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    Destroyer – This Night

    - Talitres

    Die Vorgeschichte zu „This Night“ von Destroyer spielt wie so oft nicht im wirklichen Leben (Daniel Bejar aus Vancouver ist selbstverständlich ein junger, manischer Songwriter, Ex-Homerecording-Artist, jetzt mit Band, dazu bei den nicht so tollen New Pornographers), sondern im Kopf des Hörers: das erste Mal bis zum Schluss von „Cowgirl In The Sand“ mitfiebern. Im […] mehr…

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    Sunhoney – November - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Das Schotten-Sextett um Fiddler Aidan O’Rourke und Vokalistin Alyth McCormack verbändelt Trad-Folk mit Pop und produktionstechnischen Anleihen bei TripHop und New-Age-Asepsis, volldigital natürlich. Ideal zur Beschallung von Wellness-Centern und Solarien. mehr…

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    Heinz Rudolf Kunze – Rückenwind - WEA

    Eines Morgens fasste sich Heinz Rudolf Kunze an seinen Stirnenfuß und befand, dass mit jeglichem Unfug ab sofort Schluss sein müsse. Kein Plunderbart, keine krampfhaften Provokationsmechanismen und vor allem auch kein Heiner Lürig mehr. Der hatte Kunze mit „Dein ist mein ganzes Herz“ zwar den bis heute größten Hit geschrieben, mochte jedoch nicht den Wechsel […] mehr…

  • Krezip - Days Like This

    Krezip – Days Like This - WEA

    Als 2000 das Debütalbum von Krezip erschien, wollte man allein deshalb applaudieren, weil da eine junge Band innerhalb der Mühlen einer großen Plattenfirma die Freiheit bekam, das eigene Ding Stück für Stück entwickeln zu dürfen, ohne nun gleich als vollendetes Pop-Produkt allen gefallen zu müssen. Daheim in Holland mochte man das Quintett um Sängerin und […] mehr…

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    The Kills – Keep On Your Mean Side

    Alles korrekt: Das „The“ im Namen, die Fotos der Band wie vom Fahndungsplakat, der Sound schäbig. The Kills neuer Auswurf zur Bestätigung des kurzatmenden Trends. Noch mehr Gitarrenmusik. Gleich abgehakt beim ersten Check, um beim zweiten Hören verblüfft festzustellen, dass dieser Musik nicht so schnell die Luft ausgeht Die Platte wächst. Nochmals hören. Dann immer […] mehr…

  • John Guilt - The Mirrors And Uncle Sam

    John Guilt – The Mirrors And Uncle Sam - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    John Guilt nennt sich das US-Trio nicht ungefähr, Schuld und Sühne ziehen sich wie ein blutroter Faden durch Dämonen bevölkerte und doch um lyrischen Ausdruck bemühte, düster inszenierte und neurotisch gesungene Songsammlung aus eigener Feder. Einzige Ausnahme ist „That Feel“, verfasst von den Soulbrothers Keith Richards und Tom Waits, und perfekt eingepasst in dieses seelische […] mehr…

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    The Raveonettes – Whip It On - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Live ist ihre Pulp-Pastiche zu eindimensional noisy, der zweite Gitarrist stört und der Drummer bleibt via Click-Track stur in der Spur. The Jesus & Mary Chain ohne Gift und Genie. Mit einer Bassistin als Blickfang, die so statisch agiert wie einst Gaye Advert. Nice cheekbones, though. Auf Platte ist der Dänen-Lärm ergötzlicher, verruchter, rock’n‘ rolliger, […] mehr…

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    Black Street – Level II - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Einen musikalisch mitreißenderen Track als „No Diggity“ wird man in HipHopland vergebens suchen, doch ist seither viel Wasser den breiten R & B-Strom hinuntergeflossen. Umso erfreulicher, dass Teddy Rileys Vision von organischer, sinnlicher Soul Music zwischen Tradition und Moderne intakt geblieben ist: New Jack Swing. Die Bezüge zu Blues und Jazz sind diesmal versteckter, Gamble […] mehr…

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    One Bar Town – Say Me A Rosary - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    US-Rock aus Germany, Rootsinformiert und deutlich muskulöser als auf dem Americana-lastigeren Debüt-Album. Rechtschaffen durchaus und mit einigen engagierten Gitarrenläufen, doch zumeist mediokrem Material. Und wenn dann mal ein richtig guter Song zur Brust genommen wird wie „Susanne’s Eyes“, hält die Sangeskunst nicht Schritt und das kostbare Ding wird vergrölt. (TWAHI/SMIS) mehr…

  • Mew - Frengers

    Mew – Frengers - Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    Mehr Dänen, relokalisiert in London, mit clever-eingängigen, selbstgedrechselten Pop-Konstrukten, die melodisch zu verblüffen wissen, sonisch jedoch schrecklich unter Kompression leiden. Das Duett mit Stina Nordenstam ist trotz boomiger Gitarren-Sounds der Marke U2 recht hübsch, die meisten anderen Cuts tönen gequetscht. Kopfgeburten halt. (DRAGNET/ SONY) mehr…

