• Allison Moorer - The Hardest Part

    Allison Moorer – The Hardest Part

    Schwester Shelby (Lynne) trat die Flucht nach vorn an, zermürbt von den Spielchen, die Nashville mit ihr gespielt hatte, die sie (allzu) lange aber auch mit sich spielen ließ. Nesthäkchen Allison (Moorer) spielt die Spielchen weiter mit. Mit einem entscheidenden Unterschied: Anders als Shelby kann sie auf ihrem zweiten Album immer noch, ja stärker als […] mehr…

  • Melanie B - Hot

    Melanie B – Hot

    Jahrhunderte muss es her sein, dass fünf auf Girlie-Power gestylte Durchschnittsmädchen lachend und Stumpfsinn singend ein edles Restaurant stürmten, eine Runde drehten, die Gäste dort kräftig aufmischten und wieder verschwanden. Dafür gab es dann Rotation auf „Viva“ und, „MTV“, und man schaute immer wieder hin. War ja auch irgendwie lustig, wenn auch nicht wirklich ernst […] mehr…

  • Ups..

    alternativen

    Kim Gordon/DJ Olive/Ikue Mori (SYR/Indigo) Fünfte Folge in der Reihe experimenteller Produktionen auf dem Sonic Youth-Eigenlabel, und die erste, an der nicht alle Bandmitglieder beteiligt waren. Die Musik gehorcht keiner Kategorie – selbst die obligaten Krautrock-Verweise („New Adult“)lassen sich nur schwer mit etwaigen Vorbildern vergleichen. Kim Gordons Gesang bildet den blassroten Faden in dieser eher […] mehr…

  • Pur - Mittendrin

    Pur – Mittendrin

    Da stehen sie nun alle fünf und drum herum ein Kreis, der Hartmut grinst und hält seine Hände fast schon dort, wo andere ihre Eier tragen. Doch zu früh gefreut, die Schwabentruppe sieht nur aus wie Captain Kirk und Crew, kurz vor dem Wegbeamen. Hey, Scotty, drück mal aufs Knöpfchen, und ab die Post. Ist […] mehr…

  • Ups..

    Kim Salmon – Record

    Verzettelt zwischen Eklektizismus und Helden-Verehrung. Das australische Post-Wave-Faktotum betätigt sich auch auf seinem neuen Album als human Jukebox. Das Erfrischendste an Ex-Scientists-Chef Kim Salmon war schon immer, dass er sich obwohl von Haus aus Indie-Rocker auf keinen Stil und keinen Sound festlegen lassen wollte (oder konnte?). Mit dieser Tradition wird auch für „Record“ – mit […] mehr…

  • Ups..

    David Coverdale – Into The Light

    Klingt das nicht reichlich verräterisch, wenn jemand ein notorisch hausbackenes Led Zep-Riff spielt und zum titelgebenden Intro kürt und das dann auch noch metaphysisch auflädt? „Into The Light“! Nun, man darf ja bei einem Hardrock-Kitschier und abgeschmackten Phrasen-Mähdrescher wie David Coverdale nie zu viel Exegese betreiben, meistens ist es doch bloß aus der Not geborene […] mehr…

  • Seafood - Surviving The Quiet

    Seafood – Surviving The Quiet

    Ein gepflegtes Namedropping ist beim Debütalbum des erstaunlicherweise britischen Quartetts Seafood nahezu unvermeidlich: „Surviving The Quiet“ speist sich ebenso aus „Daydream Nation“ und „You’re Living All Over Me“, wie es an „Slanted And Enchanted“ und „It’s A Shame About Ray“ erinnert. Eine wahre Fundgrube für Indie-Pop-Chronisten also, die schnell heraushören werden, dass Sänger und Gitarrist […] mehr…

  • Ups..

    Short cuts

    Helge Schneider Hefte raus – Klassenarbeit! (Mercury) Er ist der beste, weil einzige deutsche Entertainer, wenn man mal vom Conferencier Harald Schmidt absieht. Helge Schneider kommt daher wie ein Gesamtkunstwerk aus Harald Juhnke, Peter Frankenfeld und einem Animateur auf Kindergeburtstagen. Weil bei ihm alles Assoziation ist, gibt es keinen Unterschied zwischen guten Pointen und geradezu […] mehr…

  • Ups..

    Short Cuts

    Nine Days – The Madding Crowd (EPIC/Sony) In Amerika ist diese Band natürlich schon wieder ganz groß: Mainstream-Rock, den selbst Bon Jovi nicht so durchschnittlich hinkriegen würden, leider ohne ein Quentchen Originalität, aber gut gemacht. Alles drin: Da weinen Mädchen Flüsse, Ozeane tragen einsame Jungs nach Hause und neben vielen Uptempo-Radionummern ist natürlich auch die […] mehr…

  • Merle Haggard If Only I Could Fly Cover

    Merle Haggard - If l Could Only Fly

    The Hag is back. Damit war ja nicht mehr zu rechnen, die Legende hatte sich zuletzt nur noch verbittert geäußert. Nichts widerte den Poeten des Blue-Collar-Workers so sehr an wie die in Nashville vom Fließband laufenden Nachfolgemodelle. Yuppie-Merles, parfümiert und auf derb gestylt, die den Rebellen von Bakersfield idolisierten, ohne je geschuftet oder gar gehungert […] mehr…

  • Ups..

