• Elbow - Cast Of Thousands

    Elbow – Cast Of Thousands

    - V2

    Auf dem Elbow-Debüt „Asleep In The Back“ (2001) gab es einen bemerkenswerten Song. „Bitten By The Tailfly“ bestand anfangs lediglich aus Genuschel, dann aber durchbrach eine aggressive Gitarre die Eintönigkeit, bis sich das Stück in ein erstaunliches Fiasko aus Sound und Sinnlosigkeit ergab. Der Rest der Platte: eine etwas spröde Abstraktion zum Selbsterschließen. Kunst wahrscheinlich, […] mehr…

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    James Kirk – You Can Make It If You Boogie

    Diese Schwärmer vom Marina-Label! Ein paar Monate hört man nichts von ihnen, dann kommt ein Anruf, dann eine neue Platte. Meistens von einem Schotten, der früher irgendwas mit dem Postcard-Label zu tun hatte, sich vor zehn Jahren in Glasgow zur Ruhe setzte und nun (von Marina!) ins Studio gezwungen wurde. Und keinen Widerstand entgegenzusetzen hatte. […] mehr…

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    Pat MacDonald – Strange Love - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Ein drolliges Konzept! Folkie covert Depeche Mode! Das riecht streng nach: Lass uns doch mal was Schräges machen und total originell sein. Skepsis scheint geboten. Und wird flugs gebannt. Zu ernsthaft-liebevoll nähert sich MacDonald diesen mehrheitlich substanziellen Songs von Martin Gore, zu wenig effekthaschend sind diese Aufnahmen, um in den Verdacht eines billigen Medienmanövers zu […] mehr…

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    Carla Bruni – Quel qu‘ un m‘ a dit - Naive/SPV

    Also gut, wie hat sie’s gemacht? Saß Carla Bruni, wenn die Foto-Kulisse kurz umgebaut wurde, mit angezogenen Beinen und dem großen Karoblock auf einer Ledercouch und hat ein paar Reimen den letzten Schliff verpasst wie Neil oung auf dem berühmten Bild? Man weiß doch, dass Models nie Zeit für Musik haben. Carla Bruni lässt sich […] mehr…

  • Super Furry Animals - Phantom Power

    Super Furry Animals – Phantom Power - Sony

    Alles rauskommen! Draußen ist der Sommer, und dann haben auch noch die Super Furry Animals auf ihrem neuen Album zwischen dem Vogelgezwitscher und Milchkannengeklöppel ein paar Geigen in den Himmel gehängt und sich so eine Wolkenmelodie aus dem großen Blau gepflückt. „Hello sunshine, come into my life“, singt es zum Einstieg von „Phantom Power“, dass […] mehr…

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    The Ben Taylor Band – Famous Among The Barns - Iris/Sony

    Dass einer nicht ein toller Sänger wird, bloß weil die Eltern James Taylor und Carly Simon heißen, das weiß Ben Taylor genau. Bevor der Sproß der beiden Songschreiber-Schwergewichte das Liederschreiben begann, ging es auf eine große Reise, die auf dem Umweg über Südamerika und Tibet am Ende zur Selbstfindung fuhren sollte. Was nun auf dem […] mehr…

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    Robert Palmer – Drive - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Blöd, wenn man bekannter ist für ein paar langbeinige Schicksen in einem Video-Clip als für die soulige Stimme und das beherrschte Phrasieren, womit man doch so manchen Mitbewerber blass aussehen lassen könnte. Wenn die Leute bloß hinhören würden, wenn sich Palmer relativ rootsig Respekt verschaffen möchte wie hier: Funk, R & B, Rock, Bluesiges, selbst […] mehr…

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    Ramsey Lewis & Nancy Wilson – Simple Pleasures - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Simple Pleasures Seit sich an der Schnittstelle zwischen Jazz und Easy Listening wieder Geld verdienen und Grammys abgreifen lässt, füllt sich die Nische mit Norah-Nachschub. Ramsey Lewis, Pate aller Hotel-Lobby-Pianisten, klimpert gepflegt, Nancy Wilson, ganz alter Lounge-Adel, vokalisiert nicht minder plüschig. Late night listening, bedingt fahrstuhltauglich. (Virgin) mehr…

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    Big Sandy & His Fly-Rite Boys – It’s Time! - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Rock’n’Roll eruptiv, Cajun scharf, Highschool Rock schmelzend, Rockabilly hitzig, Swing virulent: Robert Williams aka Big Sandy und seine Fly-Rite Boys durchmessen und meistern das musikalische Universum der Fifties mit Aplomb und der nötigen Lässigkeit, „100% Live“, versichert das Cover. Ein paar Mikros, eine perfekte Balance, Vollblutmusiker und tolle Songs, mehr braucht es nicht. Wie in […] mehr…

  • Ane Brun - Spending Time With Morgan

    Ane Brun – Spending Time With Morgan - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Ane Brun ist Norwegerin, Wahlschwedin und Anglofolk-Adeptin mit nachdenklichen Songs und einer expressiven, emotionell wandlungsf ähigenStimme. Etwas zu clean aufgenommen, zu berechenbar instrumentiert, aber mit wissendem Unterton gesungen, bisweilen leicht bebend, nicht unsexy. (V2) mehr…

