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    Jazz

    Ketil Bjornstad – Epigraphs (ECM) Bodo Stenson Trio – Serenity (ECM) Edle Einfalt, stille Größe? Große Stille wäre keine schlechte Alternative zu manch edlem Einfall dieser bis auf wenige innige Momente klischeeverhafteten Schönfarbe-Aktion, in die außer Bjornstad auch der bassende Epigraf David Darling verstrickt war. Zur Ehrenrettung des nordischen Klavierjazz tritt auf gleich zwei CDs […] mehr…

  • Alternativen

    Alternativen

    Dazerdoreal- Hard Disc To Hell (Noise-O-Lution/EFA) Der bekloppte Plattentitel täuscht: Es handelt sich um ein stimmungsvolles Regenwetter-Album, getragen von Sänger Aydo Abey (vermutlich himalayischer Abstammung), der vor nicht unflotten Kuschel-Grooves mit viel Gefühl fehlendes Seelenheil einfordert. Wie er das macht, hat stellenweise Star-Qualität und lässt an eine Kreuzung aus Robert Smith und Damo Suzuki denken. […] mehr…

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    Sinead O’Connor – Faith And Courage

    Wer dauernd die Produzenten wechselt, hatte uns Chumbawambas Boff Whalley neulich naseweiß erzählt, lebe bloß in der Angst, sich als Musiker und Hauptperson outen zu müssen. Sein Wort in vieler Musikanten Ohr! Auch in dem der Sinead O’Connor. Sicher, die Promoter jubeln, wenn sie ihre Album-Info mit Namen wie Dave Stewart, Brian Eno, Wydef Jean, […] mehr…

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    The Bluetones – Science & Nature

    Das vermaledeite dritte Album. Hybris oder Selbstbescheidung, „Be Here Now“ oder doch, „Revelations“? Die Bluetones optieren für eine Zwischenlösung, für Sowohlalsauch, für Supermarkt. Take your pick, kids. Bisher war das anders, Bluetones-LPs etablierten eine Ebene, ein Stil-Plateau, auf dem die oft formidablen Songs ihr Eigenleben entfalteten. „Expecting To Fly“ war Byrds zwischen Britpop und Merseybeat, […] mehr…

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    Juliana Hatfield – Beautiful Creature/ Total System Failure

    Mal ehrlich: Nachdem nun bereits fünf Jahre lang nichts mehr zu hören und zu sehen war von Juliana Hatfield, hat der eine oder andere von uns das Warten auf ein Lebenszeichen der amerikanischen Songschreiberin schlichtweg vergessen. Wir rekapitulieren: Juliana als Sängerin und Gitarristin der Blake Babies, Kollaboration mit den Lemonheads auf deren bestem Album „lt’s […] mehr…

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    The Walkabouts – The Train Leaves At Eight

    Man kann inzwischen schon den Überblick verlieren bei dieser Band, selbst wenn Mailorder-Projekte mal außen vor bleiben. Ja, manchmal ertappt sich gar der den Walkabouts prinzipiell Wohlgesonnene (wie ich) bei dem heimlichen Wunsch, Chris und Carla möchten doch mal etwas länger schweigen. Um dann noch einmal ganz tief ins Vakuum aus Erwartung, Erinnerung und Neugier […] mehr…

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    The Dandy Warhols – Thirteen Tales From Urban Bohemia

    Das letzte klassische Rockalbum hatten sich die Dandy Warhols mit ihrem dritten Werk vorgenommen – die Rückbesinnung auf alte Tugenden gehört bei dem Quartett aus Portland, Oregon schon längst zum guten Ton; nach eigenem Bekunden standen Velvet Underground und T-Rex einst Pate, als Courtney Taylor und seine Kollegen The Dandy Warhols aus der Taufe hoben […] mehr…

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    Roots

    Sue Foley- Love Comin Down (Shanachie/Koch) Da haben sich zwei gefunden: Lucinda Williams ab Harmony-Sängerin bei Sue Foley – da ist der „Empty Cup“ (so der gemeinsame Titel) schnell randvoll mit Stil, Emotion, Sex, Klasse. Die gebürtige Kanadierin hat Austin hinter sich gelassen, um in Ottawa Sohn Joseph aufwachsen zu sehen. In Landsmann Colin Linden […] mehr…

  • Eagle-Eye Cherry Living In The Present Future Cover

    Eagle-Eye Cherry - Living In The Present Future

    Er hat Johnny Cash ein formidables Comeback und Tom Petty sein wohl bestes Album beschert. Doch der Mythos Rick Rubin bröckelt längst, nicht nur als Geschäftsmann (nach dem Absturz seines American-Labels). Dass er als Produzent von immerhin 6 der 12 Titel auf dem dreiseitigen Waschzettel zu diesem Album erst auf der zweiten auftaucht, war vielleicht […] mehr…

