• Abba - Arrival

    Abba

    - Arrival

    Unglaublich, wie viele Fotos es von ABBA gibt. Wenn man meint, man hätte alle gesehen, hat man noch nichts gesehen. Die Booklets der neuen Editionen enthalten neben voluminösen Liner Notes – beinahe akademischen Arbeiten – und den weniger voluminösen Songtexten je ein Dutzend Gruppenfotos. Das schwedische Doppelbetten-Idyll, Ikea als Popmusik: Agneta, Björn, Benny, Frida. Jedes […] mehr…

  • Ups..

    Neil Diamond – Three Chord Opera

    Den Ersatz-Elvis für Baby-Boomers gab Neil Diamond erst in den Seventies. Am Broadway, nicht in Vegas. Davor war er eine überaus verlässliche Ein-Mann-Hitschmiede in bester Brill-Building-Tradition und veröffentlichte ab 1966 eine Reihe wunderbarer Singles: „Solitary Man“, „Cherry Cherry“, „I Got The Feelin“, „You Got To Me“, „GW, YouTl Be A Woman Soon“. Klasse-Pop, der noch […] mehr…

  • Simon Joyner - Hotel Lives

    Simon Joyner – Hotel Lives

    Ein halbes Dutzend vorzügliche LPs hat Simon Joyner bereits veröffentlicht, irritierend intime Statements alle, musikalisch im Spannungsfeld zwischen dem Dylan der späten Sixties und dem Cohen der frühen Seventies angesiedelt. Seine Doppel-LP Jfesterday, Tomorrow And In Between “ war in Geist, Struktur und Cover „Blonde On Blonde“ nachgestellt, während sich Joyners Melodien über die Jahre […] mehr…

  • Ups..

    Anita Lane – Sex O’Cock

    Wenn Musen sich selbst zu schaffenden Künstlerinnen berufen fühlen, kann das enden wie bei Phillip Boas Ex-Frau Pia Lund und ihrem prätentiösen Solo-Debüt ,JLundaland“. Oder aber, es kann zu einer interessanten Karriere wie der von Marianne Faithfull fuhren. Anita Lane, die 1980 im Gefolge von Nick Caves The Birthday Party von Australien nach London übersiedelte, […] mehr…

  • Ups..

    jazz

    Trio Töykeät KudoS (EMARCY/UNIVERSAL) Die spinnen, die Finnen. Ihre beliebtesten Jazz-Musiker: ein Klaviertrio, das Puristen in die Nonsense-Ecke verbannen würden. Nix Comedy: Der Spaß wäre halb so groß, würde Pianist Iiro Rantala sich seinem Material nicht mit irrwitziger Zuneigung nähern. „Ping“ ist „dedicated to Sting„. Sonst aber wimmelt’s von guten Einfällen bei der Tour de […] mehr…

  • Ups..

    Fred Eaglesmith & The Flying Sqirrels – Ralphs Last Show

    Gut, das mag zwar die letzte Show von Ralph (Schipper, Bassist) gewesen sein, doch Fred Eaglesmith wird weitermachen – so exzellent und so konsequent, wie er das seit fast zwanzig Jahren und gut zehn Alben tut. Dass Ralph seinen Pass vergessen hatte und deshalb den Hut nehmen musste, ist nur eine der vielen Anekdoten, die […] mehr…

  • Ups..

    Simian Chemistry – Is What We Are

    Hello Dolly! Ein Schaf unter dem Satz „Chemistry h What We Are“ auf dem Cover einer englischen Band: Das schmeckt nach Zynismus, Kommentar, Wissenschaftsschelte und phiolischen Existenzen. Aber dann stellt es sich als doch als keins raus, das Schaf, sondern als eine von vielen grimmig-belustigenden Mutationen und Manipulationen auf dem Cover und der Website von […] mehr…

  • Ups..

    45 r.p.m.

    TheShins New Slang ( s u b pop) Für lumpige 60 Dollar Jahresgebühr beschickt der Sub Pop Singles Club (P.O. Box 20645, Seattle, WA 98102) seine Mitglieder monatlich mit einer famosen 45, zuletzt immerhin Neues von Jonathan Richman oder Bright Eyes. JVew Slang“ ist federleichter Folk-Pop, melodisch reizvoll und auf geradezu obszöne Art entspannt. 3,5 […] mehr…

  • Ups..

    Röyksopp – Melody A.M.

    Dass Musik, die zurzeit so en vogue ist wie diese, so weit abseits von stilistischer trendyness passieren kann, dürfte vor allem daher kommen, dass ihre Erzeuger nicht mal im Traum darauf kämen, an sowas zu denken. Royksopp aus Norwegen verbreiten einmal mehr dieses unbestimmte kreative Inruhesein im Polarnachtklischee, aus dem im nachfolgenden Sommer Dinge ans […] mehr…

  • Hip Hop

    Hip Hop

    Princess Superstar Is (R APSTER RECORDS/K7) Die neue Rap-Queen ist sie noch nicht, aber als weiße Antwort auf LiT Kim und Foxy Brown die derzeit umschwärmteste Diva. „Hold your breath when you see me walking by“, diktiert sie selbstverliebt in dem Song „Trouble“. Sexy und schlüpfrig tritt sie als „Super Fantasy“ auf. Aber auch wenn […] mehr…

  • Ups..

