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    63. Tortoise – Millions Now Living Will Never Die

    - Die 100 besten Alben

    Man kann alles auf intelligente Art machen, auch progressive Unterhaltungsmusik. Die gab es lange vor Rock, aber weil die von Jazz, Dub, Techno und Avantgarde informierte Chicago-Szene um Jim O’Rourke und John McEntire Mitte der Neunziger von gelangweilten Indie-Hörern als historisch relevante Alternative wahrgenommen wurde, nannte man das Post-Rock. Das zweite Album von McEntires Instrumental-Band […] mehr…

  • PJ Harvey - To Bring You My Love

    PJ Harvey - Die 100 besten Alben: 67.…

    Drei Alben lang hatte sich Polly Jean Harvey im kompromisslosen Ausleben ihrer Traumata und Depressionen geübt Den bluesgetränkten Post-Punk gab sie nach der Trennung von Robert Ellis und Stephen Vaughn jedoch wieder auf. Unter der sorgsamen Obhut der bewährten Produzenten Flood und John Parish legte sie fortan mehr Wert auf die feine musikalische Ausgestaltung ihrer […] mehr…

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    68. Rufus Wainwright - Rufus Wainwright :: Die 100…

    Hätte man diese Lieder um Neunzehnhundert in einem Pariser Salon aufgeführt, Marcel Proust hätte mitgesummt Rufus Wainwright, Sohn von Loudon Wainwright III und Kate McGarrigle, schuf gleich mit seinem Debüt einen Klassiker. Als Songschreiber steht er in der Tradition eines John Cale zu Zeiten von Paris 1919″ oder Van Dyke Parks. Letztgenannter sorgte auch für […] mehr…

  • Tom Petty - Wildflowers

    61. Tom Petty - Wildflowers

    Dieses Album ist ganz und gar der Liebe zur Musik der mittleren bis späten 60er Jahre entsprungen. Tom Petty und Produzent Rick Rubin hatten sich vor den Aufnahmen gegenseitig ihre Lieblingplatten vorgespielt. „Rubber Soul“ von den Beatles muss dabeigewesen sein, Dylans „Blonde On Blonde“ und ganz sicher auch Neil Youngs „After The Goldrush“ von 1970. […] mehr…

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    64. R.E.M. – Monster - Die 100 besten Alben

    Der Befreiungsschlag nach all den (herrlichen) Mandolinen, Akustikgitarren und Songs von Tod und Erinnerungen. „Monster“ war laut und sexy – und wieder einmal genau das, was man nicht erwartet hatte. R.E.M. entdecken die Rockmusiker in sich wieder, Michael Stipe erfindet gleich diverse Persönlichkeiten, um seine Geschichten von sexuellen Identitäten („Tongue“) und Obsessionen („Bang And Blame“)zu […] mehr…

  • Bruce Springsteen - The Rising

    62. Bruce Springsteen - The Rising

    Man hatte nicht mehr so recht an ihn geglaubt, und im patriotischen Taumel nach den Terror-Anschlägen wäre jeder andere untergegangen. Doch Bruce Springsteen kehrte mit seiner E Street Band als amerikanischer Held zurück, als Spiritualist und Symbolist, der das Unfassbare in metaphysischer Dichtung umkreist: „Nothing Man“ „You’re Missing“, „Empty Sky“ und „Paradise“ sind mehr als […] mehr…

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    65. Air – Moon Safari - Die 100 besten Alben

    Für ihre Mondsafari müssen Nicholas Godin und Jean-Benoit Dunckel auf einem vergessenem Dachboden kistenweise alte Moog-Synthesizer und Effektgeräte entdeckt haben. Die Franzosen verhüllten ihre elektronisch verkuschelte Schlafzimmermusik gekonnt im Paradox einer futuristische Retrospektive. Man bediente sich großzügig bei den Vorbildern Ennio Morricone und John Barry, berücksichtigte aber ebenso den Hang zur perfekten Melodie eines Brian […] mehr…

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    59. Flowerpornoes – Ich & Ich - Die 100 besten Alben

    Es gibt mindestens ein deutschsprachiges Folk-Rock-Songwriter-Album, das diesen Namen tragen kann, ohne dass „deutschsprachig“ wie eine Einschränkung, eine Herabstufung daherkommt. Nämlich dieses. „Ich & Ich“ das sind um sich selbst kreisendes Songschreiber-Ich und Rockstar-Ich, Selbstbild und öffentlicher (Zerr-) Spiegel, R.E.M.-Pastiche, Neil-Young-Gitarre, ein zu Tränen rührendes eingedeutschtes Van-Morrison-Cover („Sweet Thing“), Zitatenschatz für die eigene Erzählung und […] mehr…

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    58. Sonic Youth – A Thousand Leaves - Die 100 besten Alben

    Wenn man ehrlich ist, dann waren Sonic Youth als Prä-Grunge-Götter und Nirvana-Ahnherren eine ziemliche Fehlbesetzung. Doch schienen sie eine Zeit lang das Experiment zu Gunsten des reinen Feedback-Gedröhnes zu vernachlässigen. Ab dem großartigen „Washing Machine“ hatte die milde Avantgarde sie zurück. „A Thousand Leaves“ war schließlich ihr bestes Album seit „Daydream Nation“. Der Krach von […] mehr…

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    57. Manic Street Preachers – Everything Must Go - Die 100 besten Alben

    Nach drei wütenden, depressiven Alben und dem Verschwinden ihres, na ja, Maskottchens Richey Edwards nahmen die drei Waliser die Platte der Stunde auf. Auf dem Gipfel der Britpop-Euphorie war „Everything Must Go“ die emotionale, pathetische Reinigung von der großen Lüge Pop: In Songs wie „Elvis Impersonator: Blackpool Pier“, „Kevin Carter“ und „Enola/Alone“ kam noch einmal […] mehr…

