• Chuck E. Weiss - Extremely Cool

    Chuck E. Weiss – Extremely Cool

    - Rycodisc/RTD

    Sein Handwerk hat er an der Seite von Tom Waits, Willie Dixon und Lightnin‘ Hopkins erlernt, auch indem er „das Leben lebte“, wie die Plattenfirma lapidar vermerkt Das glaubt man gern, richtet sich der Blick auf den Mann mit der Gnubbelnase: Verwirkt, verwittert, Kette über offenem Brusthaar, der Pony zu lang. Straßenköter-R&B aus den bockstreets […] mehr…

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    Beats von Kloos & Wellner

    Das zweite Album von VISIT VENUS, „The Endless Summer“ (Yo Mama/RTD), war schon lange vor Veröffentlichung von einem eigenartigen Hype umgeben. Vielleicht, weil zu spüren war, daß die beiden Produzenten/DJs Mario von Hacht und Mario Cullmann nicht nur den gleichen Vornamen teilen, sondern auch ein sehr eigenes Gespür für feingliedrige, hintergründige Kompositionen. Atmosphärisch und düster […] mehr…

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    The Creatures – Anima Animus

    Das Hobby zum Beruf gemacht! Als Siouxsie Sioux und ihrem trommelnden Gatten Budgie von der Talfahrt ihrer Band Siouxsie & Banshees schwindelig geworden war, reaktivierten sie – nach einer ausgedehnten Besinnungsphase – ihr, wie man so sagt, „Side-Project“ The Creatures. Mit dem hatten sie immerhin schon mal einen Zwischendurch-Halbhit – wir erinnern uns der Swing-Nummer […] mehr…

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    The Jimmy Rogers All-Stars – Blues Blues Blues

    Man ist versucht, zu psychologisieren, ja metaphysische Dimensionen ins Spiel zu bringen. Da steht also einer über Jahrzehnte in der Kulisse – von den Kennern gewürdigt, von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Und kaum soll er endlich doch noch den Schritt ins Rampenlicht tun, versagen ihm (nicht nur) die Beine. Großer Abgang: Kurz vor Ende […] mehr…

  • Element Of Crime - Psycho

    Element Of Crime – Psycho

    Der alte Bollerkopf ist wieder da. Lange gewartet auf Sven Regener! Seit „Damals hinterm Mond“ und „Weißes Papier“ ist er unser heimischer Lieblings-Trauerkloß, und obwohl die letzten Alben nicht ganz so meisterlich waren, freut man sich wie ein Kind auf das Grau in Grau von Hement Of Crime. Blätter fallen, Wolken ziehen vorüber, ein vollkommen […] mehr…

  • Short Cuts

    Short Cuts - VON BORCHOLTE & HUTTMANN

    FORMIDABEL Särge hießen in der DDR ERDMOBEL, und so lautet auch der etwas morbide Name, den sich Markus Berges für seine Band ausgesucht hat Der in Köln lebende Künstler darf getrost in die – hierzulande leider schwach besetzte – Kategorie Singer/Songwriter-Nachwuchs einsortiert werden. Auf seinem zweiten Album Jlrste Worte nach Bad mit Delfinen“ (NSW Records) […] mehr…

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    Steve Earle And The Del Mccoury Band – The Mountain

    Es sieht aus, als ob er doch nicht ganz da hingehört, der Mann mit dem massigen Hals und dem speckigen Scheitel. Was nicht allein daran liegen kann, daß er als einzige Figur des Sextetts ein richtig dunkles Hemd trägt. Das paßt irgendwie zu seiner Rolle: Halb Pate von South Nashville, halb prodigal son der Music […] mehr…

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    Short Cuts von Peter Lau und Seymour Glass

    FORMIDABEL Cake sind wieder da – in Gestalt von SAM PREKOP. Nicht ein Jota hat sich verändert an den wundermilden Instrumental-Exkursionen des Feinmechanikers. Mit Josh Abrams, Chad Taylor, Archer Prewitt und Jim O’Rourke laubsägt Prekop einzigartig schwerelosen Schönklang, der zwar komplex ist wie Jazz, aber überhaupt nicht angestrengt Sommertage auf der Holzveranda am Meer, Klinik […] mehr…

  • Van Morrison - Back On Top

    Van Morrison – Back On Top

    Ironie war bisher kein Wesenszug, auch kein Kunstgriff, den man mit diesem Mann in Verbindung gebracht hätte – vor allem nicht, wenn’s um die eigene Person ging. Wie also ist der Titel seines Einstands beim neuen Arbeitgeber zu werten? Eine neue Liebe? Oder doch Realitätsverlust? Van The Man ist jedenfalls wieder auf der Straße. Und […] mehr…

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    Short Cuts von Wolfgang Doebeling

    FORMIDABEL Zu den Bewunderern von GEOFF MULDAUR gehören Bob Dylan, John Cale und Richard Thompson, von dem das Statement stammt: „There are only three white blues singers, and GeoffMuldaur is at least two of them.“ Das über einen Mann, der für seine fabelhafte Debüt-LP „Sleepy Man Blues“ vor rund 36 Jahren Dave Van Ronk und […] mehr…

