• Badly Drawn Boy - Born Again

    Badly Drawn Boy – Born Again

    - Singles von Wolfgang Doebeling

    Er wird immer heimeliger und pummeliger, unser Indie-Teddybär, der nur in der Öffentlichkeit ein Tunichtgut ist, etwa neulich bei Oxfam. Auf Platte hagelt es demutsvolle, lebensbejahende Oden an die Freude. Wie auch auf der B-Seite „Golden Days“: Damon Gough allein mit sich, dem Piano und einem Päckchen Rührung. (BEGGARS) mehr…

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    Cat Sun Flower – European Cuts - Pias/Connected

    Es trätet ganz gemütlich los, und danach wird es auch nicht aufregend. Aber das ist ja das Schöne! Cat Sun Flower veröffentlichen auf einem Label namens Redwinetunes, und genauso klingt ihre Popmusik: gelöst und harmonieselig, für den Abend am Kamin oder am Strand. Mit geschlossenen Augen die Welt anschauen, ohne sich um die Wirklichkeit zu […] mehr…

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    The Detroit Cobras – Seven Easy Pieces - Rough Trade

    Ihre Debüt-LP „Mink Rat Or Rabbit“ war ein Vierspur-Konvolut aus rachitischem, noch nicht stubenreinem Rhythm & Blues, ihr zweites Album titels „Life, Love And Learing“ geriet noch verruchter und ekstatischer, machte aber gleichzeitig gewaltige Fortschritte in Sachen Musik. Die Arrangements erhielten eine popsensiblere Passform, das Material war stärker, Rachel Nagys Vocals perfekt in die Tanz-Schaffe […] mehr…

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    Swinger Club – Monsters Of Jazz - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Schau mal, Mambo Kurt, du hast Kopisten. Auch Swinger Club aus Köln covern absichtlich weit Hergeholtes („Y.M.CA“,“Highway To Hell“)als James-Taylor-Quartet-Hammond-Jazz. Gepflegt manieriert. (SUPERMUSIC/ZOMBA) mehr…

  • Mambo Kurt - Ekstase

    Mambo Kurt – Ekstase - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Wenn in der Scherzartikeltüte zwischen Pupskissen und Spritzblume noch Platz ist Mambo Kurt spielt zum wiederholten Mal Hits auf der Heimorgel („Sweet Child Of Mine“, „Killing An Arab“, „Hells Bells“, „Zu spät“), singt Karl-Dallhaft dazu und lässt mich an Dinge denken wie: Würstchen. Aufschnitt. Fleischwaren im Allgemeinen. (SUPERMODERN/INDIGO) mehr…

  • Jael

    Jael - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Wer im Fernsehen gesehen hat, wie die 25-jährige Münchnerin Jael immer wieder über ihr bewegungsarmes Geschlechtsleben sprach, wird sich wundern: Ihre Platte ist doch ganz charmant, Jael klingt so ähnlich wie Susanna Hoffs und lacht manchmal süß beim Singen, während der Produzent ein paar Sixties- und Paisley-Underground-Klischeestücke hinter ihr aufreiht. Avril-Fans über 30 (ich weiß, […] mehr…

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    Mense Reents – Aus freien Stücken - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Die Greatest Bits aus dem Gehirn von Mense Reents, dem Wunderhornträgerausdem Hamburger Pudelclub (Huahl, Die Regierung, Stella, Egoexpress): Console-artiger Blubb-Pop, Indie-Rock mit Fuzzgitarre, ambient Zusammengesampletes. Als Ganzes beliebig, doch voller guter Mikroideen. (LADOMAT 2000) mehr…

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    Cornel Campbell – Original Blue Recordings - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Niemand hat „I fight for my right“ so blütenhaft gesungen wie Cornel Campbell aus Kingston. Das Reggae-Pendant zu George Michael, als der noch gut war: 20 Stücke aus Campbeils Siebziger-Zeit mit Produzent Bunny Lee, Soul, Lovers Rock, Songs von Marvin Gaye, Curtis Mayfield. Weil ihn eh kaum jemand kennt: Großartig auch für Nicht-Sammler. (MOLL-SELEKTA/EFA) mehr…

  • Go Plus

    Go Plus - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Eine Popband fürs Wohnzimmer. Go Plus aus Hamburg spielen auf der dritten Platte wieder mit allem, was man vor dem Schlafengehen gern um sich hat: Beach Boys, Prefab Sprout, Talk Talk, luftig, intim, kaum elektrisch. Wie bei Kante trüben nur die Kirchengesangbuchs-Texte und die Liedermacher-Aura den Genuss. (Kitty-Yo) mehr…

  • Buju Banton - Friends For Life

    Buju Banton – Friends For Life - Short Cuts von Joachim Hentschel

    So schnell wird man zum eider siatesman. Banton gilt mit 29 als verdiente Kraft unter den jamaikanischen Dancehall-DJs, hat einige Läuterungen erlebt und singt bzw. skandiert nun im Namen von ganz Afrika und allen, die arm dran sind. Auf den Reggae-rootsigen Stücken der neuen Platte zieht er daraus eine verzweifelte Form von Energie,inden Balladen mit […] mehr…

  • Contriva - If You Had Stayed...

