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    Knife In The Water – Plays One Sound And Others - Traurig, traurig: Tnstesse nur in…

    Es raunt die Orgel, es brummelt der Bass, und das Schlagzeug wird ganz weich mit dem Filzklöppel getuscht. Dazu hallen die fernen Stimmen wie Nornengesänge, gleich schwebenden Spinnennetzen in einer nebligen Nacht. Oh Traurigkeit, oh Seelenschmerz, hier klingt dein musikalisches Äquivalent! Die Knives spielen, dem Titel ihres Debüt Albums entsprechend, durchaus verschiedene und auch ungewöhnliche […] mehr…

  • Joni Mitchell - Both Sides Now

    Joni Mitchell – Both Sides Now - Die Unnahbare einfühlsam mit Evergreens…

    Die Mitchell, harsche Mistress und unsentimentale Poetin, hat sich einen lang gehegten Wunsch erfüllt Interpretin nur wollte sie einmal sein, Standards mit dem eigenen Leben füllen, mit großem Orchester und ganz ohne kommerzielle Zielvorgaben. Wie bitte, fragt sie kokett, die Vierziger sind momentan en vogue? Das habe sie nicht gewusst. Wir aber schon. Bryan Ferrys […] mehr…

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    Tonic Sugar - Vorlasen für die Luftgitarre von…

    Jeff Russo und Emerson Hart hauen die Riffs raus, die Jimmy Page schon seit „Outrider“ nicht mehr so recht einfallen wollen, diese runden, abrollenden, manchmal nervösen, scheinbar so locker aus dem Handgelenk gespielten Led Zep-Fingersätze. Archaisch-schlicht, aber ruppig und wirkungsvoll ist das. Auch ihr Sound hat den rüden Charme des 70er-Hardrock britischer Provenienz, so kantig […] mehr…

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    45 R.P.m - VON WOLFGANG DOEBELING Paul McCartney…

    Wer das schnieke rote Köfferchen mit den acbt 7inchern im Fifties-Design bereits hat, kennt Maccas dufte Version von Charlie Gracies flottem Fifties-Hit JFabulous“, hier auf der Rückseite. Die A-Seite „No Other Baby“ findet sich natürlich auf der LP, ist dortselbst der absolute Killer-Track und das beste Paul-Stück seit seligen Beatles-Tagen. Fabl 4,5 The Pretty Things […] mehr…

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    Will Oldham – Guarapero/Lost Blues Vol. 2 - Zweite Lieferung mit verstreuten Aufnahmen…

    Mit Will Oldhams Biographie geht es voran: geheiratet, Vater geworden – ob im Zuge dieser Entwicklung auch schon der Hausbau anvisiert wird, war bei Redaktionsschluss nicht bekannt. Sicher wäre die Vorstellung, Oldham gäbe als Bauherr letzte Anweisungen zum Grundriss des Kinderzimmers, erst einmal gewöhnungsbedürftig. Andererseits: das Kinderzimmer! Wahrscheinlich würde er dort selbst einziehen. Und, da […] mehr…

  • Yo La Tengo - And Then Nothing Turned Itself Inside-Out

    Yo La Tengo – And Then Nothing Turned Itself Inside-Out

    Nach nunmehr 11 Veröffentlichungen in 14 Jahren ist das Trio aus Hoboken, New Jersey, längst zu einer Indie-Rock-Institution mit immer längeren Plattentiteln und immer langsameren Songs geworden. Das letzte Manifest der Zurückhaltung („I Can Hear The Heart Beating As One“, 1997) beispielsweise war so beruhigend, dass man glaubte, jede Äußerung, jede Bewegung, die man tat, […] mehr…

  • Dr. John - Duke Elegant

    Dr. John – Duke Elegant - Der Mann am Klavier ehrt…

    „Boogie now“, grummelt er plötzlich wie ein liebeskranker Kater, dem zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Doch die Aufforderung ergeht nicht – wie noch beim letzten Album „Anu~ tha Zone“an eine Horde (relativ) junger Freier aus dem Vereinigten Königreich, sondern an seine Hauskatzen. An Bobby Broom (Gitarre), David Barard (Bass) und Herman Ernest HI (Drums), die […] mehr…

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    Short cuts VON MAIK BRÜGGEMEYER, BIRGIT FUSS, FRANK SCHÄFER - Ron Sexsmith Whereabouts

    Die lockere Eleganz der McGuinnschen Gitarre, die Sanftheit von Tim Hardins Stimme, die schwarze Romantik in Harry Nilssons Texten, die lakonischen Beobachtungen eines Ray Davies und vielleicht noch die Arrangements von Randy Newman… Zusammen gibt das: Ron Sexsmith. Mit „IV hereabouts“hat er nun fast unbemerkt (leider nur als Import zu bekommen) sein drittes Meisterwerk veröffentlicht. […] mehr…

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    Short Cuts - VON OLIVER HUTTMANN & CARL-ERICH…

    Green Apple Sea All OverThePlace iskycap/zomba) Mit Gitarre, Bass und Schlagzeug spielen diese drei Münsteraner brüchige Wehmutshymnen, die von Will Oldham, Cracker, Souled American und den Tindersöcks inspiriert sein könnten. Songwriter Stefan Prange umgarnt seine Melancholie mit schluffigem Gesang und hart angerissenen, dennoch zaghaften Melodien, die von der Band hingebungsvoll mal forciert oder beinahe zum […] mehr…

