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    Das Mechanische Klavier von William Gladdis

    - Print-Pop von Frank Schäfer

    (Manhatten, 16 Euro). Ein dem Tode entgegensiechender Schriftsteller monologisiert, versucht mit aller Gewalt das Buch über sein Lebensthema zu beenden, und weiß längst, dass er es nicht mehr fertigstellen wird: Wann wurde der Kunst „der heilige Atem der Inspiration“ ausgetrieben? Wann wurde sie an den Rand gedrängt von der der reinen Unterhaltung? Mit der Erfindung […] mehr…

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    Midnight Club 2:

    Das erste „Midnight Club“-Spiel, damals einer derLaunch-Titel der PS2, war ein eher durchwachsenes Vergnügen. Das dachten wohl auch Rockstar-Games und haben den Nachfolger ihres City-Racers konsequent verbessert. Wie im Vorgänger geht es um illegale Straßenrennen in Los Angeles, Paris und Tokio – und die machen dank verbesserter Steuerung und aufgebohrter Grafik diesmal richtig Spaß. Der […] mehr…

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    Devil May Cry 2:

    Als Capcom mit,,Devil May Cry“ Damonenjäger Dante erstmals ins Rennen schickte, schufen sie damit ein neues Spiel-Subgenre. Auf vertrackte Knobeleinlagen wird fast völlig verzichtet, stattdessen ist Action total angesagt. Dabei streift der Held durch die opulente Polygonarchitektur und metzelt sich möglichst cool durch Horden von Untoten und Dämonen. Und da das Spielprinzip erfolgreich war, war […] mehr…

  • Silent Hill 3

    Silent Hill 3

    Das Grauen ist zurück. Mit „Silent Hill 3“ setzt Konami seine erfolgreiche Horror-Serie fort, die bekanntlich mehr auf morbide Atmosphäre Wert legt als auf splatterigen Survival-Horror wie die artverwandten „Resident Evil“-Spiele. Und auch beim dritten Teil haben sich die Gamedesigner alle Mühe gegeben. Modrige Settings wie ein verfallener Supermarkt, abstrakte Monster, die aus den Träumen […] mehr…

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    Buries Treasures – Die Einzigartigen Tidersticks-Platten

    TINDERSTICKS (1993) Eines der besten Debüts aller Zeiten und eine Bestie im Umfang einer Doppel-LP: In der nicht unberechtigten Annahme, vielleicht nie wieder eine Chance zu bekommen, kübelte die Band bisher ungehörte Verzweiflungsklänge aus Piano, rostiger Violine, irisierender Trompete und frei flottierendem Schlagzeug. Berückender Schönklang, jähe Dissonanzen und Staples‘ zerschossenes Gemurmel gipfeln in der schwarzen […] mehr…

  • The Mars Volta - De-Loused In The Comatorium

    The Mars Volta – De-Loused In The Comatorium - Lektionen in Finsternis

    Zum Trauern keine Zeit: Nachdem Sparta im letzten Jahr ihr Erbteil von At The Drive-In an den Start gebracht haben, schicken sich nun Cedric Bixler und Omar Rodriguez alias The Mars Volta an, ihren Ausstieg aus der kurzlebigen Emo-Punk-Sensation mit dem ersten Longplayer im Nachhinein zu legitimieren – angesichts des viel geflossenen bösen Blutes und […] mehr…

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    David Bowie Ziggy Stardust – And The Spiders From Mars – Soundtrack

    Es empfiehlt sich, damals dabeigewesen zu sein. D. A. Pennebaker hat die Chose im Hammersmith Odeon besonders gefallen, aber der Dokumentarfilmer hatte es vorher mit Franz Josef Strauß und später mit Marius Müller-Westernhagen zu tun. Bowie neigt stilistisch eher zu Zweiterem. Die Vorführung evoziert aber Tunten-Kabarett, Maskerade und überkandidelte Music Hall in durchaus bestürzender Weise, […] mehr…

  • James Carr  - A Man Needs A Woman

    James Carr – A Man Needs A Woman

    Die alberne Diskussion, ob James Carr vielleicht nicht doch ein noch größeres Sangestalent der Soul Music war als Otis Redding, wird womöglich auch nach dieser Wiederveröffentlichung seines zweiten und letzten Goldwax-Albums neu aufflammen. Das enthält wie das Debüt auch seine Aufnahme von „The Dark End Of The Street“, jenem all time classic, dessentwegen allein der […] mehr…

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    The Searchers – Meet The Searchers

    ton)The Searchers Der Folk-Beat der Searchers hat zwar Tausende Bands inspiriert, auch amerikanische (Byrds, Beau Brummeis), sie feierten ein Dutzend großer transatlantischer Hits und machten beachtliche Platten bis hinein in die 80erJahre, und doch kommen Liverpools zweitwichtigste Musikexporteure der Sechziger gewöhnlich schlecht weg, wenn dieser Ära gedacht wird. Oder, schlimmer noch, überhaupt nicht vor. Ein […] mehr…

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    The Wailers – The Fabulous Wailers

    The Wailers The Fabulous Wailers Nicht Jamaicas Reggae- Barone, sondern die Rock’n’Roller aus Tacoma, Washington. Dies ist die komplette Debüt-LP von 1959, inklusive der ersten Hit-Single „Tall Cool One“ und einiger Bonus-Cuts. Ein Klassiker des Northwest-Sounds und unverzichtbar für Freunde instrumentaler Garage-Sausen wie „Wailin'“ odervon Surf-Beat-Brettern wie „Long Gone“. Zweimal wird sogar gesungen, rotzig auf […] mehr…

