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    Kopfnicker-Das Album

    Deutsch-Hop – Cockpit im Jahre 2001. Wir blicken auf Hamburg. Dort sitzen in der Mehrzahl zwar verkiflte Großmäuler doch durchaus auch Klassenbeste wie Fünf Sterne Deluxe oder die unterschätzten Doppelkopf. In Berlin hingegen existiert die wohl größte deutsche Untergrund-Szene, doch auch dort dürfen so talentlose Schnacker wie die Spezializtz ungestraft existieren. Im Ruhrgebiet schließlich sitzen […] mehr…

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    Norrin Radd – Where She Danced

    Ein deutscher Roots-Songschreiber unter den Fittichen von Sid Griffin Mal ehrlich: Würden Sie neugierig werden auf ein Album, das unter H wie Hennig, Gandulf absortiert wird? Na, eben. Also besann sich der jetzt in Berlin residierende Songwriter auf der Suche nach einem Alter ego auf den Helden seiner Kindheit, eine mystische Serienfigur, einen Supermann mit […] mehr…

  • Doyle Bramhall II & Smokestack - Welcome

    Doyle Bramhall II & Smokestack – Welcome

    Man kann ihm einiges vorwerfen, ja sogar Argumente für die Einschätzung anhäufen, er sei ein überschätzter Langweiler. Das Herz für die zweite Reihe aber kann man Eric Clapton kaum absprechen. Für die, die ihm Inspiration waren und sind und deshalb sein helleres Rampenlicht teilen soll(t)en. In den 70er Jahren tourte er mit Muddy Waters selig, […] mehr…

  • Kristin Hersh - Sunny Border Blue

    Kristin Hersh – Sunny Border Blue

    Kristin Hersh hört Stimmen. Schon ganz lange, und inzwischen stört es sie auch nicht mehr. Ihr neues Album beginnt mit einem lakonischen „Du weißt ja, wie es ist, wenn einem die wirkliche Welt dazwischen kommt“ Diesmal singt die Songwriterin nicht von Engel und Elfen, sondern von eben der Realität, die sie immer wieder kalt erwischt. […] mehr…

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    BS 2000 – Simply Mortitied

    Früher, ach hör mir auf mit früher. Doch nein, nicht völlig. Denn einst, als es den verstörenden Digitalwahn noch nicht gab, trafen sich tonnenweise gelangweilte junge Springinsfelde, um aus ihrem nutzlosen Tag (und schließlich auch der Nacht) noch etwas Ordentliches zu machen. Rocker, Gangs, Highschool-Anarchismus und immer Tanzerei. Viele gründeten aber auch Bands. Dabei war […] mehr…

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    David Thomas & Two Pale Boys – Surfs Up!

    Wenn David Thomas Kreatives macht, dann ist das immer bedeutsam. Jedes Wort ein Kunstpamphlet, jeder Ton eine Reflexion – nach 25 Jahren Pere Ubu sowie allerlei Projekten und Kollaborationen ist der musikalische Exzentriker noch immer dem Experiment hingegeben, der Legitimation des Avantgardisten. Avantgarde, das heißt hier freilich: Das, was gestern vorn war – Thomas ist […] mehr…

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    Short Cuts von Oliver Hüttmann & Jan Wigger

    Omar Best By Far(EPic/soNY musio Terrorvision Good ToGo(ROADRUNNER) Sem Debüt“There’sNothmgLike This“ war 1990 ein kleines Wunderwerk des Soul, und weil sich die schwarze Musik damals ohnehin noch mal erfand, wurde Omar gleich zum Acid Jazz mitgezählt und durfte auf dem Talkin Loud-Label veröffentlichen. Stevie Wonder hat den Engländer zu seinem Erben erhoben, zum Superstar hat […] mehr…

  • Slut - Lookbook

    Slut – Lookbook

    Der heimische Indie-Pop junger Leute aus Süddeutschland zeigt wieder Flagge: Jeder, der auch nur ein bisschen was auf sich hält, wartet auf die neue Notwist; Miles trauten sich, ein lupenreines Pop-Album aufzunehmen, und Readymade gruben auf „Snapshot Pöetry“ den sphärisch-schwelgerischen Song im Stile von My Bloody Valentine wieder aus. Und nun Slut aus Ingolstadt. Werden […] mehr…

  • Short cuts

    Short cuts

    Wheatus Wheatus (Columbia/sonyi In Mutters Keller wurde dieses Debüt aufgenommen, aber dank dem Gespür des Bandkopfs Brendan B. Brown ist von Dilettantismus nichts zu hören. Das Trio will wohl die Presidents Of The USA beerben und stibitzt auch mal bei den Barenaked Ladies, aber unter dem fröhlichen Pop-Rock verbergen sich erfreulich böse Spitzen gegen das […] mehr…

  • Tortoise - Standards

    Tortoise – Standards

    Man durfte gespannt sein, ob sie, in typisch amerikanischer Manier, als neue, verbesserte Tortoise zurückkehren würden. Und obwohl sich bei „Standards“ die Gewichtung von einer improvistorischen Basis eindeutig in Richtung gesteigerter kompositorischer Substanz verlagert hat, bietet das Ergebnis im Grunde nichts wirklich Neues. Es ist ein typisches Tortoise-Album im unverkennbaren Klanggewand und auf gewohnt hohem […] mehr…