    Everlast - Eat At Whitey’s

    Aus der Intensivstation in die Charts: Der Ex-House Of Pain-Lautsprecher Everlast belebte die Pop-Saison 1998 nicht nur mit der Hit-Single „What It’s Like“ und einer guten Story um einen Herzmuskelriss am letzten Studiotag. Die Reinkarnation des bierseligen Proll-Rappers als auch cool beobachtender „Neo-Blues“-Songwriter torpedierte die Erwartungen darüber, was ein weißer B-Boy können dürfen soll. Platin […] mehr…

  • Ups..

    Sub7en

    Ein interessantes Debüt von Nicht-Debütanden. Denn alle haben sie schon einmal gedient unter „Peavey“ Wagner, dem Chefpiloten der Melodic-Metal-Schubrakete Rage, mit der Wagner noch viel erfolgreicher sein könnte, wenn sein Englisch nicht so furchtbar teutsch wäre – aber das nur nebenbei. Sub7evens Frontman Daniel Wirte hört man seine Herkunft mitunter zwar auch an, aber seine […] mehr…

  • Ups..

    Short cuts

    Richard Davies – Barbarians (Kindercore/Import) Dritte exquisite Solo-LP des nach Boston, Massachusetts ausgewanderten Australiers, nicht so Beach Boys-verspielt wie „There’s Never Been A Crowd Like This“ und nicht halb so akribisch ausgefeilt wie „Telegraph“. Direkter und etwas unverblümter sind die neuen Weisen, teils akustisch verhübscht, zum anderen Teil im Griff sehniger, gelenkiger E-Gitarren. Quasi-live, aufgenommen […] mehr…

  • Roots

    Roots

    Bob Delevante – Porchlight (Relay Records/Import) Dass John Wayne eigentlich in Hoboken (weiter-)lebt, diese schöne Erkenntnis verdanken wir einem Song der Gebrüder Delevante. Die leben immer noch in Nashville und durften dort bereits nach nur einem schönen Album („Postcards Front Along The Way“) und einem weniger schönen Scharmützel in der Capitol-Chefetage die Trümmer ihrer kurzen […] mehr…

  • Ups..

    Dan Hicks & The Hot Licks – Beatin‘ The Heart

    Meiner Treu, dass wir das noch erleben dürfen. Dan Hicks, Bay-Area-Urgestein und begnadeter Nonkonformist, ist plötzlich wieder da. Immerhin ein Vierteljahrhundert ist ins Land gegangen, seit sich der Swing-Exzentriker mit dem überaus launigen Solo-Werk „It Happened One Bite“ von der Vinyl-Bühne verabschiedete. Und 27 Jahre gar vergingen, seit Hicks mit seinen semilegendären Hot Licks den […] mehr…

  • Ups..

    Lemmy, Slim Jim & Danny B –

    Fünf Millionen Lemmy-Fans können nicht irren! Oder doch? Treffen sich ein Rocker und zwei Teds. Sagt der eine: „Lass uns mal ’ne Platte machen.“ Selten so gelacht! Manchmal passieren Sachen, von denen jeder denkt, es sei ein schlechter Witz. In diesem Fall weiß man jedoch nicht, ob es ein guter oder schlechter ist. Auf jeden […] mehr…

  • Dr. Robert - Flatlands

    Dr. Robert – Flatlands

    Das gesamte Artwork von „Flatlands“ besteht aus mythisch aufgeladenen Bildern einer – so trivial kann es manchmal sein – flachen Landschaft in glühenden Sonnenuntergängen. Die Motive beschwören den Süden der USA herauf; Songtitel wie „The Sky Is Falling“, „Full Moon Fever“, „Flatlands“ oder „Easy Road“ verbeugen sich mehr oder weniger offensichtlich vor Amerikas Songwriter-Größen – […] mehr…

  • Ups..

    Beats

    Endorphin – Skin (Epic/Sony) Endorphin alias Eric Chapus lebt als gebürtiger Franzose in Australien und gehört definitiv zu den interessantesten neuen Dance-Acts. „Skin“ ist irgendwo zwischen Bristol-Sound und French-House angesiedelt. Ein besonderer Reiz liegt in der Verwendung exotischer Instrumente-Samples, ohne dabei in Weltmusik-Klischees abzudriften. Treibende Tabla-Loops, Didgeridoo, lebendige Schlagzeug-Samples, faszinierende Filter-Sounds und Sequenzer-Pattern verschmelzen zu […] mehr…

  • Ups..

    Rreen Day – Warning

    Milchschnitten-Core“ war das verächtliche Schimpfwort, das Punk-Rock-Fundamentalisten für Green Day und deren Gleichgesinnte schufen, als 1994 mit „Basket Case“ und „When I Come Around“ endgültig die Barrieren des Genres wider den breiten Geschmack fielen. Der Begriff konnte Billie Joe Armstrong und seine Kumpanen wohl kaum treffen – Green Day hatten schon längst keine Ideale mehr […] mehr…

  • Emmylou Harris - Red Dirt Girl

    Emmylou Harris - Red Dirt Girl

    Mit den eigenen, gar nicht schmutzigen Song ist Emmylou glücklos mehr…