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    Caitlin Cary – WhileYou Weren’t Lookinq

    - Roots von Jörg Feyer

    Caitlin Cary muss ein Bärenfell haben und den Gleichmut eines Muttertiers, an dem zig Junge saugen. Hätte sie es sonst fünf Jahre mit Ryan Adams ausgehalten? „A little bratty, horrible brother“ nennt sie ihn heute, aber auch den Bruder, welcher der Geigerin bei Whiskeytown erst eine Stimme gab. Die ist auf ihrem ersten Album schon […] mehr…

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    Eric Bibb – Natural Light - Roots von Jörg Feyer

    Wenn ein Künstler mit dem sechsten Album auf Konzertplakaten noch als „neueStimme“ angepriesen wird, hat er ein Problem. Eric Bibbs akustischer Folk-Blues war halt nie ganz so catchy wie der von Keb‘ Mo‘ und nie halb so radikal wie der eines Alvin Youngblood Hart. Die Qualitäten des Raureif-Bariton blühen auch auf „Natural Light“ eher im […] mehr…

  • Black Box  Recorder - Passionoia

    Black Box Recorder – Passionoia - One Little Indian

    Dass ausgerechnet Luke Haines mal der große Überlebende der britischen Hegemonie Mitte der 90er Jahre sein würde, muss ein Treppenwitz sein. Oder ein Song von Luke Haines. Unbeirrt ging der Radikal-Ästhet, der Kunst-Terrorist, der verzweifelte Nostalgiker seinen Weg von „After Murder Park“ (mit den Auteurs) über ,JLngland Made Me“ (mit Black Box Recorder) zum „Oliver […] mehr…

  • Ad Vanderveen - The Moment  That Matters

    Ad Vanderveen – The Moment That Matters - Roots von Jörg Feyer

    Wann schlägt Epigonentum in Peinlichkeit um? Ad Vanderveen wandelt ganz unverfroren in Neil Youngs Fußstapfen. Die sind zu groß, wenn seine O’Neils (!) schwer auf Crazy Horse machen sollen („Light Of Day“). Besser läuft der abkupfernde Holländer akustisch zwischen ca. „Harvest“ bis „Comes A Time“. Ein echtes Neil-Cover braucht bei soviel Nähe bis in die […] mehr…

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    Belasco – Knowing Everyone’s Okay - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Vor 15 Jahren hätte man an U2 gedacht, wenn Gitarren wie Burgturmfahnen flackern und der Sänger schnell ins Greinen fällt. Vor 10 Jahren an Radiohead, heute unbedingt an Coldplay. Belasco, Trio aus London, sind genau so fehlerlos und übertrieben feierlich, lassen sich (mangels Songs und Persönlichkeit) aber leichter ignorieren. (SUPERMUSIC/ZOMBA) mehr…

  • Supergrass - Seen The Light

    Supergrass - Seen The Light

    Die A-Seite ist T-Rex pur, circa „Jeepster“, samt Bolan-Quiver und Psych-Glam. Auf der Rückseite attackieren Grass Neil Youngs „The Loner“, mit Gusto, vollelektrisch und vor lauter Reverenz einen Tick zu safe und satt. 7inch, farbiges Vinyl, Fan-freundlich. mehr…

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    The Rogers Sisters – Calculator - Singles von Wolfgang Doebeling

    Kratzbürstiger Punk-Pop aus NYC, dilettantischer als einst die Electric Chairs und nur halb so wichtigtuerisch wie die konkurrierenden Yeah Yeah Yeahs. Die B-Seite „Object“ paart Putdown-Text mit melodischer Verlockung. Mädchen halt, (TROUBLEMAN / UNLIMITED) mehr…

  • Ragazza Pop

    Ragazza Pop - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Das Frauenbild der Emily-Erdbeer-Comics, längst für Indie-Pop nutzbar gemacht („Hello Kitty“, Haarspangen, die Suffragetten Amelia Fletcher und Isobel Campbell), gilt mittlerweile als feministische Strategie: Frauen klagen Mädchenhaftigkeit ein. Die Compilation dazu mit Kindchenschema-Gitarrenpop,der sein Streichelfell unbescheiden aufplustert, 16 junge female fronted Bands, drei Moe-Tucker-Stücke(warum auch immer). (SHADO/zoMBA) mehr…

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    The Rain Band – Easy Rider - Singles von Wolfgang Doebeling

    Noch ein neuer Name, den man sich besser merkt. The Rain Band kommen aus Manchester und sind so großspurig, aggressiv, proletenhaft und popvernarrt wie alle bedeutenden Manc-Combos vor ihnen. Und jede, so scheint es, hat hier auch musikalische Spuren hinterlassen. (ISLAND) mehr…

  • Guz - Geheime Weltregierung

    Guz – Geheime Weltregierung - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Irgendwas müsstefaul sein, würde der Ex-Aeronauten-Chef nicht jedes Jahreineseiner. Ein-Mann-Kapellen-Platten herausbringen. Die klingen bei ihm nicht mehr nach Casio und Couch, sondern nach Garage, Rhythm’n’Blues und Motown-Soul. Der Mann: ein empfindsamer Beatnik, ein Gossen-Humorist mit Anstand. Definitiv eine Marke. (Elbtonal) mehr…

