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    SUNHOUSE: Sonnenkinder

    Die Karriere des Trios SUNHOUSE begann in einem tristen Chinese-Fastfood-Restaurant in Sneinton, einem grauen Vorort von Nottingham. Sie begegneten dort einem alten Freund, der für seinen fertig gedrehten Punkrock-Film „Small Time“ noch die Musik brauchte. Zahlen konnte er für den Soundtrack nichts, aber die Songs verschafften der Band einen weiteren Filmjobfür das gefeierte Boxer-Sozialdrama „TwentyfourSeven“ […] mehr…

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    YAZBEK: Schalk im Nacken

    Wer mehr als ein Jahr Sketche für David Letterman geschrieben hat, wird auch in seiner Musik eher den Schalk im Nacken sitzen haben. Natürlich ist auf „Jfälcome Tb My World“, dem Albumdebüt von YAZBEK, nichts so gemeint, wie es klingt. Yazbek ist ein in New York aufgewachsener Halb-Araber, der elf Jahre lang ernsdiaft Cello gelernt […] mehr…

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    ELLIOTT SMITH: Film-Geschichten

    Für seine sechs musikalischen Beiträge zu Gus Viin Sants Film „Good V ill Hunting“ ist er mit einer „Oscar“-Nominierung geehrt worden, doch im Grunde seines Herzens ist der Singer/ Songwriter ELLIOTT SMITH aus Portlandkein Filmmusiker. Auf „Either/Oi*, seinem dritten Album, erzählt er lieber klingende Geschichten über kleine Bruchstellen in der großen Lebenslinie. Bei dem Song“Pictures […] mehr…

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    THREE MILE PILOT: Dekonstruktionisten

    Spaß muß sein – und wenn dafür ein veraltetes Wurlitzer-E-Piano mit einem Supertramp-Riff herhalten muß. Ein Spaß, der nicht gerade symptomatisch ist für ^Another Desert, AnotherSea“, dem nunmehr dritten Album der kalifornischen Band THREE MILE PILOT. Ihr Sänger PallJ. wirkt in „The Year Of No Light“ nur auf den ersten Blick fröhlich, doch das Lachen […] mehr…

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    A SHRINE: Soulpop am Computer

    Hier wird weiterhin von Hand programmiert: A SHRINE, die charmante schwedische Antwort auf den Versuch vieler ehemaliger Indie-Gitarrenbands, den Breakbeat per Mausklick in Pop-Musik zu verwandeln, haben die Klampfen eingemottet und die Rechner gebootet Experiment gelungen: Das komplette Album „Dark Words, Gentle Sounds“ bringt leichtfüßigen Soulpop fernab von jeder Sequencer-Statik. mehr…

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    JEM: Hybride Melancholie

    Düsseldorf war als Musikstandort bislang von den Toten Hosen geprägt. Das soll sich mit dem Quintett J E M nun ändern. Nach einigen Maxis in Eigenregie prügelt sich derzeit die halbe Major-Riege des Landes um die Band. Zu Recht, wie der Track „Allright“ (Maxi im Selbstvertrieb: 02131/766633) zeigt: Ein edler Hybrid aus Melancholie 8C Maschinenmusik. mehr…

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    Money Mark- Push The Button - MOTOR MUSIC

    Ein Sticker hilft: „Keyboarder der Beastie Boys“ steht auf „Push The Button“ von Money Mark, der ein Garagentor bei den Rappern reparieren sollte und dann gleich geblieben ist. Als the invisible fourth des Trios war er oft nur Insidern bekannt, wenn auch sein bürgerlicher Name Mark Ramos Nishita im Booklet von „Check Your Head“ stand […] mehr…

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    DRUCKSACHEN - von Wolfgang Doebeling

    Dem Britpop vor den Beatles räumt der Buchmarkt derzeit breiten Raum ein. Dave McAIeer, dem wir mit „Beatboom!“ einen der bunteren Bände über die Mid-Sixties im UK verdanken, legt mit „HIT PARADE HEROES“ (Hamlyn, ca. 35 Mark) jetzt ein kurzweiliges, stilecht in Duoton bebildertes, allerdings recht konventionell geschriebenes Geschichtsbuch vor über jene Epoche, als King […] mehr…

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    GAUTSCH - V2

    Der Typ sieht jetzt nicht ganz so cool aus. Aber über Pop reden legitimiert auch, Äußerlichkeiten zu erörtern. Dann wollen wir das mal tun. Pferdeschwanz und H&M kombiniert mit Second Hand. Einer dieser sogenannten Slacker. Er nimmt sich alles, was er in seinem Jugendzimmer so finden konnte: wundervoll kranke LPs vom Flohmarkt, Hörspiele von und […] mehr…

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    Joe Ely – Twistin’In The Wind - MCA/Universal

    Abgesagte Tourneen, havarierte Busse, Verletzungen zur Unzeit – dermaßen fühlt sich Joe Ely vom Pech verfolgt, daß er sich neben seiner Musik ein zweites finanzielles Standbein geschaffen hat. Ab bildender Künstler. Seine Collagen, Skizzen und Skulpturen bringen bereits vierstelllige Dollarbeträge, wie eine Ausstellung neulich in Austin, Texas gezeigt hat Darin eifert Ely seinem alten Flatlanders-Compadre […] mehr…