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    52. Vic Chesnutt – Is The Actor Happy? - Die 100 besten Alben

    Manchem Indie-Spacken war „Is The Actor Happy?“ schon zu schön, nicht so zerschossen wie Vics erste Skizzen. Aber welche Songs er da aus dem Ärmel schüttelte! „Gravity Of The Situation“, „Free Of Hope“, „Guilty By Association“ – so langsam gespielt und so eindringlich wie unpadietisch gesungen, wie es fast nur er kann. Lambchop waren auch […] mehr…

  • Wilco Being There Cover

    Die 100 besten Alben: 45. Wilco - Being There

    Das Übergangswerk, doch bereits ohne den Multi-Instrumentalisten Max Johnston eingespielt Orientierte sich der Erstling „A.M.“ noch recht deutlich an Uncle Tupelos Gipfel-Platte „Anodyne“, variierte Jeff Tweedy für „Being There“ mit hörbarer Freude zwischen den Rolling Stones und Country, den Beach Boys und Roots-Elementen. Die Entdeckung der dramatisch-melancholischen Momente eines Hank Williams Sr. oder Merle Haggard […] mehr…

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    56. Belle & Sebastian – If You’re Feeling Sintster - Die 100 besten Alben

    1996 waren Stuart Murdoch und seine Band noch weit entfernt vom leider immer harmloseren Ministrantentum der späteren Veröffentlichungen. Zwischen Simon & Garfunkel und den Smiths angesiedelt, sang Murdoch seine zerbrechlich arrangierten und doch klar konturierten Luftschlösser mit der Leidenschaft eines beautiful loser: „Think of it this way/ You could either be successful or be us.“ mehr…

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    55. Element Of Crime – Romantik - Die 100 besten Alben

    Manchmal sind die Lieder von Element Of Crime so schön, dass man sie kaum aushält. Wenn diese große Band aufspielt, wenn von „Narzissen und Kakteen“ und „Fallenden Blättern“ die Rede ist, wenn Liebe und Hoffnung und Resignation eins werden. Deshalb streut Sven Regener zwischen die zärtlichsten Liebeserklärungen („Seit der Himmel“) zur Erholung noch ein bisschen […] mehr…

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    54. Beck – Sea Chance - Die 100 besten Alben

    Was mit „Mutations“ bereits begann, wird auf „Sea Orange“eindrucksvoll fortgesetzt. Beck Hansen, dessen künstlerisches Potenzial seit jeher zwischen Neo-Glitzerkugel und akustischer Trutzburg changierte, ist nun endgültig an der Klagemauer angekommen. Der Verlust einer langjährigen Beziehung beschert zum Ausgleich zwölf in sich geschlossene, natürlich von Nigel Godrich gefühlvoll arrangierte Schwermutstropfen. mehr…

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    53. Brian Wilson & Van Dyke Parks – Orange Crate Art - Die 100 besten Alben

    Die erste und die einzige Kooperation der beiden kalifornischen Sonderlinge führte zum wohl größten Album der Popgeschichte: „Smile“. Die Nicht-Veröffentlichung forderte noch die Mythenbildung. Perfekt. Die impressionistische California-Reminiszenz „Orange Crate Art“ funktionierte jenseits der Legende. Parks bat Wilson, einige seiner Stücke zu singen. Der intuitiv-genialische Beach Boy hatte mit den komplexen Kompositionen zunächst einige Probleme, […] mehr…

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    51. 16 Horsepower – Sackcloth ’n‘ Ashes - Die 100 besten Alben

    Hufgetrappel, Peitschenhiebe und das Quietschen des altertümlichen Akkordeons: David Eugene Edwards evozierte mit seiner Band American Goth, Will Otdham im Galopp, die „Basement Tapes“ auf der Flucht. Die Gitarren klingen wie bei den guten alten Shadows oder wie bei Duane Eddy, aber Banjo und allerlei altes Zeugs hatte man so noch selten auf CD gehört. […] mehr…

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    48. Ween Chocolate & Cheese - Die 100 besten Alben

    Der Begriff political correetness hatte sich noch nicht recht durchgesetzt, da traten Gene und Dean Ween 16-mal in die Weichteile: Zu lupenreinen Genre-Parodien von Funk, Disco, Siebziger-Jahre-Pop, Prog-Rock, pseudo-mexikanischer Folklore und Country & Western flüsterten, keuchten und maunzten sie Texte über Hirnhautentzündung („It really hurts, mama“), kindliche Nutten, Aids („The HIV Song“) und den verstorbenen […] mehr…

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    50. Eels – Beautiful Freak - Die 100 besten Alben

    Die wundervollen Texte und Gedanken eines introvertierten Schwarzsehers. Mark „E“ Everett skizzierte für das Debüt der Eels aus seinen panischen Nachtmaren ein beeindruckend dunkles Poesiebuch. Die melancholischen und nur selten aggressiven Songs machten aus ihrem Herzen keine Mördergrube und glänzten durch lyrischen und musikalischen Einfallsreichtum. Nur kurze Zeit später starben E’s Mutter und Schwester. Ein […] mehr…

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    47. Travis – The Man Who - Die 100 besten Alben

    Die Band, die plötzlich jeder lieb hatte… Wolfgang Doebeling wusste es natürlich schon viel früher. Doch nach „The Man Who“ konnten auch die größten Holzklötze nicht mehr abstreiten, was für ein wunderbarer Songwriter Fran Healy ist. Gut, die Texte waren oft fragwürdig, um nicht zu sagen banal („What’s so wrong/ Why the face so long?“), […] mehr…