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    The Cramps Fiends Of Dope Island

    Bei mir sah der erste Cramps-Schreck so aus, dass ich zum New-Wave-Film „Urgh – A Music War“ ins Kino ging und sah, wie Lux Inferior spastisch schlängelnd „Human Fly“ sang, sich am Schluss den Mikrofonkopf komplett in den Mund steckte und alle Geräusche live übertrug, die er tief in der Gurgel beim Vollführen einiger Klimmzüge […] mehr…

  • Marilyn Manson - The Golden Age Of Grotesque

    Marilyn Manson – The Golden Age Of Grotesque

    Angeblich entartete Kunst, aber dann doch nur typisch Manson. Die üblichen Zutaten, um ein bisschen Aufregung zu erzeugen, sind natürlich wieder vorhanden: Das Cover stammt von Gottfried Heinwein, und Marilyn Manson verkündet, hier gehe es nun um „entartete Kunst“. Auch nichts Neues, denkt man, denn schließlich brachte der Typ schon vor Jahren Menschen dazu, seine […] mehr…

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    Illmatic – Brillant - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Dritte Platte des letzten 3p-Dampf-Rappers, erstmals ganz auf Deutsch. Illmatlc behandelt nur Sackpack-Themen, Parties, Bitches, Selbstverteidigung, aber dank seiner Energie-Ausbrüche, guter Produzenten und Gäste (Kool Savas, Badesalz!) ein großer Spaß. (3P/UNIVERSAL) mehr…

  • Emil Bulls - Porcelain

    Emil Bulls – Porcelain - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Ich hasse die doofen „Briefe an die Band“, aber Ihr Lieben! Dieses Gefühl von Zerrissenheit aus der Mittzwanziger-Lebenskrise geht nie weg. Alle haben das, nicht nur die Künstler. Deshalb sollt ihr euch ja was ausdenken, was anderes als das Indie-Metal-Riff (eingetragenes Warenzeichen) und das Changieren zwischen verletzlicher Strophe und Refrain-Choral und Gebrüll. Wie furchtbar. (MOTOR) mehr…

  • Caesars - 39 Minutes Of Bliss

    Caesars – 39 Minutes Of Bliss - Short Cuts von Joachim Hentschel

    So offensiv retro sind nicht mal die Hives oder irgendeine andere der vielen Virgin-Schweden-Bands: Die Caesars machen auf The Creation, Seeds und Chocolate Watch Band, weniger spektralfarben, etwas Brit-beatiger. Das geht nur, weil sie so einleuchtende Songs schreiben und der Sänger ein markanter Nörgler ist. Die zerrende Orgel von „Jerk It Out“ wird diesen Sommer […] mehr…

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    Rebecca Hancock & The Prison Wives – Somewhere To Land - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Eine traurige Frau, die zur Abwechslung weder Mitleid noch Rache will. Rebecca Hancock hat seit den 80ern in Sydney gespielt, für Louis Tillett und Ed Kuepper, erst jetzt mit eigener Band. Ihre Songs sind karg und bitter, dafür singt sie wie eine Carole King mit viel mehr Mimik zum luftlöchrigen, summenden Folk-Pop der Prison Wives. […] mehr…

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    Temper – New Place, New Face - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Die hohe Trefferquote beim jungen Talitres-Label aus Bordeaux ist beängstigend (Destroyer, The Walkmen, Calla): Das Trio Temperaus Paris klingt wie 70er US-Kunstschul-Underground, schon weil Sänger J.P. Montal ein Iggy-/ Lou-Typ ist. Hinreißend frankoenglisches deadpanning („It’s so hard to talk, and I do it all the time“), offen schwingende Trommel-Membranen und Schluder-Gitarre. (TALITRES) mehr…

  • Serart

    Serart - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Eine solche Freiform-Experimental-Platte macht man nur, wenn man entweder so berühmt ist wie System Of A Down-Sänger Serj Tankian oder so bedingungslos zum Underground gehört wie der fellow Armenian Arto Tuncboyaciyan. Die zwei mischen Ziegentreibergesänge, Tröten-Dudelei, Tundra-Lauten, Schwarzmeer-ChöreundtrappelndePercussion, manches klingt wie Hip-Hop. Gut gemeint. (SONY) mehr…

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    Panjabi MC – The Album - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Nach dem British-Curry-Nr.-2-Hit „Mundian To Bach Ke“ des Birminghamers Rajinder Rai nun ein Querschnitt durch seine neun UK-Indie-Alben. Großteils formelhafte Kombination aus indischem Vintage-Material und Beatbox, am Ende ein paar köstliche Asia-Proll-Raps auf Cornershop-Englisch. (EASTWEST) mehr…

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    The Crusaders – Rural Renewal - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Wenn Fusion-Jazz das Höllengericht ist, sind Joe Samples Crusaders die ersten Beisitzer des Teufels. Sie haben sich versöhnt, fast in Original-Besetzung, und eine Platte für Spät-Bar und Wetterbericht gemacht. Ein glitschender Rahmen für Samples virtuoses Keyboard, Eric Clapton gastiert auf zwei Songs.(Verve) mehr…

