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    Swept Away von Guy Ritchie

    - (Start 19.6.)

    Lange ist kein Film mehr mit so viel Häme überzogen worden wie die erste Zusammenarbeit von Madonna und ihrem Regiegatten. Und das Meiste stimmt. Ritchies Remake des 30 Jahre alten Originals von Lina Wertmuller ist eine verkrampfte Mischung aus Satire, Slapstick und Sozialdrama mit der schauspielerischen und inhaltlichen Attitüde eines Soft-Pornos. Dabei bleibt Madonna mit […] mehr…

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    Der stille Amerikaner von Phillip Noyce - (Start 22.5.)

    Graham Greenes Roman über den Kolonialkrieg der Franzosen in Indochina hatte Joseph L. Mankiewicz bereits 1957 mit Audie Muprhy als kommiuiistisehe Verschwörungsparabel verfilmt. Der Australier Noyce, der für Hollywood mit „Die Stunde der Patrioten“ und“Das Kartell“ eher linientreues Actionkino abgeliefert hat, rückt die Verstrickungen der USA nun ins rechte Licht. Michael Caine spielt den britischen […] mehr…

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    Gosford Park von Robert Altman - DVD von Oliver Hüttmann

    Altman, mittlerweile 78 Jahre alt, zelebriert hier noch einmal unnachahmlich die große Kunst des eleganten Ensemblefilms. Etwa zwei Dutzend Charaktere verknüpft er während eines Jagdwochenendes auf einem aristokratischen Landsitz mit voyeuristischen Kamerfahrten und verbalen Grausamkeite süffisant und komplex zu einem entlarvenden Sittenreigen aus Klatsch, Dünkel, Neid, Heuchelei und einem Mord. Für das Drehbuch gab es […] mehr…

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    In The Bedroom von Todd Field - DVD von Oliver Hüttmann

    Fünf Mal war das Regiedebüt des Schauspielers Todd Field (Eyes Wide Shut“) für den Oscar nominiert. Mit nüchterner Anspannung und Spannung verstreicht in einer Kleinstadt an der Ostküste der Alltag von Ruth (Sissy Spacek) und Matt Fowler (Tom Wilkinson), die der Mord an ihren 21-jährigen Sohn lähmt und entfremdet. Ein erdrückendes, subtil inszeniertes Ohnmachtsdrama von […] mehr…

  • Dark Blue

    Dark Blue

    von Ron Shelton („Annies Männer ) mit Kurt Russell, Ving Rhames („Pulp Fiction“): Etwas wirrer Thriller über Korruption und Gewalt bei der Polizei von L..A. nach einer Vorlage von James Ellroy. mehr…

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    Sophiiiie!

    von Michael Hoffmann („Der Strand von Trouville“) mit Katharina Schüttler, Robert Stadiober: Mit digitaler Videokamera gedrehter Ohnmachtstrip eines Mädchens, das sich wegen seiner Schwangerschaft in das Hamburger Nachtleben stürzt. Mitreißend, heftig, aber auch anstrengend und etwas dick aufgetragen. mehr…

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    Extreme Rage

    von F. Gary Gray („Set It Off“) mit Vin Diesel, Larenz Tate: Drogenfahnder Vetter verhaftet den Boss des größten mexikanischen Kokainkartells. Als um die Nachfolge ein gnadenloser Krieg beginnt und dabei seine Frau ermordet wird, begibt er sich auf einen blindwütigen Rachefeldzug. Atmosphärisch stimmiger, solider und harter Action-Thriller, bei dem allerdings das emotionale Pathos von […] mehr…

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    28 Days Later

    von Danny Boyle („Trainspotting“) mit Cillian Muprhy („On The Edge“), Brendan Gleeson („Der General“): Als ein junger Londoner nach 28 Tagen aus dem Koma erwacht, hat ein Virus fast die ganze Bevölkerung zu Zombies mutieren lassen. Schräges Horrorstück mit viel Kunstblut und wenig Spannung. mehr…

  • Long Walk Home

    Long Walk Home

    von Phillip Noyce („Das Kartell“) mit Kenneth Branagh, Everlyn Sampi: Die wahre Geschichte von drei Aborigine-Mischlingsmädchen, die in den 30er Jahren aus einem Umerziehungslager durch die australische Wüste zurück zu ihren Müttern fliehen. Spannend, einfühlsam umgesetzt und exzellent fotografiert. mehr…

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    Aus heiterem Himmel

    von Diego Lerman mit Tatiana Saphir, Carla Crespo; Zwei herumstreuende Mädchen entführen eine pummelige Verkäuferin aus Buenos Aires zu einer Erfahrungsreise aufs Land. Gefühlvolles, authentisches Drama mit großartigen Schwarzweißbildern. 3,5 von Kadir Sözen mit Götz George, Markus Knüff ken, Jana Striebeclc Arbeitsloser plagt sich mit seinen beiden Söhnen, von denen der eine geistig behindert und […] mehr…

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    Japón von Carlos Reygadas - (Start 5.6.)

