• Teenage Fanclub - 'Grand Prix'

    Teenage Fanclub – Grand Prix

    Verpennt und abergläubisch, unrasiert, zu sehr verloren in schönen Gedanken, um auf rote Ampeln zu achten. Die Lieder der vier Schotten von Teenage Fanclub hatten zum vierten Album das Status Quo-Denim endgültig abgestreift und sich mit Kuschelpullovern für die Landpartie gerüstet In der Sonne der Jingle-Jangle-Harmonie blieb einzig die Frage, wie solche Suffköpfe diese Knabenchöre […] mehr…

  • Pavement Wowee Zowee Cover

    81. Pavement - Wowee Zowee!

    Die Direktheit der Debüt-Platte „Slanted & Enchanted“, die Schönheit von „Crooked Rain Crooked Rain“, die Dichte von „Brighten The Corners“ und den Pop von „Terror Twilight“ – auf „Wowee Zowee!“ findet man das alles, man muss nur etwas länger suchen. Eine Beschreibung dieses schrulligen, maßlosen, cleveren Albums ist nur mit der endloser Attributketten möglich. Hier […] mehr…

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    80. Lucinda Williams - Essence :: Die 100 besten…

    Die Liste der Musiker liest sich eindrucksvoll: Multitalent Charlie Sexton, Ryan Adams und Jim Lauderdale unterstützten Lucinda Williams bei ihrer Rückkehr zu den intimeren und melancholischen Momenten der Frühwerke. Eine Fortsetzung von „Car Wheels On A Gravel Road“, so wurde in der Kritik oberflächlich gemäkelt, war „Essence“ freilich nicht Die Sängerin hat den Wagen nachdenklich […] mehr…

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    79. R.E.M. – Up - Die 100 besten Alben

    Was macht eine Band ohne Drummer? Sie versucht, so Michael Stipe damals, eben als dreibeiniger Hund weiterzulaufen. Und wie R.E.M., nach 17 Jahren von Bill Berry verlassen, liefen: Sie experimentierten mit Computersounds und daddelten endlos im Studio, aber im Mittelpunkt standen schließlich doch die Songs – darunter leider oft übersehene Glanzstücke wie „At My Most […] mehr…

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    78. Radiohead – The Bends (1994 - Die 100 besten Alben

    Nein, nicht jeder hat damals gleich das Potenzial Radioheads erkannt. Dabei war ja „The Bends“ ihrem Debüt „Pablo Honey“ schon meilenweit überlegen. Trotzdem bekam es mancherorten nur zwei Sterne (auch wir machen Fehler). Freilich konnte man die Briten damals noch als Rockisten bezeichnen, aber Hits hatten sie bereits: Hören Sie sich noch mal an, wie […] mehr…

  • The Smashing Pumpkins - Mellon Collie And The Infinite Sadness

    The Smashing Pumpkins - Mellon Collie And The Infinite…

    Die furioseste Leistung des großen Wutkopfes und Romantikers Billy Corgan: Allem Irdischen enthoben, resümierte er seine musikalische Sozialisation, komponierte Piano-Etüden, wüsten Hardrock, Liebesballaden, aggressive Punk-Einwürfe, nonchalanten Pop und überbordende Prog-Rock-Epen. Deshalb ist „Mellon Collie And The Infinite Sadness“ (schlimmer Titel allerdings) die Steigerung und das Gegenteil von „Siamese Dream “ und wohl auch das finale […] mehr…

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    75. Hole – Live Through This - Die 100 besten Alben

    Das Problem war nicht, dass „Live Through This“ ein paar überflüssige Durchschnitts-Punkrock-Stücke enthielt Das Problem war, dass einige der Grunge-Pop-Songs so perfekt waren (und auch so nach Nirvana klangen), dass man nicht glauben konnte, dass Courtney Love die allein geschrieben haben sollte. Wie auch immer das wütend-tragische „Miss World“, das beißende „Asking For It“ – […] mehr…

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    76. Robbie Williams – Sing When You’re Winning - Die 100 besten Alben

    Die endgültige Machtübernahme des manischen Selbstdarstellers, wie schon das Cover signalisiert: Mit bloßem Willen, lauter Stimme und Guy Chambers‘ unschlagbaren Liedern tollte Robbie in die Arena und zehrte ein Jahr, bis zu seiner Swing-Platte, von den Hits. „Rock DJ“ war schon ein guter Auftakt, aber „Supreme“, „Kids“ und der heimliche Favorit „The Road To Mandalay“ […] mehr…

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    73. Pet Shop Boys – Bilingual - Die 100 besten Alben

    Die letzte Großtat der Neueren Mit den Rhythmen behender brasilianischer Trommler kam unerwartet noch einmal Schmiss in die Melancholie, „Se a vida é“, „Single“ und „Discoteca“ versprechen Spiel, Spaß und Sex im sonnigen Freibad. Die Diskothek kam ebenso zu ihrem Recht wie die Nachtschattengewächse, die seit „Behaviour“ von den Pet Shop Boys angezogen wurden: „It […] mehr…

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    72. Sigur Rós – Agætis Byrjun - Die 100 besten Alben

    Viele benutzen diese Platte am liebsten zum Einschlafen. Das funktioniert gut, obwohl die Musik der Isländer Sigur Ros strenggenommen vom Aufwachen handelt. Von den Klängen, die herauskommen, wenn die Stille so gespannt wird, dass sie wie eine Seifenblase platzt „Agætis Byrjun“ ist ein Mittelding aus freier Band-Improvisation und klassischem Arrangement, ein unkokettes Werk von vier […] mehr…

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    69. Tocotronic – K.O.O.K. - Die 100 besten Alben