  • Cave In - Antenna

    Cave In – Antenna - BMG

    Dass man im Hardcore-Lager längst Lunte gerochen und zu Cave In ein ausgeprägtes Misstrauen entwickelt hat, liegt in der Natur der Sache. Die Bostoner Vier haben mit diversen Compilation-Beiträgen, Singles und EPs alle klaren Konturen verwischt, musikalisches Bäumchen-wechsel-dich gespielt und Menschen mit einem Bedürfnis nach eindeutigen Botschaften nachhaltig verwirrt. Dabei ist die Marschrichtung ja eigentlich […] mehr…

  • Live - Birds Of Pray

    Live – Birds Of Pray - Motor

    Ohne die Stimme Ed Kowalczyks, ohne sein Talent, selbst die simplesten Sätze bedeutend, ja geradezu lebensrettend klingen zu lassen, wären Live nicht mehr als eine Mitelklasse-Rockband. Da darf man sich nichts vormachen. Natürlich ist auf „Birds Of Pray“ vieles wieder mitreißender als auf den zwischenzeitlichen Ausflügen ins Esoterische, aber ein zweites „Throwing Copper“ ist das […] mehr…

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    Tom Ovans – Tombstone Boys, Graveyard Girls - Soulfood

    Tom Ovans darf man mit dem schönen Satz zitieren, es sei leichter, einen Dollar mit dem Ausheben von Gräben zu machen als im Musikgeschäft. Was sich leicht nachvollziehen lässt bei einem, der es nie auf den schnellen Music-Row-Hit anlegen wollte (geschweige denn konnte) und dennoch fast zwei Dekaden in Nashville aushielt, viele und die verschiedensten […] mehr…

  • Rilo Kiley - The Execution Of All Things

    Rilo Kiley – The Execution Of All Things - Alternativen von Maik Brüggemeyer

    Spätestens, wenn Sie die Labelangabe lesen, wissen sie, was Sache ist: Saddle Creek. Genau. Wir sind schon wieder in unserer amerikanische Lieblings-Indie-Metropole Omaha. „Someone come quickly this live was built for moving out/…/ Then we’ll go out to Omaha, to work and exploit the booming music scene and humility“, singt Jenny Lewis von Rilo Kiley, […] mehr…

  • Alasdair Roberts - Farewell Sorrow

    Alasdair Roberts – Farewell Sorrow - Alternativen von Maik Brüggemeyer

    Der britische Folk hat es im Gegensatz zu seinem amerikanischen Gegenpart nie so recht in den Katechismus der Pop-Coolness geschafft. Trotz der kaum zu über- schätzenden Verdienste von Bands wie Pentanale, Fairport Convention oder auch der Incredible String Band hat er es nie so recht aus dem Folk-Ghetto herausgeschafft. Nicht mal der Posterboy für traurige […] mehr…

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    Acadian Post – Acadian Post - Alternativen von Maik Brüggemeyer

    Neues aus der heimlichen deutschen Americana-Hauptstadt Hamburg. Acadian Post mischen Calexico mit ein bisschen Jazz oder auch britischem Folk und drehen die Pathos-Schraube noch ein bisschen weiter auf. Die Stimme von Hannes Klock klingt bei schnelleren Stücken manchmal, als hätten sie ihn aus einer New Wave-Band rekrutiert. Produziert hat wieder mal Dinesh Ketelsen, der ja […] mehr…

  • Kammerflimmer Kollektief - Cicadidae

    Kammerflimmer Kollektief – Cicadidae - Staubgold

    Dieses Album macht angreifbar. Von Schneekugeln mit durcheinander wirbelnden Traumbildern möchte man schreiben und dass überhaupt hinter den Spiegeln andere Wahrheiten warten, sobald die Musik ihre Fühler aufstellt. Aber es stimmt schon, dass man nicht so romantisch glotzen solle, und hier glotzt auch gar nichts romantisch zurück, auch wenn das Karlsruher Kamnierflimmer Kollektief auf „Cicadidae“, […] mehr…

  • Keziah Jones - Black Orpheus

    Keziah Jones – Black Orpheus - EMI

    Afrosurrealismus ist der Begriff, den sich der Künstler selbst oder sonst wer für die neue Musik von Keziah Jones ausgedacht hat, und, ehrlich, das ist ein gutes Wort. Auf seinem vierten Album definiert der aus dem nigerianischen Lagos stammende Gitarrist und Sänger das eigene Koordinatensystem endlich vollends, und heraus kommt eine Musik, die tatsächlich einzigartig […] mehr…

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    3 Shades – 3 Shades - Alternativen von Maik Brüggemeyer

    Eine Single nur, aber zu schön zum Nicht-drüber-Schreiben. Die 3 Shades nannten sich auch schon mal 3 Shades Of Blues und sind ein Projekt aus München und Weilheim, zu dem unter anderem die Acher-Brüder (The Notwist), Roberto di Goia und Carl Oesterhelt (F.S.K., Merricks) gehören. Hier gibt’s zwei Instrumentalstücke, das eine zwischen New Orleans Jazz, […] mehr…

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    The Star Spangles – Stay Away From Me - Singles von Wolfgang Doebeling

    Sehen aus wie die Strokes, beackern den Britpop der Spätsiebziger mit transatlantischen Anleihen beim „Zebra Club“ der Bongos und covern auf der Rückseite P.F. Sloans verstörendes „Sins Of A Family“, Garage-style. (Parlophone) mehr…