  • Vic Chesnutt - Silver Lake

    Vic Chesnutt – Silver Lake - Blue Rose

    Vor einigen Jahren war Vic Chesnuit mit Lambchop auf Deutschland-Tour. Die Bühne stand – wie man das von Lambchop-Konzerten kennt – voller Musiker. Nur Vic Chesnutt konnte man da vorne in seinem Rollstuhl gar nicht mehr sehen. Mit dem Album, das aus der Zusammenarbeit mit Lambchop entstand, „The Salesman and Bernadette“, war der Künstler, den […] mehr…

  • Meat Loaf -

    Meat Loaf – - Polydor

    Dass auf Platten von Meat Loaf nun lange schon keine Rock’n’Roll-Träume mehr wahr werden, weiß man, das muss nicht mehr gesagt werden. Den Platten des Trauertenors und Pop-Dramaturgen Marvin Lee Aday haftet natürlich seit dem kurzen Comeback mit Jim Steinman 1993 jener fade Beigeschmack an, der alle mühevollen Wiederbelebungsversuche unangenehm begleitet. Für das neue Werk […] mehr…

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    50 Cent – Get Rich Or Die Tryin‘ - Universal

    Unglaublich, dass noch heute ein Gangster-Lebenslauf genügen kann, um so auf sich aufmerksam zu machen wie 50 Cent Er hat mit zwölf zu dealen begonnen, früher als die anderen. Hat einmal neun Kugeln überlebt, mehr als die anderen. Da liegt ein Unterschied zum ersten, bleiernen Frühling des Gangsta-Rap (der ja zwischendurch richtig aus der Mode […] mehr…

  • Wayne Kramer - Adult World

    Wayne Kramer – Adult World - Diesel Motor

    Es war Wayne Kramers Welt, und wir lebten nur darin. Kramer hatte einen verdammt großen Amp. Verdammt groß. Und er wusste damit umzugehen. Seit 30 Jahren und länger machte Kramer das Ding mit der Gitarre. Manche sagen, Kramer sei darüber müde geworden oder bitter. Das stimmte aber nicht Kramer hatte sie alle kommen und gehen […] mehr…

  • Ladytron - Light & Magic

    Ladytron – Light & Magic - EastWest

    Man muss Ladytron danken. Ganz ausgezeichnet haben sich Fotos des putzigen Elektrokitsch-Kleeblatts aus Liverpool als Tischvorlage bei heiklen Frisörbesuchen bewährt. Ein schönes Experiment: Das nächste Mal dem Coiffeur erst gar keine Schnitt-Anweisung geben, statt dessen im Salon dieses Album einlegen und mal machen lassen. Man darf vermuten, dass da was Schickes, im besten Fall gar […] mehr…

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    Dan Bern – Fleeting Days - Cooking Vinyl

    Die Flüchtigkeit der Tage muss einem besonders bewusst sein, der so lebt wie Dan Bern. Ruhelos unterwegs, rastlos produktiv, immer auf dem Sprung nach dem Happen Geschichte, der – wenn schon nicht gemacht -, so doch mindestens beobachtet, kommentiert, neu verortet gehört. So möchte man Dan Bern zurufen: Halt mal inne. Junge! Dass sich dieser […] mehr…

  • The Yardbirds - Birdland

    The Yardbirds – Birdland - Zomba

    Starauftrieb sorgt für Skepsis. Erst recht, wenn eine an sich venerable Institution des britischen R&B den roten Teppich ausrollt für amerikanische Gniedel-Fürsten wie Slash, Joe Satriani und Steve Vai. Wenn schon ein neues Studio-Albuni nach so langer Zeit, warum dann nicht von der regulären Touring-Band, der mit Chris Dreja und Jim McCarty immerhin noch zwei […] mehr…

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    Hank Shizzoe & Loose Gravel – In Concert With Sonny Landreth - Roots von Jörg Feyer

    Nach vier Studioalben – hier allesamt ausgewogen vertreten – eine kleine Live-Zwischenbilanz. Sonny Landreth war sich nicht zu schade, für eine gemeinsame Show aus Louisiana in die Schweiz zu reisen. So nehmen sie auf CD 2 im Quartett auch „She Belongs To Me“ (Dylan) und „Cabin Down Below“ (Petty) unter die Räder, während CD 1 […] mehr…

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    Caitlin Cary – WhileYou Weren’t Lookinq - Roots von Jörg Feyer

    Caitlin Cary muss ein Bärenfell haben und den Gleichmut eines Muttertiers, an dem zig Junge saugen. Hätte sie es sonst fünf Jahre mit Ryan Adams ausgehalten? „A little bratty, horrible brother“ nennt sie ihn heute, aber auch den Bruder, welcher der Geigerin bei Whiskeytown erst eine Stimme gab. Die ist auf ihrem ersten Album schon […] mehr…

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    Eric Bibb – Natural Light - Roots von Jörg Feyer

    Wenn ein Künstler mit dem sechsten Album auf Konzertplakaten noch als „neueStimme“ angepriesen wird, hat er ein Problem. Eric Bibbs akustischer Folk-Blues war halt nie ganz so catchy wie der von Keb‘ Mo‘ und nie halb so radikal wie der eines Alvin Youngblood Hart. Die Qualitäten des Raureif-Bariton blühen auch auf „Natural Light“ eher im […] mehr…