    Ein Monstrum ganz anderer Art als die Beschwerde-Platte: „K.O.O.K.“ hat die Ausmaße eines Doppel-Albums und steckt die instrumentalen und poetischen Mittel weiter. Zu den vertrauten Slogans wie „Das Unglück muss zurückgeschlagen werden“ und „Let There Be Rock“ gesellen sich bedrängende, enigmatische Bilder entrückter Idyllen wie in „Tag ohne Schatten“ und „Jenseits des Kanals“. In „Morgen […] mehr…

  • Beastie Boys III Communication Cover

    70. Beastie Boys – III Communication - Die 100 besten Alben

    Sie waren längst Künstler, Chefs eines der innovativsten US-Labels der jüngeren Pop-Geschichte und Erfinder einer Stilrichtung („Paul’s Boutique“ war doch die erste TripHop-Platte), aber vom „Fight For Your Right“-Proll-Image kamen die Beastie Boys nicht weg. Den Kieferbrecher „Sabotage“ interpretierten sie als schnurrbärtige 70er-Cops, weil ein paar Witze sein mussten. Der große Rest von „Ill Communication“ […] mehr…

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    63. Tortoise – Millions Now Living Will Never Die - Die 100 besten Alben

    Man kann alles auf intelligente Art machen, auch progressive Unterhaltungsmusik. Die gab es lange vor Rock, aber weil die von Jazz, Dub, Techno und Avantgarde informierte Chicago-Szene um Jim O’Rourke und John McEntire Mitte der Neunziger von gelangweilten Indie-Hörern als historisch relevante Alternative wahrgenommen wurde, nannte man das Post-Rock. Das zweite Album von McEntires Instrumental-Band […] mehr…

  • PJ Harvey - To Bring You My Love

    PJ Harvey - Die 100 besten Alben: 67.…

    Drei Alben lang hatte sich Polly Jean Harvey im kompromisslosen Ausleben ihrer Traumata und Depressionen geübt Den bluesgetränkten Post-Punk gab sie nach der Trennung von Robert Ellis und Stephen Vaughn jedoch wieder auf. Unter der sorgsamen Obhut der bewährten Produzenten Flood und John Parish legte sie fortan mehr Wert auf die feine musikalische Ausgestaltung ihrer […] mehr…

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    68. Rufus Wainwright - Rufus Wainwright :: Die 100…

    Hätte man diese Lieder um Neunzehnhundert in einem Pariser Salon aufgeführt, Marcel Proust hätte mitgesummt Rufus Wainwright, Sohn von Loudon Wainwright III und Kate McGarrigle, schuf gleich mit seinem Debüt einen Klassiker. Als Songschreiber steht er in der Tradition eines John Cale zu Zeiten von Paris 1919″ oder Van Dyke Parks. Letztgenannter sorgte auch für […] mehr…

  • Tom Petty - Wildflowers

    61. Tom Petty - Wildflowers

    Dieses Album ist ganz und gar der Liebe zur Musik der mittleren bis späten 60er Jahre entsprungen. Tom Petty und Produzent Rick Rubin hatten sich vor den Aufnahmen gegenseitig ihre Lieblingplatten vorgespielt. „Rubber Soul“ von den Beatles muss dabeigewesen sein, Dylans „Blonde On Blonde“ und ganz sicher auch Neil Youngs „After The Goldrush“ von 1970. […] mehr…

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    64. R.E.M. – Monster - Die 100 besten Alben

    Der Befreiungsschlag nach all den (herrlichen) Mandolinen, Akustikgitarren und Songs von Tod und Erinnerungen. „Monster“ war laut und sexy – und wieder einmal genau das, was man nicht erwartet hatte. R.E.M. entdecken die Rockmusiker in sich wieder, Michael Stipe erfindet gleich diverse Persönlichkeiten, um seine Geschichten von sexuellen Identitäten („Tongue“) und Obsessionen („Bang And Blame“)zu […] mehr…

  • Bruce Springsteen - The Rising

    62. Bruce Springsteen - The Rising

    Man hatte nicht mehr so recht an ihn geglaubt, und im patriotischen Taumel nach den Terror-Anschlägen wäre jeder andere untergegangen. Doch Bruce Springsteen kehrte mit seiner E Street Band als amerikanischer Held zurück, als Spiritualist und Symbolist, der das Unfassbare in metaphysischer Dichtung umkreist: „Nothing Man“ „You’re Missing“, „Empty Sky“ und „Paradise“ sind mehr als […] mehr…

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    65. Air – Moon Safari - Die 100 besten Alben

    Für ihre Mondsafari müssen Nicholas Godin und Jean-Benoit Dunckel auf einem vergessenem Dachboden kistenweise alte Moog-Synthesizer und Effektgeräte entdeckt haben. Die Franzosen verhüllten ihre elektronisch verkuschelte Schlafzimmermusik gekonnt im Paradox einer futuristische Retrospektive. Man bediente sich großzügig bei den Vorbildern Ennio Morricone und John Barry, berücksichtigte aber ebenso den Hang zur perfekten Melodie eines Brian […] mehr…

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    59. Flowerpornoes – Ich & Ich - Die 100 besten Alben

    Es gibt mindestens ein deutschsprachiges Folk-Rock-Songwriter-Album, das diesen Namen tragen kann, ohne dass „deutschsprachig“ wie eine Einschränkung, eine Herabstufung daherkommt. Nämlich dieses. „Ich & Ich“ das sind um sich selbst kreisendes Songschreiber-Ich und Rockstar-Ich, Selbstbild und öffentlicher (Zerr-) Spiegel, R.E.M.-Pastiche, Neil-Young-Gitarre, ein zu Tränen rührendes eingedeutschtes Van-Morrison-Cover („Sweet Thing“), Zitatenschatz für die eigene Erzählung und […] mehr…