• Beats

    Beats

    Kreider – Kreidler (Wonder/EFA) Populär wie Kraftwerk werden Kreidler wohl nie, doch entspannter waren die Geräuschelogistiker aus der Achse Düsseldorf-Köln noch nie, um sukzessive vom Track zum Song, vom Klang zum Pop zu kommen. Ihr drittes Album, in einem alten Postgebäude hinter dem Düsseldorfer Hauptbahnhof aufgenommen, beginnt mit dem typischen abstrakten Kreidler- Kreiseln, entfaltet aber […] mehr…

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    Alternativen

    Karate – Unsolved (Southern/EFA) Auf Album Nr. 4 hat das Trio aus Massachusetts zu einem Stil gefunden, der sich jedem aktuellen Vergleich entzieht.. Introspektiv und gefühlvoll, doch ohne Schwelgerei in Platitüden entwickeln die Songs eine Dynamik, die ganz ohne vordergründige Effekte auskommt Geoff Farina hat sein Gitarrenspiel weiter in Richtung Jazz entwickelt, und seine ungewöhnlichen […] mehr…

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    The Webb Brothers – Maroon

    Willkommen im Club! Im „The Liar’s Club“. Christian und Justin Webb haben ihn in Chicago, in ihrer Zeit als Barkeeper, von innen betrachtet und nicht nur Gefallen gefunden am eitlen Treiben. Dem schönen Schein halten sie jetzt mit dem gewissen Abstand in ihrem alternativen „Studio 54“ einen Spiegel vor, der auch die Narben, Kratzer, Wunden […] mehr…

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    Popa Chubby – How’d A White Boy Get The Blues?

    Ted Horowitz alias Popa Chubby schaut aus wie Dirk Bach mit einer Flying V vor der Plautze, und beide eint obendrein das Attribut „Energiebündel“. Wo der eine wie ein Kugelblitz über die Bühne fegt, rast der andere wie ein Irrwisch über die sechs Saiten. Man lasse sich also nicht vom Albumtitel täuschen, denn hier hat […] mehr…

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    John Prine – Souvenirs

    John Prine verstörte mit seiner ersten, nach ihm selbst benannten LP. Seine Songs waren sardonisch und sentimental, sarkastisch und lakonisch. Er schien sie zu verhöhnen, die Helden seiner Geschichten, wiewohl sie doch Verlierer waren und mit ihrem Latein am Ende. Doch Prine denunzierte nie. Während Randy Newman aus der Distanz Säure spritzte auf menschliche Monstrositäten, […] mehr…

  • Monster Magnet, God Says No, Cover

    Monster Magnet - God Says No

    Dass Gott zu dieser Platte Nein sagt, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Monster Magnet weichen nämlich keinen Millimeter vom Pfad des höchst diesseitigen „Powertrip“ ab, der ihnen 1997 ihre erste Goldene verschaffte. Ed Mundells effektgeladene Gitarrenriffs beschwören alle sardonisch grinsenden Geister des Rock herauf – von Keith Richards über Tony Iommi […] mehr…

  • Teenage Fanclub - Howdy

    Teenage Fanclub – Howdy

    Pop ohne Paranoia: Das schottische Trio lässt es forsch und freudig klingeln mehr…

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    Nuggets

    Blue Spark – Transmitter (Goodink) Eigentlich ist Garth Reeves ja Sänger und Gitarrist der Seattle-Band Goodness, doch weil er seine Songs mal in einem anderen Licht sehen wollte, zog Reeves mit seinen Kollegen Chris Friel (Drums) und Danny Newcomb (Gitarre) in ein Demostudio, bat noch eine Reihe Gastmusiker hinzu, legte los, war begeistert – und […] mehr…

  • Finley Quaye - Vanguard

    Finley Quaye – Vanguard

    Mit seinem Debüt-Album „Maverick A Strike“ erwischte Finley Quaye vor drei Jahren daheim im UK einen guten Start und gilt seither als großes Nachwuchstalent und Roots-Reggae-Connaisseur. Album Nr. 2 nun soll die große Nummer werden – Marley, Beck und gar Yorke sind die Bezugspunkte, darunter läuft gar nichts „Vanguard“ soll mit einem breiteren Stilspektrum zeigen, […] mehr…

  • Tim Hutton - Everything

    Tim Hutton – Everything

    Auf dem Cover seines Solodebüts zeigt sich Tim Hutton in einer Art Vorher/Nachher-Montage mit zwei Gesichtern, und dieses Bild funktioniert als visuelle Präambel für das Unternehmen, das in „Everything“ jetzt seinen Abschluss findet: Der eigenen Vergangenheit wollte Hutton mit seinen neuen Liedern nachspüren und zutage fördern, was verloren ging. Vor nun bald einer Dekade hatte […] mehr…

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    roots

    Irma Thomas – My Heart’s In Memphis (Rounder/In-Akustik)) Man kennt das aus der Bundesliga: Ein „Top-Spiel“ muss nicht unbedingt den Zuschlag rechtfertigen, den clevere Geldschneider sich dafür ausdachten. Zumindest auf dem Papier verdammt attraktiv ist auch diese Ansetzung aus der R&B-Oberliga: Irma Thomas meets Dan Penn, die ungekrönte New-Orleans-Soul-Queen („It’s Raining“) singt die Songs des […] mehr…