    Ein Mann humpelt mit seinem Krückstock und einem kleinen Rucksack über die Hochebene von Mexiko. Sein Gesicht ist so zerfurchtet und leer wie die weite, raue Landschaft. Als er sich bei Vogeljägern nach dem Weg zu einem Dorf erkundigt, wird er gefragt, was er denn in diesem abgeschiedenen Ort wolle. „Mich umbringen“, antwortet der Fremde. […] mehr…

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    L.I.E. von Michael Cuesta - (Start 12.6.)

    Howie (Paul Franklin Dano) ist 15, seine Mutter vor kurzem gestorben und sein Vater gestresst. Er fühlt sich alleine gelassen in einer langweiligen Vorstadt auf Long Island und freundet sich mit dem gleichaltrigen Strichjungen Gary (Billy Kay) an. Sie träumen von Kalifornien, vertreiben sich die Zeit mit Einbrüchen. Dabei stehlen sie Waffen aus dem Haus […] mehr…

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    What Time Is It There? von Tsai Ming-Iiang - (Start 12.6.)

    Wie stark die alte Nouvelle Vague die asiatischen Regisseure der letzten Jahren geprägt hat, zeigt der Taiwanese Ming-Iiang mit wunderbaren Referenzen vor allem an Truffaut. Der junge Hsia (Lee Kang-sheng) handelt in den Straßen von Taipeh mit Uhren und verliebt sich in die hübsche Studentin Shiang (Chen Shiang-chyi), die jedoch nach Paris fliegt. Weil er […] mehr…

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    Hero von Zhang Yimou - (Start 5.6.)

    Während sich Kung-Fu-Filme durch Bruce Lee und einen anhaltenden Boom von Kampfsportarten noch Aufmerksamkeit verschaffen konnten, Martial-Art-Szenen inzwischen sogar in jedem Actionfilm eingesetzt werden und Jackie Chan die westlichen Multiplexe füllt, ist der klassische Eastern auch seit Ang Lees „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ nur wenigen ein Begriff. Noch immer wird das Ehrgefühl für Pathos und […] mehr…

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    Musikbücher von Birgit Fuß

    „Farao Rock City“ (Touchstone/Simon & Schuster, ca. 13 Euro) von Chuck Klosterman ist „A Heavy Metal Odyssey In Rural North Dakota“ und das mit Abstand beste Buch, das bisher über Heavy-, Hair- und Glam-Metal geschrieben wurde. Klosterman kann natürlich nicht objektiv sein, er wollte immer lange Haare haben und richtig rocken, aber es gelingt ihm […] mehr…

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    Print-Pop von Frank Schäfer

    „Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman“ (Hanser, 15,90Euro)von Wilhelm Genazino zeigt die „Adenauerzeit“, wie sie wohl tatsächlich war, geschichtsvergessen, italienverliebt, konsumgeil, autoritär, bigott. Und es spielen die Lords! Genazino schafft das nicht zu unterschätzende Kunststück, das alles einzufangen, sogar die Sprache, Gesten und Usancen, es nicht zu denunzieren und trotzdem ein lesbares, ja leichtes, unangestrengtes […] mehr…

  • M.Ward - Transfiguration Of Vincent

    M.Ward – Transfiguration Of Vincent - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    M.Ward versteht sich auf die Kunst der Anspielung, lässt seine Lyrik rumorend um die Pole Trauerund Verlust kreisen, zu impressionistischem Backing. Leider klanglich bescheiden, als habe man eine DAT bespielt. Howe Gelb und Cat Power tun mit, soviel zum Dunstkreis. Man nimmt sich ernst. (MATADOR) mehr…

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    Taj Mahal Trio – Live Catch - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Des Sympathen cross-kukureller Blues-Verschnitt kann live ungeheuer mitreißen. Schwer vorstellbar, wenn man sich diesen reichlich aseptischen Mitschnitt zu Gemüte führt, vom lasch synkopierten „Black Jack Davey“ bis zum bummeligen „Freight Train“. Man lasse sich davon bloß nicht abschrecken: Taj Mahal ist ein Erlebnis, im Mai auch wieder auf einer Bühne in Ihrer Nähe. (TRAditiON & […] mehr…

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    The Jeevas – 123

    Crispian Mills is back. Sie erinnern sich doch an Kula Shaker? Genau. Selbst-referenzieller Psych-Rock in Sanskrit, garniert mit Hochmut und Hang zum Pomp. The Jeevas tragen diese Hypothek noch im Namen (Jivas, geddit?), jedoch nur dort. Die Musik des Trios ist erfreulich frei von Fernost-Schnickschnack und Guru-Schmand, dafür reich an schnörkellosen Melodien und straightem Rock […] mehr…

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    Chris Whitley – Hotel Vast Horizon - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Das Pendel schwingt zurück, Whitley lässt seinem letzten, elektronisch vernetzten Studio-Album ein strikt akustisches, naturbelassenes folgen. Aufgenommen in Dresden, führt die Platte durch dunkle, gefährliche und freudlose Gassen, eher schlurfig als beherzt. Whitley singt den Blues fast tonlos, pickt Banjo und Dobro, begleitet nur von ein bisschen Bass und stoischem Schlagzeug. Streng, spartanisch, frugal. (FARGO) mehr…