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    50. Alternative TV Action Time Vision - Fifty on 45 RPM

    Nirgendwo so dicht wie in der Schreibstube von Mark Perry, der das wichtigste Punk-Fanzine, „Sniffin‘ Glue“, herausgab, seine Leserschaft unermüdlich aufstachelte, selbst eine Band zu gründen und mit gutem Beispiel voranging. Getreu seiner Maxime: Konformismus ist der schlimmste Feind der Kunst, begann Perry sogleich, sein eigenes Denkmal zu zerstören. ATV-Singles wurden von Mal zu Mal […] mehr…

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    49. The Boys – I Don’t Care - Fifty on 45 RPM

    Als „Beatles in bondage“ wurden sie geschmäht ob ihrer famos strukturierten Songs. Den Boys war das egal. „I don’t care about rock’n’roll/ I don’t care about beat and soul“, logen sie Punk-konform, ließen dazu ein Boogie-Piano poltern, bedienten sich des Pub-Rock-Alphabets von A bis Z, schwammen im Fahrwasser von Eddie & The Hot Rods und […] mehr…

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    31. The Cure – Killing An Arab - Fifty on 45 RPM

    Die erste Cure-Single hatte kein Defizit an Punk-Attitude, machte aber einen weiten Bogen um jenen Simplizismus, der von Slogans und Statements lebte und Ende 1978 ohnehin an Boden verlor. „Arab“ faszinierte wie die B-Seite „10:15 Saturday Night“ durch gescheiten Minimalismus, birgt aber trotz aller Reduktion das Genom der Gattung Goth. Gruselig. Live bewegten sich die […] mehr…

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    28. The Jam – Firing Squad - Fifty on 45 RPM

    Ihre 77er Debut-Single „Don’t Dictate“ war ein pulsierendes, offensiv vorgetragenes Stück Emanzipation, doch erst mit dem fabulösen Nachfolger „Firing Squad“ reizten die Punks aus der Provinz ihr Potenzial voll aus. Pauline Murray hatte als Sängerin erheblich an Statur gewonnen, und ihr Verwirrspiel um Verheißung, Lügen und „a mixed-up point of view“ fasziniert noch heute. mehr…

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    30. Johnny Thunders – You Can’t Put Your Arms Round A Memory - Fifty on 45 RPM

    Elegantly wasted wäre Johnny Thunders gern gewesen. Wie sein Idol Keith Richards. Aber nach dem unzeremoniellen Ende der New York Dolls und dem peinlichen Split der Heartbreakers musste er erkennen, dass da kein Netz mehr war, in das er sich hätte fallen lassen können. The needle and the damage done. Um so bewundernswerter, wie er […] mehr…

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    27. The Damned – Neat Neat Neat - Fifty on 45 RPM

    Hatte „New Rose“ seine Pub-Rock-Herkunft noch nicht ganz abgeschüttelt, ging „Neat Neat Neat“ den entscheidenden Schritt weiter. Produzent Nick Löwe unterlegte das Ungestüm der vier Paradiesvögel des Punk mit Sound-Charakteristika dreier antiker Punk-Vorläufer: mit dem Rhythmus von Eddie Cochrans „Something Else“, mit dem Gitarrenklang von Sixties-Garagen-Punks wie Mouse & The Traps sowie dem Glam-Rock-Flair eines […] mehr…

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    29. The Jam – In The City - Fifty on 45 RPM

    Ein Drittel The Who: Maximum R & B, Mod-Marotten und Klamotten. Ein Drittel The Clash: Militanz, Stolz und der Riff von „White Riot“. Und ein Drittel ureigenes London-über-alles. „In the city there’s a thousand things I want to say to you“, verausgabt sich Paul Weller. So little time, so much to do. When you’re young. mehr…

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    20. Patti Smith Group – Gloria - Fifty on 45 RPM

    Gloria {Msta 1976) PATTI 5MITH GROUP Sie war die Mutter Courage des Punk, ihr „Piss Factory“ von 1974 war neurotischer Poet-Rock, ihre LP „Horses“ hatte 1975 Grundsatzdiskussionen angezettelt, und „Gloria“ war zwar nur ein Remake des Them-Gassenhauers, aber was für eines. Remake/Remodel: „Jesus died for somebody’s sins but not mine“, lästert die Visionärin, Lenny Kaye […] mehr…

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    19. X-Ray Spex – Oh Bondage Up Yours! - Fifty on 45 RPM

    „Some people think little girls should be seen and not heard“, sagt Poly Styrene eingangs in kokettem Cockney, „but I think: oh bondage, up yours!“. Geboren als Marion Elliot und ein paar Monate davor noch Hippie-Chick, war sie auf den gerade anfahrenden Punk-Zug aufgesprungen und schrie sich die Seele aus dem Leib: Befreiung! Von gesellschaftlichen […] mehr…

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    9. Siouxie & The Banshees – Hong Kong Garden - Fifty on 45 RPM

    „Harmful elements in the air/ Symbols crashing everywhere“, beginnt das erste Ausrufezeichen einer Band, die bis dahin nur Fragezeichen gesetzt hatte. Gewalt bei Gigs, Schock-Spiele mit Swastikas, dunkles Ennui in Interviews: Die Banshees setzten auf Provokation und Paranoia, wurden lange von nahezu allen Labels hofiert und landeten schließlich kurioserweise auf Polydor, dem Pudel unter den […] mehr…