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    Motel – Silent Light - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Der große Fluff. Motel aus Hamburg zeigen ihre Dub-, Big Beatund Drone-Gitarrenpop-Ornamente ausschließlich durch beschlagene Milchglasscheiben. Teils etwas beliebig, aber gut für enttäuschte Massive Attack-Fans. (FAMILYSTYLE/SOULFOOD) mehr…

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    Relaxed Muscle – The Heavy EP - Singles von Wolfgang Doebeling

    Aufgenommen im letzten September im Schlepptau eines Lee-Hazlewood-Konzerts, bietet die EP drei kaltgepresste Electro-Cuts mit Suicide-Obertönen, gesungen und gespielt von Darren Spooner und Jason Buckle. Dass sich dahinter Jarvis Cocker und Richard Hawley verbergen, ist ein Clou, macht den Kohl aber nicht fetter. Limitiert auf 500 Exemplare. (ROUGHTRADE) mehr…

  • French Cuts 2

    French Cuts 2 - Short Cuts von Joachim Hentschel

    25 französische Single-formatige Pop- und Beatstücke der Sechziger(plus zwei neue), halb gängig (Gainsbourg, France Gall, Francoise Hardy), halb unbekannt Unter anderem Petula Clark mit der Pariser Version vom „Well Respected Man“ der Kinks. Keinerlei Trash, sollte nicht nur als Party-Platte missbraucht werden. (PANATOMIC/INDIGO) mehr…

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    Evan Dando – Baby l’m Bored - Setanta/EFA

    Ist mir langweilig, Baby. Nach der letzten Lemonheads-Platte „Car Button Cloth“, die er zu großen Teilen am Boden liegend einsang, musste unser Superslacker abtauchen. Fast sieben Jahre ist das jetzt schon her, und wer sich je auf den schlichtweg perfekten Gitarren-Pop von „It’s A Shame About Ray“ eingelassen hatte, konnte Evan nicht mehr vergessen. Und […] mehr…

  • Holger Czukay/U-She - The New Millennium

    Holger Czukay/U-She – The New Millennium - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Als Spinner vom Dienst war Ex-Can Czukay einer der Größten, als er noch Bänder mit Papst-Reden zerschnippelte. Hier aber versucht er das, was er schlicht nicht kann: halbwegs konventionelles Electronic Listening. Sängerin U-She klingt wie eine ambitionierte Hausfrau (nicht wie Nico), die Sounds sind abgegriffen.die mystischen Sprechtexte zum Totlachen. Experiment ohne Würde. (FÜNFUNDVIERZIG/INDIGO) mehr…

  • Boysetsfire - Tomorrow Come Today

    Boysetsfire – Tomorrow Come Today - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Einigen wir uns: Grundsätzlich abzulehnen ist Melodie Punk nicht, und obwohl die Band Boysetsfire aus Delaware vom blutschnäuzigen Hardcore-Hardcore ihrer unglaublichen Debütplatte längst in Richtung Mitte eingebogen ist und auf dem dritten Album teils wie Bad Religion oder gar Nickelback klingt, ist das der beste Brüll-Rock, den man im Overground derzeitkriegt.(EPIC/SONY) mehr…

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    The Basement – Medicine Day - Singles von Wolfgang Doebeling

    Die Geburt einer potenziell großen Band. The Basement sind zu viert, jung, aus dem Norden Englands und Irlands und tummeln sich an der Schnittstelle zwischen Stones, Byrds und Dylan. Für eine Debüt-45 enorm selbstund zielbewusst, macht „Medicine Day“ vortrefflichen Lärm. (DELTASONIC) mehr…

  • Angelika Express

    Angelika Express - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Hübsch hingeschmalztes Mod-Trio aus Köln, von Gestus, Inhalt und Aussprache her klar Post-Tocotronic: Sie bekennen sich offensiv zur twentysomething angst , singen spöttisch über Provinzflüchtige („Geh doch nach Berlin“) und puppenhafte Indie-Popperinnen („Teenage Fanclub Girl“). Ein doppelter Anachronismus also, deshalb oft betulich, aber mit Powerpop-Verve und vielen guten Ansätzen. Auf dem besten Song ist(mittlerweile unvermeidlich) […] mehr…

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    The 45s - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Bevor der Brite Matt Haies zum (in England grandios erfolgreichen) Goldfischglas-Ätheriker Aqualung wurde, sang er mit dem Bruder in dieser kleinen Band, die vor einem Jahr nach zwei Singles von Mercury entlassen wurde und hier (posthum) ihr Gesamtwerk zeigt: elf selbstbewusst extrovertierte Gitarrenpop-Stücke, ähnlich Supergrass, Jellyfish, Phantom Planet. Riffs, Chöre, Kunstfertigkeit. Keine großen Songs, abertausendmal […] mehr…

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    Ani DiFranco – Evolve - Righteous Babe

    Ani DiFranco war nie eine Songschreiberin im klassischen Strophe-Refrain-Strophe-Sinn. Eher denkt man an Slam-Poetry mit Musik-Begleitung. Und letztgenannte war es, die sich im Laufe der Zeit immer weiter verfeinerte, ab und zu aber auch im Begriff war, ins Geschmäcklerische abzugleiten. „I’m a work in progress“. sang Ani DiFranco 1989 auf ihrem Solodebüt. Bis heute konnten […] mehr…