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    REPLAYS 2

    BRINSLEY SCHWARZ – gruppiert um den gleichnamigen Gitarristen und die vorzüglichen Songschreiber Nick Löwe und Ian Gomm – waren die wahrscheinlich beste Band der sogenannten Pubrock-Ära zwischen 1972 und 1976. Ihr Leben davor (und parallel) hat seitdem viele Fans der Kapelle sammeltechnisch zur Verzweiflung gebracht. Eine einzige CD schafft jetzt Abhilfe: „Hen’s Teeth“ (Edsel EDCD […] mehr…

  • DIE BRAUT HAUT INS AUGE - Pop ist tot

    DIE BRAUT HAUT INS AUGE – Pop ist tot - RCA/BMG

    Pop tot? Das wüßten wir aber. Und wer so was behauptet, der will meistens zeigen, wie schlau und postmodern er ist. Die Braut haut ins Auge gingen früher eher mit Understatement an die Dinge heran; sie begannen als charmante Mädchenband mit Sinn für Trash. Doch jetzt soll offenkundig Schluß sein mit all der sympathischen Kleinkunst, […] mehr…

  • Groop Dogdrill - Half Nelson

    Groop Dogdrill – Half Nelson - MANTRA/ BEGGARS BANQUET

    Ich hatte mal eine Freundin, die liebte den „Cocksucker Blues“ von den Rolling Stones und wurde nicht müde, den Song zu preisen. In der Dorfdiskothek bei Husum sei die Nummer ein Hit. Die Freundin fand es unwiderstehlich, Heroin zu sich zu nehmen und lebt heute irgendwo in der Heide. Kürzlich wurde sie Mutter. Warum erzähle […] mehr…

  • DANA & KAREN KLETTER - Dear Enemy

    DANA & KAREN KLETTER – Dear Enemy - RYKO/RTD

    Manchmal scheint das Leben im allgemeinen und Musik im besonderen eine sinnlose, deprimierende Angelegenheit, vor allem, wenn man erst kürzlich die neuen Platten von Garbage, Lenny Kravitz und Tori Amos gehört hat, womöglich auch noch nacheinander. Nie wieder, so scheint es, wird die Sonne scheinen oder auch nur eine Platte, die die Zeit wert ist, […] mehr…

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    YAZBEK – Tock; A Testimonial Dinner -The Songs Of XTC - JARMUSICM; COOKING VINYL/INDIGO

    Die immer weiter um sich greifende Sitte, verdiente Helden des Pop (manchmal aber auch verdiente Pfeifen, die plötzlich in den Camp-Stand erhoben werden) mit einer Hommage zu feiern, wirft selten Mehrwert ab. Entweder sklavisch werkgetreu oder bemüht uminterpretiert oder hübsch variiert – es bringt alles nicht viel, bloß die Ehre für die Gebauchpinselten. XTC nun […] mehr…

  • Continental Drifters - Vermilion

    Continental Drifters - Vermilion

    Der definitorische Wert des Begriffs „Americana“ ist durch inflationären Gebrauch inzwischen arg geschwächt, doch wenn es auf diesem Globus eine Band gibt, auf die er noch paßt wie „Punk“ zu den Pistols oder „Genie“ zu George Jones, dann sind das die Continental Drifters. Obschon eine Dimension der Ur-Drifters mit dem Abgang des singenden Drummers Carlo […] mehr…

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    ALTERNATIVEN - von Michael Ruff

    Die merkwürdigsten Bands des Inselreiches kommen immer noch aus Schottland. ARAB STRAP ist ein neues Beispiel für das skurrile Pop-Empfinden der Hochländer. Die Lebensprobleme pubertierender Teenager wurden zwar schon oft besungen, aber noch nie so prosaisch wie auf JPhilophobia“ (Chemikal Underground/EFA). Hier werden sexuelle Katastrophen und jugendliche Eifersüchteleien betont langsam und unaufgeregt geschildert, so daß […] mehr…

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    YELLOWIDE; KEIMZEIT – Im elektromagnetischen Feld - LAUGHING HORSE MUSIC; K &…

    Da ist er wieder. Wieder liest man seinen Namen auf der Rückseite irgendeiner Platte und faßt es nicht. Manchmal sieht man ihn auf Konzerten, angetan mit Klamotten, die etwas zu lässig wirken, zu gewollt, als habe er sich übertrieben von einem MTV-Stylisten bepudern lassen. Attitüde ist, was man anzieht. Das könnte die schlichte Maxime des […] mehr…

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    MOBYLETTES – Kicking The Cloud Away; THE MOULINETTES – 20 Blumen - ELBTONAL/INDIGO; MARINA/INDIGO

    „Mädchen haben all den Spaß“, das wissen wir aus den 80er Jahren. Und von den Spiee Girls haben wir gelernt, daß sie bei der Endlösung der Spaßfrage auch über moralische und musikalische Leichen gehen. Wenn also eine Mädelstruppe aus Hamburg eine CD mit Songs des Entertainment-Genies George Gershwin veröffentlicht, denkt man erst mal „witzige Klassiker-Schlachtplatte, […] mehr…

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    David Lindley & Wally Ingram – Twango Bango Deluxe - Ulftone/IRS

    Es gab Zeiten – eine halbe Ewigkeit muß das schon her sein -, da schien es fast, als könnte David Lindley sich aus dem Schatten seines langjährigen Arbeitgebers Jackson Browne lösen und zu einer gar nicht mal so kleinen Karriere in eigener Sache ansetzen. Die Platten hießen „El Rayo-X“ und „Win This Record“, versetzten R&B […] mehr…