• Duncan Sheik - Phantom Moon

    Duncan Sheik – Phantom Moon

    Es ist eine Form der Verweigerung, mit der sich Duncan Sheik seit seinem Debüt von 1996 dem eigentlich vorgezeichneten Weg im gut topografierten Land der Popstars entzieht Nach den Hits JBarely Breathing“ und „She Runs Away“ war die Karriere als Schutzheiliger der traurig Liebenden eigentlich vorgezeichnet – Sheik hätte mit seinen griffig aufbereiteten Liedern zur […] mehr…

  • Brian Eno & Peter Schwam Drawn From Life Cover

    Brian Eno & Peter Schwam - Drawn From Life

    Da treffen sich zwei Gleichgesinnte: Brian Eno bat den 28-jährigen Frankfurter Trommler, DJ und klassisch geschulten Komponisten Peter Schwalm erstmals 1998 an seine Seite – Eno entdeckte in Schwalms vielseitigem Talent eine verwandte Seele, und gemeinsam mit Holger Czukay eröffneten die beiden mit einem Konzert Enos Installation „Future Light Lounge Proposal“ in Bonn. Dem Jungspund […] mehr…

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    DestinysChild – Survivor

    Survivor. War der Part nicht irgendwie Tina Turner vorbehalten? Leicht pathetisch, durchdrungen von ihrer Mission halt, widmen Destiny’s Child ihr drittes Album allen, die so tiefe Täler unterschiedlichster Beschaffenheit durchschreiten mussten wie die Protagonistin im Song „The Story Of Beauty . Und damit ja auch sich selbst, den umständehalber früh gereiften 19-Jährigen. Seit einer Dekade […] mehr…

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    l Am Kloot – Natural History

    IAm Kloot kommen aus Manchester. Mit Rave und den Folgen, die man weltweit im Allgemeinen für Manchesters sound ofthe city hält, hat ihre Musik allerdings nicht das Geringste zu tun. Auch nicht in ihrem verborgensten Winkel. Was auch immer Schlagzeuger Andy Hargreaves und Bassist Pete Jobson an danceties anrühren, rückt im nächsten Moment das ist […] mehr…

  • Radiohead - Amnesiac

    Radiohead – Amnesiac

    Man muss ja nicht „B“ sagen, weil man „Kid A“ gesagt hat. Natürlich wird keine Radiohead-Platte je wieder Nr. 1 in Amerika, natürlich wussten sie nicht, was sie taten, natürlich gingen die Meinungen dramatisch auseinander, und natürlich haben Radiohead noch gar nicht das Recht dazu, sich so aufzulösen im Obskuren. Aber lustig ist es doch, […] mehr…

  • Alfie - If You Happy With You Need Do Nothing

    Alfie – If You Happy With You Need Do Nothing

    Die Briten feiern mal wieder. Tanzen ums Feuer und lesen die Zukunft aus den Funken, die stieben. Diesmal geht es um etwas namens Alfie. Nicht den durchtriebenen Filou, den Michael Caine in Lewis Gilberts gleichnamigem Spielfilm-Klassiker von 1966 spielte. Aber etwas von Caines genuiner Englishness ist auch in der Musik dieses Quintetts. Mit durchsichtiger Retro-Ästhetik […] mehr…

  • Beats

    Beats

    Bran Van 3000 Discosis (VIRGIN/GRAND ROYAL) Schön, dass es noch Bands gibt, die für echte Überraschungen sorgen können. Nach ihrem Achtungserfolg mit „Glee“ können BV 3000 diesmal mit einer beeindruckenden Liste prominenter Gäste aufwarten: Curtis Mayfield (zum Niederknien gut), Youssou N‘ Dour, Dimitri From Paris, Momus, Eek-A-Mouse und Big Daddy Kane. So bunt wie die […] mehr…

  • Nikka Costa - Everybody Got Their Something

    Nikka Costa – Everybody Got Their Something

    Temperamentvoll und hochbegabt: Nikka Costas zweiter Anlauf Die Musik wurde ihr in die Wiege gelegt. Besser gesagt, wurde Nikka in die Aufnahmestudios gelegt, in denen ihr Vater Don als Arrangeur oder Produzent für Sinatra, Sarah Vaughn, Sammy Davis Jr. oder Sly Stone arbeitete. Mit sieben Jahren machte sie ihr erstes Album, mit vierzehn das zweite, […] mehr…

  • Swell - Everybody Wants To Know

    Swell – Everybody Wants To Know

    Reduktion, Baby. Es steht zu erwarten, dass Swell mit ihrem nächsten Album die Metamorphose vom Band-Körper zum musikalischen Astralleib endgültig vollbracht haben werden. Im physikalischen Sinne ist das ja längst geschehen. Swell auf Tonträger, das ist Sänger und Schreiber David Freel in multünstrumentaler Personalunion, der am Rechner die Band generiert. Was auch immer an unüberhörbaren […] mehr…

  • Mark Eitzel - The Invisible Man

    Mark Eitzel – The Invisible Man

    Vor vier Jahren, als Mark Eitzel an der Seite Peter Bucks für kurze Zeit die Leichtigkeit des Seins entdeckte, meinte man schon, der ehemalige Vorsteher des American Music Club sei der Liga der Deprimierten nun verloren gegangen. Mark Eitzel sang Hoffnungsvolles, Frohes gar – aber nicht für lang: Schon das nächste Album „Caught In A […] mehr…

