• Beachwood Sparks

    Beachwood Sparks

    Eine Orchidee in der Sahara wäre nicht wundersamer, ein Fliegenpilz auf englischem Rasen nicht radikaler als „Beachwood Sparks“ unter den herrschenden Bedingungen klangästhetischer Dehydration. Die älteren Leser werden sich dunkel an jene Tage erinnern, als die Boxen noch Mysterien zu bergen schienen, die sie nie profan preisgaben. Als Sounds noch vibrierten, verwoben waren, unentwirrbar und […] mehr…

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    Reggae

    Big Youth – Dreadlocks Dread (Front Line/EFA) Diese Platte ist irgendwie nie fertig geworden. Obwohl Big Youth draufsteht, sind nur sechs Titel von ihm, der Rest sind Dub-Versionen, die bis auf eines nicht zu seinen Stücken passen. Big Youth toastet in seinem einzigartigen Singjay Style über Kracher-Riddims von Yabby You, Niney und Prince Tony. „Dreadlocks […] mehr…

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    Nuggets

    Jeff Finlin – Original Fin (NBFNY Records) Ein Drummer, so heißt es, ist nicht etwa Musiker, sondern nur mit Musikern befreundet. Das stimmt auffallend oft, nur im Fall von Jeff Finlin ganz und gar nicht. Gut, er hat zwar mal als Trommler angefangen, aber mit nunmehr drei Soloalben „Original Fin“ ist sein neuestes – straft […] mehr…

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    Robin Williamson – The Seed-At-Zero

    Sie waren ein scheckiger, schlamperter Haufen. So haarig wie ungekämmt. Orgien in Farbe auf feuchtem Laub, Minne mit antiquarischen Tonquellen, Musik wie eine Nachtwanderung durch den Folk-Wald. The Incredible String Band nannten sich die vier Schotten und unglaublich waren sie, indeed. Das ist gut dreißig Jahre her. Die beiden hemmungslos hedonistischen Pärchen Mike & Rose […] mehr…

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    The Magnetic Fields – 69 Love Songs

    Die Vorgaben sind streng mathematisch: Drei CDs mit je 23 Songs, von denen der Komponist Stephin Merritt jeweils 15 selbst singt und die restlichen acht an Gäste und Mitglieder seiner Wohnzimmer-Band Magnetic Fields verteilt hat. Ein Trumm von einem Album, so schwer zu übersehen, dass Merritt nach zehn heimlichen Jah-ren in New York nun auf […] mehr…

  • Sparks - Balls

    Sparks – Balls

    Die merkwürdigen Mael-Brothers waren ihrer Zeit immer ein bis zwei Nasenlängen voraus: Als die Sparks 1971 Abnehmer für ihre seltsamen Off-Beat-Tracks suchten, stießen sie bei der aufsüße Hippie-Träume gepolten A&R-Welt noch auf taube Ohren. Wie wandlungsfähig die ungleichen Brüder waren, zeigt ein Blick in die Liste ihrer Mentoren und Produzenten über all die Jahre: Todd […] mehr…

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    David Gray – WhiteLadder

    Er glaube an „die Macht des Wortes“, ließ David Gray 1994 verlauten, als er mit seinem zweiten Album „Flesh“ erstmals in diesen Breiten vorstellig wurde. Zwei Platten, eine fette Karriere-Krise und eine auf den ersten Blick überraschende Erfolgsgeschichte auf Ibiza (Club-Hit) und Irland (Platin-Verkäufe) später, dürfte er erkannt haben, dass die Worte erst dann wirklich […] mehr…

  • The Apples In Stereo -  The Discovery Of A World Inside The Moone

    The Apples In Stereo – The Discovery Of A World Inside The Moone

    Tüftler-Pop, akademisch zwar, doch keineswegs ohne Charme. Als Kollektiv von Beach Boys-Bewunderern vor acht Jahren in Colorado angetreten, die topografische Anatomie (und Anomalien) von Brian Wilsons Hirnwindungen zu erkunden und aus den Fundstücken eigene Musik zu konstruieren, hat es das Quintett um Robert Schneider immerhin bereits zu vier viel beachteten Alben gebracht. Die eines nie […] mehr…

  • The Go-Betweens Friends Of Rachel Worth Cover

    The Go-Betweens - The Friends Of Rachel Worth

    Meisterliches Spätwerk von Robert Forster und Grant McLennan The past is a foreign country: they do things differendy there.“ So beginnt L.P. Hartleys Roman „The Go-Between“, und so sollte auch jeder Text über die Go-Betweens beginnen. Denn betrachtet man die Cover ihrer bisherigen Alben – von „Send Me A Lullaby“ bis zu „16 Lovers Lane“ […] mehr…

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    45 r.p.m.

