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    Jaco Pastorius – Punkjazz

    - Rhino

    Wenn einer im September ’87 mit nur 35 Jahren starb und heute noch als die Bass-Legende schlechthin gehandelt wird, mag das manchem auf den Keks gehen. Aber in Sachen E-Bass ist das, was Jaco Pastonus seit Mitte der 70er angestellt hat, als quasirevolutionäre Leistung tatsächlich ohnegleichen. Spät (um die 23), aber umso heftiger ging es […] mehr…

  • Aretha Franklin One Lord, One Faith, One Baptism Cover

    Aretha Franklin - One Lord, One Faith, One…

    Als Aretha Franklin 15 Jahre nach ihrem epochalen „Amazing Grace“-Album wieder in die Kirche zurückkehrte und mit Mavis Staples, den Mighty Clouds Of Joys und ihren Geschwistern in Erinnerung an ihren kürzlich verstorbenen Vater das Lob des Herrn sang, wollte das kaum jemand hören. Unter der Anleitung von Clive Davis war die „neue“ Aretha – […] mehr…

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    The Band – Music From Big Pink - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Ihre zweite LP, “ The Band“, ist die musikalisch reifere und hat die besseren (eigenen) Songs, doch ist das Debüt-Album musikhistorisch fraglos bedeutsamer. Schon weil es mit seinem Traditionalismus eine Schneise schlug in das 1968 noch undurchdringlich scheinende Dickicht aus Acid-Experimenten, progressistischem Pomp und pseudokünstlerischen Ambitionen. In diesem Sinne war „Big Pink“ so wichtig wie […] mehr…

  • Lee Dorsey - The New Lee Dorsey

    Lee Dorsey – The New Lee Dorsey - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Louisiana-Soul, light und doch tight. Dorseys Kollaborationen mit Allen Toussaint folgten dem Soul-Prinzip: Wenns kein Hit wird, war’s Zeitverschwendung. Weshalb die Singles hochklassig waren, allen voran „Working In The Coalmine“ und „Ride Your Pony“, die reinen LP-Tracks aber durchaus zu vernachlässigen sind. Beides, Hits und Füller, halten sich hier etwa die Waage (Get Back) mehr…

  • Pulp - Different Class

    Pulp – Different Class - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Das 1995er Album besiegelte Pulps Auf stieg in die Premier League des Pop, aus der sie sich dann erst drei Jahre später wieder in Richtung First, drei weitere Jahre danach in Richtung Second Division verabschiedeten. Intelligent, dandyhaft, amüsant. Simply Vinyl hat ebenfalls eine Vinyl-Edition am Start, doch ist diese hier klanglich überlegen. Und wartet mit […] mehr…

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    The Ronettes – Presenting The Fabulous… - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Girl Group Heaven! Die Ronettes hatten für Colpix bereits diverse Singles aufgenommen, als ein Phil Spector zufällig in ihr Leben trat und sie unter seine Fittiche nahm. Gleich die erste gemeinsame Arbeit geriet zu einer Offenbarung: „Be My Baby“ hieß das auratische, ja majestätische Stück Teenpop, mit dem das Trio (featuring Veronica) unsterblich wurde. Und […] mehr…

  • Jeff Beck - Shapes Of Things - 60s Groups & Sessions

    Jeff Beck - Shapes Of Things: 60s Groups…

    Die disparaten Abenteuer des unsteten Session-Gitarristen mehr…

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    The Rapiers – Spotlight On The Rapiers - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Eine Best-Of-Compilation nach 20 Jahren Echo-Units, Tremolo und Twang. The Rapiers leben den Britpop der prä-Beatles-Ära, lieben Cliff Richard & The Shadows und Johnny Kidd & The Pirates, und zelebrieren damit eine generell unterbewertete Epoche. Stilecht, bis hin zu den Mohair-Anzügen und Brylcream-Frisuren. Ein paar Favoriten („The Venture“, „The Closing Theme“) fehlen, die meisten sind […] mehr…

  • Jefferson Airplane - Volunteers

    Jefferson Airplane – Volunteers - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Hier ist es umgekehrt: Mastering und Pressung sind vorbildlich, doch gehört das Album nicht zu den unvergesslichsten Airplane-Flügen. Slick und Kantner waren verbandelt, Marty Balins Beiträge wurden marginaler, das Material kam aus der Drogerie oder war noch übrig vom letzten Agit-Prop-Happening. Einpervodpieceaho, ideal für Forscher, Nostalgiker und ewige Hippies. (RCA/ Speakers Corner) mehr…

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    Burning Spear – Marcus Gravey - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Spear hat später, 1988, mit Airplane-Personal gespielt, auf niedrigem Niveau indes. Das Jahr 1975 aber fand Winston Rodney, so war er getauft worden, im Zenith seines Schaffens. Das nach dem panafrikanischen Vordenker Marcus Garvey benannte Album war ein Fanal der Reggae-Revolution in den Clubs und Charts des UK. Spears unangestrengt swingende Synkopen-Beats und lässige Bläsersätze […] mehr…

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    Kooper, Bloomfield, Stills – Super Session - Sony