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    Lucinda Williams - Essence

    Man hatte das gar nicht kommen sehen: Volle sechs Jahre hatte sich Lucinda Williams für ihr letztes, allerorts hoch gelobtes Album „Car Wheels On A GW/W Zeit gelassen, hatte bis zum Schluss viele Mietmusiker bemüht und Produzenten entnervt, und schon jetzt, nach bloß drei Jahren und wenigen Monaten Studioarbeit, liegt der Nachfolger vor – in […] mehr…

  • Travis -  The Invisible Band

    Travis – The Invisible Band

    Der zarte Schmelz. Das zage Bangen. Die süße Wehmut. Der schöne Schmerz. Die Scheißfrisur. Ein Mann, ein Weichei: Fran Healy. Keiner saugt so viele Tränen auf, keiner leidet öffentlicher, keiner liebt seine Frau wie er. Franny ist ein guter Mensch und ein göttlicher Songschreiber. Gleich „Sing“ – erste Single und erster Song von „The Invisible […] mehr…

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    Helden aus der zweiten Reihe

    Scheiß Millionäre, würden deutsche Fußballfans skandieren. Die Football-Mannschaft der Washington Sentinels streikt geschlossen, will (noch) mehr Geld. Der Zeitpunkt ist günstig und könnte für den Sentinel-Besitzer Edward O’Neil Qack Warden) teurer werden als ein Ferrari pro Monat und Mann. Denn es fehlen nur drei Siege in vier Spielen, um in die Playoff-Runde einzuziehen. Der alte, […] mehr…

  • Intimacy

    Intimacy

    (Start 7.6.) Dem Berlinale-Gewinner ist mit dieser schonungslosen Nabelschau ein Geniestreich gelungen, dessen Vorbilder unübersehbar sind – Bertoluccis „Der letzte Tango von Paris“ und Oshimas „Im Reich der Sinne“. Einmal in der Woche treffen sich Jay (Mark Rylance) und Ciaire (Kerry Fox) zu wortlosem Sex in einer Londoner Wohnung. Chereau zeigt die unbändige Gier mit […] mehr…

  • Monday

    Monday

    (Start 7.6.) Als japanische Variante von „Falling Down“ ist diese bizarre Satire origineller als Joel Schumachers Amoklauf eines Spießers. Der devote, kreuzbrave Angestellte Takagi (Shinichi Tsutsumi) erwacht panisch mit schweißgebadetem Gesicht in einem abgedunkelten Hotelzimmer und hat zunächst keine Ahnung, warum und wie er hierher gekommen ist. Es ist Montagmorgen. Das Datum und sogenanntes Reinigungsalz […] mehr…

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    Traumpaare

    (Start: 31.5.)Das ist der Film, den Bruce Paltrow mit Brad Pitt drehen wollte, als der noch mit Töchtenchen Gwyneth liiert war. Pitt wird nicht vermisst Aber die Regie hätte der Papa lieber lassen sollen. Dass sein Roadmovie als episodischer Reigen von Menschen, die im Karaokesingen zur Freiheit, zur liebe und zu sich selbst finden, trotz […] mehr…

  • The Yards

    The Yards

    (Start 21.6.) Mit seinem düsteren Regiedebüt „Little Odessa“ hatte James Gray 1994 für einiges Aufsehen gesorgt Dem Milieu ist er in „The Yards -Im Hinterhof der Macht“ treu geblieben, nur den Stadtteil hat er gewechselt: von Brooklyn in die Bronx. Nach seiner Entlassung auf Bewährung fasst der Kleinganove Leo (Mark &ahlberg) nur schwer wieder Tritt. […] mehr…

  • SHORT CUTS

    SHORT CUTS

    DIE MUMIE KEHRT ZURÜCK (Start 17.5.)von Stephen Sommers mit Brendan Fräser, Rachel Weiz: Die Fortsetzung von „Die Mumie“ ist mit dem zweitbesten Startumsatz aller Zeiten knapp hinter „Jurassic Park 2“ schon jetzt der Gigant des Jahres. Der Wiedererweckungsplot im archäologisch umgewülten Ägypten der 20er Jahre gibt hanebüchene Rätsel auf, der digitale Budenzauber hat allerdings den […] mehr…

  • Vate

    Vate

    (Start 31.5.) Seit Jahren schon wendet sich der Winzer Gerard Depardieu den barocken Gestalten zu, spielt die klassisch-tragischen Helden und Romanfiguren der letzten Jahrhunderte sogar fürs deutsche Privatfernsehen, die seine Filme aus den Siebzigern nicht mal im Nachtprogramm zeigen. Mittlerweile scheint der schwitzende Koloss und Charakterdarsteller des französischen Kinos zum gediegenen Kostümonkel geschrumpft zu sein, […] mehr…

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    Shadow Of The Vampire – Regie: E. Elias Merhige

    (Start 21.6.) Er hat das hagere Gesicht eines alten, gerupften Vogels. Die Nase unter dem kahlen Schädel ist grotesk gekrümmt wie ein Schnabel, die Augäpfel liegen in tiefen, dunklen Höhlen. Seine Hände sind meist vor der Brust gekreuzt, und manchmal zuckt er erregt mit den dürren Finger, die in langen, krallenartigen Nägeln enden, und stößt […] mehr…