• 3 Doors Down - Away From The Sun

    3 Doors Down – Away From The Sun

    Der Sticker auf dem Cover des 3 Doors Down-Debüts „The Better Life“ war irgendwie bezeichnend. „Includes the Smash-Hit ,Kryptonite'“ setzte es da mit stolz geschwellter Brust an. Dem folgte der Hinweis „and the Club-Hit „Smack“ als leicht verschämt wirkender Nachtrag. Denn „Kryptonite“ war ein schwungvoller Feger, an dem sich Dorfdiscogänger wie hippe Camperschuhträger gleichermaßen ergötzen […] mehr…

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    Short Cuts - von Joachim Hentschel

    Obi – The Magic Land Of Radio Coldplay auf dem Ponyhof: Emotional mächtiger Gitarren-Pop von Londoner Debütanten, teils mit Bauernmalereien aus Mundharmonika, Lap Steel und singender Säge. (COOKING VINYL/INDIGO) 3,0 Franz Kasper – The New Rockin‘ Chair Beobachten Sie diesen Mann. Der junge Kölner Song-Eigenbrötler Kasper springt aufs Sängerpult einer kleinen Big Band, dirigiert sie […] mehr…

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    Buddy Miller – Midnight And Lonesome: Das Americana-Königspaar agiert gewohnt geschmackssicher - HIGHTONE/FENN

    Das musikalische Imperium des amtierenden Alt.Country/Americana-Königspaares ist längst vertraut. Egal, ob nun Julie auf dem Cover steht oder Buddy oder beide zusammen (wie zuletzt erstmals), die Ingredienzien unterscheiden nur Nuancen. In jedem Fall gilt: Ohne die Songs seiner Gattin wäre auch Buddy Miller auf seinem vierten Solo-Album fast aufgeschmissen. Vier der elf Songs schrieb Julie […] mehr…

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    HipHop - von Jürgen Ziemer

    Jurassic 5 – Power In Numbers Wenn noch jemand eine Definition braucht von zeitlosem, ewig gutem HipHop – hier ist sie: Zwei DJs bearbeiten mit viel Leidenschaft und Talent vier Plattenspieler; vier Rapper zeigen perfektes Teamplay und brillante Einzelaktionen. Jede Fußballmannschaft würde vor Neid blass werden. Gäste wie Nelly Furtado, Big Daddy Kane, Kool Keith […] mehr…

  • Sanatana Shaman Cover

    Santana - Shaman

    Viele Gäste, wenig Ideen: Der Gitarrist will wieder die Welt heilen. Erst „Supernatural“, jetzt „Shaman“ – Carlos Santana sieht sich gern als Mittler zwischen den Welten. Seine Musik soll Geister wecken, Licht spenden, Mut machen. Bestimmt meint er das ganz ernst, aber wer diese Songs hört, fragt sich doch: „Shaman“? „Scharlatan“ wohl eher. Santanas Erfolgsrezept […] mehr…

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    Jazz - von Klaus von Seckendorff

    Enders Room – Monolith Enders heißt Johannes und ist jener Saxofonist aus Weilheim, der zu Notwist so gut passt wie in Jazzclubs. Elektronik setzt er intensiv und doch dezent ein für Rhythmen und Klangbearbeitung. Nicht weniger wichtig sind „akustische Gäste“ wie Wolfgang Muthspiel (g) und Sängerin Rebekka Bakken. Und jene Pop-Qualitäten, die elf sanft avantgardistische […] mehr…

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    Midnight Oil – Capricornia: Die Australier gehen endlich zurück ins musikalische Kernland - SONY

    Die neunziger Jahre waren für Midnight Oil keine leichte Dekade. Wie so viele Bands ähnlichen Gründungsdatums, wurden die australischen Agit-Rocker überrascht von sich plötzlich ändernden Paradigmen popkultureller Zeichenspiele, die die Musik von Peter Garrett und Kumpanen zum Auslaufmodell zu deklassieren schien. Man machte sich ein bisschen Sorgen; hatte „Earth And Sun And Moon“ noch toll […] mehr…