    Die Folgen waren furchtbar. Gegen Ende der 60er Jahre kamen diverse Rockmusiker zu der Überzeugung, dass erst Jam-Sessions und Super-Sessions wahre Größe beweisen würden. Diese Form wechselseitiger musikalischer Masturbation ruinierte damals fast komplett die Karriere einer der allergrößten amerikanischen Rockbands. (Oder hat irgendwer außer den Beteiligten jemals vom zweiten Moby Grape-Album die dritte und vierte […] mehr…

  • Uncle Tupelo - No Depression

    Uncle Tupelo – No Depression - Sony

    Irgendein Kritiker beckmesserte anlässlich des letzten Albums „Anodyne“ allen Ernstes, diese Band müsse sich endlich von ihren Neil-Young-Obsessionen verabschieden, um eine ganz große zu werden. Hirnriss. Denn das hatte die mit den grimmig realistischen und fatalistischen Liedern von „March 16-20, 1992“ (5,0) bereits endgültig getan. Wenn diese Songs über den White Trash Amerikas nicht so […] mehr…

  • Inspiral Carpets - Cool As

    Inspiral Carpets – Cool As - Mute

    Die Inspiral Carpets kommen aus der englischen Zeit, in der die Redewendung „sich zum Affen machen“ geprägt wurde. Rare und Madchester hat bei uns ja doch keiner richtig erlebt, außer ein paar Klischeevorstellungen ist da nichts, aber das war so: Als in britischen Discos Ende der Achtziger die Acid-House-Platten aus Chicago ankamen, schluckten alle viel […] mehr…

  • The Velvet Underground - The Very Best Of

    The Velvet Underground - The Very Best Of und…

    Wir haben den Kindern ja immer gesagt, sie sollen keine Best-Of-Platten kaufen. Heute ist das egal geworden, denn sie kaufen überhaupt keine Platten mehr. Falls sie sich zwischen dem Matrixgucken mal für die Musik von Velvet Underground intressieren sollten, weil sie, „I’m Sticking With You“ in der Fernsehreklame gehört haben: Welche Stücke würden sie wohl […] mehr…

  • Iron Maiden - Visions Of The Beast

    Iron Maiden - Visions Of The Beast

    „The Complete Video History“ – ein dreistündiger Spaß auf zwei DVDs: 31 Clips von 1980 bis 2001, wobei die traurige Zeit ohne Sänger Bruce Dickinson eher kurz abgehandelt wird. Die Briten fahren alles auf, was Metal für die einen so lächerlich und für die anderen so unterhaltsam macht: Monster, Comic-Horror, Live-Szenen mit meterlangen Nietenbändern und […] mehr…

  • John Mayer - Any Given Thursday

    John Mayer – Any Given Thursday - DVD von Birgit Fuß und…

    Nett, der Mayer. Lässt einen die Aufbauarbeiten zu seinem Konzert anschauen, gibt ein zehnminütiges Interview, bei dem er seine Dusche herzeigt, Zeitung liest, klampft und singt, und das waren dann schon die Extras (die Discografie ist bei zwei Alben natürlich noch nicht so ergiebig). Es geht ja auch hauptsächlich um die Bühnen-Qualitäten des Newcomers. „Live […] mehr…

  • Art Garfunkel - Across America

    Art Garfunkel – Across America - DVD von Birgit Fuß und…

    Es ist kein Unternehmen, um das man ihn beneiden muss: Art Garfunkel reiste durch Amerika, zwölf Jahre lang, und er hat viele Geschichten mitgebracht. Leider erzählt er hier nur wenige davon, und manches ist noch pathetischer als die Lieder, die er singt, aber man kann ihm nicht böse sein kommt ja alles von Herzen, das […] mehr…

  • Bruce Springsteen - The Complete Video Anthology 1978-2000

    Bruce Springsteen - The Complete Video Anthology 1978-2000

    Mal wieder erweitert und jetzt auf ein CD-Quadrat geschrumpft, zeigt die Sammlung erschütternd, wie wenig Springsteen für Videos taugt – gerade auch für die inszenierten, kraftmeierischen Live-Chosen „Born In The U.S.A.“, „Dancing In The Dark“, „Better Days“, „Murder Incorporated“ „Hungry Heart“ in Berlin. „Rosalita“ 1978 und „The River“ 1980 erinnern schmerzlich an das, was man […] mehr…

  • Staind - 14 Shades Of Grey

    Staind – 14 Shades Of Grey - EastWest

    Jeder kennt Leute wie Aaron Lewis. Sie sind vielleicht weniger tätowiert oder haben mehr Haare, aber sie nerven mit dem immer gleichen Verhalten: Jammern über ihre schwere Kindheit Erzählen, dass sie nicht länger darunter leiden wollen, und lassen einen doch ständig wissen: Ich armer Tropf kann gar nichts für meine Wutausbrüche oder meine Beziehungsunfähigkeit, die […] mehr…

  • The Cure Trilogy Cover

    The Cure - Trilogy: Live In Berlin

    An zwei Abenden im November 2002 spielten The Cure in Berlin drei Schallpatten komplett nach: „Pornography“, „Disintegration“, „Bloodflowers“. Schon früher hatte Robert Smith den inneren Zusammenhang der Werke erkannt und bei jeder Gelegenheit ausgeführt: diffus, aber unabweisbar. „Trilogy“ beweist: Das Leben ist ein gewaltiger Lichtdom aus Blau und Violett, in dem manchmal Farben explodieren. Musiker […] mehr…