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    Jackie Leven – Defending Ancient Springs - Paranoide Poesie und eklektische Songs…

    Da haben sich zwei gefunden. Und Jackie Leven und David Thomas wären nicht Leven und Thomas, würden sie ihrer gemeinsamen Sache nicht gleich ein Fanal setzen wollen. So wird das Pop-Monument „You’ve Lost That Loving Feeling“ zwar nicht mit Macht zerbröselt, aber die Fallhöhe vom Spectorschen Sound-Wahn zu dieser reduzierten, moderat-modernen Interpretation ist schon da. […] mehr…

  • Bob Mosley - Never Dreamed

    Bob Mosley – Never Dreamed - Elvis- und Buddy-Holly-Veteranen kriegen Moby…

    Die Entstehungsgeschichte dieses Albums, das zwischen 1974 und ’77 entstand und bis dato unveröffentlicht blieb, liest sich so faszinierend wie die Namen aller daran Beteiligten: Ein in der Branche nicht unbekannter Produzent – J. P. Whitecloud – hatte mit Gattin Susan ein paar respektable Songs geschrieben, die nur der Studio-Vfollendung harrten. Also holte J. P. […] mehr…

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    The Satelliters: What’s Up With Timothy Dee?

    Endlich mal eine Alternative zum leider oft schon übergehörten Schweden-Rock’n’Roll: Das mittlerweile fünfte Album der Satelliters aus Darmstadt ist mit Sicherheit eines der besten, das in den Sixties nicht erscheinen konnte. Mit spitzen Schuhen und engen Rollkragenpullovern wird mit Vintage-Instrumenten roh und energetisch Musik zelebriert, die heute ihresgleichen sucht. Das 40-sekündige Intro „Beat Point“ im […] mehr…

  • Short cuts

    Short cuts

    James Talley: Songs From My Oklahoma Home (CIMARRON/IMPORT) Von allen Songwritern der Siebziger ist er der verkannteste, sein Genie-Debüt das unbekannteste geblieben. „Got No Bread, No Milk, No Money, But We Sure Got A Lot Of Love“ hieß die Fünf-Sterne-Offenbarung aus Downhome-Fingerpickin‘ und sublimen Melodien, aus warmen und wehmütigen Songs, die ganz ohne Ballast aus […] mehr…

  • John Linnell - State Songs

    John Linnell – State Songs - Der Kleine von They Might…

    Auch ohne seinen Dauerpartner John Flansburgh kann der They Might Be Giants-Mann nicht aus seiner Haut: Er muss seinem Publikum reichlich schräge, aber dennoch wunderbar süße Pop-Kost vorsetzen. 16 grundverschiedene Kompositionen über 15 nicht so grundverschiedene US-Bundesstaaten bilden das Konzept dieses ersten Soloalbums, das die musikalische Heimat des Kauzes nicht verschleiert Welcher Künstler könnte schon […] mehr…

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    Mary Black – Speakinq With The Angel - Noch immer nicht das Album,…

    Die Aufbruchstimmung hat sich schnell verflüchtigt. „Shine“, ihr letztes, achtes Album, hatte Irlands große Stimme nach Los Angeles entführt, zu Produzent Larry Klein (Joni Mitchell, Shawn Colvin) und einem entsprechend ausgebufften Adult-Sound. Womöglich fürchtete Mary Black, die alten Fans könnten ihr zürnen und nicht mehr ganz so treu sein, während neue in der erhofften Menge […] mehr…

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    Beats VON MARCUS MAIDA - Laika Good Looking Blues (TOO…

    Gut sieht er aus, der Blues! Da steht er, randvoll mit Folk, Jazz, HipHop, Gitarren, Samples und gut geerdeten Lyrics. Die Band, für die Simon Reynolds angeblich einst den Begriff „Post-Rock“ erfand, lässt alle instrumentalen Klischees in der leeren Sackgasse liegen und spaziert stilvoll und mit festem Blick zu grundguten groovy beats über die Häuserdächer. […] mehr…

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    The The: NakedSelf

    „My life is halfway through, and I still haven’t done what I’m here to do“, singt Matt Johnson in einem Anflug leiser Verzweiflung in dem Song „SoulCatcher“ zur Akustik-Gitarre. Und erinnert sich dann, dass die Mama immer gesagt habe: „What you give is what you get“ Ach, Matt! Quäle Dich nicht länger! Wir wissen es […] mehr…

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    Morphine – The Night - Das Vermächtnis: Mark Sandmans letzte…

    „I can make it on my own“ lässt uns Mark Sandman im Titelstück „The Night“, dem Opener des fünften und definitiv letzten offiziellen Albums von Morphine, wissen – und dass dies seiner Lebensphilosophie entsprach, ist nicht nur spekulativ, wenn man einen Blick auf die Biografie wirft So hat er es bis zum Schluss gehalten, bis […] mehr…

  • Elliott Murphy - Rainy Season

    Elliott Murphy – Rainy Season

    Müde Klischees von dem gealterten ehemaligen Meister-Songschreiber Smells like midlife-crisis, die larmoyante Variante, wenn der Exil-Pariser gleich mit einer Tür ins Haus fällt, die auf den Titel „Thirty Was A Long Time Ago“ hört Immerhin nötigt sich Murphy dabei als Fazit noch einen Hauch Sarkasmus ab. „Think I better move to Idaho and we measure […] mehr…