• Jimmy’s Hall

    - Regie: Ken Loach

    „Jimmy’s Hall“ sei sein letzter Film, erklärte Ken Loach, der Kämpfer für die Armen und die Unterdrückten. Konsequent, dass er am Ende noch einmal an den Anfang zurückgeht: in das Jahrzehnt seiner Geburt, zu einem seiner Ahnherrn. Er erzählt die Geschichte von Jimmy Gralton, einem politischen Aktivisten, der in den Dreißigern ohne Anhörung deportiert wurde, […] mehr…

  • Night Moves - Regie: Kelly Reichardt

    Mit „Night Moves“ kehrt die New Yorker Filmemacherin Kelly Reichardt zum vierten Mal in den Nordosten der Vereinigten Staaten zurück. Oregon gilt nicht unbedingt als repräsentativer US-Bundesstaat – umso erstaunlicher ist es, mit welcher Sorgfalt die Regisseurin in ihren Filmen die sozialen Verhältnisse ihres Landes abzubilden versteht. Vielleicht stimmt es aber auch, dass das wahre […] mehr…

  • Spoon - They Want My Soul

    Rock’n’Roll für Leute, die Rock’n’ Roll eigentlich langweilig finden. mehr…

  • Morrissey - World Peace Is None Of…

    Zwischen großen Popsongs und vegetarischen Wimmereien: Morrissey provoziert, erschüttert und tröstet die Welt. mehr…

  • The Gaslight Anthem - Get Hurt

    Doch wieder zu viel Springsteen und zu wenig großer Hardrock. mehr…

  • Tipp: Jonathan Lethem - Talking Heads – Fear Of…

    Man mag es kaum glauben: Jonathan Lethem hatte lange Zeit Angst, offen über  Musik zu schreiben. Klar, seine Romane und autobiografischen Essays strotzen nur so vor popkulturellen Verweisen, und einer der beiden Protagonisten seines bekanntesten Werks, „Die Festung der Einsamkeit“, trägt nicht nur den Namen Dylan (der andere heißt Mingus), sondern wird im Laufe der […] mehr…

  • Herausgegeben von Carmen Pinilla & Frank Wegner - Verdammter Süden. Das andere Amerika

    Crónicas, Reportagen, sind in Lateinamerika anders als hierzulande eine literarisch ehrenwerte, noch dazu auflagenstarke Gattung. Diese schöne Sammlung soll zweierlei Zweck erfüllen: 17 namhafte cronistas teilweise erstmals einem deutschen Publikum vorzustellen und, terminlich passend zur Fußball-WM in Brasilien, zumindest ausschnitthaft einen literarischen Atlas vom „anderen Amerika“ zu zeichnen. Auf den ersten Blick bestätigen sich alle […] mehr…

  • Toni Mahoni - Alles wird gut, und zwar…

    Dieses Buch ließe sich ohne Weiteres als soziologische Studie eines noch immer irgendwie existenten Berliner Biotops lesen. Das ist von liebenswürdigen, trinkfesten Menschen bevölkert, die mal Geld haben und dann wieder nicht. Und die manchmal innehalten und denken: „So stand ich zusammen mit ein paar spanischen Touristen und fühlte mich dennoch ganz heimatlich. Und immer […] mehr…

  • Robert Crumb - Mister Nostalgia

    Elektrische Musik bezeichnet er als „Rhythmen des kulturellen Todes“, und Bruce Springsteen ist für ihn der Antichrist. Die einzige Musik, für die der Comicautor Robert Crumb sich jemals erwärmt hat, stammt aus den 20er- und 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Folkblues auf 78 U/min: Dieser Lebenspassion hat er jetzt einen ganzen Band seiner Werkausgabe gewidmet. Im […] mehr…

  • Amin Maalouf - Die Verunsicherten

    „Alles, was mit Gewalt in Berührung kommt, wird erniedrigt, welcher Art auch immer die Berührung ist.“ Diesen Satz von Simone Weil hat der libanesische Amin Maalouf seinem neuen Roman vorangestellt. Darin erzählt er von Adam, den der Tod seines Jugendfreundes Murad nach über 30 Jahren in sein von Kriegen geschütteltes Heimatland zurückkehren lässt. In der […] mehr…

  • Hermann Peter Piwitt - Lebenszeichen mit 14 Nothelfern

    Ist es Koketterie oder Bescheidenheit, die einen der wichtigsten Autoren seiner Generation, den 1935 geborenen Piwitt, veranlasst, eine Lebensbiografie von nur 143 Seiten vorzulegen (die sogar noch kürzer geworden wäre, wenn er sich an seinen Vorsatz gehalten hätte, mit dem zehnten Lebensjahr zu schließen). Der Vater machte eine kleine Nazi-Karriere, die Mutter war Rassistin. Piwitt […] mehr…

  • Marcus Stiglegger - Kurosawa. Die Ästhetik des langen…

    Er kenne keine ausländische Besprechung, sagte Akira Kurosawa (1910–1998) einmal, „die nicht falsche Bedeutungen in meine Filme hineingelesen hätte“. Zu sehr bedient Kurosawas Werk bei aller Einzigartigkeit des gefeierten „Auteurs“ auch bekannte Japan-Klischees: todesmutige Samurai und liebliche Geishas, höchst poetische Natur und rätselhafte Zeichen. Der Interpretationsspielraum ist also ebenso groß wie die Gefahr, nur zu […] mehr…

  • Tipp: Feuerwerk am helllichten Tage - Regie: Diao Yinan

    „Glaubst du, irgendwer gewinnt im Leben etwas?“, fragt der desillusionierte Ex-Cop Zhang seinen früheren Partner in Diao Yinans prächtig kaputtem Film noir „Feuerwerk am helllichten Tage“. Wenig später ist der Kollege tot, aufgeschlitzt mit einem Paar Schlittschuhe. Eis ist neben Kohle das Hauptmotiv in Yinans dritter Regiearbeit, die im filmisch bislang weitgehend unerschlossenen Norden Chinas […] mehr…

  • Mistaken For Strangers - Regie: Tom Berninger

    Wer bei „Mistaken For Strangers“ einen professionellen Musikfilm erwartet, wird genauso enttäuscht werden wie die Kritiker, die diesem charmanten Werk Dilettantismus bescheinigten. „Liebe Kollegen“, ist man geneigt zu sagen, „genau darum geht es doch hier.“ Tom Berninger, ein dicklicher 30-Jähriger, der immer noch bei seinen Eltern lebt, wird von seinem älteren Bruder, Matt, Sänger der […] mehr…