüllen von 1974 und 75, Tubby als „The Dubmaster“ mit Königskrone, auf dem ersten Bild garantiert aus Pappe (und mit dem Schriftzug, […] mehr…

  • The Who - A Quick One

    The Who – A Quick One - Polydor

    Hoffenlich schämt sich Pete Townshends Tonmann Jon Astley immer noch ob des Blödsinns, den er anlässlich der vor einiger Zeit publizierten Who-Remaster im Fall von „A Quick One“ verzapfte. Das habe er als einziges neu monofon bringen müssen, weil das Stereo-Master, in irgendeinem Keller einer Villa in Malibu liegend, bei einer abgehenden Schlammlawine völlig unbrauchbar […] mehr…

  • Max  Romeo - War Ina Babylon

    Max Romeo – War Ina Babylon - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Bekannt wurde Romeo im UK mit dem Rude-Reggae-Hit „Wet Dream“ und nicht weniger schlüpfrigen Follow-ups wie „Mini Skirt Vision“, doch hatte seine Stimme Gospel-Qualität, die erst in den 70er Jahren zum Tragen kam. Am eindrucksvollsten auf dieser von Lee Perry produzierten, 1976 von der Kritik gefeierten LP. Die Musik zwischen Roots und Pop, die Texte […] mehr…

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    Neil Young – On The Beach - WEA

    Bekanntlich war Neil Young nicht amüsiert, als er 1974 „On The Beach“ aufnahm, Teil 3 seiner Trilogie der Übellaunigkeit, die ihn nach drogeninduzierten Todesfällen und der Megalomanie der CSN&Y-Stadion-Tournee befallen hatte. Während die drei Kollegen beinahe hätten sie sich die Haare schneiden lassen! – im Privatflugzeug reisten und eigene Bettwäsche in Hotelzimmern drapieren ließen, kutschierte […] mehr…

  • The Temptations - Psychedelic Soul

    The Temptations – Psychedelic Soul

    Als die Schmusekater plötzlich Agitprop und Psychedelik fanden Unter der Anleitung von Motown-Vizepräsident Smokey Robinson hatten sich die Temptations zu einem noch hochkarätigeren Sanges-Ensemble als die Miracles entwickelt. Aber es war ab 1966 Norman Whitfield, der mit Songs wie „Ain’t Too Proud To Beg“, „(I Know) I’m Losing You“ und „I Wish It Would Rain“ […] mehr…

  • Richard Thompson - The Old Kit Bag

    Richard Thompson – The Old Kit Bag - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Thompsons sehr sparsam arrangiertes, aktuelles Meisterwerk endlich auch analog, erstklassig überspielt auf Doppel-LP, 180g, jedoch mit mehr als 30 Euro nicht eben billig. Am Jazz geschult, voll brillanter Gitarrenarbeit, wie stets gallig und bebend gesungen und alles andere als eingängig. (Diverse) mehr…

  • Motörhead, No Sleep Til Hammersmith, Cover

    Motörhead - No Sleep Til Hammersmith

    Eine Platte wie ein Orkan. Wer Motörhead damals live erleben durfte, am besten natürlich im Hammersmith Odeon, war nie mehr ganz derselbe. Die Headbanger, die sich den letzten Rest Hirn aus dem Kopf schüttelten, nach dem Konzert kaum noch fähig, aufrecht zu stehen, geschweige denn zu gehen. Und oben auf der Bühne dieses infernalische Trio, […] mehr…

  • The Saints -  Stranded

    The Saints – Stranded - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Eins der legendärsten, weil stilbildendsten Statements des Punk. The Saints kamen aus dem australischen Brisbane, und ihre Musik schuldete den New York Dolls und Ramones ebensoviel wie dem britischen R & B der Mid-Sixties und dem Pub-Rock von Ducks Deluxe in den Mid-Seventies. Die Songs von Ed Kuepper und Chris Bailey bedienten sich ingeniös bei […] mehr…

  • Motörhead, Ace Of Spades, Cover

    Motörhead - Ace Of Spades

    Nicht die erste, wohl aber beste Studio-LP von Lemmys Berserkern. Allein der Title Track, das perfekteste Stück Heavy Metal überhaupt, ist den Preis der LP wert. Auch wenn zwei, drei Cuts vergleichsweise lendenlahm daherkommen. (Earmark) mehr…

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    The Seeds – The Seeds/A Web Of Sound - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Die beiden ersten Seeds-LPs von 1966 erfahren ihre x-te Wiederauferstehung und quite rightly so. Sky Saxon und seine Garage-Punk-Mutanten aus Los Angeles mögen ein wenig laviert haben zwischen zünftigem Spät-Beat und frühem Underground, aber sie haben eine Menge richtig gemacht. „Pushin’Too Hard“ und „Can’t Seem To Make You Mine“ vor allem, beide hochmelodisch und doch […] mehr…