• Morrissey - Maladjusted

    Morrissey

    - Die 100 besten Alben: 34. Maladjusted

    Was Morrissey mit den Anti-Thatcher-Songs nie passiert war, gesach jetzt: Auf der britischen Ausgabe von „Maladjusted“ musste „Sorrow Will Come In The End“ fehlen, die Drohung gegen Smiths-Drummer Mike Joyce. Solche Selbstfixierung war immer eine der größten Stärken des Lyrikers Morrissey, und bevor er sich dauerhaft ins geliebte Amerika absetzte, gelang ihm hier noch eines […] mehr…

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    31. Scott Walker – Tilt - Die 100 besten Alben

    Fast elf Jahre nach dem ingeniösen „Climate Of Hunter“ die plötzliche Rückkehr aus der musikalischen Mojave. „Tilt“ ist Scott Walkers Nachttheater in neun Akten, gotisch und verstört. „And I used to be a Citizen/ I never felt the pressure/ I knew nothing of the horses/ Nothing of the thresher“ – die letzten Minuten Pier Paolo […] mehr…

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    33. The Jayhawks – Tomorrow The Green Grass - Die 100 besten Alben

    Gemeinsam waren Gary Louris und Mark Olson unschlagbar, als Songwriter und als Sänger. Leider hatte Olsen nach „Tomorrow The Green Grass“ keine Lust mehr, sich mit Louris herumzuschlagen. Das Abschiedswerk ist ein Lehrstück in Country-Pop: Rickenbacker-Seligkeit und unvergessliche Melodien en masse, Hits wie „I’d Run Away“ und Rührstücke wie „Two Hearts“, die herzige Hommage „Miss […] mehr…

  • Blumfeld - Old Nobody

    Blumfeld - Die 100 besten Alben: 30.…

    Wer zum Teufel ist Old Nobody? Der Tod, die Auslöschung, die Anti-Ich-Maschine? Oder wie so oft, Jochen Distelmeyer selbst? Nachdem er bei der vorausgegangenen Blumfeld-Tour schon Canned Heats „On The Road Again“ richtig gesungen hatte, kam auf der dritten Platte die Annäherung an Prefab Sprout und (angeblich) George Michael. Früher: „Lass uns nicht von Sex […] mehr…

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    36. Elliot Smith – Either/Or - Die 100 besten Alben

    Äußerst zielsicher schien der ohnehin schüchterne Mann aus Portland stets dorthin zu geraten, wo er nicht hinpasste: Bei der Oscar-Verleihung teilte er die Bühne mit Celine Dion (und gewann natürlich nichts), zwei seiner Platten kamen auf dem feministischen „Kill Rock Stars“-Label heraus, „Either/Or“ ist das Gelenk zwischen Smiths frühem Fragil-Folk und dem fülligeren Sixties-Pop. Alle […] mehr…

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    29. Ron Sexsmith – Other Songs

    Die Lakonie eines Ray Davies trifft auf die schwarze Romantik eines Harry Nilsson, das naive Genie Brian Wilsons, vorgetragen mit der todessehnsüchtigen Stimme Tim Hardins. Noch überzeugender als auf seinem von hochkarätigen Kollegen wie Paul McCartney und Elvis Costello geschätzten Debüt zelebriert der pausbäckige Kanadier auf „Other Songs“ seine hohe Songkunst – kongenial in Szene […] mehr…

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    32. Tocotronic – Wir kommen um uns zu beschweren - Die 100 besten Alben

    Die Interpunktion versagte, als die Hamburger Nörgler richtig in Fahrt gerieten: In Wutliedern wie „Ich werde mich nie verändern“, „Ich möchte irgendwas für dich sein“ und „Ich verabscheue euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst“ machten Tocotronic Kleinholz aus feindlichen Belästigungen und trieben, obschon Mitte 20, die Pubertät auf die Spitze. Gitarre und Bass dreschen knappe Punk-Attacken […] mehr…

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    35. The Flaming Lips – The Soft Bulletin - Die 100 besten Alben

    Die unverkennbaren Merkmale einer Produktion von Dave Fridmann: Songs am äußersten Rande zur Zerbrechlichkeit werden mit symphonischer Schwere und (zumeist unnötigem) Krach versehen. All dies konnte jedoch nicht davon ablenken, dass sich Wayne Coyne hier erstmals als gläserner Sänger ohne Schutzwall und fernab jeglichen surrealen Schwurbels präsentierte. Wunderschöne Stücke wie „The Spiderbite Song“ oder das […] mehr…

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    25. Bonnie „Prince“ Billy – I SeeA Darkness - Die 100 besten Alben

    Die Dunkelheit hat viele Schattierungen und Farbtöne, aber es gibt wenige große Stilisten wie Will Oldham, die das alles herausarbeiten können. Sein hier erstmals vorgestellter Charakter Bonnie „Prince“ Billy erschien im Vergleich zu den Palace-Platten als geradezu verspielter Gesell: Bläser, ein Honky-Tonk-Piano und eine verwelkte Reggae-Gitarre signalisieren, wie Fatalismus in letzter Konsequenz sorglose Gelassenheit verleiht […] mehr…

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    23. Edwyn Collins – Gorgeous George - Die 100 besten Alben