  • Erasure - Loveboat

    Erasure – Loveboat

    Seliges Schunkeln auf dem Traumschiff des schwülen Elektro-Duos. Drei Jahre sind seit ihrem letzten Album („Cowboys“) vergangen, sogar sechs Jahre sind es seit ihrem letzten großen Hit („Run To The Sun“) und dennoch hatte man nie das Gefühl, dass sie irgendwie weg vom Fenster waren, oder? Sänger Andy Bell und Soundbastler Vince Clarke gehören zu […] mehr…

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    R.L. Burnside – Wish I Was In Heaven Sitting Down

    Nur wer tief im Blues gewühlt hat, darf sich auch über ihn mokieren. Besser: über die Stereotypen, die da seit Generationen auch als Blues verkauft werden. R.L. Burnside darf das. Nicht nur, weil er inzwischen 73 ist, noch von „Mississippi“ Fred McDowell höchstpersönlich lernte und überhaupt auf die richtige Biografie zwischen Holly Springs, Chicago und […] mehr…

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    The Gourds – Bolsa de Agua

    Wenn es ihn denn gäbe, den Titel einer Art von „Über-Roots-Band“, die Gourds wären zweifellos einer der heißesten Anwärter darauf. Aber das Quintett aus Austin ist nicht nur Mega, sondern auch Meta: Die Lust am abseitigen Konstrukt verschränkt sich in ihrem Spiel und Repertoire mit dem Wissen um die Notwendigkeit und das Feuer klassischer Formen […] mehr…

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    The Beautiful South – Painting It Red

    Mit einem dezenten Gruß an Fatboy Slim fängt alles an: Beautiful South eröffnen ihr siebtes Album mit der unerwartet beatlastigen Single „Closer Than Most“, die Norman Cook, ihrem Band-Kollegen zu Housemartins-Zeiten, aber wohl kaum ein Achselzucken kosten dürfte. Ansonsten sind die Höhepunkte von „Painting It Red“ rasch abgehandelt: „Masculine Eclipse“ berichtet ganz vergnüglich vom Kursverfall […] mehr…

  • J Mascis & The Fog - More Light

    J Mascis & The Fog – More Light

    Nach der unauffälligen, fast heimlichen Auflösung von Dinosaur Jr kommt deren Kopf und einziges dauerhaftes Mitglied nun endlich mit einem Nachfolgewerk. Dass Mascis das größtenteils im Alleingang eingespielte Werk neben seinem eigenen Namen einer mitglieder- und somit im wahrsten Sinne gesichtslosen Begleitband namens The Fog zuschreibt, mag Psychologen einige Anhaltspunkte über die Schwierigkeiten des Sängers […] mehr…

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    Short Cuts auch im Kino

    Atrocity – Gemini (Motor Music) Nie war ganz klar, was Atrocity eigentlich wollen. Death Metal oder Dark Wave, Cover oder Original, deutsch oder englisch, heavy oder modern – zwischen diesen Versuchen verloren sich die Schwaben oft, um mit ihrem fünften Album nun eine Mischung aus allem auszuprobieren. Da hat dann Zsa-Zsas „Zauberstab“ in Rammstein-Manier ebenso […] mehr…

  • Joan Osborne - Righteous Love

    Joan Osborne – Righteous Love

    Joan Osborne muss sich vorgekommen sein wie die Hauptdarstellerin eines miesen Films, in dem der Plot nicht unrealistischer sein könnte. Da verkaufte sie 1995 Millionen von ihrem Major-Debüt „Relish“, tourte wie wild, um die Plattenfirma noch glücklicher zu machen – und stand am Ende ohne Vertrag da. Heute muss sie selbst ein bisschen lachen über […] mehr…

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    Short cuts

    Ski Oakenfull – Life Changes (Epic/Sony Music) Ski Oakenfull spielte die Keyboards bei Galliano, produzierte Incognito, remixte Herbie Hancock. Auf seinem ersten Solo-Album erinnert nur noch die Orgel in der Single „Fifths“ an seine Add-Jazz-Wurzeln. Ansonsten verbindet er dezente Techno-Beats mit Disco-Elementen und House in Tracks wie „Soul Vibrations“ und „Where Did The Love Go“ […] mehr…

  • Kylie Minogue - Light Years

    Kylie Minogue – Light Years

    Die verbotenen Begriffe zuerst: Prinzesschen. Sex-Symbol. „Neighbours“. Stock/Aitken/Waterman. Nick Cave. Ein Pin-up-Foto im Promotion-Klapp-Cover. Robbie Williams. Ein feuchter Traum. Jason Donovan. Pop-Ikone. Disco-Queen. 85-57-85. Kommen wir nun zu Kylie Minogues mittlerweile achtem Album „Light Years“, das uns von den ersten Takten an sagen will: Kylie goes Disco! Deshalb blubbert und pluckert es auch die ganze […] mehr…