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    Nicolai Dunger – Tranquil Isolation: Mit Will Oldham statt Jazz-Trio – Dunger schafft erhabene Lieder - VIRGIN

    Nicolai Dungers erstes Album hieß „Songs Hearing Clothes“ und tatsächlich waren die Songs so dick angezogen, dass sie kaum atmen konnten. Das sollte sich ändern, denn was folgte, war die Suche nach der musikalischen Essenz — man könnte es auch Wahrhaftigkeit nennen. Mit dem letztjährigen „Soul Rush“ schien er schließlich das Maximum an Intensität und […] mehr…

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    The Faint – Danse Macabre: Die schwermütige Seite der 80er Jahre, nur leicht modernisiert

    Ein verträumter Blick zurück. Vor vielen, vielen Jahren, als wir mit Bierflaschen vor der Tanzschule standen, um Aufständisches in uns zu fühlen, waren The Cure dasGrößte, Robert Smith unser Guru. Diese Haare, diese faszinierende, durch Gesten und Musik ausgedrückte Theosophie. Für die Mädchen gab es natürlich noch Depeche Mode, wir aber mochten zumindest für kurze […] mehr…

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    The Boggs – We Are The Boggs We Are: Suff, Amore, Jenseits: Der schmutzige kleine Cousin von „O Brother“ - RYKO/ZOMBA

    Das neue Ding aus New York, das ein bisschen anders klingt als all die anderen neuen Dinge dort. Nämlich so, als hätten sich The Boggs „aus einer Grabstätte in den Appalachen heraufgeschleppt, wiederbelebt von radioaktivem Schwarzbrenner-Whiskey“, wie „The Guardian“ hübsch fabulierte. Nüchterner ausgedrückt: Es wäre vermutlich kaum aufgefallen, hätte man einen Track des natürlich nach […] mehr…

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    Ms. Dynamite – A Littie Deeper: Ein kluges Straßenmädchen ist die Hoffnung der UK-Clubmusik - POLYDOR

    Am Anfang war „Boo!“: der rasante 2-Step-Underground-Hit von DJ Sticky. Da konnte man Ms. Dynamite zum ersten Mal rappen hören: schnell, präzise und dennoch sinnlich. Ihr Debütalbum „A Littie Deeper“ wurde in England bereits im Juni veröffentlicht Seitdem gilt die 21-jährige Londonerin, die auch eine wandlungsfahige Sängerin ist, als größte Hoffnung der britischen Clubmusik. International […] mehr…

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    Tori Amos – Scarlet’s Walk: Eine Reise durch Amerikas Seele, weniger anstrengend als zuletzt - EPIC/SONY

    Die Schuhe sind zu hochhackig, aber die Reise führt Tori Amos trotzdem weit. Einmal durch die USA, von West nach Ost. Einmal durch ein Reich von Mythen und Zweifel, Wut und Hoffnung. All das eben, was die Songschreiberin immer beschäftigt hat, nun aber konzentriert auf Amerika – das Land, die Frauen, den Geist. In Los […] mehr…

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    Beats - von Joachim Hentschel

    Electroclash Compilation 2 Hallo! Wir sind drauf reingefallen! Wir denken noch, Electroclash sei Kultur-Terrorismus, aber, hey, Karl Lagerfeld liebt diese Musik! Die besten Ergebnisse der neulich passierten Rück wendung zum brummquietschenden, narzisstischen Minimal-Synth-Punk hören Sie auf International DeeJay Gigolo, dies hier ist nur der Taschenführer für die begleitende Modenschau. Alles witzig und sexy, der Schlampen-Singalong […] mehr…

