• Brand New Boots And Panties

    Brand New Boots And Panties

    Ian Dury, gestorben im März 2000, war einer wie keiner. Markenzeichen Gehbehinderung. Ein Handicap, das er akzeptierte, nicht aber den potenziell damit verbundenen Opferstatus. „Wake Up And Make Love With Me“ forderte der kleinwüchsige „Spasticus autisticus“, Integrationsfigur und Spießeralbtraum, der mit beißendem Humor gegen Gewalt und Intoleranz vorging und jeden Faschisten wie einen ganz schlechten […] mehr…

  • Ruby - Short-Staffed At The Gene Pool

    Ruby – Short-Staffed At The Gene Pool

    Der konkurrenzlos beste Plattentitel zurzeit Zu deutsch etwa „Personalmangel am Genpool“, kann er durchaus für den substantiell dünnen Zustand stehen, dem Ruby entging, als sie vor gut fünf Jahren aus der zweiten Reihe TripHop in der Versenkung verschwand. Zu unspektakulär, zu wenig Special efjective waren ihr Debüt-Album „Salt Peter“ und der Club-Hit „Paraffin“, um mit […] mehr…

  • Ups..

    N.O.H.A – Slack

    Es sei Zeit für ein bisschen Heiterkeit, hatten N.O.H.A. im Vorfeld ihres neuen Albums konstatiert, und also sollte das ehedem eher eingekehrte TripHop/Ambient-Design des kosmopolitischen Ensembles um den Prager Saxofonisten Philip Noha ein wenig in die Sonne gerückt werden. Überhaupt ist nur Schönwetter bei N.O.H.A.: Nach Jahren des Tingeins von Breakbeat-Event zu Breakbeat-Event und Beiträgen […] mehr…

  • R.E.M. -  Reveal

    R.E.M. – Reveal

    Langsam hebt das Flugzeug an, bis „The Lifting“ schließlich beginnt. Wohin es diesmal geht? Bei R.E.M. kann man ja nie sicher sein. „The weather’s fine, the sky is blue“, schwärmt Michael Stipe und gibt die Richtung vor: Sonne. Strand. Glückliche Menschen. RJ2JM. und ein Sommer-Album? Das Unfassbare ist geschehen. Eine Band, die so viele Soundtracks […] mehr…

  • Lucky Numbers

    Lucky Numbers - Regie: Nora Ephron (Start 17.5.)

    Allmählich müssen wir uns von ihr verabschieden. Mit dem Drehbuch zu „Harry und Sally“ hatte Nora Ephron Filmgeschichte geschrieben, und mit der wunderbaren Romanze „Schlaflos in Seatde“ gelang ihr als Regisseurin ein unübertroffener Meilenstein des Liebes-Melodrams – eine traumwandlerisch sichere Gratwanderung zwischen Kitsch und Kunst, Ironie und Gefühl. Doch dann verließ die Amerikanerin ihr Glück: […] mehr…

  • Almost Famous

    Almost Famous

    Das Tagebuch des Rockjournalisten. Die Credits im Vorspann werden mit einem Bleistift auf liniertes Papier geschrieben, und die warmen, oft in sanftem, hellem Braun gehaltenen Farben des Films umgarnen eine tiefe Nostalgie. Cameron Crowe, einst der jüngste Autor des Rolling Stone, memoriert aus den Notizen seiner Jugend das ebenso erlösende wie durchgeknallte Gefühl jener Zeit, […] mehr…

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    Too Moch Flesh – Regie: Jean-Marc Barr, Pascal Arnold

    Die schönste Anmerkung zu diesem Film stammt bereits von den beiden französischen Filmemachern. „Alles begann mit einem 35-jährigen Mann, der die Sexualität entdeckt“, notierten sie in einem schmalen Heft für die Kritiker. „Sein sexuelles (und nichtsexuelles) Leben wollten wir in eine romanartige Geschichte einbetten. Allzu oft muss der Sex in Spielfilmen ohne jede Geschichte auskommen.“ […] mehr…

  • Ups..

    Der Schneider von Panama - Regie: John Boorman (Start 26.4.)

    „Unser Mann in Havanna“ sitzt diesmal in Panama, doch der großartige Geoffrey Rush kann es als Amateurspion an Einfallsreichtum durchaus mit Sir Alec Guinnes aufnehmen. John le Carre hat die Scharade verfasst vom gutmütigen Schneider, der ein redseliger Gentleman ist und ein Lügner aus Liebe, und John Boorman („Point Blank“, „Der General“) hat daraus ein […] mehr…

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    Dracula - Regie: Patrick Lussier (Start 26.4.)