    Oasis – Sunday Morning Call (Big Brother/Sony) Noels Pastorale. „When you’re lonely and you start to hear the little voices in your head at night“, schönsingt der große Bruder im weiten Bogen der schlafwandlerisch-wunderbaren Melodie, „it’s okay, it’s alright“ Ein Lullaby für Liam. 4,0 The Clint Boon Experience! -Do What You Do (Earworm Song)(Artful/Universal) Ein […] mehr…

  • Thin Lizzy One Night Only Cover

    Thin Lizzy - One Night Only

    Die konzertante Wiederkehr zum Gedenken an Phil Lynott. Wir stellen jetzt einmal nicht die schnöde, erwartbare, für manch einen wohl auch obligatorische Frage, was das eigentlich soll – ein neues Live-Album von Thin Lizzy. Man bedenke! Ohne das musikalische Gravitationszentrum Phil Lynott, der vor fast 15 Jahren von uns ging („Gone but not forgotten“, wie […] mehr…

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    Beats

    Xen Ninja Cuts (Ninja Tune /Zomba) Die tun was. Ja, doch, die lehnen sich weit aus dem Fenster und halten das Breakbeat-Banner hoch. Und wie wird es ihnen gedankt? Von Radiostationen weitgehend ignoriert, bleiben sie die ewigen Untergrundkämpfer. Treue Fans und neugierige Einsteiger dürfen sich jetzt erst recht (haltet durch!) auf eine Triple-CD aus dem […] mehr…

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    Mark Knopf ler – Sailing To Philadelphia

    Keine Überraschungen, nichts Erregendes, nichts Bewegendes. Mark Knopfler hat nur ein weiteres Mal abgerufen, was er kann. Andere Worte, dieselben Weisen, die Stratocaster sicher im Griff. Flüssig die Läufe, perlend die Licks. Der Mann reitet seinen Stil wie einen Brauereigaul. Dagegen ist nichts einzuwenden. Van Morrison haut so Jahr um Jahr neue Platten heraus, und […] mehr…

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    alternativen

    Shellac – 1000 Hurts(EFA) Steve Albini gnadenlos. Keine Promos, also ab in den Plattenladen: Papp box-CD ist extra teuer, Pappbox-Vinyl auch. Letztere enthält eine schutzlos hineingeworfene CD-Version, so dass man das empfindliche Vinyl gar nicht erst abspielen muss. Klasse Idee für Plattensammler! Hat Humor, der Mann! „Prayer To God“ eröffnet grandios, danach staunt man eine […] mehr…

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    The Mustard Seeds – Red

    Das Feuerwerk, das The Mustard Seeds hier auf ihrem zweiten Album abbrennen, hätte garantiert auch die Augen der Beatles zum Leuchten gebracht. Und alle, die noch den famosen Jellyfish nachweinen, dürfen jetzt ihren Trauerflor ablegen: The Mustard Seeds sind mehr denn bloßer Ersatz. Die 12 Tracks von „Red“ setzen den Kapiteln Rock und Pop neue […] mehr…

  • Wilt - Bastinado

    Wilt – Bastinado

    Dies ist das Werk eines früh Verzweifelten. Mit 19 dachte Cormac Battle, er könne es schaffen mit seiner Band Kerbdog. Das Talent war da, die britische Presse dann auch, aber nach zwei Alben und sechs Jahren pfiff die Plattenfirma ab. Nicht genug verkauft und auf Wiedersehen. Und tatsächlich trifft man Battle nun wieder – allerdings […] mehr…

  • Monaco - Roadrunner

    Monaco – Roadrunner

    Zauberhaft plüschiger Plastik-Pop ist ja nicht erst seit Miles absolut en vogue. Mit dem Titel ihres Debütalbums „Music For Pleasure“ brachten Monaco das Credo dieses Genres schon 1997 stilsicher auf den Punkt. Das musikalische Vergnügen beim Nachfolger „Monaco“ hält sich in Grenzen, wenn man diese zehn postmodernen Wohlklanggebilde beckmesserisch in ihre Einzelteile zerlegt: Gut, David […] mehr…

  • Craig David - Born To Do It

    Craig David – Born To Do It

    England hat eine neue Hit-Maschine: Craig David, einen 19-jährigen Teenager aus Southampton. Aber schon bevor der junge Mann auch nur ein einziges Stück unter seinem eigenen Namen veröffentlicht hatte, durfte der Michael-Jackson- und Stevie-Wonder-Adept sich Platin ins Regal stellen: Für seinen Produzenten Mark Hill von Artful Dodger besang der ehemalige DJ das 600 000-mal verkaufte […] mehr…

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    Missouri – It’s A Glow-In-The-Dark Good Time

    Geborgte Identitäten? Gezielt gesuchte Wahlverwandtschaften? Der Missouri fließt jedenfalls mal wieder ganz woanders, diesmal durch Nürnberg, wo drei Minimalisten gleich und dann immer wieder gern ins Grundsätzliche gehen. Wofür Heimat, Zuhause denn überhaupt gut sei, welchen Preis man dafür zu entrichten habe, wofür es überhaupt stehe, will das Trio zum Auftakt wissen, bevor es sich […] mehr…

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    Short cuts

    Three Doors Down – The Better Life (Republic/Universal) Noch eine Modern-Rock-Band aus der amerikanischen Provinz – hat das Land darauf gewartet? Anscheinend. In allen wichtigen US-Rock-Charts sprang die Single „Kryptonite“ auf Platz eins, das Quartett aus Escatawpa, Mississippi war schlagartig berühmt – nicht ganz unverdient: Die Songs sollten Creed das Fürchten lehren, denn verglichen mit […] mehr…