    Nach „Hellbent On Compromise“ hätte er auch resignieren können, aber es gibt kein Wort für Aufgeben in Ed Collins‘ Vokabular. „Gorgeous George“ wollte zunächst keine deutsche Firma herausbringen (nur das Wohnzimmer-Label Marina freute sich schon), als „A Girl Like You“ langsam abhob und den Schotten, der stets auf modisches Äußeres achtete, in die Charts hievte. […] mehr…

  • Ryan Adams - Gold

    Ryan Adams - Die 100 besten Alben: 22.…

    Bei seinem Debüt „Heartbreaker“ war der Titel noch Programm: viel Herz, viel Seele und noch mehr Emotion, gepaart mit einer Gitarrentasche voll formidabler Kompositionen. Für das schon mit großer Aufmerksamkeit erwartete „Gold“ hatte Adams zunächst dieselbe Route gewählt, verwarf aber später alle Songs und schrieb innerhalb kürzester Zeit 21 neue Stücke. Die Referenzen reichen von […] mehr…

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    27. Smog – Wild Love

    Bill Callahan von Smog sitzt allein unten am Boden des Ozeans, in einer Glocke, wie man sie zur Beobachtung von Meeresgetier herablässt, schaut, wie das Leben vorbeivegetiert und trauert ob dieses Anblicks um die verlorenen Träume seiner Kindheit. Kein Weg führt zurück. Das Heil liegt in der Einsamkeit Der einzig glückliche Mensch auf diesem für […] mehr…

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    28. Mercury Rev – Deserter’s Songs - Die 100 besten Alben

    Es sind durchaus die typischen Zutaten für eine feudale Kopfplatte – von den bis dahin eher psychedelisch lärmenden Mercury Rev hätte man eine solche Abkehr jedoch kaum erwartet. Die orchestrale Grandezza, eine singende, ja heulende Säge und schließlich die mit letzter Kraft hingehauchten Dichtungen Jonathan Donahues faszinierten auf Anhieb. Befreit von jeglichem Krach und allen […] mehr…

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    Die 100 besten Alben: 24. Wilco - Yankee Hotel Foxtrot

    Schon die Entwicklung dieser Band ist beachtlich: vom erst recht knorrigen zum geschmeidigen Americana auf den ersten beiden Alben, von dort zum schillernden Folkpop von „Summerteeth“ und dann an der nächsten Wegbiegung mit Leichtigkeit in Richtung Experiment, Jazz und Leonard Cohen. Verantwortlich hierfür waren wohl – wie früher bei den Byrds – vor allem einige […] mehr…

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    Nick Cave & The Bad Seeds - Die 100 besten Alben: 21.…

    Grimmige Mörder-Balladen, tosende Predigten und die Reflexionen von „Boatman“ hatten Nick Caves Herzprobleme nicht lösen können. Nun also die faszinierende Reise in das Sakrale und Innere. Unter der musikalischen Regie von Violinist Warren Ellis und Freund Mick Harvey gelang Nick Cave eine der schönsten Platten seiner Karriere. Songs wie das emphatische „Hallelujah“, auf dem Ellis‘ […] mehr…

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    20. Nick Cave & The Bad Seeds – The Boatman’s Call - Die 100 besten Alben

    Der Esel hatte den Engel gesehen, aber der Engel war nur die Steinfigur an der Kirche, in die Nick Cave am Pfingstmorgen ging. „And I wish that I was made of stone/ So that I would not have to see/ A beauty impossible to define“, singt er in „Brompton Oratory“ auf „The Botman ’s Call“ […] mehr…

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    19. Radiohead – OK Computer - Die 100 besten Alben

    Damals wusste man es noch nicht, sonst hätte man sich vielleicht noch mehr drüber gefreut. „OK Computer“ war, sind wir mal ehrlich, das letzte wirklich hörbare Album von Radiohead. Das Meisterwerk, dem viel Experiment und Verwirrung folgte und wenige memorable Melodien. Aus den Außerirdischen wurde eine immer noch außergewöhnliche Band, mehr ging nicht mehr. „OK […] mehr…

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    18. Nirvana – Unplugged In New York - Die 100 besten Alben

    Als dieses Konzert auf MTV lief, waren es zu gleichen Teilen Bewunderung und Angst, die einem die Kehle zusammenschnürten. Als dann das Album dazu veröffentlicht wurde, war Kurt Cobain schon tot. Wer genau hinhörte damals, mag nicht so überrascht gewesen sein. Seine Stimme verriet so erschreckend eindeutig, was er in Interviews stets verneinte – dass […] mehr…

  • The Libertines - Up The Bracket

    The Libertines - Up The Bracket

    Junge Wilde gibt es jedes Jahr wieder, noch dazu vom oft wankelmütigen „NME“ befeuert und selten mit einer Halbwertszeit über zwei Jahren. Doch die Libertines hauten derart auf die Schnauze, wie man den Plattentitel übersetzen darf, dass man noch lange von ihnen reden wird. Die Single „What A Waster“ war ein Debüt wie sonst nur […] mehr…

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    16. Oasis – - Die 100 besten Alben

    Das Titelfoto für „(What’s The Story) Morning Glory?“ wurde in der Berwick-Street in London-Soho geschossen, der Straße der Plattenläden. Verglichen mit dem „Definitely Maybe“-Cover, wo die Oasis-Mitglieder sich im Wohnzimmer mit Devotionalien umgeben und die Weltkugel als Luftballon dabei hatten, zeigt das, wie weit sie in einem Jahr gekommen waren: aus dem Wartesaal der großspurigen […] mehr…