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    Alvin Youngblood Hart – Start With The Soul

    Grenzen? Paah. Nicht mit ihm. Purist ist der Mann mit den Dreadlocks nur insoweit, als er stets das Wesentliche eines musikalischen Sittenbilds herausfiltern will. Warum etwas nicht spielen, wenn man es doch spielen will und vor allem kann? Warum sich nicht für die heimlichen Helden des Chicago Blues („Maxwell Street Jimmy“) und Dave-Dudley-Truckerhymnen („Cowboy Boots“) […] mehr…

  • Queens Of The Stone Age - Rated R

    Queens Of The Stone Age – Rated R

    Als Ableger der mittlerweile legendären Wüstenrocker Kyuss gelten Josh Honune und seine Band noch immer als Stoner. In den Texten von „Rated R“ geht es tatsächlich noch sehr oft um das Thema Drogen und ihre (Aus-)Wirkungen, aber rein musikalisch haben sich die Queens Of The Stone Age längst vom puren, matteschwingendem Dröhnrock entfernt. Das Eröffnungsstück […] mehr…

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    Reggae

    Trinity – Shanty Town Determination (Blood & Fire/Indigo) Kaum verständlich, dass solche Musik nur auf CD wieder veröffentlicht wird. Vinyl hat sich wohl doch nicht so gut verkauft Immerhin gehört „Shanty Town Determination“ zu den gesuchtesten Platten aus den 70er Jahren: hypnotische Bassläufe und zischende Becken als Motor für flüssigen Sprechgesang. Big Youth erfand diesen […] mehr…

  • Grant Hart - Good News For Modern Man

    Grant Hart – Good News For Modern Man

    Er wollte immer so gern Kapitän sein. Erst steuerte er mit Bootsmann Bob Mould das unvergessliche Lärm-Ensemble Hüsker Du an die Wand, konsumierte zum Frühstück Heroin, tagsüber Alkohol und abends Kokain, und wurde unten ganz breit während sein Kopf der eines Kindes blieb. Dann gründete er Nova Mob, spielte den Navigator, reiste durch Deutschland und […] mehr…

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    Short cuts

    Chester- Stop For Nothing (Day-Glo/Connected/Pias) Tragisch, wenn man die Rolling Stones im Herzen trägt, aber in Köln leben muss. Schön, dass Chester das Beste aus der schlimmen Situation machen: Power-Pop, der wunderbar melancholisch an einen „Fine Day In The Sun“ erinnert, von Lieblingsplatten und Plastikwelten erzählt – und am Ende das ewige, beruhigende Credo beschwört: […] mehr…

  • Brassy - Got It Made

    Brassy – Got It Made

    Endlich, Neues aus England. Das Gift gegen schmerbäuchige schottische Besinnungslieder, direkt aus Manchester, von zwei Jungs und zwei Mädchen mit schmalen Schultergürteln und T-Shirt-Brüsten, auf die gerade mal ein four letter word passt. Während Radiohead im Landhaus über dem neuen Album-Konzept sitzen, schaffen Brassy 14 Songs in knapp 40 Minuten, und fast alle handeln davon, […] mehr…

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    Short cuts

    The Dickel Brothers – Volume Two (Empty) Archaischer Americana-Folk ohne billige Ironie. Dort, wo die Depression am härtesten zuschlug in den Dreißigern, wurde so oder ähnlich musiziert Mit Banjo, Fiddle, Mandoline, Gitarre, Bass und Waschbrett Dabei ist Empty Records ein Punk-Label in Seattle, und die Dickels sind gewiefte City-Boys aus Portland, Oregon. Ein Widerspruch? Nicht […] mehr…

  • Heather Nova - Wonderlust

    Heather Nova – Wonderlust

    Warum nur sind Live-Alben so beschissen konsequent im Orkus der Publikumsgunst gelandet? Da hat man doch mal richtig drauf gewartet, das war doch mal die Matura für jeden Musiker! Lag das denn wirklich bloß daran, dass die Dinger nicht immer so geklungen haben wie die schlecht gemasterte Raubkopie der letzten Studio-CD? Gottlob aber erreichen dann […] mehr…

  • Tiere und Fabelwesen auf Album-Covern

    The Deftones - White Pony

    Die Deftones wollen am Erfolg des neuen US-Metal teilhaben. Nach den Triumphen von Korn und Limp Bizkit wird in den USA nun allgemein erwartet, dass The Deftones mit dem dritten Album endlich zu ihren Kumpels aufschließen können. Die genannten Bands haben sich zuletzt mehr und mehr in Richtung HipHop entwickelt, Chino Moreno und seine Jungs […] mehr…