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    Short cuts

    American Psycho – Soundtrack (Koch Records) In der Filmadaption von Bret Easton Ellis‘ Yuppie-Schreckensmanifest referiert Christian Bale als Patrick Bateman mit Detailbesessenheit über Huey Lewis & The News, Whitney Houston und Phil Collins, um anschließend zu ihren Songs bestialische Morde zu begehen. Nicht, dass man den Geschmack des Scheusals teilen würde: Aber mindestens einer dieser […] mehr…

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    Liquido – At The Rocks

    Rock-Bands aus Baden-Württemberg finden seit den Schwäbel-Zeiten von Wolle Kriwanek oder Schwoißfuaß an den „Crossroads“ zwei Wegweiser: Der eine zeigt auf Hartmut Engler und peinlichen Deutschrock-Sirup mit permanenter Nabelschau. Der andere weist den Weg zu Fool’s Garden und einer Zukunft, die darin besteht, bis in alle Ewigkeit auf irgendwelchen Zombie-Oldie-Shows um den einzigen Hit „Lemon […] mehr…

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    Jazz

    Scales- Grounded (Blue Note/EMI) Deutsche Fusion auf amerikanischem Renommierlabel, erfreuliche Spätfolge der 1997er „Hennessey-Blue Note Jazz Search“ . Martin (g) und Patrick (b) Scales gehen auf eine bodenständige und doch subtile Groove-Tbur von Afrika bis Brasilien. Beim Titeltrack lässt Martin seiner Vorliebe für rockige Soli freien Lauf. Wer sich bei „Flow“ stark an Pat Metheny […] mehr…

  • Jaw - No Blue Peril

    Jaw – No Blue Peril

    Ein novemberlicher Sommertag, wenig geschlafen, sportlich tiefe Ringe unter den Augen – die CD, die man in solchen Momenten am allerwenigsten braucht, heißt „No Blue Peril“ und stammt von Jaw. Es beginnt mit hektischem, blechernem Stakkato-Big-Beat der sich wohl den bedauernswerten Chemical Brothers verdankt. Schon das zweite Stück, „Alec Is Amused“, demonstriert eindrucksvoll die Fähigkeit […] mehr…

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    Global Village

    Les Tambours De Brazza – Zangoula (Contrejour/EFA) Wenn „Regisseur“ Emile Biayenda über seinen Ngoma-Trommlern an den Rockdrums thront, ist das ein einmaliges (Klang-)Bild. Auch sonst heben sich die Kongolesen deutlich von anderen Afro-Percussiongruppen ab: Rap und Funk integrieren sie mit Selbstverständlichkeit in Hochzeits-, Klage- und Geburtsriten, traditionelle Rumba fließt harmonisch mit Highlife und karibischen Anlehnungen […] mehr…

  • Paula - Himmelfahrt

    Paula – Himmelfahrt

    Vorab ein paar Worte über Pop. Wer wüsste nicht: Pop macht unseren Alltag heller, und hin und wieder spendet er auch Trost. Das ist ja schon eine ganze Menge. Aber es gibt Momente, da passiert sogar noch mehr – da greift Pop direkt ins Leben ein. So geschehen bei Berend Intelmann (heißt wirklich so) und […] mehr…

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    Roots

    Elvin Bishop – That’s My Partner (Alligator/Edel Contraire) Wer weiß schon, wo der junge weiße Spacken aus Tulsa, Oklahoma musikalisch gelandet wäre, wenn er in Chicago nicht diesem schwarzen Enthusiasten über den Weg gelaufen wäre, der gerade sein Engagement bei einem gewissen Howlin‘ Wolf beendet hatte und nun selbst Leitwolf spielen wollte? „Elvin? Wollte dieses […] mehr…

  • David Poe

    David Poe

    Sie kommen einfach nicht aus der Mode, die Burschen mit den weichen Stimmen und den wunden Herzen, die Melancholie und Zynismus zu gleichen Teilen in die Waagschale ihrer Kunst werten. Vermutlich, weil sie nie Gefahr laufen, wirklich in Mode zu sein. Alle Jahre wieder stürmt so ein US-Songwriter aus der Kulisse, wird kurz mal in […] mehr…

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    The Unbelievable Truth – Sorrythankyou

    Der erste Bück auf das Cover-Foto beglückt: Endlich das neue Divine Comedy-Album! Hat ja auch lange genug gedauert. Doch der stilgerecht in weißem Hemd auf irgendeinem Hinterhof posierende Herr ist gar nicht Neil Hannon, und bei dem Tonträger handelt es sich um das zweite Album des Trios Unbelievable Truth. Längst ist bekannt, dass es sich […] mehr…

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    De La Soul – Art Official Intelligence: Mosaic Thumb

    Nach „Stakes Is High“ wurde ständig gemunkelt, De La Soul könnten sich bald auflösen. Tatsächlich haben Posdnous, Maseo und Dave (formerly known as Trugoy The Dove) seit 1996 erst mal Familien gegründet, nebenbei im Heimstudio aber ganz entspannt an ihrem ambitioniertesten Werk gefeilt. Das heißt etwas hochgestochen „Art Offcial Intelligence“ und ist mit dem Untertitel […] mehr…