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    Billy Ward – The Best Of - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Das „Best Of“ hier stimmt nur, wenn man den Untertitel der Compilation mitdenkt: „Featuring Jackie Wilson„. Tatsächlich war der spätere Falsett-Soulster nur knapp drei Jahre bei den Dominoes: 1953 bis 1955. Wilson hatte Clyde McPhatter ersetzt, der seine eigene Gruppe, die Drifters, gründete. Was hier afso fehlt, sind die frühen Gospel-Jubilatios, die legendären Proto-Rock’n’Roll-Fetzen wie […] mehr…

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    Bruce Cockburn – Dancing In The Drago’s Jaw

    Den Spruch, dass ein politisch Lied ein garstig Lied sei, hat Bruce Cockburn nie geglaubt. Spätestens seit „Humans“ hat er aus seiner Linksdenker-Seele nie mehr eine Mördergrube gemacht, und was seine Songs angenehm von vage generalisierender Polit- und Protest-Rhetorik abhob, war die Tatsache, dass sie nie ungefähr blieben, sondern ganz konkret wurden. Wo er ab […] mehr…

  • Jefferson Airplane - Surrealistic Pillow

    Jefferson Airplane – Surrealistic Pillow - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Der lange verschollene Mono-Mix eines der Flaggschiffe des psychedelischen San-Francisco-Rock von 1967, von dem primär die beiden Pop-Perlen „Somebody To Love“ und „White Rabbit“ profitieren. Sie klingen druckvoller und noch dringlicher als in der Stereo-Fassung, wohingegen die trippigeren Tracks wie „Embryonic Journey“ eher verlieren. Ein Stereo-Mix ist in Vorbereitung. (Sundazed) mehr…

  • Television - Marquee Moon

    Television – Marquee Moon - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Eines der fünf genialsten und revolutionärsten Alben aller Zeiten, analog in all seiner Pracht wiedereröffentlicht von einem der fünf besten, weil qualitätsbewussteten Reissue-Labels: Was könnte da schon schief gehen? Nichts natürlich. Die gipfelstürmenden Twin Guitars von Tom Verlaine und Richard Lloyd hat man nie in so kristalliner Klarheit vernommen, was nicht zuletzt an den teils […] mehr…

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    Shiva’s Head Band – Comin To A Head - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Neben dieser 1967 In Texas gegründeten und zeitweise in San Francisco beheimateten Formation aus Fantasma-Freaks klingen Jefferson Airplane wie die Monkees. Spencer Perskins Fiddle und die freifließenden, Pot-inf ormierten Arrangements begründeten mit Psychedelic Country ein so gewagtes wie flüchtiges Genre. „Comin‘ To A Head“ entstand erst Jahre nach der Debüt LP. „Take Me To The […] mehr…

  • The Kinks - The Kinks

    The Kinks - The Kinks

    Während bei den Searchers die Covers Format hatten und sich die Füller meist aus eigener Feder rekrutierten, war es beim Kinks-Debüt anders herum. „You Really Got Me“ ist das wohl grandioseste Rock-Statement seiner Zeit, „Stop Your Sobbing“ ein frühreifes Meisterwerk und „So Mystifying“ ebendas, während die Kinks-Versionen amerikanischer R&B-Vorlagen wie „Beautiful Delilah“, „Long Tall Shorty“ […] mehr…

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    Weitere Reissues: - Vinyl von Wolfgang Doebeling

    Eric Clapton – Slowhand (Polydor/Universal)3,0 Eric Clapton – 461 Ocean Boulevard (Polydor/Universal)3,0 AndreWilliams-HollandShuffle (Norton) 2,5 Jimmy Cliff – Jimmy Cliff (Earmark/Sanctuary) 2,5 James Cotton – Cut You Loose (Universe) 3,0 Rarliament – Osmium (Earmark/ Sanctuary)3,0 The Meters-Look-KaPyPy(Get Back/Cargo) 3,0 The Flowerpot Men – Let’s All Go To San Francisco (Tenth Planet) 3,0 Downliners Sect – […] mehr…

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    The Jayhawks – Blue Earth - Ryko/Zomba

    Müßig ist sie, die Frage, wer denn nun ein bisschen eher da war als der andere oder vielleicht doch eine Spur entscheidender Einfluss nahm auf das, was erst später Alt-Country/Americana etc. gerufen wurde. Das schlicht „TheJayhawks“ betitelte Debüt der Band aus Minneapolis war jedenfalls schon 1986 erschienen, als drüben in Belleville, Illinois Jeff Tweedy und […] mehr…

  • Terry Reid - River

    Terry Reid – River - Water/Import

    Während Donovan und die Jeff Beck Group von Mickie Mosts Produzenten-Ideen profitierten, erwies sich dessen Zusammenarbeit mit Terry Reid nach kurzem als ein (zumindest kommerzielles) Desaster. Die beiden von Most betreuten LPs konsolidierten zwar für immer unter Kennern Reids Ruf als einer der größten und expressivsten Sänger in der gesamten englischen Rockmusik überhaupt Aber für […] mehr…

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    The Style Council – The Sound Of… - Polydor

    Cappuccino Kid, der Manifest-Schreiber und Haus-Poet des Style Council, musste schon vier Mal Überstunden machen: Für drei Song-Sammlungen und die Gesamt-Box hat er seit 1993 erlesene Worte gefunden, obwohl dieses Ensemble doch ganz im langen, heißen Sommer des Moments verortet sein sollte. Paolo Hewitt meistert auch diesen Widerspruch wortmächtig und verschlungen, erzählt noch einmal die […] mehr…