    Nach mehr als lOO Jahren ist die Legende doch schon etwas ausgelaugt und müsste der Typ eigentlich noch fahler aussehen als ohnehin: „Dracula“, der Fürst der Finsternis aus dem Schauerroman von Bram Stoker, ist der häufigste Wiedergänger des Kinos. Nachdem Wes Craven mit „Scream“ den Slasherfilm ironisch und nach allen Regeln des Genres wiederbelebt hat, […] mehr…

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    It’s Showtime

    Regie: Spike Lee (Start 10.5.) „Vergiss den Arsch Spike Lee“, sagt der angelsächsische Anzugträger in der Chefetage eines TV-Senders zu seinem afroamerikanischen Angestellten und tätschelt dessen Knie. „Tarantino hatte Recht: Nigger ist nur ein Wort. Warum soll ich es nicht benutzen?“ Nein, zur Selbstironie hat Spike Lee noch nie geneigt, und deshalb ist die Frage […] mehr…

  • DVD

    DVD

    LILITH FAIR (kestorm) Da hätte man sich mehr Spielzeit gewünscht. In nur 90 Minuten gequetscht, fallen die Auftritte von Sheryl Crow, Jewel, Shawn Colvin, Meredith Brooks und der Indigo Girls reichlich knapp aus zumal dieser Film über die erste rein weibliche Rockfestival-Tournee im Jahre 1997 mit Interviews und Backstage-Eindrücken auch noch Doku-Charakter hat. Der größte […] mehr…

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    Drucksachen

    „RYTHM OIL-(Da Capo Press, ca. 35 Mark) von Stanley Booth bleibt auch in der sechsten Auflage unübertroffen, was die literarische Erfassung der Südstaaten und ihrer Musik anbetrifft. „You don’t have to know how to spell ‚rhythm‘ to have it in your body and soul“, so Nick Tosches in einer Laudatio zu Booths leidenschaftlicher Prosa, auf […] mehr…

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    Fingerprints Vol. 1-3

    Lauter legetidäre Underground-Heroen in famosen Live-Aufnahmen Achtzehn Bands auf drei gut 70minütigen einzelnen CDs, aufgenommen in den Jahren 1993 bis ’99 bei Konzerten auf dem Arge-Kulturgelände Nonntal in Salzburg. So lapidar diese Beschreibung sich ausnimmt, so opulent ist, was sich dahinter verbirgt. Ein Füllhorn, ein Independent-Kompendium mit Künstlern aus einer Zeit, als das Wort noch […] mehr…

  • Fieldcommander Cohen Artwork

    Leonard Cohen - Field Commander Cohen: Tour Of…

    Ohne Anlass, ohne Erklärung: ein etwas rätselhaftes Live-Album Eine etwas verschrobene Idee, nach 22 Jahren eine Tournee zu dokumentieren, die nicht ganz so legendär ist wie etwa die Auftritte von Bruce Springsteen zu jener Zeit Wäre es doch eine neue Cohen-Platte, die erste nach „The Future“ Doch der Alte kocht für die Mönche, lebt enthaltsam […] mehr…

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    Van Zant – Van Zant ll

    Kein Quartal versickert im heißen Sand des Südens ohne eine Produktion aus dem Hause Van Zant, denn das birgt mit den Gebrüdern Johnny und Donnie allemal die gottverdammt ehrlichsten Schlangenhäute der Konföderation. Meistens musiziert man getrennt, in den Stammcombos Lynyrd Skynyrd und 38 Special, manchmal aber, wie jetzt schon zum zweiten Mal, tut man’s auch […] mehr…

  • Giant Sand - Selections Circa 1990-2000

    Giant Sand – Selections Circa 1990-2000

    Ein crippled cluster of sing slams sei die neue Zusammenstellung, mit der Howe Gelb und Giant Sand der eigenen Werklawine habhaft werden wollen, und solches Understatement ist ja programmatisch: Man kann in der kaum überschaubaren Diskografie des fleißigen Trios aus Tucson, Arizona schließlich nicht plötzlich strahlende Sieger küren und von Greatest Hits sprechen, wo alle […] mehr…

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    Nick Cave - No More Shall We Part

    Jetzt kommt es, nach so vielen Jahren, so vielen Anstrengungen, so vielen Platten. Das Mordsalbum. Der Cave-Hammer. Die Vollendete. Die Kunst der Fuge. Das Hauptwerk. Der arme Poet musste erst ganz ruhig werden, bei seinem Liebesschmerz-Reigen „TheBoatman’s Call“, um diesen Felsen zu stemmen. Dann war die Zeit reif. Die Welt war wurscht. Und Nick Cave […] mehr…

  • DVD

    DVD

    TOOL Salival (Vokano/Zomba) Ein drittes Studioalbum der Avantgarde-Rocker um Sänger Maynard James Keenan wird es nun doch nicht vor Mitte Mai geben. Da kommt dieses liebevoll gestaltete Box-Set gerade recht. Enthalten ist neben einem aufwändigen und reich bebilderten Booklet eine 74minütige Audio-CD mit faszinierend intensiven Live-Aufnahmen, sowie drei bisher unveröffentlichten Studiostücken – darunter das mit […] mehr…

  • Ups..

    Drucksachen

    „A CHANGE IS GONNA COME“ (Payback, ca. 45 Mark) von Craig Werner ist Pflichtlektüre für jeden, dem schwarze Musik am Herzen liegt, in die Beine geht, in den Kopf steigt und bisweilen Rätsel aufgibt. Werner ist Dozent für Afro-Amerikanische Studien, doch ist seine Analyse erfrischend frei von schnödem Akademismus, seine Sprache ohne Dünkel. Benannt nach […] mehr…