  • Joni Mitchell - Travelogue

    Joni Mitchell – Travelogue - NONESUCH/EASTWEST

    Die Lust auf dieses Album ist Joni Mitchell wohl bei den Aufnahmen zu ihrem 2000 erschienen Sonderwerk „Both Sides Now“ gekommen – Mitchell hatte inmitten lauter orchestral arrangierter Jazzstandards zwei eigene Songs auf eben diese Weise neu in Szene gesetzt, und das geschieht mit „Travelogue“ nun abendfüllend. Auf zwei CDs schreibt Mitchell im Rückblick eine […] mehr…

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    Ron Sexsmith – Cubblestone Runway: Lieder von den Absurditäten des Lebens, ungewöhnlich produziert - V2

    Irgendwie schien Ron Sexsmith auf seinem letzten Album „Blue Boy“ ein bisschen verloren. Das lag wohl vor allem an der rustikalen Produktion von Steve Earle: Die Wärme der drei von Mitchell Froom produzierten Vorgänger-Alben war fort, Uptempo-Nummern und E-Gitarren lagen Sexsmith nicht so recht, das merkte er wohl auch selbst. „Cobblestone Runway“ ist trotz dieser […] mehr…

  • Joan Osborne -  How sweet it is

    Joan Osborne – How sweet it is

    Okay, das hört sich nicht wirklich spannend an. Joan Osborne singt also Soul-Klassiker nebst Artverwandtem und nimmt damit den Faden wieder auf, den sie vor ihrem einsamen Mitt-Neunziger-Hit „One Of Us“ liegengelassen hatte, in Clubs wie dem New Yorker „Delta 88“, wo sie einst mit der Ekstase der frühen Jahre auf den Spuren von Etta, […] mehr…

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    Rob – Satyred Love: Der Air-Protégé setzt klassische Klang motive charmant um - SOURCE/LABELS

    Symptom Badly Drawn Boy, Ausprägung milde. Denn der 24-jährige Franzose und Air-Protégé Rob hat seine stilistische Landkarte trotz des enormen Talents nicht zu großzügig abgesteckt. Die Claims sind ja auch vergeben, und wirklich niemand braucht die einhundertste Kopie von Air oder anderer französischer Schlafzimmer-Elektroniker. Deswegen setzt das melodische „Introducing A Satyred Love“ das Ausrufezeichen gleich […] mehr…

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    Funny van Dannen – Grooveman: Kalauer mit Poesie, Schluffiges – und immer ein breites Grinsen - TRIKONT

    Kalauer mit Poesie, Schluffiges – und immer ein breites Grinsen Funny van Dannen ist ein guter Mensch, und wie alle guten Menschen ist er mitfühlend, aber wie nur wenige hat er Kunstverstand und weiß also, wann etwas nicht mehr einfühlsam, sanft und zärtlich klingt, sondern nur noch albern, verkitscht und blöd, und dann lässt er […] mehr…

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    Short Cuts - von Birgit Fuß

    Transplants Tim Armstrong kommt von Rancid, Travis Barker von Blink-182 und Rob Aston aus dem Nirgendwo. Trotzdem sind die Transplants mehr als bloß ein Nebenprojekt gelangweilter Punkrocker. Das Trio knüppelt unerbittlich, Aston grölt an der Schmerzgrenze, die Songs heißen „Quick Death“ oder „Romper Stomper“und klingen auch so. Kein Spaß – außer bei ulkigen „Tall Cans […] mehr…

  • The Datsuns

    The Datsuns - V2

    The Datsuns klingen, als ob Rauchen auf einmal verboten wäre und man es wieder heimlich auf dem Jungenklo tun müsste. The Datsuns klingen wie Onanieren unter der Bettdecke über dem Bild einer Musikfernsehen-Moderatorin. Das ist die männliche Perspektive, aber The Datsuns klingen auch, als ob Mädchen sie nicht mögen. Wenn die Datsuns eine Frau ansprechen, […] mehr…