  • The Clash -

    The Clash - Fifty on 45 RPM

    Im Sommer 1978 hatte selbst der unverbesserliche Idealist Joe Strummer einsehen müssen, dass Punk auf lange Sicht nichts ändern würde an der Hackordnung des Musikbetriebs. Punk hatte so manchem Profiteur die Suppe versalzen, doch schwimmen Fettaugen eben stets oben. The Clash antworteten mit Häme und Verachtung auf die Vereinnahmungsmanöver. Und mit Hass. „They think it’s […] mehr…

  • Sex Pistols Pretty Vacant Cover

    Sex Pistols - Pretty Vacant

    Fifty on 45 RPM Das britische Garagen-Gegenstück zu Richard Hells „Blank Generation“, härter, anarchischer und nicht minder emblematisch. Wo Hell aber Aufmerksamkeit heischt zu Robert Quines Stakkato-Quengeln, klingt Rottens „we don’t care“ kompromisslos und Steve Jones‘ feinstes Rifferama geradezu quecksilbrig. „Pretty Vacant“ war kein Husarenstück vom Schlage „God Save The Queen„, kommt aber mit mehr […] mehr…

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    6. The Only Ones – Another Girl, Another Planet - Fifty on 45 RPM

    Noch ein veritabler Glücksfall. Für eine Band, die den kategorischen Punk-Imperativ, wonach alles von Übel sei, was drei Akkorde übersteige, für sich nicht gelten ließ. Die Only Ones waren Musiker und Songwriter mit Ambitionen und Vergangenheit. Hatten bei Spooky Tooth getrommelt oder für Hawkwind geklampft. Und fanden sich eher zufällig in Punkville ein, nicht widerwillig […] mehr…

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    5. The Undertones – Teenage Kicks - Fifty on 45 RPM

    Wie Manna vom Himmel sei ihm diese Teen-Hymne von fünf Jungs aus Belfast vorgekommen, sagt John Peel, „it made me cry the first time I heard it“. Ähnlich ging es vielen, bis heute. Denn nichts überlebt den Lauf der Pop-Gezeiten so gut wie eine simple, unmittelbar wirkende Melodie, gepaart mit zeitlosen Sentimenten, hier: Jugendfrust und […] mehr…

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    4. Magazine – Shot By Both Sides - Fifty on 45 RPM

    Eine Konvergenz von Existenzialismus und Pop, die singuläre Kongruenz von: Kunst und Punk. Howard Devoto hatte gerade die Buzzcocks verlassen, als er mithilfe von Inspiration,Television und einem von Pete Shelley angedachten, spiraligen Gitarrenlauf diese perfekte Single drechselte. Keineswegs spontan oder sonstwie aus dem Bauch heraus. Geschlagene: sechs Monate lang klügelte Devoto mit seiner neuen Band […] mehr…

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    3. The Clash – Complete Control - Fifty on 45 RPM

    Eine rabiate Abrechnung, von Lee „Scratch“ Perry am Mischpult herrlich verhallt und mit einem Joe Strummer, der Gift und Galle spritzte in Richtung CBS. Weil das Clash-Label sich erdreistet hatte, „Remote Control“ als Single zu veröffentlichen, ohne die Band zu konsultieren. Ein Affront im Jahr des Punk, wo es doch gerade um Autonomie ging, um […] mehr…

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    1. The Sex Pistols – Anarchy In The UK - Fifty on 45 RPM

    Eine einzige Drohung, genüsslich und gemein, von Johnny Rottens diabolischem Gewieher am Anfang bis zum letzten zerdehnten, hasszerfressenen „destroy“. So langsam wie markerschütternd. Nicht die erste Punk-Single indes. So wenig wie „That’s Alright Mama“ die erste Rockabilly-Single war. Doch der Effekt war derselbe: Erstaunen und Entsetzen. Erstaunen bei uns, die wir gerade noch gemeint hatten, […] mehr…

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    Michels – Full Moon California Sunset - Telefunken

    Moonstruck war Wolfgang Michels offenbar des öfteren, lange vor dem Film gleichen Namens, und anders als Nicolas Cage mit Cher hatte er anscheinend immer wieder mal massive Probleme mit Mädchen. Über die schrieb er dann einige seiner besten „Lieder nach nirgendwo“. Oder „einfach in den Wind“, wie er im Titelsong von „Keine Probleme“ {3,5) sang. […] mehr…

  • King Tubby - The Dub Master Presents...

    King Tubby – The Dub Master Presents… - Selekta/EFA

    Über die Coverästhetik kann man diskutieren, doch das ist das einzige, was der Hamburger „Moll-Selekta“ Jan Szlovak bei der Wiederveröffentlichung der zwei King-Tubby-Alben vielleicht falsch gemacht hat. Die Innenfalz der Doppel-CD zeigt die Original-Hüllen von 1974 und 75, Tubby als „The Dubmaster“ mit Königskrone, auf dem ersten Bild garantiert aus Pappe (und mit dem Schriftzug, […] mehr…