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    Jim White – NoSuchPlace

    Hat sich David Byrne in den 90er Jahren mehr Verdienste als Talentscout erworben denn in eigener Sache? Da könnte was dran sein. Immerhin brachte er als Luaka Bop-Chef beachtliche Kuba- und Peru-Compilations ebenso an den Start wie den brasilianischen Song-Desperado Tom Ze. Neulich wurde Byrne sogar im eigenen Hinterhof fündig. Dort, wo einst seine „True […] mehr…

  • short cuts

    short cuts

    Deke Dickerson Rhythm, Rhyme&Truth (HIGHTONE /FENN) „This album is different“, beginnt Dickerson seine Linernotes. Stimmt Stilistisch überspringt der Twang-Hemjeneutiker aus Los Angeles mit seinen Ecco-Fonics diverse Zäune, die Billyland von benachbarten Gefilden trennen. DooWop klingt an, es rumort bluesig und, ja doch, cow-punky. Die Songs sind dunkler und gnadenloser als bislang, nicht eine Country-Humoreske weit […] mehr…

  • Saul Williams - Amethyst Rock Star

    Saul Williams – Amethyst Rock Star

    Jetzt steht er da, Saul Williams, neueste Hoffnung der HipHop-Avantgardisten und Allesüberkreuzer, und redet viel. Der renommierte Slam-Poet und Gelegenheitsschauspieler ist gern gesehenes Druckmittel in allerlei Kolumnen für die Lyrik der jungen Wilden, veröffentlichte in der „NY Times“ und in „Elle“ schwindelerregende Wortschwalle über eigentlich alles und ist mit seinem Einstand als Drehbuchschreiber und Darsteller […] mehr…

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    Ringsgwandl – Gache Wurzn

    Nach den letzten drei Großwerken, einer Rock-Operette („Die Tankstelle der Verdammten „), einer „Ravue“ („Der Gaudibursch vom Hindukusch“) und der Punk-Oper über Ludwig II., hat es Georg Ringsgwandl wieder etwas kleiner – und leiser. Augenscheinlich ging ihm der ganze theatralische Zinnober dann doch gehörig auf die Eieruhr. Bei seiner neuen Produktion, so heißt es ganz […] mehr…

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    Sugababes – One Touch

    Sugababes – The Saviours OfPop!“ schlagzeilte der „NME“. Es ist eng geworden in den Charts, was Intelligenz und Integrität, Coolness und Klasse angeht. Die deutschen Hitlisten werden von ötzis, Gigis und Container-Dumpflappen bevölkert, in England dominieren Steps, S Club 7 und einfältige Garage-Produktionen, und international schwebt über allem das so aufgeblasene wie zynische Schmierentheater von […] mehr…

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    Cousteau

    So etwas will man wirklich nicht mehr lesen. „Ein Album, welches einer Hommage an Leonard Cohen gleichkommt“, ruft uns schon wieder eine Plattenfirma begeistert zu. Ach was! Leider kommt die Platte einer Hommage gar nicht gleich: Cousteau klingen auf ihrem Debüt eher wie eine flüggere und nicht so sehr dem Kitsch verfallene Version der Weeping […] mehr…

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    Big Sandy & His Fly-Rite Boys – NiqhtTide

    Ein thematischer Paradigmenwechsel bei „America’s Favorite Western Dance Combo“ (Eigenwerbung, eher untertreibend). War die Stimmung von Big-Sandy-Scheiben stets up! und faster-pussycat-thrill-thriw, begab sich Robert Williams aka Big Sandy diesmal auf die nachtschwarze Seite des Swing. Honky Tonk, tiefblau, Rockabilly in MolL Bop 8C Drop. „Between Darkness And Dawn“ und „Nothing To Lose“ heißen die neuen […] mehr…

  • Arab Strap - The Red Thread

    Arab Strap – The Red Thread

    Ein neues Arab Strap-Album ist immer ein kleines Ereignis. Ein stilles, besser gesagt. Unwirklich wie ein Geist, der sich seit Dekaden nicht mehr gezeigt hat. Wer immer es auch ist im Lo-Fi und Slow-Fi, Mogwai, Palace, Belle 8C Sebastian, wird profan, fallt in den Staub, wenn diese großen Geheimnisvollen wieder einmal auftauchen. Was mit dem […] mehr…

  • Steve Wynn - Here Come The Miracles

    Steve Wynn – Here Come The Miracles

    Er wurde nicht müde zu betonen, wie inspirierend der Big Apple für ihn sei. Und doch hat der Wahl-New Yorker Steve Wynn eines der kaliforraschsten Alben seiner Karriere gemacht. Kalifornisch ist „Here Come The Miracles“ nicht nur da, wo er die Geister der „Topanga Canyon Freaks“ aufspürt und den armen Bobby in der „Southern California […] mehr…

  • Rod Stewart - Human

    Rod Stewart – Human

    Kaum Rhythm, null Blues,Soul virtuell per Sequencer. Rod Stewart, Sanges-Prolet mit Wohnsitz in Hollywood, hat abermals die Kurve gekriegt. Hatte sich der bekennende Schotte mit Wohnsitz in Hollywood auf seiner letzten LP noch an die Schoßröcke des Britrock gehängt und, wenn auch hölzern, Oasis gecovert, so suppt er nun im schwarzen Schlaget; Der Unterschied zwischen […] mehr…