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    Tom Jessens Dimestore Outfit – Redemption

    Ja, genau, stell die Pedal Steel da rüber, die Zeitungen kannst du wegnehmen. Okay, Darren, gib mal das Bier rüber. Das Schlagzeug, ja, dahin, neben den Schaukelstuhl. Eric, kann losgehen. Stöpsel mal die Gitarre ein. Danke, Darren. Jungs, jetzt können wir jammen. Wir beginnen ganz langsam und verschlurft, die Pedal Steel muss wimmern, so als […] mehr…

  • Lloyd Cole & The Negatives - The Negatives

    Lloyd Cole & The Negatives – The Negatives

    Erst ein Album mit dem Titel „Bad Vibes“, nun eine Band namens The Negatives. Mit Feng Shui ist dem Mann nicht beizukommen. 16 Jahre nach „Rattlesnakes“ regnet es noch immer bei Lloyd Cole. Und sowas bringt bekanntlich nur Fran Healy richtig Schotter. Wer Lloyd Cole kennt, weiß jedoch, dass er mit dem Schicksal nicht hadert […] mehr…

  • Mansun - Little Kix

    Mansun – Little Kix

    Vor vier Jahren standen ihnen die Tore zum Pop-Olymp so weit offen, als hätte Obelix angeklopft: Vier bestaussehende Jungs mit Riesenklappe, Bergen von Talent und unwiderstehlichen Singles wie „Stripper Vicar“ und „Taxloss“ – was konnte da schiefgehen? Vieles. Das fangt bei den Vorlieben an: Sänger, Songwriter und Bandleader Paul Draper mag Eighties-Plastik-Blödsinn wie Duran Duran […] mehr…

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    Robbie Williams – Sing When You’r Winning

    Diese Platte hätte auch „I Hate Myself And I Wann To Die“ heißen können, aber der Titel war vorbelastet. Robbie, der Wonneproppen, der Hansdampf-bei-allen-Filmpremieren, der womanizer wnd Großkotz, hat auch gar keine Bauchschmerzen, er kokettiert nur gern. Seine Drogenbeichte geht ins fünfte Jahr. Von Bier hält er sich fern – dabei brauchte es ein Fass, […] mehr…

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    Vinyl

    Cream– Goodbye (Simply Vinyl) Das Trio aus Eric Clapton, Jack Bruce und Ginger Baker, im Swinging London des Jahres 1966 als Supergroup gelauncht und drei Jahre später bereits implodiert, hatte etliche Talente. Songschreiben und Studioarbeit gehörten nicht dazu. „Goodbye“ erschien posthum, ähnlich wie die Beatles-Nachgeburt „Let It Be“, und war wie diese ein Patchwork aus […] mehr…

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    Rod Stewart- 1964-1969

    Kaum ein anderer englischer Veteran aus den Sechzigern hat seine ersten Duftmarken auf so vielen verschiedenen Labels hinterlassen wie Rod Stewart. Nicht einfach darum, diesen Gesamtausstoß befriedigend in den Griff zu bekommen. „1964 -1969“ ist ein unterm Strich letztlich gelungener Versuch. Auf der Haben-Seite: Sämtliche Stationen wurden erfasst. Rod mit Long John Baldry, als Solist […] mehr…

  • Harry Nilsson -  Nilsson Sings Newman

    Harry Nilsson – Nilsson Sings Newman

    Als Randy-Newman-Fan der ersten Stunde hatte Alan Price mit „Simon Smith And His Amazing Dancing Bear“ im März 1967 einen No. 4-Hit in England landen können. Woraufhin er für das Album „A Price On His Head“ umgehend sieben weitere Newman-Kompositionen aufnahm bessere Cover-Versionen als („Guilty“ ausgenommen) alle, die Joe Cocker je einspielen sollte. Ein Jahr […] mehr…

  • Black Sabbath - The Best Of Black Sabbath

    Black Sabbath - The Best Of Black Sabbath

    Die Volldröhnung: eine kompakte Retrospektive der Metal-Pioniere. Es begab sich vor 30 Jahren in Birmingham. Vier junge Männer taten sich zusammen, um eine Kapelle namens Earth zu gründen und die Welt zu erobern. Zunächst arbeiteten sie redlich und traten in jeder Kaschemme auf, die sie haben wollte. Im Star Club zu Hamburg ärgerten sie das […] mehr…

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    Box Tops – The Letter/Neon Rainbow

    Wer einen Monster-Hit landet, der hat’s oft doppelt schwer. Völlig unterschiedliche Bands wie Sam The Sham & The Pharaohs, Smoke oder Crazy World Of Arthur Brown können ein Lied davon singen, blieben dann oft ihre komplette Karriere lang auf den einen Volltreffer reduziert. Auch bei Alex Chilton & Co. gilt eine (Un-)Gleichung, nämlich: Box Tops […] mehr…