    Quasi – The Sword Of God

    Sam Coomes spielte einst mit Elliott Smith in der Gruppe Heatmizer und ist sich noch heute nicht zu schade, Hollywoods Vorzeige-Songwriter auf Tour zu begleiten (welcher sich in gleicher Art revanchierte). Janet Weiss war auf besagter Tour als Schlagzeugerin dabei, spielt aber sonst beim Frauen-Power-Trio Sleater-Kinney ganz andere Musik. Diese Dualität höchst unterschiedlicher Ansätze bildet […] mehr…

  • Rollins Band - Nice

    Rollins Band – Nice

    Nett ist nun wirklich das Wort, das einem im Zusammenhang mit Henry Rollins als letztes einfällt. Intensiv, beeindruckend, stiernackig – ja. Nett – nein. Und keine Sorge, auch an der Rollins Band ist weiterhin nichts nett. Es wird immer noch auf alles eingeprügelt, was im Weg steht und wie ein Instrument aussieht, auf höchstem musikalischen […] mehr…

  • Ups..

    Short Cuts von Oliver Hüttmann & Jan Wigger

    RogerSanchez First Contact – E p i c / s o N y ) Das Debütalbum des House-Produzenten, der seit 20 Jahren als DJ auflegt und Daft Punk, Underworld und Basement Jaxx geholfen hat, ist keine Vision, sondern ein typisches Produzentenwerk. Latin-Melodien, Achtziger-Synthies, R&B-Gesang, hymnische Sounds und kühle Beatkonstruktionen fließen professionell zu geschmeidigem Dancefloor zusammen, […] mehr…

  • Alternativen

    Alternativen

    Kathastrophy Wife Amusia {E F a ) Auf der letzten Ausfahrt knapp vor der Vergessenheit meldet sich Ex-Babes in Toyland-Frontfrau Kat Bjelland mit neuer Band zurück. Abgesehen vom multiplen Kreisch-Chorus im eröffnenden „Gone Away“ hat sie den Riot-Grrl-Gestus weitgehend abgelegt und konzentriert sich (mit männlichen Begleitern!) auf kompakten Punk-Rock alter Schule. Im Vergleich zu früher […] mehr…

  • Ups..

    Staind – BreakTheCycle

    Es sind gar nicht die Fakten, die an Staind interessant sind. Nummer eins in den USA, nach wenigen Tagen schon Platin – na und? In Nu-Metal-Zeiten ist alles möglich. Nun sind Staind allerdings überhaupt nicht Nu, sondern nur Metal und darum ein bisschen anders als alle anderen. Sie verzichten auf Rap und Posen. Sie blicken […] mehr…

  • Ups..

    AM/FM – Mutilate Us

    Brian Sokel und Michael Parsell sind ein gutes Team, keine Frage. Sokel, früher mal bei den Sonderlingen von Franklin im Vorstand, ist einer, dessen Kunst geformt und ans Tageslicht gezerrt werden muss, bevor sie für viele genießbar wird, und zu solchem Zweck lud sich der sensible Liedschreiber seinen alten Kumpel Michael Parsell an die Seite. […] mehr…

  • Tantric

    Tantric

    D a sitzen sie in der Garderobe eines Football-Stadions irgendwo in den USA. Durchgeschwitzt, aber glücklich, wähnen sich drei junge Männer am Ziel ihrer Träume. Gitarrist Todd Whitener, Drummer Matt Taul und Bassist Jesse Vest von Days Of The New haben für ihr Debütalbum eine Platin-Auszeichnung entgegennehmen können, sie sind fast stündlich auf MTV zu […] mehr…

  • Ups..

    Laurie Anderson – Life On A Strinq

    Anderson trifft Melville. Darauf ist vielleicht noch niemand gekommen. Nachdem aber Laune selbst vor zwei Jahren mit „Songs And Stories Of Moby Dick“ eine multimediale Bearbeitung von Herman Melvilles Obsessions-Klassiker auf die Bühne brachte, sind die Parallelen aufgeschlagen. Nicht selten lotste Laune Anderson ihr Publikum in den vergangenen 20 Jahren mit maritimen Metaphern durch die […] mehr…

  • Short cuts

    Short cuts

    Edith Frost Wonder Wonder (DRAG CITY/ IMPORT) Ihre Fotos weisen Edith Frost als Reh aus, als Zimperliese. Doch wohnt den ätherisch-wundersamen Songs dieser Frau eine dunkle, skrupulöse Seite inne, die den Hörer in einen Mikrokosmos intimer Träume und Phobien zieht und dort gefangenhält „Wonder Wonder“ erweist sich als Synthese ihres auratischen Debüt-Albums „Calting Over Time“ […] mehr…

  • Ups..

    Yakou Tribe – Road Works

    Wenn Berliner Musik machen, als wären sie lebenslang durchs amerikanische Heartland gekurvt, kann das bös krampfig enden. Nicht so bei den vier Herren vom Stamme Yakou. „Hörenswert“ meint Lee Townsend, der als Produzent von Bill Frisell, John Scofield & Co. die Credibility Jazzverwandter Americana bestens beurteilen kann. Am wenigsten überrascht das bei Kai Brückner. Schon […] mehr…