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    Tom Russell – Modern Art - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Russell macht es umgekehrt, eröffnet mit dem Highlight seines neuen Albums, einem wunderschön wehmütigen, mit klugem Understatement arrangierten, aus der Perspektive des Baseball-Heiligen Mickey Mantle gesungenen Rückblicks. „Muhammad Ali“, ebenso autobiografisch gestrickt, funktioniert dann indes nicht mehr. Zu simpel der Text, zu synkopisch-heiter die Musik. Feine Platte trotzdem, reizend die Version von Emmylous „Ballad Of […] mehr…

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    The Bluetones – Luxembourg - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Das Attribut „bescheiden“ passt zu Britpop wie „begabt‘ zu Bohlen, war ersterer doch so großspurig wie letzterer kleingeistig. Aber vielleicht war es ja gerade dieses Versteckspiel hinter warmherzigen, pfiffigen, hochmelodischen Songs, das die Bluetones über den Hype hinaus am Leben hielt. Auch wenn die Top Ten der UK-Album-Charts inzwischen unerreichbar scheint. Schade, denn diese vierte […] mehr…

  • Duane Jarvis - Delicious

    Duane Jarvis – Delicious - Roots von Jörg Feyer

    Auf 13 Kinder und drei Ex-Frauen blickt er zurück, auf die dicken Fehler, die er alle gleich zweimal gemacht hat, der Protagonist in „Coulda Shoulda Woulda“, zum Auftakt des neuen Albums von Duane Jarvis. Ob der Ex-Lucinda-Williams-Gitarrist den Konjunktiv des Bedauerns auch an seine eigene Karriere legt, ist indes zweifelhaft, auch wenn sie nach wie […] mehr…

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    The Iguanas – Plastic Silver 9 Volt Heart - Roots von Jörg Feyer

    Das Quintett aus New Orleans um Rod Hodges und Joe Cabral startete vor gut einer Dekade als bessere Party-Band, die – für die Stadt typisch – ihre R&B-Roots mit kräftiger Latino/Carribean-Schlagseite zelebrierte. Als Animateure verstehen sich die Iguanas auf ihrem fünften Album zwar gelegentlich auch noch („Flame On“, „The Liqor Dance“), doch bricht „Plastic Silver […] mehr…

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    Dwight Yoakam – Population Me - Roots von Jörg Feyer

    Lucinda Williams hat ihm seine Rhythmusgruppe abspenstig gemacht, seinen Warner-Deal ist er auch los. „I ain’t old, Im just out of date“, spottet Dwight Yoakam denn auch gleich im flotten California-Abgesang „The Late Great Golden State“. Doch solange Produzent Pete Anderson an seiner Seite ist, muss man sich nicht wirklich sorgen um den Mann, der […] mehr…

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    Eric Andersen – Beat Avenue - Appleseed

    Es muss sein vierter Frühling sein, den der auch schon 60jährige Songpoet und ewige Romantiker in vollen Zügen zu genießen scheint, fast 40 Jahre nach seinen Folk-beflissenen ersten Sessions, genau 30 Jahre nach seinem sanften Meisterwerk „Blue River“. Verlernt hat Andersen seither nichts, auch wenn ihm zwischendurch nicht jede Platte gelang, auch wenn seiner Feder […] mehr…

  • Last Train Home - Time And Water

    Last Train Home – Time And Water - Roots von Jörg Feyer

    Sie stehlen nur von den Besten, so Eric Brace. Freimütig räumt der Ex-Musik-Kolumnist (Washington Post) und Leader der bis zu neunköpfigen Band ein, die Bridge des Titelsongs von Dylan („Tonight I’ll Be Staying Here With You“) geliftet zu haben. Bill Monroes/Peter Rowans „Walls Of Time“ covern sie dann lieber gleich richtig, sprich: schön respektlos. Echter […] mehr…

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    Caitlin Cary – l’m Staying Out - YEPROC/CARGO

    Sie erinnern sich doch noch an diese Anekdote, die einfach zu hübsch ist, um nicht wahr zu sein? Danach soll einst Bruce Springsteen in den Plattenladen seiner Wahl geeilt sein, sich zehnmal Steve Earles „Guitar Town“ geschnappt haben, um diese sodann an Freunde zu verschenken. Was also hat es zu bedeuten, wenn wir nun erfahren […] mehr…

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    Calexico – Alone Again Or - Singles von Wolfgang Doebeling

    Mutig oder dumm? Calexico versuchen sich an Loves „Alone Again Or“. Und blamieren sich nicht, immerhin. Tatsächlich hält diese Mex-Variante keinen Vergleich mit dem Original aus, besteht aber mit ihren Trompeten und Swing-Drums auf eigenem Terrain. 12’EP. (CITYSLANG) mehr…

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    The Basement – Slain The Truth - Singles von Wolfgang Doebeling

    Die zweite Basement-45 übertrifft das dylaneske Debüt „Medicine Day“ noch an Folk-Rock-Seligkeit, raubeinigem Charme und diebischer Chuzpe. Und wartet überdies mit der besseren Rückseite auf: „Six Til Midday“ gefällt semi-akustisch. (DELTASONIC) mehr…