  • Jimi Tenor - Organism

    Jimi Tenor – Organism - Warp / RTD

    Am Anfang war der Underground: Da hat der Finne Jimi Tenor für das Label Säkhö sonderbare Techno-Platten aufgenommen („Fear Of A Black Jesus“), politische unkorrekte Filme gedreht („The Wrestler“) und an einer skurrilen Modekollektion gearbeitet („Tenor Wear“). Heute träumt Tenor von Las Vegas und Glamour-Pop; mit seiner riesigen Fake-Designerbrille und der blonden Mop-Frisur sieht er […] mehr…

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    Prince Paul – Prince Among Thieves

    Eigentlich müßte Paul Houston ein Denkmal bekommen, darauf sollte dann stehen: Prince Paul war ein Erneuerer des HipHop. Er produzierte die wichtigsten Platten von De La Soul, Stetsasonic und den Gravediggaz, und seine Remixe waren bei allen begehrt, von den Beastie Boys bis zu Living Colour. Doch wer weiß, ob es jemals zu dieser verdienten […] mehr…

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    Global Village von Klein-Josch-Müllrich

    Wenn jemandem der Ehrenbürgertitel des Monats im „Global Village“ gebührt, dann einem Mann aus Salvador da Bahia. Seine Markenzeichen: Rastamähne, Teesieb-Brille und 500 Kompositionen – wenn Mr. Unberechenbar alias CARLINHOS BROWN ins Rampenlicht tritt, ist für Irritationen gesorgt Der Vordenker der afrobrasilianischen Moderne, Gründer des Percussions-Orchesters Timbaiada und Songwriter für nahezu jede Größe der Brasil-Szene […] mehr…

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    Built To Spill - Keep It Like A Secret

    Gitarren sind ja im allgemeinen völlig aus der Mode, aber das Schicksal hat sie zum Glück noch nicht obsolet werden lassen. Irgendwo in Idaho machen sich drei Männer und eine Gitarre auf den Weg, sich der nahenden Winterdepression entgegenzustellen und schon jetzt ein paar Lichtstrahlen in die uns umgebende Tristesse auszusenden. „Keep It Like A […] mehr…

  • Skunk Anansie - Post Orgasmic Chill

    Skunk Anansie - Post Orgasmic Chill

    Vor fünf Jahren lösten Skunk Anansie einen Sturm der Empörung aus. Eine glatzköpfige Sängerin namens Skin, die sich über allerlei politische und soziale Mißstände so lauthals und schamlos beklagt, daß die Wände wackeln – so etwas hatte man im England der Neunziger noch nicht gehört Fasziniert erhoben politisch korrekte Redakteure die neue Band zum Kult. […] mehr…

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    Ani DiFranco – Up Up Up Up Up Up - Cooking Vinyl/Indigo

    „I eat when I am hungry/ And I travel alone/ And just outside the glow of the house/ Is where I feel most at home“: Der Topos von der Freiheit der Autobahn hat wieder Konjunktur. Mit der Springsteen-Renaissance kehren die Motive der Prä-Slacker-Generation zurück. Allerdings nicht in Gestalt eines muskulösen Boss-Rockers, sondern als zierliches Songwriter-Persönchen […] mehr…

  • Stoppok - Neues aus La-La-Land

    Stoppok – Neues aus La-La-Land

    Wenn einen morgens die „Hamburger Morgenpost“ mit der Headline „136 Opas beim Dealen erwischt“ erschreckt und man gleichzeitig im TV von der „Frühstücksberaterin“ im „ARD-Frühstiicksbuffet“ mit dem Satz „Der Belag darf nie dicker als das Brötchen sein“ die Augen geöffnet kriegt, dann ist es definitiv Zeit für die Stoppok-Therapie! Mit bleues aus La-La-Land“ hat der […] mehr…

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    Reggae & Dub von Matthias Münchow

    Über 20 Jahre verschollen oder nur teuer zu erwerben waren die beiden von RUPIE EDWARDS produzierten „Hit Picks“-Kompilationen. Nun sind sie zusammen auf einer CD („Bushranger/Jet Star“) wieder erhältlich. Über klassische Riddims singen Sangesfürsten wie Gregory Isaacs, Mighty Diamonds, Kingstonians und Heptones. „Hit Picks“ enthält vordem auf Singles zwischen 1969 und 1975 veröffentlichte Lieder und […] mehr…

  • Wilco - Summer Teeth

    Wilco - Summer Teeth

    Summer Teeth REPRISE/WEA Schon gehört? Americana ist tot! Inklusive sämtlicher Inkarnationen, die da JNo Depression“ oder Alternative Country“ hießen. Daß einer der wesentlichen, wenn nicht der Geburtshelfer schlechthin jetzt auch gutgelaunt die Grabrede hält, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, ist aber nur konsequent. In den geschichtsträchtigen Mantel der Galionsfigur wollte Jeff Tweedy ohnehin nie schlüpfen; […] mehr…

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    Payback von Brian Helgeland - ab 11. März

    Willkommen in der Unterwelt. Hier rangeln Nutten, Gauner, Zuhälter und Bosse um Drogen und um Geld. „I want my money back“ ist folglich auch jener Satz, den Mel Gibson alias Porter am häufigsten knurrt, wenn er nicht gerade Leute mit kalter Gewalt verprügelt, erschießt oder gefügig macht Brian Helgelands Adaption von Richard Starks Roman „The […] mehr…