    Contriva – If You Had Stayed… - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Bei dieser Instrumentalband passiert alles unmittelbar am Ohr: Die akustische Gitarre schrammt trocken, der Bass summt, knarrt gelegentlich wie die Dielen in den beliebten Berlin-Mitte-Wohnungen (da kommen Contriva her), das Schlagzeug klingt, als sei es gerade aufgewacht – überhaupt, die Platte scheint neben einem auf der Bettkante zu sitzen. Kaum Komposition im klassischen Sinn, aber […] mehr…

  • Sean Paul - Dutty Rock

    Sean Paul – Dutty Rock - Short Cuts von Joachim Hentschel

    Dancehall-Heads müssen schimpfen, wenn ihnen der Jamaikaner Sean Paul nicht eh egal ist: Sein zweites Album ist im Prinzip eine zeitgemäße HipHop-Produktion mit starkem Reggae-Zug, hat animierende Refrains und die ganze Sound-Bandbreite zwischen Pomp und Hardcore. Sean Paul ist mehr ein Soulboy, hat anders als viele Raspelfressen keine religiösen und homophonen Besessenheiten – natürlich Kommerzware, […] mehr…

  • Friends Of Dean Martinez - Under The Waves

    Friends Of Dean Martinez – Under The Waves - Glitterhouse

    Ein instrumentales Verschwimmen in der Ferne. Überall flirren Soundscapes, nichts als Soundscapes. Es ist nur wenig zu sehen und hören von Bill Elm und seinen Jungs. Ab und an nur heult ein Kojote, krächzt die Gitarre. Nein, zumindest sechs der acht Stücke werden wohl keinen Wüstenhund so ohne weiteres hinter dem Kaktus hervorlocken können. Aber […] mehr…

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    Sonja Kandels – God Of Laughter - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Dass die Berlinerin in Afrika aufgewachsen ist, brachte sie auf ganz eigene Wege: In Englisch, Portugiesischoder Suaheli singt sie mal folk-nah, mal jazzverbunden. Dass sie gelegentlich dann doch an Maria Joao erinnert, spricht keinesfalls gegen Sonja Kandels. (MINORmusic/in-akustik) mehr…

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    Antonio Farao – Far Out - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Sobald Saxofonist Bob Berg einsteigt, wird „FarOut mindestens ebensosehr sein Ding wie das des italienischen Pianisten Antonio Farao. Musik,die Hancock gefällt und Hancock-Fans begeistern dürfte. (NEO/SONY MUSIC ENTERTAINMENT) mehr…

  • Cattleya - Madeleine

    Cattleya – Madeleine - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Nachmittagsteetauglich setzt das Trio um Pianist Michel Bisceglia ein, und obwohl es meist beschaulich-erbaulich weitergeht, kann man sich dem Charme kaum entziehen – schon gar nicht, wenn Streicher und Akkordeon mitstricken am Schönen, leidlich Wahren, Guten, (renta-dog/epa) mehr…

  • Gerard Presencer - Chasing Reality

    Gerard Presencer – Chasing Reality - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Die Referenzen reichen vom US3-Dauerbrenner „Cantaloop‘ bis zu Joni Mitchell und Robbie Williams. Nun zeigt Gerard Flagge mit kühler Fusion und warmem Flügelhorn-Ton, jeder Menge Biss als Trompeter und beachtlichen „No Names“ in der Band. Nur der letzte Track, der liebäugelt mit typischer Fusion-Glätte. (ACT/EDEL CONTRAIRE) mehr…

  • Stefon Harris - The Grand Unification Theory

    Stefon Harris – The Grand Unification Theory - Jazz von Klaus von Seckendorff

    Er ist 29 und bereit für echte Herausforderungen: Nach seinem impro- und groovebetonten 1999er-Opus „Black Action Figure“ setzt Vibraphonist Stefon Harris diesmal auf große Besetzung, orchestrale Arrangements. Seine Working-Band – Xavier Davies (p), Tarus Mateen (b) und Terreon Gully (d) – hat er dafür auf zwölf Mann erweitert. Soli spielt er am liebsten auf dem […] mehr…

  • Moloko Statues

    Moloko Statues - Roadrunner

    Fast jeder kennt irgendwas von Moloko, „Sing It Back“ oder „Where Is The What If The What Is The Why?“. niemand merkt, dass die Band eigentlich richtig gut ist. Erwartungsgemäß klingt auch alles, was es über den konzeptuellen Ansatz der vierten, cleveren, schönen Platte „Statues“ zu sagen gibt, wieder beleidigend langweilig – Produzentenband mit singender […] mehr…

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    Tilman Rossmy Quartett – Seitdem man mich… - www.tilmanrossmy.de

    Frohe Kunde von unserem Lieblingslakoniker Tilman Rossmy: Sein letztes Album „Reisen im eigenen Land“, der charmante Hausbesuch bei der eigenen Vergangenheit, war das erste Album in seinem Katalog, mit dem er Gewinn machte. Ein Erfolg für den Mann, der immer noch ein bisschen stolz darauf ist, dass das zweite Album seiner wundervollen Band Die Regierung, […] mehr…